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 Das alte Herrenhaus

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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 10:58 pm

Edmures Tag hatte mit den ersten Sonnenstrahlen angefangen, schließlich hatte er sich weitaus früher zur Ruhe gelegt als er es eigentlich beabsichtigt hatte. Er war mit dem festen Entschluss in sein Zimmer gegangen, welches früher einmal wohl ein feines Gästezimmer gewesen sein musste, noch eines der Bücher anzufangen, welche Elijah bereits seit Wochen durchgearbeitet hatte. Er konnte die Beweggründe seines Freundes verstehen, ebenso den Eifer den er an den Tag legte. Was er jedoch nicht verstand waren seine, teilweise recht wirren Gedanken, sodass er zumeist ein paar Mal nachfragen musste, bis sich ihm der Sinn all dessen gänzlich erschloss. Doch bereits nach den ersten zwei Seiten die er, mehr im Halbschlaf als im aufmerksamen Zustand gelesen hatte, war er über dem Buch eingeschlafen. Die Zubereitung des Frühstücks, die inzwischen zu seinem täglichen Ritual gehörte, hatte ihn schließlich langsam wach werden lassen, auch wenn es ihm bei dem Wissen was er am heutigen Tag noch tun würde, bereits graute. Das Schiff musste erneut auf gewisse Bruchstellen geprüft werden und ein Teil des Schuppens in dem eben dies Stand musste erneuert werden, was für ihn jedoch bedeutete das er mehrere Stunden lang im kalten Wasser stand, während er die Pfosten erneuerte oder gänzlich auswechselte. Danach würde er erneut jagen müssen, denn das wild was er am gestrigen Tag erlegt und bereits gepökelt hatte, würde nur für gut eine Woche ausreichen und das auch nur, wenn Elijah nach wie vor so wenig aß wie die letzten Tage, was er jedoch nicht hoffte. Zuvor musste er jedoch noch etwas tun, etwas, für das Elijah ihm im ersten Moment wohl verfluchen würde, von dem er jedoch hoffte, dass er ihm später danken würde.
Bewaffnet mit einer Platte aus verschiedenen Käsesorten, ein paar Traubenreben und frisch gebackenem Brot, ging er den langen Gang zu dem Zimmer seines Freundes. Wortlos und ohne hinein zu sehen schob er daraufhin die erwähnte Platte durch den Spalt der Tür, den er nur für den Bruchteil einer Sekunde öffnete, zusammen mit einer Karaffe von kristallklarem Wasser, das er am Morgen aus den umliegenden Quellen geschöpft hatte. Ehe einer der Beiden etwas sagen konnte, zog er die Türe zu, legte den Schlüssel in das Schloss und verriegelte diese. Würde etwas fatales eintreten, so wusste er, konnte die Magierin ohne Mühe die Tür aus dem Weg räumen, sie selbst hatte mehrere Male von solcherlei Taten berichtet. Doch momentan würde es beiden wohl am besten tun, wenn sie nur Zeit für sich hatten, ohne das Elijah von etwas anderem abgelenkt werden konnte. „Das wirst du mir noch danken alter Freund.“ Murmelte Edmure mit einem Schmunzeln, schnippte den Zinkschlüssel in die Luft und verstaute ihn dann in einer seiner Taschen.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 11:17 pm

Adrianas Herz hatte im ersten Moment ausgesetzt, nur um wenig später umso heftiger den Dienst wieder aufzunehmen und schnell gegen ihren Brustkorb hämmerte, als sich plötzlich die Tür zu dem Raum geöffnet hatte, indem sie beide waren und alle Entspannung war für einen kurzen Moment ebenso gewichen, wie auch die Müdigkeit, die sie zuvor noch in einem angenehmen Delirium gehalten hatte und der sie nun, nachdem sie Edmure erkannt hatte, fast ein wenig nachtrauerte. Leise stieß sie die Luft wieder aus, die sie angehalten hatte und löste ihre Hände aus der verkrampften Haltung, die sie eingenommen hatte, nur um sich wieder zurück zu Elijah zu wenden und ihren Griff um ihn sanft zu festigen, selbst wenn sie den unterdrückten Zorn ob jener Reaktion seines Haus-und Hofmeisters in seinen Augen erkennen konnte. Es blieb ihr nicht viel mehr übrig, als leise über Edmures Aktion zu lachen zu beginnen und wenngleich sie sich auch bemüht hatte, den anderen weiterhin auf Abstand zu halten und ihm gegenüber skeptisch zu bleiben, so musste sie in dieserlei Hinsicht nun doch zugeben, dass er einige Sympathiepunkte bei ihr gut gemacht hatte, allein dadurch, dass er Elijah weiterhin von seiner Arbeit abhielt, die ihn beinahe aufzufressen drohte.
"Sieht so aus, als würden wir hier noch ein paar Stunden verbleiben", stellte sie gänzlich nüchtern fest, wenngleich auch ihre Mundwinkel immer wieder verdächtig zuckten und von der Belustigung der Zauberin sprachen, die Edmure ganz und gar nicht böse war, dass er sie hier gemeinsam mit Elijah eingesperrt hatte. "Erzähl mir von deinen Gedanken, Elijah ... was beschäftigt dich so sehr?", bat sie ihn schließlich, um die Stille wieder zu überbrücken, die für einen kurzen Moment lang zwischen ihnen beiden gestanden hatte und die sie nicht mochte. Als sie seine Verwirrung, ob ihrer Frage spüren konnte, streckte sie sich zu ihm nach oben und hauchte ihm einen sanften Kuss auf die Lippen. "Teil sie bitte mit mir - ich will dir beistehen, was auch immer dich nachdenklich stimmt ..."
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 11:43 pm

Elijah hatte aufbegehren wollen, als er erkannte was sein Freund im Begriff war zu tun aber Adrianas Bein, welches wie ein Schraubstock auf den Seinen lag und ihr durchringender Blick hatten ihn davon abgehalten aufzustehen und dem Haushofmeister den Kopf vom Rumpf zu reißen. So grummelte er nur kurz vor sich hin und ergab sich in sein Schicksal. "Ich habe über meine Vergangenheit nachgedacht " erklärte er ihr leise und sah schließlich zur Decke des Himmelbettes, welches seinem Namen alle Ehre machte - denn tatsächlich waren in die Seidene Decke silberne Sterne eingestickt, deren Mitte stets ein kleiner Diamant bildete.
"Habe ich dir jemals von meiner Kindheit erzählt?" fragte er leise und warf ihr einen kurzen Blick zu, um sich zu vergewissern, dass er sie nicht mit diesem Thema langweilte. "Meine Eltern waren Schausteller" erklärte er ihr. "Nicht einfach irgendwelche Gaukler oder Possenreißer, nein - sie waren zusammen mit ihrer Truppe die beliebtesten Schauspieler in ganz Alagaésia. Wir reisten von Grafschaft zu Grafschaft und spielten auf den Höfen der Adligen. Bereits von Klein auf wurde mir die Schauspielerei nahe gebracht. Auch lernte ich höfische Umgangsformen, SPrachkunde, Lesen, Schreiben, Rechnen. All diese Dinge mögen in einer Gauklertruppe von wenig Wert sein aber unsere Schauspieler waren angesehen Mitglieder der Gesellschaft. Wir waren wohl vor allem so beliebt, da meine Eltern mithilfe von Magie unseren Stücken noch mehr Leben einhauchten. Feuer, Blitz und Regen gehorchten ihnen" erklärte er seiner Geliebten. "Während all dieser Zeit habe ich viel über Menschen gelernt. Wie man sie manipuliert, wie das eigene Auftreten die Reaktionen anderer beeinflusst. Ich habe gelernt wie man ein Publikum begeistert, Leute für sich einnimmt. Mein Vater konnte König Palancar so gut spielen, dass die Adligen ihre Hüte zogen. Sie haben mir alles beigebracht was sie für richtig hielten." erklärte er.
"Doch dann eines Tages, als wir im Haus meiner Eltern über den Winter campierten... nun, sagen wir einfach ein magisches Experiment geriet außer Kontrolle und beinahe das gesamte Haus wurde zerstört. Der Einfachkeit halber sagen wir, dass ich der Einzige Überlebende war und belassen es dabei" erklärte er, während sein Gesicht einen seltsamen Ausdruck annahm. "Ich konnte noch einige wenige Jahre bei den einzelnen Mitgliedern unserer Schaustellertruppe aufwachsen aber es waren meine Eltern gewesen, die sie zusammen gehalten hatten und so war all dies schließlich zerfasert..." er schüttelte den Kopf. "Und letztlich stand ich mittelos auf der Straße" er nahm einen Schluck aus dem vergoldeten Kelch.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 11:55 pm

Es war ein bedrückendes Gefühl, das von seiner Geschichte in ihr übrig blieb und das ihr schwer im Magen lag - ein Gefühl, das sie sich wünschen ließ, sie habe eine Möglichkeit, ihm wieder das zurück zu geben, was er einst verloren hatte wegen einem alten Fluch, der bereits so viele andere Leben vernichtet hatte. Aber das vermochte sie nicht - sie war nicht stark genug, um Tote zurück zu bringen, die sie niemals gekannt hatte und so blieb ihr nichts weiter übrig, als für den Mann da zu sein, dem sie vor einiger Zeit ihr Herz geschenkt hatte und dessen Trauer sie nun ebenfalls in ihren Bann zog und einhüllte. Im Stillen begann sie zu begreifen, weshalb er die Magie so sehr verachtete, warum er sie für den Urheber allen Bösen hielt und sie unbedingt endgültig vernichten wollte, begann zu begreifen, weshalb er so sehr an einer Lösung arbeitete und sich selbst dabei vollkommen zurücknahm - es ging um seine Eltern, deren Leben zu früh beendet worden war und die sie gern kennen gelernt hätte, als sie noch am Leben gewesen waren.
"Wie ging es weiter?", fragte sie leise und tastete mit einer ihrer Hände nach der seinen, umschloss sie behutsam mit ihren Fingern, um ihm den Halt bieten zu können, den er über all die Zeit wohl nirgends außer bei seinen Eltern erfahren hatte. "Wie kamst du hierher? Wie zu all den Büchern dieses anderen Magiers?", spezifizierte sie ihre Frage noch einmal genauer und schloss erneut die Augen, um sich gänzlich auf seine Stimme konzentrieren zu können. Stets hatte sie sich gewundert, woher die Narben auf seinem Leib kamen, über die ihre Finger bereits so oft gestrichen waren, aber sie hatte es niemals gewagt, ihn danach zu fragen, ebenso wie er sie nie nach den ihren gefragt hatte. Es war ein stilles Einvernehmen, das zwischen ihnen beiden geherrscht hatte und das nun, angesichts jener Stunden, die ihnen beiden vergönnt gewesen waren, aufgebrochen zu werden schien. Sie wollte mehr über ihn wissen, als seinen Namen und den Inhalt seines Plans, wollte den Mann hinter der Fassade kennen lernen und jeden Punkt dabei ausleuchten, den er ihr eröffnen wollte.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 12:21 am

"Das ist eine lange Geschichte und ich kann kaum Hoffen sie dir jemals in Gänze zu erzählen" gab er zu, während er sich ein wenig mehr in den Kissen aufrichtete und sie an sich heran zog, seine Hand in der ihren verschränkte. "Allerdings werde ich versuchen dir eine kurze Abhandlung, einen gewagten Umriss der Ereignisse zu geben. Möglicherweise wird es uns vergönnt sein ab und an ein wenig tiefer in die Materie einzutauchen. Aber wenn ich versuchen würde dir alles zu erzählen käme ich niemals zu Rande" er strich sich einige verirrten Strähnen aus der Stirn.
"Nun, wir waren an dem Punkt stehen geblieben als ich mir etwa siebzehn komplett Mittellos auf der Straße stand. Mir gehörten noch nicht einmal die Kleider am Leib, denn selbst diese waren nur die Leihgabe eines alten Freundes. Nun, ich musste mir also überlegen wie ich zurecht kommen sollte in dieser Welt und viel wichtiger noch. Ich brauchte ein Ziel. Andere Straßenkinder haben nur das Ziel bis zum nächsten Tag zu überleben. Sie haben das Ziel sich irgend woher Essen zu beschaffen oder ein wenig Geld zu erbetteln. Es sind furchtbar, verächtlich kleine Ziele und deswegen bleiben sie auf der Straße, sterben im Rinnstein. Das war nicht mein Schicksal. Ich setzte mir ein großes Ziel - ich wollte die Menschheit retten. Vor sich selbst, vor dem unsachgemäßgen gebrauch der Magie. Nun, vor der zerstörerischen Urkraft selbst. Ich besaß nicht mehr als meinen Verstand und daher war mir klar, dass ich - wenn ich mehr wissen wollte ich auch zugang zu wissen brauchte. Also folgte ich einem jungen Priester bis zum Badehaus und stahl dort seine Kleider. Ich zog sie an und es gelang mir dank meines Talents mich in der nächst gelgenen Abtei als Priester auszugeben. Ich studierte in den dortigen Schriften einen Monat lang jedes Buch zu dem Thema Magie und ehe ich von dannen zog ließ ich mir von den Mönchen Geld mitgeben - was sie als brave Mönche einem heiligen Mann natürlich nicht ausschlagen konnten. Von diesem Geld wiederrum kaufte ich mir neue, anständige Kleider sowie einen Sack voller gläserner Perlen. Ich reiste ins Landesinnere, soweit fort vom Meer wie möglich und gab mich dort als jungen, unerfahrenen Kaufmann aus. Ich wusste, dass ich mich auch die Gier der Menschen verlassen konnte und als sie glaubten, sie würden ein gutes Geschäft machen und mich über den Tisch ziehen, indem sie mir lachhafte Preise für hochwertige Perlen anboten kauften sie doch nur beinahe gänzlich wertloses Glas. Durch den so erwirtschafteten Gewinn konnte ich es mir wiederrum leisten einen kleinen Anlegesteg zu kaufen. Dies ging immer so weiter - wenn du weißt, dass du andere nur von dir Überzeugen musst kaufen sie dir nicht nur alles ab. Wenn sie auch noch glauben, sie würden dich dabei über den Tisch ziehen freuen sie sich sogar richtig dabei. Irgendwann wurde mir diese Masche aber zu fad. Sie war nicht Lukrativ genug. Ich begann mit Gefälligkeiten zu handeln - kannte ich doch ob meiner vorherigen Taten viele, eher zwielichtige Personen und einige schuldeten mir noch einen Gefallen. So baute sich langsam mein Netz aus Spionen, Helfern und ähnlichem auf" er unterbrach sich kurz um etwas zu trinken.
"So kam es, dass ich schließlich auch Edmure kennen lernte. Er konnte Anfangs seine Schulden bei mir nicht tilgen und daher sollte er für mich arbeiten. Im Nachhinein bin ich allen Göttern dankbar, dass er das Geld nicht bezahlen konnte und nachdem alles abbezahlt war. Nun, da blieb er einfach" erklärte er. "Als sich all dies schließlich ausgeweitet, ja beinahe schon verselbstständig hatte war auch mir klar, dass ich vor dem eisernen Gesetz nicht ewig weglaufen konnte. Ich musste mich absetzen. Also habe ich erneut meine Rolle gewechselt - ich wurde zu einem reichen, valenzianischen Adligen. Ich eignete mir Körpersprache und Akzent an und verkehrte einzige Zeit in höheren Kreisen, spielte enormen Reichtum vor und lieh mir hier oder da ein wenig Geld, indem ich behauptete es wäre nur all zu schwer einen guten Wechselkurs zu finden. Mir wurde das Geld bereitwillig gegeben, immerhin erhofften sie sich gute Verbindungne nach Valenzia und möglicherweise Unterstützung in irgend einem kleinere Machtkampf. Als ich schließlich genug Geld beiseite geschafft hatte bin ich auf eine alte Karte gestoßen, auf der diese Insel verzeichnet war. Auf vielen neueren Karten gibt es sie nämlich nicht mehr. Ich kaufte mir ein kleines Schiff und zusammen mit Edmure segelten wir hierher und entdeckten diesen Ort. Ich fand die Bücher, aktivierte erneut einige alte Kontakte welche sich über die ganze Welt erstreckten und nunja. Hier sind wir"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 12:35 am

"Und nun bist du König deines eigenen kleinen Reiches", vollendete Adriana lediglich, die schweigend der Geschichte gelauscht hatte und still in sich hinein lächelte. Er war ein Betrüger, das wusste sie, jemand, der das Talent dafür besaß andere Menschen um den Finger zu wickeln, um von ihnen das zu bekommen, was immer er haben wollte und wenngleich sie auch wusste, dass einst sie selbst nichts anderes als ein einfaches Mittel zum Zweck gewesen war, ein Unterstützung in seinem Vorhaben diesen Fluch von den Menschen zu nehmen, so zürnte sie ihm diese Absichten nicht. Er hatte so viel Leid in seinem Leben durchstehen müssen, dass es sie schmerzte, daran zu denken, hatte er doch dieses Schicksal, das ihm zuteil geworden war, nicht verdient. Elijah war kein schlechter Mann, ganz und gar nicht, ein wenig exzentrisch, in sich selbst verloren und introvertiert aber sie liebte ihn für all diese Eigenschaften - für seinen wachen Geist und seine vielschichtigen Talente, die Gabe aus dem Nichts wieder empor zu steigen und nie ganz mit Etwas abschließen zu können, solange er nicht alles versucht hatte und so empfand sie in jenem Augenblick nicht viel mehr als den zarten Hauch von Stolz in sich selbst aufglimmen, dass seine Aufmerksamkeit nun auf ihr lag, statt auf einer der zahlreichen anderen Frauen, die ihn stets umgeben hatten und von denen er sicherlich weit mehr hatte bekommen können, als es von ihr der Fall gewesen war. 
Mit einer einzigen Bewegung löste sie sich aus seiner Umarmung und schob sich hinauf auf seinen Schoß ehe sie sich nach vorn beugte, um ihn erneut zu küssen und ihre Arme um ihn zu legen. "Es ist seltsam ...", sagte sie nach einer Weile, nachdem sie sich wieder von ihm gelöst hatte und sich mit einer Hand ein paar der dunklen Locken über die Schultern zurück schob, die ihr zuvor nach vorn gefallen waren und sie nun störten. "... einerseits tut mir dein Schicksal leid und ich wünschte, du hättest nicht so sehr leiden müssen ...", fuhr sie fort und seufzte leise, die Augen für einen kurzen Moment lang niederschlagend ehe sie sie wieder auf die seinen richtete. "... aber andererseits wüsste ich, dass wir einander sonst nicht begegnet wären", beendete sie ihre Worte und zog ihn ein Stück näher zu sich heran, die Nähe genießend, die ihr für diesen Moment vergönnt war.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 1:42 pm

"Ich glaube nicht an Schicksal" erklärte Elijah ihr und lächelte. "Und an Zufälle glaube ich erst recht nicht. Es gibt mit Sicherheit einen verwobenen Teppich von Ereignissen und Reaktionen auf Ereignisse, welche damit das Webmuster der Geschichte erschaffen. Aber Schicksal - ein vorbestimmter Weg? Nein. Jeder von uns hat seine Zukunft selbst in der Hand und sollte dem nicht so sein, dann werde ich mit allem was ich habe dafür kämpfen das dem so sein wird" erklärte er und umfasste ihre Hüften, während er sich dazu zwang seine Augen auf ihr Gesicht zu zentrieren, statt seinen Blick weiter hinab zu ihrer entblößten Brust wandern zu lassen. "Ich habe einen schweren Weg hinter mir, das ist wahr aber sieh dich um. Ein großes Anwesen, einen Haushofmeister und sehr viel Geld" erklärte er seiner Geliebten und zeigte ein wöflisches Lächeln. "Es könnte mir also wesentlich schlechter gehen. Nein Adriana - meine Vergangenheit hat aus mir das gemacht was ich bin und ich bedauere keine Sekunde meines Lebens, so schwer es auch gewesen sein mag. Auch bedauere ich dich nicht. Du hast ein ungleich schwereres Leben gehabt, dessen bin ich mir sicher. Aber nun bist du hier. Stark, selbstbewusst und du nimmst dein Schicksal selbst in die Hand. Bedauern ist ein ekelhafter, menschlicher Zug. Menschen die bedauert werden müssen haben sich einfach nur gehen lassen und sich in ihre Situation ergeben. Das ist widerwärtig. Also nein, bedauere mich nicht"
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 1:54 pm

Sie lächelte über seine Worte still in sich selbst hinein, die ein doch so großer Unterschied zu alledem waren, was ihr bislang bei Hofe gezeigt wurde. Die Menschen dort glaubten an das Schicksal, an einen vorherbestimmten Weg, den sie nur noch zu gehen brauchten oder an einen warmen, sanften Gott, der über sie alle wachte und ihre finsteren Sünden bestrafte, sobald sie sie auch nur begingen und auch sie selbst hatte noch die vage Erinnerung daran, dass auch sie eines Tages geglaubt hatte, bevor man ihr eben jenen Glauben unter Feuer und Schwert ausgetrieben hatte. Heute war nicht viel mehr als sie selbst übrig und so fiel es ihr auch hier nicht schwer, Elijahs Worten zuzustimmen, die ihr einmal mehr bestätigten, was sie bereits ohnehin schon wusste. Dass sie in dieser Welt allein waren, auf sich selbst angewiesen und dass es nur sie selbst waren, die entschieden, ob sie nun im Staub der Gassen verrotten oder in einem Schloss mit Ruhm und Frieden sterben wollten. Adriana hatte sich für Zweites entschieden, nachdem Lucrezia und sie geflohen waren und wenngleich auch die Jüngere und sie selbst kaum mehr ein Wort hatten miteinander wechseln können, so bedauerte es die Zauberin doch kaum angesichts dessen, das ihr dadurch Elijah geschenkt worden war.
"Es ist wahr", wisperte sie leise und schob sich ein Stück näher zu ihm hin, überwand jedes noch so kleine Stück der Distanz, die zwischen ihnen gelegen hatte und glitt mit den Lippen an seinem Gesicht vorüber bis zu seinem Ohr, um dort mit leiser werdender Stimme weitersprechen zu können. "Es gibt nichts, wofür du mich bedauern müsstest. Ich bin hier, gemeinsam mit dir, eingesperrt in einem Raum, der uns nicht viel mehr als ein großes Bett bietet - ich habe hier alles, was ich brauche", beendete sie ihre geflüsterten Worte und hauchte ihm einen sanften Kuss auf die Halsbeuge während sie ihre Hände seinen Rücken hinab wandern ließ. "Wir, Elijah, werden das Schicksal dieser Welt auslöschen und den Menschen einen eigenen Weg anbieten. Fern von ihrem Fluch ... wir beide, mein Herz."
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 7:05 pm

Noch immer warf Elijah Edmure einen angesäuerten Blick zu welcher, wenn er nur noch ein wenig an Intensität gewann, dem anderen mit Sicherheit einige mittelschwere Verätzungen zufügen würde. Zugegeben, die List seines Freundes hatten ihm und Adriana einige der schönsten Stunden seines Lebens geschenkt und noch immer spürte er ihre Wärme an seinem Körper, das Feuer ihrer Lenden. Dennoch - es war erniedrigend gewesen so lange auf dem Zimmer bleiben zu müssen bis Edmure sie wieder aufsperrte. Er war ein Genie und kein vorlauter Jugendlicher, dem man Stubenarrest aufbrummte. Das Messer des Jüngeren schabte in einem schrillen Ton über den Keramikteller und schien für ihn das Zeichen zu sein, sein halb aufgegessenes Essen beiseite zu stellen. Er lehnte sich zufrieden in seinem Stuhl zurück und warf einen letzten Blick auf Edmure, ehe er sich wieder an Adriana wandte.
"Sag mein Herz, wie geht es momentan am Hofe zu? Wir leben hier fürchterlich abgeschieden und wenngleich ich auch Edmures Anwesenheit schätze, so werde ich doch halb wahnsinnig in diesen alten, hohen Gemäuern ohne sämtliche andere Leute. Gibt es nicht irgendwelchen Tratsch oder Klatsch? Anekdoten oder erfreuliche Änderungen? Egal wie belanglos es auch ist - aus solchen Geschichten kann man oft viel erfahren und ich würde meinen Kopf unglaublich gern mit etwas anderem Freipusten anstatt stets noch mehr Bücher und Staub hinein zu quetschen. Wenn ich noch einige Jahre länger so weitermachen würde, dann würden mir Regalbretter aus der Brust wachsen."
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 7:24 pm

Bislang hatte sie sich schweigend zurück gehalten, wissend, dass Elijah für den Moment viel zu sehr damit beschäftigt war, Edmure zu zürnen, der sie beide noch vor ein paar Stunden in dem Zimmer eingesperrt hatte, wenngleich es ihr auch einen dumpfen Stich versetzte, nun diese Reaktion von ihm zu sehen. Sie hatte gewusst, dass er nicht begeistert sein würde, hatte allerdings gleichwohl darauf gehofft, dass ihm jene Abneigung verloren gehen würde, wenn sie sich nur um ihn kümmerte, aber wie es schien hatte eben das auch nicht ausgereicht. So war ihr nichts anderes übrig geblieben als sich ihrem Essen zu widmen, das sie lustlos von einer Seite des Tellers zur anderen geschoben hatte während Elijah Edmure immer wieder finstere Blicke zugeworfen hatte - letztlich hatte sie kaum einen einzigen Bissen davon angerührt als sie ihr Besteck sinken ließ und sich stattdessen ein Stück zurück lehnte, um sich dem Wein zu widmen, der in einem großen Glas vor ihr auf dem Tisch stand und dessen dunkle Farbe sie beinahe an Blut erinnerte. Blut, das sie inzwischen bereits so oft vergossen hatte, dass sie sich zu fragen begann, wann es ein Ende haben würde - wann es endlich genug sein würde.
Als Elijah schließlich die Stimme erhob, schien sie wieder aus ihren Gedanken zu erwachen und brachte ein halbherziges Lächeln auf ihre Lippen als sie die Fragen, die er ihr gestellt hatte noch einmal in Gedanken rekonstruierte. "Ich werde dir wohl weit weniger erzählen müssen, als ich im Moment ahne. Varys wirtschaftet noch immer Dras-Leona weiter runter und hat bislang auch noch keine Frau gefunden, die ihm dabei helfen könnte, seine Linie weiter zu führen, womit die Varys wohl mit seinem Tod wahrlich ausgestorben sein werden. Fürst Graham Drake unterstützt den jungen LaFleur, der inzwischen mit Ser Gawains Tochter vermählt ist und bringt damit Feinster wieder mehr wert, wenngleich ich auch befürchte, dass der alte Geier damit die Bevölkerung einer zweiten Stadt auf seine Seite gebracht hat und sie endgültig den Bonadeo fortgerissen hat und was das Königspaar anbelangt ... sie haben es bislang noch nicht geschafft, Nachkommen zu zeigen und der jüngere Bruder des Kaisers, Hisoka, scheint nur auf seine Chance zu warten. Er lässt sich mit zwielichtigen Gestalten ein, von den Huren einmal abgesehen, die jeden Morgen seine Gemächer verlassen", begann sie dann zu berichten und seufzte noch einmal vernehmlich. "Die Akademien haben zu wenige ausgebildete Magier für die Masse an Schülern, die wir zu bewältigen haben und selbst wenn Aurea uns dabei unterstützt. Sie nutzen nicht dieselbe Art der Magie und ich fürchte davor, dass wir den Schülern mehr schaden als sie zu unterstützen ... dazu kommt, dass wenn die Gerüchte stimmen, bald ein Abgesandter nach Valencia aufbrechen soll, um dort unsere Bündnisse mit dem Land zu festigen", setzte sie noch nach und nahm erneut einen Schluck aus ihrem Weinglas ehe sie Elijah noch einmal ansah. 
"Warum kommst du nicht selbst dorthin? Für ein paar Tage nur und gibst dich als Abgesandter irgendeines Fürstentums oder eines anderen Landes aus?"
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 7:35 pm

Elijah verzog das Gesicht, als habe sie ihm einen Tritt verpasst. Er hatte sich seit drei Jahren nicht weiter als einige hundert Meter von dem Haus entfernt und nachdem seine Zeit als Betrüger vorbei war , war er auch niemals mehr in eine andere Rolle geschlüpft und nun darüber nachzudenken war ein seltsames Gefühl und zum ersten Mal seit langer Zeit kam er sich reichlich verloren vor.
"Ich weiß nicht" antwortete er schließlich und schüttelte den Kopf. "Die Fürstentümer sind zu gut bekannt und auch die anderen Länder sind bereits hinreichend vorgestellt. Es dürfte als äußerst schwierig gelten mich bei Hofe zu bewegen ohne das..." doch noch während er darüber nachdachte zeichnete sich ein Lächeln auf sein Gesicht. Es war eine Herausforderung. Ein Problem das er lösen konnte - das nur er lösen konnte. "Das klingt gut - ja. Ja das klingt fantastisch. Ich könnte einige neue Kontakte knüpfen und mir selbst ein Bild machen!" er lächelte und sah zu Edmure. "Alter Freund, würdest du die Kreidetafel an der Wand dort drüben holen? Die mit den Rollen? Stell sie hierher!" bat er Edmure und nachdem dieser breitwillig gefolgt war stellte sich Elijah an die Tafel. "Nun gut, gebt mir eure Ideen: Wie heiße ich? Woher komme ich? Akzent, Macken? Gebt mir etwas Fleisch für die Figur!"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 8:45 pm

Adriana seufzte leise, als ihr bewusst wurde, was genau sie da soeben eigentlich angerichtet hatte und lehnte sich auf ihren Stuhl ein ganzes Stück weit zurück während sie den Wein in ihrem Kelch schwenkte und den Blick auf den Inhalt ihres Glases gerichtet während ihre Gedanken zu kreisen begannen. "Woher kommst du ...", überlegte sie leise und schloss die Augen für einen kurzen Moment lang. "Du siehst nicht aus wie ein Mann aus Aurea, zumal Aiko dich dann kennen würde, Luminoth wird von närrischen Weibern geführt und sie würden niemals einen Mann zu uns senden, Fyonara ... nein, dafür ist deine Sprache zu schlecht und dein Akzent zu wenig vorhanden, einmal abgesehen davon, dass sie wahrscheinlich ohnehin Spione in unseren Reihen haben, womit dann auch Surda und Fyham rausfallen", führte sie an und schrägte den Kopf ein Stück weit an, beobachtend wie Elijah immer wieder von einer Seite der Tafel zur nächsten wanderte. Sie sah ihm bereits an, wo er mit seinen Gedanken war - dass er eine Figur, wie in einer Geschichte kreierte, die er werden konnte und von der sie hoffte, dass auch sie darin einen Raum fand, der ihr erlaubte, bei ihm sein zu dürfen. 
"Valencia ... nun, das hattest du bereits und mit dem Gesandten am Hofe würde auch das zu leicht auffallen. Die Inseln der Eintracht sind ebenso wenig bei uns willkommen, nach ihrem Angriff auf Dras-Leona ... Für Solandra bist du nicht wild genug, mein Herz, zumindest nicht in der Hinsicht in der man es dort von dir erwarten würde ...", fügte sie mit einem anzüglichen Lächeln anbei und schob sich eine der dunklen Strähnen wieder zurück über die Schulter ehe sie noch einen Schluck Wein nahm und den Rest der Möglichkeiten durchging, von denen sich allerdings keine wahrlich anbot. "... Ryanti wird man wohl kaum vorlassen, selbst wenn der Angriff auf Teirm bereits ein knappes Jahr her ist. Ein Emporkömmling aus Belatona wäre eine Alternative ... das oder ich wende mich ein paar meiner neuen Freunde zu und verkaufe dich als deren Cousin, der nun unbedingt Erfahrung am Hof haben möchte. Die Damen dort wirst du in jedem Fall entzücken."
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 9:05 pm

Er hatte bereits ebenfalls zu einer Figur angesetzt und wollte diese nun vortragen, doch als er den süffisanten Blick von Adriana sah und ihren kecken Spruch vernahm, lehnte er sich nur mit einem langsamen Kopfschütteln in seinem Stuhl zurück. Es war bei weitem nicht das erste Mal und er schrieb es vor allem der Jungend der beiden zu, das sie sich derart triebgesteuert verhielten. Doch zumindest taten sie es nicht derart plump wie die meisten anderen, sondern versteckten die meisten ihrer Aussagen in anderen Bedeutungen oder tauschten eindeutige Blicke aus. Doch die Gefühle der beiden waren aufrichtig, zumindest war er der festen Überzeugung davon. Elijah aß, seitdem er sie kannte besser, wenn auch immer noch nicht regelmäßig oder gar ausgewogen, doch dank ihr fand er nun auch mehr Schlaf, was letztlich wohl ihnen beiden zum Vorteil gereichte.
Sie war keine gewöhnliche Frau, auf eine solche hätte er sich vermutlich auch nicht eingelassen. Sie war eine Dame von Welt die vermutlich fasziniert war von seinem Wesen, von der einzigartigen, gleichzeitig jedoch so exzentrischen Art, die man doch bei so wenigen Menschen fand. Doch wirklich stören konnte er sich an keinen der beiden, dafür vollendeten sie den jeweils anderen viel zu sehr. „Ich tendiere zu der Idee aus Valencia. Du beherrscht soweit ich weiß ohnehin den Akzent dieser Sprache und es ist weit genug entfernt, als dass du dir bestimmte Bräuche oder Phrasen, sollte man dich Fragen, einfach durch eine gute Lüge erklären kannst.“
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 9:18 pm

Elijah verzog den Mund ein kleines Stück, ehe er die einzelnen Begrifflichkeiten die sie ihm wie Bälle zugeworfen hatten auf die Tafel schrieb und jene durchstrich, welche sie bereits abgetan und verworfen hatten. Dann machte er einige Schritte nach hinten und begutachtete sein Werk eingehend, schrägte den Kopf an und schien es einer genaueren Begutachtung zu unterziehen. "Das Problem ist, wie Adriana bereits anbrachte die Tatsache, dass das Königspaar nicht mehr Blind und Taub auf seinem Thron sitzt. Es gibt zu viele Kontakte mit anderen Ländern, als das man einfach jemanden Nachahmen könnte. Aber auch Adlige bekannter Häuser sind einfach zu...." er verstummte, ehe er die Kreide gegen die Tafel pfefferte, wo sie zersprang und neben einer Wolke aus Kreidenebel auch eine weiße Markierung hinterließ. "Edmure, die Prunkrüstungen in der großen Halle. Ist eine davon etwa in meiner Größe?" fragte er seinen Haushofmeister und ein spöttisches Lächeln umzog seine Lippen. "Erschaffen wir einen reisenden, wenngleich auch mittellosen jungen Ritter - gerade erst in den Ritterstand erhoben und noch immer betreut von dem väterlichen Freund, der dem verstorbenen Vater das Versprechen gab auf seinen jüngsten und letzten Sohn zu achten. Gerade genug Herzschmerz, als das die Geschichte die Herzen der Menschen berührt ohne unglaubwürdig zu werden. Ich indess suche natürlich nach etwas Ruhm - und das gerade am Hofe des Königs wo ich der Hofzauberin die Minne halten werde um sie für mich zu gewinnen. Was natürlich ein ausichtsloses Unterfangen ist" erklärte er und tippte sich an die Nase. "Meinungen?"
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 9:31 pm

„Mhhhm..“ Das laute Grummeln von Edmure schallte durch die ganze Halle und klang selbst mehrere Sekunden nach Aussprache eben dieser noch nach. „Es gibt welche in dieser Rüstung, wir haben gut fünf Dutzend in unterschiedlichen Größen. Sie sind, bis auf einen leichten Flugpost allesamt noch intakt und wenn wir sie ausreichend polieren sollte es möglich sein, dich wie einen akzeptablen Ritter aussehen zu lassen.“ Doch der Blick seines Freundes entlockte ihm alsbald ein weiteres Murren. „Gut, wenn ich sie gründlich poliert habe. Doch wenn ich dein väterlicher Freund bin und ebenfalls an den Hof kommen soll, denke ich wäre es das Beste wenn ich die gleiche Rolle spiele, andernfalls hätte ich kaum einen Grund dort lange zu verweilen. Das momentan größte Problem sehe ich allerdings in der Darstellung deiner Rolle. Versteh mich nicht falsch ich habe oft genug gesehen dass du dich als frommer, tüchtiger und ehrlicher Mensch ausgeben kannst, aber bist du dir sicher dass du in einer Rüstung herum laufen kannst? Sicherlich wir werden sie nicht die gesamte Zeit lang tragen, doch soweit ich weiß wollen die frommen Frauen stets ein großes Schauspiel sehen wenn Ritter an ihrem Hof Einzug halten. Und die Schwerter … ich weiß das du dich verteidigen kannst, doch wir reden nicht von der Art von Kampf die du kennst, das sind massive Stahlschwerter die Ritter mit sich tragen und die, wenn man es nicht gewohnt ist, einen sogar dazu bringen leicht in die jeweilige Richtung zu taumeln.“
Als Elijah ihn weiterhin skeptisch ansah, zuckte Edmure schließlich mit den Schultern und gab sich damit geschlagen. Die Idee war gut, auch wenn es an der Ausarbeitung noch scheiterte, doch dachte Elijah in der Regel immer im großen Rahmen und wollte sich nur selten mit lästigen Details befassen. „Gut, vielleicht stelle ich mir das alles ein wenig zu …. Brutal vor. Du könntest ihn als deinen Geliebten vorstellen Adriana. Das würde euch auch dort ein wenig Zeit in Ruhe einbringen und die Leute am Hof haben bei unserer Ankunft genug zu erzählen, sodass sie sich nicht selbst etwas heraus picken müssen, was sie vielleicht gar nicht wissen sollten.“
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 9:40 pm

Adriana war einen ganzen Augenblick lang still und stieß dann ein vernehmliches Seufzen aus ehe sie die Augen schloss. "In der Regel bin ich für alles, was uns beiden mehr Zeit ermöglicht und mir die Maskerade erspart, allerdings ist es in dieser Hinsicht zu gefährlich. Ich bin nicht mehr einfach nur Hofzauberin, sondern auch Mitglied des Kronrates und sie werden es nicht akzeptieren, wenn ich ihnen sage, dass es sie nichts angeht. Wenn ich Elijah als meinen Geliebten vorstelle, wird es insbesondere in der jungen Königin Fragen aufwerfen, die ich zu beantworten habe und ich kann mir sicher sein, dass dann deine Herkunft sehr genau beleuchtet werden würde, ebenso wie es Gerede im Schloss geben wird, das unseren Plänen nur bedingt zuträglich ist ...", erklärte sie leise und dachte mit Grauen daran, mit welchen Fragen Ileana und Lucrezia sie beschäftigt halten würden, während im Hintergrund zahlreiche kleinere und größere Vögelchen ihrem Tagewerk nachgingen und alles über Elijah heraus fanden, was in Chroniken eventuell verzeichnet sein würde. Sie würden sich nicht so einfach geschlagen geben, das wusste sie, so sehr sie sich auch wünschte, sie könnte all das einfach fortschieben und eine Zeit lang gemeinsam mit Elijah im Schloss glücklich sein, ihm ganz offen ihre Zuneigung zeigen, doch das würde sie ebenso angreifbar machen und ihren Feinden einen wunden Punkt der Zauberin zeigen, den sie bislang noch verborgen gehalten hatte. 
"Wenn ich das tun soll, brauchen wir einen wasserdichten Hintergrund, der sie zufrieden stellen wird und ihnen die Fragen abnimmt, die sie sonst zu stellen gedenken. Entweder das oder Menschen wie Graham Drake, die mich ohnehin auf dem Scheiterhaufen brennen sehen wollen, müssen vorher sterben. Abgeneigt bin ich jedenfalls nicht."
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 9:51 pm

"Wasserdicht ist eine unmögliche Aufgabe. Im Grunde ist all dies wie ein Theaterstück - wir müssen die Leute nur glauben machen, das alles echt ist. Die Requisiten werden in ihren Köpfen zu greifbaren Gegenständen. Eine angedeutete Vermutung zu einer Wahrheit. Sorge dich nicht darum, dass ich die Rüstung nicht ausfüllen könnte Edmure. Es ist nichts weiter als ein Kostüm, welches mir hilft in diese Rolle zu schlüpfen. Wir bleiben bei der Minne - es ist die unauffälligste und natürlichste Weise. Nichts wofür sich Adriana schämen müsste. Selbst wenn wir gesehen werden, bedeutet dies nur das sie einem jungen Höfling ein wenig ihrer Gunst erweist" er schenkte Adriana ein Lächeln.
"Alles andere würde die Aufmerksamkeit zu sehr auf mich lenken Edmure. Die Leute sollen nicht mich sehen, sondern den jungen Ritter. Ein Knappe eines verarmten Ritters, welcher nunmehr versucht mithilfe seiner Ehre und dem wenigen Stolz den er besitzt ein besseres Leben zu erreichen. Hüte dich davor die Rüstung zu gut zu behandeln. Schlage Dellen hinein, bessere sie jedoch wieder aus. Sie soll gebraucht aber nicht unbehandelt aussehen. Eine getragen Rüstung, mir vielleicht ein wenig zu groß - das einzige, was mir der alte Ritter hinterließ. Sie ist gepflegt und gut aufbewahrt, hat jedoch bereits Kämpfe gesehen. Das Kostüm muss passen, damit auch der Rest gelingt. Ich will ein paar Hemden, dass edel aber benutzt aussieht - ich weiß mich in gesellschaft zu kleiden, aber an den Ellenbogen und Knien sieht man, dass es oft getragen wurde da ich zu arm bin mir mehr als eine Garnitur zu leisten. Erschaffe kleine Details die auffallen, verlier dich aber nicht darin. Nichts ist schlimmer als wenn es zu genau wirkt"
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 10:11 pm

Einen Moment lang hätte er am liebsten darum gebeten sich ein Pergament und einen Federkiel holen zu dürfen, doch wusste er das Elijah nicht für derartige Dinge Zeit hatte. Also merkte er sich alles so gut er eben konnte, was anhand der Tatsache, dass er selbst einige Zeit lang aus Interesse Bücher über Ritter gelesen hatte, sogar recht einfach war. „Wie der junge Ser meint.“ Meinte Edmure in einem, nun weicheren Tonfall, froh darüber das sie anscheinend eine Möglichkeit gefunden hatten, wie sie alle für ein paar Tage aus dieser Region entkommen konnten. Er liebte das Anwesen inzwischen wie ein altes Weib, doch war dieses Grundstück auch manchmal ebenso störrisch. Er würde einiges vorbereiten müssen, vor allem das Schiff und den Schuppen von eben diesem, damit sie bei ihrer Rückkehr noch eine Möglichkeit hatten von dieser Insel zu entkommen. Alles andere würde relativ schnell von statten gehen, denn die Vorräte waren mehrere Monate haltbar und alles was schnell verderbbar war, würde innerhalb der nächsten Tage auf den Tisch kommen. „Du wirst allerdings ein wenig ramponierter aussehen müssen. Lass also den Bart ein wenig länger wachsen, sodass er ein wenig unregelmäßig aussieht. Ein paar Schrammen und Kratzer vielleicht die eine oder andere frische Wunde solltest du ebenfalls haben. Und natürlich dein Haar, es muss gekürzt werden.“
Ein kurzes, amüsiertes Lächeln umspielte seine Lippen, als er einen kurzen Augenblick lang die Entrüstung in seinem Gesicht sah. „Nun Adriana, was haltet ihr davon? Ihr bildet ihr letztlich die Entschiedungsriege denn trotz all der Genialität meines Freundes könnt ihr am besten beurteilen, ob dieser Plan waghalsig oder sicher ist.“
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Aug 26, 2014 10:21 pm

"Wage genug, als dass es keine größeren Probleme aufrufen könnte. Wenn ihr beide alles vorbereitet, bringe ich euch heute noch in die Nähe der Hauptstadt - von dort werdet ihr aber allein weiterreisen müssen während ich mich wieder meinen Pflichten am Hof zuwenden und die finstere, unnahbare Hofzauberin spielen muss, der man besser nicht vertrauen sollte und die ihre Majestäten vollkommen unter ihre Kontrolle gebracht hat", antwortete Adriana lediglich mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen ehe sie auch den letzten Rest ihres Weines austrank und sich schließlich von ihrem Platz erhob, nur um hinüber zu Elijah zu treten und diesen noch einmal zu mustern. Sie war gespannt darauf, was er zustande bringen würde, wenn er erst den Hof kennen lernte und was er insbesondere mit den Menschen dort veranstalten würde, wenngleich sie sich auch Sorgen darum machte, dass eine der Damen auf ihn hereinfallen würde und ihn ihr wegnehmen würde. Es waren genug Damen dort - die einen, die gelangweilt von ihren Gatten waren, die anderen, die keine neue Eroberung ausschlossen und die dritte Kategorie, die sich selbst unschuldig und rein hielten und die sich dennoch jedem gut aussehenden Adligen an den Hals warfen, der ihnen das sagte, was sie hören wollten. 
Sie beruhigte sich in Gedanken damit, dass er ihr das nicht antun würde, dass er von all diesen Weibern gelangweilt sein würde und für sie keinerlei Augen haben würde, aber, und so unfair ihm gegenüber dieser Gedanke auch sein mochte, sicher konnte sie sich nicht sein. Ihr blieb nichts weiter übrig als dieses Spiel mitzuspielen und ihn am Hof immer wieder von sich zu weisen ehe sie die nächtlichen Stunden nutzte, um bei ihm sein zu können ehe sie vor der Dämmerung wieder entschwand. "Auch, wenn es mir schwer fallen wird, dich so furchtbar behandeln zu müssen", seufzte sie leise und hauchte ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen ehe sie sich wieder zurück zu Edmure drehte. 
"Lass uns beginnen."
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Sep 08, 2014 11:55 pm

Edmure hatte mehr als Kundgetan, was er davon hielt den großen Spiegel aus dem Keller zu schaffen und hier in eines der leeren Zimmer zu stellen, allerdings hatte Elijah darauf bestanden und keinerlei widerworte geltend gemacht. Er war kein Magier, das wusste er und er wollte keiner sein. Doch er verstand die Wirkungsweise dieser Macht und er konnte sie für sich nutzen, wenn es denn nicht um die eigentliche Wirkung von Magie ging.
Er hatte den Raum verdunkeln lassen, hatte Edmure Bretter vor die Fenster schlagen und diese mit schwarzem Samt überziehen lassen. Auch der Teppich und die übrigen Wände waren mit schwarzem Stoff verhüllt, welcher die Kreidezeichnungen verbarg, welche Elijah darunter gezeichnet hatte. Zwei große Kerzenständer standen links und Rechts neben dem Spiegel und auf beiden fand nur jeweils eine lange, dicke Kerze Platz deren Wachs in dünnen Fäden tränengleich herab liefen. Außer dem Spiegel und einem Sessel war der Raum gänzlich leer und eine unheimliche Stille umfing Elijah, welcher die Tür hinter sich abgesperrt hatte und seinen Blick auf das Spiegelbild gerichtet hielt, welches jedoch nicht ihn zeigte sondern ein Bildnis, welches weit entfernt von einem anderen Spiegel hinter Bücherregalen aufgefangen wurde. Gedankenversunken tanzte eine Münze über Elijahs Handrücken, während er dabei zusah wie Hisoka seine Adriana berührte....
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Sep 09, 2014 9:56 pm

Mit infernalem Ton schrie die Violine unter Elijahs geschickten Händen einer abgestochenen Katze gleich, wenngleich auch eine gewisse Melodie in dieser beim ersten Hinhören quälenden Stück zu vernehmen war. Die Rosshaare tanzten über die Saiten, ließen diese vibrieren und als er mit einem Mal eine ihm gewohnte Präsenz spürte verzog er, brach die Melodie "Königin der Verdammten" in einem Schrei der Violine ab als eine Saite zersprang und ihm ins Gesicht peitschte, dort einen kleinen blutigen Striemen hinterließ.
Er schwang den kurzen Mantel um seine Schulter und eilte die langen Korridore entlang, ehe er in der Eingangshalle ihre Gestalt ausmachte und auch hier die steilen Treppenstufen hinunter eilte. Ein einzelner Blutstropfen perlte noch über seine unrasierte Wange und blieb in den dunklen Barthaaren hängen, wo sie verklebte. Vom Lauf durch das riesige Herrenhaus außer Atem stand Elijah schließlich noch etwa drei Treppen über Adriana, einen Teil des Umhangs keck in Mode der Edelmänner vor über achtzig Jahren über der Schulter drapiert. Eine Mode, die Adriana mochte wie er wusste.
"Willkommen zurück" meinte er leise und ein Lächeln konnte sich auf sein gesicht stehlen. Er wollte nicht über das nachdenken was er gesehen hatte. Nicht darüber reden. Wichtig war, dass sie hier war. Bei ihm.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Sep 09, 2014 10:11 pm

Das Anwesen, das sie betrat, war ihr wie eine alt vertraute Heimat, die Kohleschalen glimmten wie jedes Mal, wenn sie hier ankam und die Fackeln zeichneten unheimliche Schatten auf den hohen Wänden der Eingangshalle. Wie jedes Mal, wenn sie hier ankam, hörte sie auch jetzt seine Schritte und übte sie sich auch sonst so sehr in der Zurückhaltung, so waren es dieses Mal ihre eigenen Bewegungen, die sie die Stufen zu ihm hinauf eilen ließen, ihre Arme um seinen Körper schoben und sie sich an ihn pressen ließen, als wäre er der Einzige, von dem sie jemals gewollt hatte, dass er sie hier und jetzt auffing. "Ich hab dich vermisst ...", flüsterte sie leise, noch an seiner Brust und schloss die Augen für einen langen Moment, atmete seinen vertrauten Geruch ein, der ihr immer wieder entgegen drang, wenn sie ihm nah war - der Duft nach Büchern und frischen Kräutern, den sie so sehr liebte und der ihr eigenes Herz wieder zur Ruhe kommen ließ, das über all die Zeit so schmerzhaft heftig in ihrer Brust geschlagen hatte und ihr gegen die Rippen gehämmert war.
"... mein Herz", wisperte sie und hob langsam wieder den Kopf, um ihre Augen auf die seinen zu richten und nur wenig später die Stirn zu runzeln, als sie die Wunde in seinem Gesicht registrierte. Sanft streckte sie eine Hand danach aus, strich sacht den dünnen Schnitt entlang und streckte sich schließlich zu ihm hinauf, nur um eben jene Verletzung mit einem einzigen kurzen Kuss zu bedecken, in welchen sie gerade so viel Magie legte, dass sie die Wunde verschloss. Elijah hasste die Magie, verabscheute alles, was mit dieser Gabe zu tun hatte und wenngleich sie für ihn auch stets nur ein Opfer und nicht selbst Schuldige war, so wollte sie ihn trotz alledem nicht damit konfrontieren, dass sie ihren Fluch so oft verwendete. "Ich liebe dich", hauchte sie leise, ihre Finger noch immer sanft über seine Haut und das unrasierte Kinn gleiten lassend.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Sep 09, 2014 10:31 pm

Sein Lächeln wurde ein Stück weicher, schliff die harten Kanten ab welche zuvor sein Gesicht dominiert hatten und seine Muskeln entspannten sich unter ihrer Berührung. Er mochte keine Magie, das stimmte und vor allem hatte er Angst um Adriana, wenn sie diese Kräftezehrende Gabe anwandte, dennoch wusste auch er das es sie nicht umbringen würde die kleine Wunde zu heilen, welche im Vergleich zu dem Messerstich den er in seinem Herzen spürte denkbar gering war.
"Und ich liebe dich. Egal was auch kommen mag - der Weg zur Macht ist mit entbehrungen und Opfern gepflastert. Wir dürfen nur niemals bereuen. Verstehst du das? Wir müssen uns immer Vertrauen" er umfasste ihr hübsches Gesicht zaghaft mit beiden Händen und küsste sie auf die Stirn, umarmte sie und spürte ihr Herz schnell pochen, wie das eines Vogels den man sacht in den Händen trug. "Ich habe Edmure die Messingbadewanne beheizen lassen. Ich hatte so ein Gefühl das du kommst. Wir haben Seife aus Aurea und allerlei Öle die ich dir ins Wasser geben könnte"
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Sep 09, 2014 10:40 pm

Sanft tastete sie nach seinen Händen, umschloss sie mit ihren eigenen Fingern, nicht gewillt Elijah für die nächste Zeit noch einmal gehen zu lassen, wenngleich sie auch über sein leises Angebot lächelte. Er kannte sie, wusste um jede einzelne ihrer Eigenarten und Gewohnheiten und sie liebte ihn dafür, dass er sie nicht einfach vergaß um sich anderem zuzuwenden, gerade jetzt, wo sie seine Nähe so sehr brauchte. "Du hast mein Herz und meine Seele, Elijah. Alles, was ich bin, gehört nur dir und ich gebe es dir nur zu gern", wisperte sie nur leise wie zur Antwort auf seine Worte und lächelte noch einmal sanft. Sie beide würden irgendwann einmal eine gemeinsame Zukunft haben, es würde eine Welt geben, in der ihr Fluch nicht unzählige anderer Menschen bedrohte und es würde eine Zeit geben, in der es nichts mehr außer ihnen beiden geben würde - in der niemand außer ihnen beiden mehr zählen würde. Tage, in denen sie neben ihm aufwachen würde und die sie gemeinsam mit ihm verbringen konnte, Nächte, in denen sie beide zusammen waren und in denen nichts anderes außer die Nähe des anderen noch zählen würde.
"Komm mit mir, mein Herz", bat sie ihn leise, ließ ihre leise Stimme mehr wie ein Flehen klingen und nur allzu langsam spürte sie, wie ihr eigenes Herz begann, ruhiger zu werden, sich dem Takt des Vertrauten anzupassen, nur um wieder mit dem seinen im Einklang schlagen zu können - als bestünden sie nur noch aus einem. "Lass einmal alles andere einfach bei Seite und sei bei mir, Elijah ... bitte ...", setzte sie noch leise hinterher, als er schwieg und schluckte für einen Moment lang schwer. "Ich will nicht allein sein."
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Di Sep 09, 2014 10:48 pm

Elijah nickte nur kurz, spürte ihre Sehnsucht und ihre innere Einsamkeit, welche tief im Inneren ihrer Seele zu schreien begann. Er befürchtete beinahe, dass die vorangegangenen Ereignisse soetwas wie... einen Riss in ihr verursacht haben könnten. Ein Sprung in ihrer perfekten Schale, ein minimaler Makel. Wenn, so war er seine Schuld und er würde dafür sorgen das diese Wunde wieder heilte.
"Dann wirst du mir Platz machen müssen" prophezeite Elijah ihr und nahm sie an der Hand um sie mit sich zu ziehen. Die lange Treppe hinauf, vorbei an den Gemälden zahlreicher, längst vertorbener Menschen die mit düsterem Blick auf sie hinab sahen. Die Fackeln brannten in den langen Gängen und beleuchtete ihren Weg, ehe sie schließlich den großen Raum betraten, welcher ihnen als Bad diente.
Es war ein großer, kreisrunder Raum der in einem der kleinen Türmchen gelegen war. Zahlreiche Messingrohre führten Kreuz und Quer durch den Raum und deuteten von dem Fortschritt, welchen der einstige Herr gelebt hatte. In der Mitte war eine große Messingwanne aufgestellt, welche auf vier großen Adlerkrallen aus Silber ruhte. "Darf ich dein Kleid lösen?" fragte er leise
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