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 Das alte Herrenhaus

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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 7:37 pm

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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 7:55 pm

Rot schimmerndes Licht, Kerzenschein, Laub im Wind.
Elijah trank einen Schluck des süßlichen, fyonarischen Weines während er in dem kleinen Buch blätterte und sich in dem großen Ohrensessel zurück lehnte, dessen weicher Stoff sich sanft auf seiner Haut anfühlte. Das Möbelstück war so groß, dass der Mann der darin saß beinahe zwischen den weichen Polsten verschwand. Draußen schlugen sanft die Äste der Bäume gegen die Glasscheibe und das Laub rauschte über die glatte oberfläche, während der Schein der Kerzenflamme sich widernatürlich in den braunen Augen spiegelte. Elijah stellte den Kelch bei Seite und klaubte sich eine der kleinen Kerne aus einer Schale, legte sich diese unter die Zunge und spürte langsam wie sich deren Wirkung entfaltete und seinen Geist klarer werden ließ. Mit befeuchteten Fingerspitzen blätterte er in dem kleinen Buch und versuchte die seltsame Schrift Aureas richtig zu lesen während sein Blick auf die anderen Bücher in der Bibliothek glitten welche einst einem anderen Mann gehört hatten. Einem Mann, dessen Schatten noch immer durch die Gemäuer zu gleiten schien und von dem er nicht viel mehr als einige Tagebucheinträge oder vielmehr Notizen gefunden hatte. Ab und an auch sein Name in einigen der Bücher, so als wolle er sie markieren. Arash Huskar - ein Name der diesem Gebäude anhaftete wie einem frischen Laken noch der Geruch einer Frau anhaftet, wenn man mit dieser das Bett geteilt hatte. Er fuhr sich über die müden Augen und legte das Buch langsam zur Seite, ehe er sich wieder zurück lehnte. Momentan wütete ein Sturm über Beirland und der Regend er gegen die Scheiben prasselte beruhigte ihn ungemein.
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 8:32 pm

Es war bereits nach Mitternacht als Elijah zum ersten Mal soetwas wie Ermüdungserscheinungen plagten. Seine Augen brannten ob der kleinen und gewundenen Schrift in dem großen Buch, welches er immer wieder drehen musste um dem Text zu folgen, welcher Kreisrund um einen aufgemalten Ritualkreis verliefen. Schließlich klappte er das große Buch zusammen und löschte die Kerze mit den Fingerspitzen, ehe er sich aufraffte und aus der großen Bibliothek trat. Vor ihm erstreckte sich der lange, dunkle Gang welcher nur ab und an von einem Blitz aus der Ferne erhellt wurde, ehe das Donnergrollen das Herrenhaus in seinen Grundfesten zu erschüttern drohte. Elijah trat langsam an eines der Mannshohen Fenster welche überall links und Rechts des langen Überganges, welcher die Bibliothek und das restliche Haus verbanden, eingelassen waren und legte seine Hand auf das kühle Glas, begrüßte den Sturm wie einen alten Freund. Erst einige Sekunden später konnte er sich von diesem Anblick lösen und trat schließlich in die große Haupthalle, in welcher die Kohleschüsseln brannten. "Mio bella" sagte er voller Freude und breitete die Arme aus, während er einige Schritte nach unten trat. Er begrüßte die Frau mit einem sanften Kuss auf den Mund, ehe er ihr in der selben Bewegung den trockenen Mantel abnahm und über einen Stuhl legte. "Wie schön dich zu so später Stunde hier zu sehen Adriana, wie geht es dir?"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 8:46 pm

"Guten Abend, Liebster", wisperte ihre leise Stimme leise an das Ohr ihres Gegenübers als er ihr aus dem trockenen Mantel half und eben jener nur wenig später seinen Platz auf einem der Stühle fand, die die Halle säumten und sich die Zauberin noch einmal dem anderen zuwandte, nur um sich ihm entgegen zu beugen und ihn sanft zu küssen ehe sie sich nur wenig später abwandte und die Halle durchmaß. Ihr Blick striff über das alte Mobiliar, das sie bereits längst ersetzt hätte, indem sich allerdings Elijah wohl zu fühlen schien und wenngleich sie ihn auch nie dahin gehend verstanden hatte, so hatte sie selbst ihm dennoch seinen Willen gelassen und sich seiner Meinung hin gebeugt, um ihn nicht weiter zu erzürnen. "... ich dachte, du wolltest es hier ein wenig heimischer machen ..", seufzte sie leise und ein leiser Vorwurf schwang in ihrer Stimme mit bei während ihre Fingerspitzen über das alte Treppengeländer strichen und eben jenes von Staub befreiten, den sie hier zuweilen viel zu oft wieder fand. 
Elijah war vor einem knappen Jahr auf sie aufmerksam geworden und hatte sie nach Septims Erscheinen kontaktiert und noch bevor sie sich versehen hatte, war sie hier gewesen und hatte gebannt an seinen Lippen gehangen, den leisen Versprechungen gelauscht, die er ihr gemacht hatte. Letztlich hatten sie beide eine Abmachung getroffen, von der jeder von ihnen profitieren würde - er, indem er seinen Willen bekam und Adriana, indem er ihr half und den notwendigen Schutz bot, den sie in diesem Land brauchte. Dass dieser gottverlassene Ort nun auch zeitgleich ihre Zuflucht und etwas wie eine Heimat für sie werden würde, damit hatte sie nicht gerechnet. Elijah hatte sie einfach um den Finger gewickelt und inzwischen teilte sie längst nicht mehr nur seine bloßen Interessen mit ihm und so war sie beinahe jede Nacht aus dem Schloss verschwunden und hier wieder aufgetaucht, um bei ihm sein zu können während sie dem Königshaus lediglich berichtete, dass es Angelegenheiten der Magierakademie waren, die sie beschäftigt hielten. 
Mit geschürzten Lippen glitt sie wieder hinüber zu ihm und schob ihre Arme um seinen Körper, die glänzenden Augen hinauf in sein Gesicht richtend, das dem ihren so nah war. "Es ist ein Magier aus Fyonara aufgetaucht, der hier Zuflucht gesucht hat", begann sie dann leise zu erzählen. "Ich habe ihn in einem Gasthaus untergebracht und dem Hof berichtet, ich müsse mich um ein paar Adepten kümmern ... wir haben also ein paar Tage Zeit, wenn du mich so lang erträgst."
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Elijah Chamberlain

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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 8:58 pm

"Ein Magier aus Fyonarer also?" echote Elijah und schob ihr langsam eine Strähne aus dem Gesicht und sein Blick schien kurz in die Ferne zu gleiten. "Scheinbar ist der Turm wohl doch keine so perfekte Lösung für die Magier wie die Fyonarer zu glauben scheinen" erklärte er und zeigte ein beinahe verächtliches Lächeln. "Wenngleich ich auch ihren Willen diesen Krieg zu bestreiten respektieren muss. Doch ihre Methoden sind..." er schien nach einem Wort zu suchen, "primitiv. Als würde dies das Problem lösen - genau das ist der Grund wieso wir das hier tun Adriana. Ich verspreche dir, wenn all das hier vorbei ist dann werden wir jeden Tag bis ans Ende der Zeit miteinander verbringen. Dann wirst du dich weder vor Fyonarer fürchten, noch dem Königshaus für magische Spielereien dienen müssen um dein Leben zu schützen" er fuhr ihr langsam über die Wange. "Wenn wir die Magie erst einmal aus dieser Welt versiegelt haben wird niemand mehr fliehen müssen. Niemand wird mehr Magier jagen - Menschen werden einander nicht mehr Hassen, weil die einen Zugang zu dieser Macht haben, während andere sie nicht besitzen" er hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn. So war es doch immer - die Menschen gingen in allen Zeiten gegen die Magier vor. Einst in Alagaésia - in Fyonarer und Ryanti bis heute. Es würde immer wieder zu diesen Ausschreitungen kommen und es würden Menschen auf beiden Seiten leiden, ohne das es etwas änderte. Denn niemand bekämpfte das Problem. Niemand wandte sich gegen die reine Magie an sich.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 9:26 pm

Blut, so musste er immer wieder feststellen, lies sich nur wahrhaft schwer von der Kleidung entfernen und so sehr er auch noch geschruppt hatte, er hatte, trotz der Schürze die er getragen hatte, die wenigen Bluttropfen seines Opfers die über die Schürze hinaus gegangen waren, nicht herauswaschen können. So prangte also an dem dicken Unterwams das er trug und das in dieser Gegend, in der es fast das ganze Jahr stürmte, regnete oder gar schneite, auch bitter nötig war. Seine Hände waren beinahe so kalt wie die dünne Klinge die an seinem Gürtel hing, doch hatte er sich an eben diese im vergangenen Jahr bereits gewöhnt. Was sein junger Freund ausgerechnet an diesem Ort fand war ihm ein Rätsel, er sprach oftmals von der Aura die diesen Ort umgab, doch Edmure spürte davon recht wenig, doch war er bei weitem kein so starker Visionär wie sein Freund, der in gewisser Weise sogar sein Herr war. Man hätte die Bücher die er benötigte in Kisten packen und an wärmere Stellen segeln können. Doch allein bei dem Wort segeln erinnerte er sich daran, das er in ein paar Tagen nach dem Schiff sehen musste, das etwa drei Kilometer vom Schloss entfernt in einer kleinen Werft stand. Diese war zwar seit Jahren nicht mehr in Betrieb, doch schützte sie das kleine Schiff, was wohl nicht mehr als zwanzig Leute in den Kajüten fasste, vor der rauen Umwelt die hier mit eiserner Faust herrschte. Doch nichts desto trotz prüfte er das Schiff immer wieder auf Lecks, lies es Probehalber auslaufen und erneuerte die Taue.
Die mit Dreck und Scheiße besudelten Stiefel stellte er in die hinterste Ecke des Vorzimmers, wissend, dass er später über diese Tat fluchen würde, wenn er erneut den Boden schrubben musste. In der Holzkiste die er mit sich führte, schwang der unvergleichliche Duft von frischem, rohem Fleisch mit. Er hatte die verschiedensten Dinge entfernt, schließlich waren sie, trotz des Geldes das sein Freund besaß noch immer von der Außenwelt abgeschnitten und so bot es sich nur an das Eindringlinge, die in ihr Territorium kamen, zur Strecke gebracht und getötet wurden. Gleich welche Strafe es dafür auch in den anderen Ländern gab, hier galten ihre eigenen Regeln. „Adriana.“ Grüßte er die junge Frau mit einem überraschten Lächeln, neigte den Kopf und blickte dann mit einem Schmunzeln zu Elijah. „Mir war nicht bewusst dass es bereits derart spät ist. Der Standort der Sonne lässt sich bei einem derartigen Wolkenhimmel nur schwer bestimmen. Nun… hat Jemand Hunger auf etwas Wild?“ Er hob den Kasten, in dem die verschiedenen Fleischstücke mehrerer Böcke befanden. Denn über das Jagen des Essens, das Handeln mit über große Mengen an Vorräten und das Putzen des Hauses war er auch derjenige, der die Küche am öftesten sah.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 9:36 pm

"Ich weiß", flüsterte Adriana als leise Bestätigung auf Elijahs Worte hin und lächelte für sich selbst, während sie sich für einen kurzen Moment lang der Vorstellung hingab, wie es sein mochte, eines Tages ohne die Magie leben zu können. Vielleicht würde sie wieder zurück in ihre Heimat kehren können, gemeinsam mit Elijah, damit sie sich dort gemeinsam ein Leben aufbauen konnten, fernab von all der Düsternis dieses Landes, die in den Herzen der Menschen noch immer vorherrschte und sie gegeneinander auftrieb. "Wir werden unser Ziel erreichen, Elijah, gemeinsam. So wie du immer das bekommst, was du willst", führte sie dann leise fort, die Zweideutigkeit jener Bemerkung nur allzu bereitwillig in der großen Halle wiederhallen lassend, und begann leise zu lachen ehe Edmures schwere Schritte ihre Aufmerksamkeit auf sich zogen und sie, den Kopf noch immer an Elijahs Schulter gelehnt, den Blick hinüber zu dem Haushofmeister wandte, der dort groß und grobschlächtig stand und das vollkommene Gegenteil zu dem Mann war, in dessen Armen sie noch immer lag. 
Edmure war ein treuer Gefolgsmann, der stets ein Auge auf Elijah gehabt hatte und ihn ab und an dazu brachte, das Essen nicht vollkommen zu vergessen, aber an ihm haftete stets der Geruch von Blut und frisch gekochtem Essen, Blut und den Exkrementen von Tieren, dass es in ihr die schlimmsten Befürchtungen hervorrief, wenn sie nur länger in der Nähe dieses Mannes war. Er hätte so wunderbar nach Solandra gepasst, dass sie ab und an mit dem Gedanken spielte, es Edmure nicht vorzuschlagen, die nächsten Vorräte dort zu erwerben, doch bislang hatte sie sich zurück gehalten und auch jetzt neigte sie lediglich sacht den Kopf vor dem anderen. "Edmure", grüßte sie ihn knapp ehe ihre Aufmerksamkeit zurück zu Elijah glitt. 
"Lass uns etwas essen, mein Herz. Es ist spät und du wirst den Tag nur in Büchern und Schriften ferner Lande verbracht haben, statt dich um dich selbst zu kümmern ..."
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 9:46 pm

"Ich bin unwichtig Adriana und dieser Körper hier wird mir sowieso in einigen Jahren viele Dienste verweigern und mich nur plagen - also werde ich ihn so lange ich noch Jung bin bestrafen" erklärte er lächelnd. Aber sie hatte natürlich recht - viel zu oft vergaß er etwas zu essen, manchmal dachte er nicht einmal daran etwas zu trinken, während er sich in die Schriften vertieft hatte. Umso wichtiger war es, dass er stets ein Glas in seinem Blickfeld hatte, damit er dieses Lebenswichtige Element nicht gänzlich vergaß. Er hob schließlich den Blick und sah Edmure mit einem ehrlichen Lächeln an. Der Ältere mochte keinen Geist wie eine Klinge haben, aber dafür war er behände mit dem Schwert, Treu und Unnachgiebig wenn es darum ging ihn daran zu erinnern, dass es noch etwas anderes als seine Arbeit und alte Rituale gab. Und wenngleich er darüber auch stets zeterte, so war er Edmure in Wahrheit doch dankbar für diesen Dienst. Wenngleich er auch glaubte, dass er dem Alten dafür niemals genug gedankt hatte. "Reh wenn du welches hast erlegen können" gab er schließlich seine Bestellung auf. "In einer der Truhen in der Vorratskammer haben wir seit heute Morgen Gewürze aus Ryanti - schwarzen Pfeffer und andere Kräuter. Geh aber bitte vorsichtig damit um, ansonsten wird es ungenießbar und verbrennt uns die Zunge" erklärte er und wandte sich dann an Adriana. "Würde es dir etwas ausmachen, wenn er heute Abend mit uns speist? Wenn du die nächsten Tage hier bleibst haben wir genug Zeit zu zweit und er arbeitet sich seit Tagen den Rücken krumm um Vorräte heran zu schaffen, auch wenn er niemals zugeben würde, dass dies schwere und ermüdende Arbeit ist" er lächelte.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 10:03 pm

„Schwere, ermüdende Arbeit? Von dieser könnte ich eher sprechen wenn es darum geht, dich dazu zu bewegen, in regelmäßigen Abständen zu Essen.“ Das raue Lachen, das zumeist die großen Hallen erfüllte war zu hören, dann hob Edmure die Kisten wieder an und machte sich, nachdem Adriana ihre Unentschlossenheit bei der Essenwahl durch ein kurzes Schulterzucken kund getan hatte, auf den Weg in die Küche. Natürlich hatte Elijah recht mit den Worten die er gewählt hatte, allein ein derartiges Anwesen, ein kleines Schiff und beinahe auch seinen Freund täglich zu versorgen, im Auge zu behalten und auch stets in Schuss zu halten war eine gewaltige Aufgabe, doch so sehr er sich auch zeitweilig darüber beschwert hatte, so glichen ihn all diese Aufgaben doch auch aus. Doch viel wichtiger als das war der Grund, warum er dies tat. Der Grund warum sich Elijah momentan hier befand. Es war eine noble Absicht, keine von denen die Adlige aussprachen um eine wütende Meute zu beruhigen oder bereits präventiv gegen eine solche zu wirken. Nein, mochte dieser junge Mann auch zeitweise noch so exzentrisch sein, er hatte einen aufrichtigen Beweggrund und würde, wenn ihm gelang was er vorhatte, eine Revolution einleiten. Doch bis zu dieser Revolution würde es noch eine ganze Zeit lang dauern und für diesen Abend bestand die Aufgabe darin, Adriana und ihn lang genug davon abzuhalten übereinander herzufallen, sodass beide eine handfeste Mahlzeit zu sich nehmen konnten.
Die Gewürze die Elijah erwähnt hatte, waren durch die ausgezeichnete Konservierung des Landes Fyonara, das ihn seit jeher, allein durch die Beschreibungen seines Freundes Respekt eingeflößt hatte, noch immer frisch und gaben einen absonderlich guten Geruch von sich, als er die Kiste öffnete in denen sie sich befanden. In seinem Vorratsschrank befanden sich jedoch nicht nur Gewürze. Eingelegte Kartoffeln, dünne Körner aus den Landen Aureas, verschiedene, gepökelte Sorten Fleisch, alle möglichen Sorten an Obst und Gemüse, es befand sich jede nur erdenkliche Kulinarische Finesse darin. Doch auch für die Zeit, in der sie auf neue Lieferung warten, und die Natur an Vieh und Wild nur wenig hergab hatte er gedacht, wobei sich für diese Zeiten die Sloandri als sehr hilfreich erwiesen hatten. Er hatte es stets nur über Zwischenhändler aus Alagäsia erhalten, doch das Schmalz das er durch diese bekam konnte nur schwerlich verderben und war so die ideale Notration. Doch an diesem Abend gab es, mit Wein gekochtes Wild, zusammen mit frischen, Goldgelben Kartoffeln denen dieses Wetter scheinbar gut bekam, denn er hatte reichlich davon im Garten ernten können. Dazu ein wenig von einem Kraut das die Händler „Peterkraut“ nannten und die Reste des zum Kochen benutzten Weines in filigranen Gläsern, die er in den Schränken bereits so vorgefunden hatte.  Der lange Tisch den er schließlich deckte war für mindestens zwanzig Personen gedacht und so musste es ein seltsames Bild abgeben, das nur drei einzelne Menschen an diesem saßen. „Wie ergeht es euch Adriana?“ Fragte Edmure während er das Essen herein schaffte. „Ihr habt in den letzten Wochen immer wieder von den Akademien gesprochen, die nach und nach an Größe gewinnen.“
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 10:18 pm

"Die Magierakademien, die dank Aiko gebaut wurden und die inzwischen bereits die Schüler ausbilden, Edmure. Der Kaiser wünscht, dass alle Menschen, die ein magisches Talent besitzen, in diesem ausgebildet werden, damit es weniger Zwischenfälle gibt, die das Land erschüttern oder das Reich eines Tages in die Extreme von Ryanti oder Fyonara rutschen", begann Adriana ihm seelenruhig zu erklären während sie abwartete bis Edmure auch den letzten Rest der Speisen in den Raum hinein trug und auf dem großen Tisch aufschlichtete, an dem Elijah und sie bereits seit einigen Minuten saßen. Die Zauberin lächelte noch einmal für sich selbst als sie an all die jungen Schüler dachte, die sie dort im Grunde unterrichten sollte und deren Anwesenheit sie nur allzu gern gegen die wenigen Stunden hier eintauschte, selbst wenn sie wusste, wie gefährlich das Spiel war, das sie hier spielte. Während des letzten Jahres hatte sich der junge Kaiser über alle Belehrungen und Angebote, es anders zu klären hinweg gesetzt und hatte mit dem Bau jener Akademien begonnen, in denen die Magier nun auch zu wohnen begonnen hatten, ihre Mahlzeiten zu sich nahmen und gegen die sie ihr ganzes gewöhnliches Leben getauscht hatte. Für Adriana waren die Akademien nichts anderes als jener Turm, in dem sie groß geworden war und den sie nicht hatte verlassen dürfen, seine vermeidlichen Schutzzauber nicht mehr als die kalten Kerkerwände eines schönen Verließ, mit dem man es dem Volk hatte erklären wollen. Aiko war nicht besser als die Menschen in Fyonara und dennoch hatte sie keine andere Wahl gehabt, als sich alledem zu beugen und still zu gehorchen, wusste sie doch, dass ihre Worte nicht erhört werden würden, wenn sie ihren Einwurf zum Ausdruck bringen würde. 
Seufzend griff sie nach ihrem Weinglas und hob eben jenes zu den vollen Lippen, um daraus einen Schluck zu nehmen während sie darauf wartete, dass auch Edmure sich zu ihnen an den Tisch setzte, nachdem das Essen auch auf ihren Tellern aufgetragen worden war. "Wir haben bislang lediglich das Problem damit, dass es zu wenige ausgebildete Magier für die Masse an Menschen gibt, die ein Talent aufweisen und dass es schwer ist, sie beschäftigt zu halten, während wir uns den Jüngeren zuwenden. Es ist keine Lösung ... aber es gibt mir Möglichkeiten, mich vom Hof entfernen zu können."
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 10:32 pm

"Die Gedanken all dieser Menschen sind durchaus löblich. Sie alle versuchen mit der Magie umzugehen, aber es ist keine Lösung sie in einen Turm zu sperren, ebenso wenig ist es der Weisheit letzter Schluss sie nur führen zu wollen, denn weder du noch der Kaiser vermögen es die Intention und die Zukunft der Magier zu bestimmen" erklärte er und nippte an dem Rotwein während er Adriana einen langen und liebevollen Blick zugedachte. Der Wind heulte draußen vor dem Fenster und immer wieder peitschte ein großer, dicker Ast gegen die Glasscheibe. "Edmure würdest du im Laufe der Woche bitte den Ast schneiden? Wenn es wieder so heftig stürmt wie letzten Monat fürchte ich wird der Ast das Fenster einschlagen und ich habe keine Lust wieder viele Wochen auf eine Glaslieferung aus Surda zu warten. Seitdem sie nicht viel mehr als ein Vasallenstaat von Fyonarer sind dauert es immer ewig bis die Glasmacher alle nötigen Utensilien genehmigt bekommen" er führte die Gabel zum Mund und schmeckte die Schärfe, welche sanft unter dem Rotwein hindurch schimmerte. "Aber immerhin bietet uns die Akademie eine Möglichkeit auf unseren Plan hinzuarbeiten" erklärte er leise und lehnte sich zurück. "Den Diamanten den ich dir gegeben habe - hat die Fassung funktioniert? Ich hoffe doch die Runen waren richtig eingraviert es war eine Heidenarbeit. Wie viel Energie hat der Stein bereits speichern können? Und vor allem ist er noch immer gut unter dem Grundstein verborgen?"
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 10:58 pm

"Es ist alles in Ordnung mit dem Diamanten. Die Energie in dem Diamanten wächst mit jedem Tag - sobald die Schüler schlafen, entziehe ich ihnen einen Teil ihrer Magie und fülle diese in den Diamanten ein. Die Schüler schlafen dadurch ruhiger und wir erhalten mehr Energie für unser Vorhaben", antwortete Adriana und stellte ihr Weinglas wieder auf dem Tisch ab ehe sie die Hand ausstreckte und nach Elijahs griff, um ihre Finger sanft darum zu schließen. "Es wird alles gut gehen. Ich verspreche es dir", versicherte sie ihm leise und führte seine Hand behutsam zu ihren Lippen, um einen sanften Kuss darauf zu hauchen und ihm ein weiches Lächeln zu schenken. Sie wusste, wie sehr ihn sein Vorhaben einnahm und wie sehr er sich darauf freute, endlich alles umsetzen zu können, sobald sie alles bereit hatten - sie liebte das Funkeln in seinen Augen, das sie immer dann sah, wenn sein Blick ihre Gestalt streifte, die Wärme in jeder einzelnen Silbe mit der er sprach, wenn sie sich unterhielten. Dank ihm würde sie eines Tages ohne den Fluch leben können, würde frei sein und selbst entscheiden können, wohin auch immer sie gehen mochte - er war es, der ihrem Leben neue Hoffnung gegeben hatte, ihr ein Licht gegeben hatte, als Angst und Verzweiflung ihren Weg gepflastert hatten. Es waren jene tief greifenden Emotionen, die sie davon überzeugt hatten, Verrat an allem zu üben, was sie bislang kennen gelernt hatte, ihren Schülern die Energie zu rauben und sie in einen Kristall zu bannen, selbst wenn sie wusste, was sie erwarten würde, wenn ein anderer dahinter kam. 
"Es wird noch eine Weile dauern bis der Stein genug gefüllt ist, um ein größeres Behältnis für die Energie zu suchen. Bei dem, was wir vorhaben werden wir so viel Kraft wie möglich brauchen und die Schüler verfügen über zu wenig davon, als dass es schneller gehen würde, aber ich würde es nicht wagen, die Energie eine anderen Zauberers zu nehmen. Dafür ist es zu riskant", fügte sie noch anbei und löste ihren sanften Griff um seine Finger wieder, nur um sich erneut dem Essen zuzuwenden, das Edmure zubereitet hatte.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 11:12 pm

„Könnt ihr nicht, ich weiß nicht …“ er machte ein paar Gesten mit seiner Gabel, welche man nicht genau zuordnen konnte. „Magie aus den verschiedenen Orten der Länder nutzen um damit diesen Kristall zu befüllen? Ich meine ich lese einige der Lektüren die du manchmal auf dem Boden liegen lässt, naja zumindest die, die in den Sprachen geschrieben sind die auch ich beherrsche.“ Er war bei weitem nicht ein solche Genie wie sein Freund es war, doch hatte er durch ihn inzwischen große Teile der Fyonarischen Sprache gelernt. Dazu kam noch seine eigene Landessprache, die von Alagäsia, doch die aus dem fernen Land Aurea oder aus all den anderen Ländern war ihm noch immer ein Rätsel und zumeist kannte er bloß verschiedene Schimpfwörter in den jeweiligen Sprachen die Elijah ab und an durch das alte Gemäuer schrie, wenn er an irgend einer Lösung scheiterte. „Und in diesen Schriften ...“ Fuhr er schließlich fort. „Wird immer wieder erwähnt dass auch Orte magische Energie haben. Dieser Wald der Spitzohren beispielsweise soll allein schon eine Essenz haben, die kein normales Wesen innehaben kann. Kann man mit genug Konzentration nicht diese, ich weiß nicht, kanalisieren?“ Die Blicke die daraufhin auf ihm lagen, hätten schneidender nicht sein können, also wandte er sich schließlich wieder seinem Essen zu, welches noch immer leicht dampfte und angenehm zart im Mund zerging.
Von draußen waren einige Hunde zu hören. Die meisten davon waren verwildert, suchten jedoch tagsüber meist das weite, sodass Edmure unbehelligt seiner Arbeit nachgehen konnte. Nicht selten hatte er einige der Tiere jedoch Abends gesehen, als er sich um das Schiff oder die Fassade des Hauses gekümmert hatte. Zu seiner eigenen Verwunderung jedoch waren diese Tiere keineswegs nur auf Beute aus. Die Blicke begegneten sich meist nur in einem Abstand von gut fünfzig Meter, dann suchten die Tiere stets das weite.
„Ich hab überlegt den gesamten Baum zu fällen, lange wird er ohnehin nicht mehr stehen wenn diese Stürme so weitergehen und im schlimmsten Fall fällt uns nicht nur dieser Ast, sondern der gesamte Baum ins Haus.“
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 11:19 pm

"Lass den Baum stehen" widersprach Elijah und schüttelte den Kopf. "Er ist bereits länger hier als wir und wir haben kein Recht ihn zu töten oder zu Brennholz zu verarbeiten. Schneide einfach den Ast ab und füll unseren Holzvorrat damit. Der Baum ist groß und stark, der Sturm der ihn umreißt bläst uns auch das Haus fort" antworte der Jüngere zuerst auf die letzte AUssage seines Freundes, ehe er noch einen weiteren, kleinen Bissen von dem vorzüglichen Essen nahm und es danach von sich schob. Jetzt, da Edmure ihn auf dieses Thema gebracht hatte konnte er seine Zeit sowieso nicht mit Essen vergeuden. "Und was du vorschlägst mag auf den ersten Blick logisch wirken - ich habe auch bereits daran gedacht, aber es gibt dabei mehrere Probleme. Zum einen müssten wir an solche Orte kommen, zum anderen sind diese Ort oftmals gut bewacht und Heimlichkeit wäre unmöglich. Dann kommt noch die Tatsache dazu, dass Magie die an solchen Orten weilt per se endlich sein müsste - was die Magie in Menschen, die sich stets regeneriert nicht ist. Aber das wichtigste ist, dass diese Magie spezifisch ist. Sie hat eine eigene Art... Aura. Wie einen Geruch, verstehst du? Wir benötigen aber Reine, pure Magie damit diese den Kristall nicht verdirbt oder Einfluss auf unser Handeln nimmt" erklärte er dem anderen. Er konnte selbst keine Magie wirken, hatte sich aber mit deren wirkungsweise eingehend befasst. Seitdem seine Eltern bei der Anwendung von Magie ums Leben gekommen waren und er nicht mehr als ihre Bücher aus dem brennenden Haus hatte retten können war er fasziniert von diesem Thema. "Noch etwas Wein liebes?" wandte er sich schließlich an Adriana.
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 11:31 pm

Sacht schüttelte sie den Kopf und schob ihr Weinglas ein Stück weiter von sich, um jener Ablehnung auch Ausdruck zu verleihen. "Nein. Vielen Dank aber ich vertrage Wein nicht allzu gut. Ich würde gern Herrin meiner Sinne bleiben und selbst zu späterer Stunde zu Bett gehen, statt getragen werden zu müssen", lautete schließlich ihre Antwort, wenngleich sie auch über das Thema, in das Edmure sich inzwischen ebenfalls eingemischt hatte, nur noch zu seufzen vermochte. Elijah versteifte sich so sehr darauf, kümmerte sich tagein, tagaus nur noch darum, dass ihrer beider Vorhaben umgesetzt werden würde und sie hatte bislang stets mit gerunzelter Stirn und Sorge im Blick dem Tun ihres Geliebten beigewohnt, wissend, dass sie ihn verlieren würde, wenn sie ihm in die Parade fuhr und ihn zu stoppen versuchte. "Edmure", wandte sie sich schließlich an den Haushofmeister, der gemeinsam mit ihnen am Tisch saß und dem sie solch intelligente Einwände auf den ersten Blick überhaupt nicht zugetraut hatte, so kurz sie auch gedacht sein mochten.
"Es ist ein zu großes Risiko. Der Wald der Elfen ist gut geschützt und die Magie, die dort fließt, ist jene urtümliche Energie, die auch die Drachen verwenden. Würden wir ihre Energie kanalisieren, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die Magie ihnen ermöglicht, uns auch hier zu finden und unser Vorhaben scheitern zu lassen. Es gibt für Magier stets Verbindungen zu allen Dingen, insbesondere zu jenen, in denen ihre eigene Kraft kanalisiert wurde. Die Schüler der Akademien sind zu schwach und zu schlecht ausgebildet, um den Diamanten zu bemerken, das ist der einzige Grund, aus dem es funktioniert", brachte sie ihre Erklärung fort und entschied sich damit dann auch dieses Thema endgültig zu beenden und sich den freudigeren Dingen des Abends zuzuwenden, statt sich auf ewig mit Plänen, Strategien und Taktiken zu befassen, die sie bereits zu oft durchgegangen waren, als dass sie nun noch etwas Neues von sich würde geben können, das nicht bereits in anderer Form schon einmal ausgeführt worden war. 
"Wenn wir Erfolg hatten und die Magie verbannt ist", begann sie leise und wandte sich an Elijah während ihr Lächeln weicher, beinahe verträumter wurde. "Was würdest du gern tun? Wie stellst du dir das Leben dann vor? Vollkommen gleichgültig, ob es im Moment möglich scheint oder nicht."
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 11:38 pm

"Ich würde gerne die Welt bereisen" klärte er sie auf und schob nun auch seinen eigenen Kelch von sich um sich gänzlich auf die Frau vor sich zu konzentrieren. "All die Orte sehen, welche ich nur aus Büchern und Erzählungen kenne. Ich möchte sehen was wir erreicht haben - ich will das Glück in den Augen der Menschen sehen, wenn sie nicht mehr von diesem Fluch geplagt werden. Ich möchte alle Speisen und Getränke dieser Welt kosten und mir dann wenn wir die Welt umschifft haben irgendwoe ein Haus bauen lassen. Ich könnte mir auch vorstellen wieder hierher zu ziehen, aber ich glaube nicht das ich dich damit begeistern könnte." erklärte er lächelnd. "Aber du musst verstehen dieser Ort ist der Grund wieso es uns so gut geht. Niemand entdeckt uns hier, der Boden ist fruchtbar und die tiefen Stollen noch immer voller Gold und Diamanten. Wenn wir Geldsorgen haben müssen wir nur Leute anwerben" erklärte er und massierte sich die Schläfen um gegen die kommende Migräne anzukämpfen. "Aber das ist meine Vorstellung. Ich glaube Edmure ist zufrieden, wenn er nicht mehr das Kindermädchen für mich spielen muss"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   So Aug 24, 2014 11:55 pm

"Ich würde dir gern Fyonara zeigen, wenn ich dorthin wieder zurückkehren kann. Die anderen Länder bereisen und alles kennen lernen, was diese Welt dann für uns bereit hält, ohne jemanden, der uns jemals aufhalten kann", stimmte sie leise in die Vorstellungen des anderen mit ein und schloss für einen kurzen Moment lang die Augen, um sich vorzustellen, wie es sein würde, wenn sie den Fluch nicht mehr tragen würde, der sie zur Mörderin und Verräterin gemacht hatte. Jener Fluch, der ihr ihre Heimat und ihre Familie genommen hatte, an die sie sich nicht einmal mehr erinnern konnte und die nun auch drohte, dieses Land hier vollkommen zu verschlingen, wenn sie sich erst unter den Menschen einmal ausgebreitet hatte - Magie war wie eine Seuche, hatten die Zauberer in dem Turm einst gesagt, und die Opfer mussten von den Gesunden isoliert werden bis man eine Möglichkeit gefunden hatte, den Herd dieser Seuche endgültig auszurotten. Es war eigenartig, dass ihr jetzt genau diese Worte einfielen und mit einem schlichten Kopfschütteln schob sie sich wieder von sich, um sich jenen Dingen zu widmen, die ihr weit erstrebenswerter schienen. 
Wenn sie gewonnen hatten, würden Elijah und sie auf einem Schiff sein und ferne Länder sehen - sie würden nach Valencia oder Luminoth gehen können, würden die Städte sehen, die so fremd für sie waren und dort gemeinsam durch die Gassen gehen, sich fremde Waren ansehen können, ihre Zeit in kleinen Gasthäusern verbringen können und den Blick hinaus auf das klare Meer mit dem türkisfarbenen Wasser richten können. Sie würden das Salz der See riechen, den Duft von Gewürzen und dem feinen Parfüm von fremden Damen und Männern, die sie im Vorbeigehen grüßten. Sie würden ganz gewöhnlich sein können, würden sich nicht mehr verstecken müssen und sie würde jedem Menschen, der sie danach fragte, sagen können, dass sie Elijah liebte, statt sich nachts wie eine Mätresse zu ihm zu stehlen, um die wenigen Stunden zu nutzen, die ihnen beiden blieben. 
"Elijah", begann sie leise, als ihre Aufmerksamkeit sich zurück zu ihm lenkte und sie seine Geste bemerkte. "Lass uns zu Bett gehen. Dein Tag war lang und du siehst müde aus."
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 12:06 am

„Nun, dann wünsche ich euch beiden eine geruhsame Nacht.“ Sie war bereits ein knappes Jahr hier und das in fast regelmäßigen Abständen. Manchmal mehrere Male die Woche, die mindestens einen Abend lang. Zu Anfang hatte er das Treiben der beiden noch skeptisch begutachtet, war er es doch gewohnt dass er mit seinem Kameraden allein in diesem unverschämt großen Haus lebte. Doch hatte die Gesellschaft Elijah glücklicher gemacht als jede neue Errungenschaft, jeden Durchbruch den er erreicht hatte. Ebenso hatte er sich selbst inzwischen mit der Zauberin gutgestellt und betrachtete sie als Freundin, auch wenn sie ihn vermutlich aufgrund seiner Stellung in gewisser Weise noch immer skeptisch ansah. Doch der Haus und der Hof waren Dinge, die für sie beide Lebensnotwendig waren und bereits früh hatte er begriffen dass nicht jeder derjenige sein konnte, der etwas großes vollbrachte. Sein Vater hatte dies stets mit einem Schwert verglichen. Die Klinge ist das Herzstück, man schenkt ihr die meiste Aufmerksamkeit, wird von den besten Schmieden gemacht wenn sie für wichtige Leute bestimmt ist und muss stets scharf gehalten werden. Doch was ist mit dem Griff? Hat Jemand schon einmal ein Schwert ohne Griff gesehen? Natürlich nicht, doch wird die Herstellung von eben diesem viel schneller und weniger Aufmerksam durchgeführt, doch nichts desto trotz ist sie, auch wenn es zumeist nicht erkennt, ebenso wichtig wie die Klinge selbst.
Wer in dieser Metapher was war, war vollkommen überflüssig zu sagen und mit einem leisen Lachen stand er schließlich auf und räumte das Geschirr ab. „Das Bett ist bereits für euch gemacht. Wenn er Durst haben solltet stehen zwei Krüge und eine Karaffe Wasser auf dem Nachttisch. Ich habe eine dieser säuerlichen Früchte mit hinein geschnitten die in letzter Zeit von fast jedem Händler von Fyonara im Überfluss angeboten werden.“ Mit einem schlichten Nicken verabschiedete er sich schließlich.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 12:19 am

Elijah dankte Edmure und stand schließlich auf, ehe er auf Adriana die Hand reichte und ihr aus dem Stuhl half. "Schlaf gut Edmure" wandte er sich an seinen Haushofmeister. "Und nimm dir einige von den heißen Steinen aus dem Ofen auch mit in dein Bett" fügte er noch anbei, ehe er zusammen mit Adriana den Raum verließ. Elijah nahm noch eine Kerze mit und machte sich schließlich auf den Weg durch die langen Gänge des Schlosses, stets geleitet von dem sanften Schein der Kerzenflamme, während sie an alten Gemälden von weit entfernten Orten vorbei glitten. Sie kamen auch an einem Bild vorbei, das eine seltsame Ballszene zeigte in welcher sich eine junge Frau gerade demaskiert hatte und zu einem anderen, hochgewachsenen Mann zu sprechen schien während alle anderen noch in einem Reigen tanzten. Sie schritten die lange Treppe hoch bis sie im ersten Stock schließlich Elijahs Zimmer betraten. Die Glut glomm noch im Kamin und Elijah zog die in ein Tuch eingewickelten warmen Steine unter der Decke hervor, ehe er ins Bett stieg. Als sein Rücken die weiche Matratze berührte schien auch die restliche Anspannung von ihm abzufallen und er wandte sich an Adriana. "Ich liebe dich" meinte er schließlich und lächelte.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 12:35 am

Das Schloss wirkte mitten in der Nacht unheimlich und bedrohlich, die langen Schatten, die die Rüstungen auf den Gängen warfen, hatten sie Mal um Mal wieder schaudern lassen, selbst wenn sie wusste, dass es hier weit weniger gab, das ihr schaden konnte, wie in Ceunon und dennoch hallte das Echo des Attentäters, der ihr auf der Hochzeit begegnet war, auch hier wieder. Wann immer es ihr möglich gewesen war, hatte sie es vermieden, die Räume zu verlassen bis die Sonne am nächsten Morgen aufgegangen war und wieder Licht in all die Finsternis gebracht hatte. Auch heute noch schauderte sie vor der Dunkelheit, die sie umgab und wagte es erst wieder erleichtert aufzuatmen als sich die Türen zu Elijahs Gemächern hinter ihnen beiden geschlossen hatten und während er noch damit beschäftigt gewesen war, die Steine unter der Decke hervor zu ziehen, hatte sie unlängst ihre Finger um die Schnürungen ihres Kleides gelegt und begann eben jene zu lösen. 
Mit einem liebevollen Lächeln auf den Zügen ließ sie sich nur wenig später neben ihn auf die Bettkante sinken und schob sich unter seine Decke, unter ihren Fingen seinen Herzschlag spürend ehe sie ein leises "Ich liebe dich" erwiderte und sich noch einmal zu ihm hochstreckte, um ihn noch einmal zu küssen. Sie schmeckte den Wein auf seinen Lippen, seine Wärme unter ihren Berührungen und den sanften Atem auf ihrem eigenen Gesicht. Ihr würde nichts geschehen, solange er bei ihr war, das wusste sie und nur allzu bereitwillig ließ sie sich jedes Mal aufs Neue fallen. Es war das erste Mal bei dem sie wusste, dass sie aufgefangen wurde statt erneut fallen gelassen zu werden - das erste Mal, das sie vertrauen konnte und jemanden bei sich wusste, der sie um ihrer selbst willen liebte - jemand, der nichts von ihr verlangte, das sie nicht bereit war zu geben.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 9:28 pm

Elijah war bereits in den frühen Morgenstunden erwacht während noch das graue Licht eines vernebelten Morgens durch die Fensterscheiben schien. Das Feuer war gänzlich herunter gebrannt und nur einzelne, rot glühende Flecken in dem Teppich aus grauer Asche deuteten noch auf soetwas wie eine Glut hin. Der junge Mann warf noch einige Scheite in das Feuer, zog seinen Morgenmantel aus rotem Samt enger um sich und schlüpfte in die warmen Pantoffeln, welche die ganze Nacht über dem Kamin gelegen hatten.
Er hatte sich in die Bibliothek zurück gezogen und dort den halben Morgen verbracht, ehe er auf diese Bücher beiseite gelegt hatte. Mittlerweile brachen einzelne Sonnenstrahlen wie rot glühende Finger durch die dichte Wolkendecke und zauberten eine malerische Landschaft vor dem Fenster der Bibliothek. Er brauchte einige Zeit bis er schließlich in der Küche ankam, in welcher bereits der Ofen brannte und Edmure einige frische Brötchen aus dem Ofen nahm welche nach Hefe und Zimt dufteten. "Danke Edmure" meinte er zu seinem Haushofmeister und ließ sich von diesem eine große, silberne Platte reichen auf welcher er das Frühstück anrichtete. "Wir sehen uns heute Mittag zum Essen" meinte er zu dem Älteren, ehe er sich wieder auf den Weg nach oben machte und dort mit sanften Gesten Adriana weckte, ehe er ihr das Tablett zusammen mit selbstgemachter Marmelade und süßem Honig reichte.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 10:17 pm

Ein weiches Lächeln huschte über ihre müde Züge, als das warme Sonnenlicht durch die großen Fenster ihr in die, vom Schlaf noch vollkommen verklebten, Augen drang und sie mühselig blinzeln ließ ehe sie mit einer Hand nach der dicken Decke griff und selbige ein Stück weiter über ihre bloßen Schultern zog. Sie roch den Duft von frischem Brot und Früchten, seufzte genießerisch ehe sie sich dazu entschied sich doch langsam aufzurichten, die Decke um ihren entblößten Leib gewickelt ehe sie sich nach vorn beugte, um Elijah einen sanften Kuss auf die Lippen hauchte. "Guten Morgen, mein Herz", begrüßte sie ihn lächelnd und lehnte sich ein Stück weit zurück, mit einer Hand nach einer der Erdbeeren greifend und sie am Stiel empor hebend ehe sie ein Stück davon abbiss. "Danke für das Frühstück", setzte sie nur wenig später nach und schob sich eine der langen, dunklen Strähnen aus dem schmalen Gesicht während ihre Augen auch weiterhin auf Elijah lagen. Sie mochte es nicht, dass er des Morgens so oft aus dem Bett verschwand, nur um sich wieder seinen Büchern zu widmen. Wie oft hätte sie alles dafür gegeben, am Morgen in seinen Armen aufwachen zu dürfen, statt das Bett neben sich kalt wieder zu finden bis er mit dem Frühstück zurück zu ihr kam und sie weckte, aber dieser fromme Wunsch hatte sich bislang stets nur in den seltensten Fällen erfüllt. 
"Komm zu mir, Elijah", bat sie ihn leise und schürzte die vollen Lippen ein Stück weit, insgeheim darauf hoffend, dass er ihr diesen einen Wunsch wenigstens nicht abschlagen würde und sie ihn wenigstens ein paar Stunden lang für sich haben würde, bevor ihn die Bücher wieder in ihren Bann zogen und sie dabei mehr Last, als erfreuliche Gesellschaft sein würde.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 10:35 pm

Zuerst schien Elijah zu zögern, warf noch einen kurzen Blick zur verschlossenen Tür ehe er den Kopf schüttelte und ein sanftes, versöhnliches Lächeln auf seinen Lippen auftauchte. Langsam ließ er den Morgenmantel zu Boden gleiten und zog sich auch das Hemd, welches er die Nacht über getragen hatte über den Kopf, ehe er sich neben Adriana sinken ließ und sich der sanften Umarmung des riesigen Bettes hingab. Das Möbelstück war dabei so groß wie die Stube mancher Bauernfamilien und so voller Kissen, dass man sollte man es darauf anlegen sich unter diesen mit Sicherheit verbergen konnte.
Das ganze Herrenhaus troff geradezu vor Luxus und wenn er sich überlegte, dass sie das meiste davon bereits vorgefunden hatten und nur wenig selbst herstellen oder reparieren mussten kam ihm all dies noch immer wie ein Traum vor. In etwa drei Jahre waren sie bereits auf diesem Anwesen, wenngleich es ihm auch bereits vorkam wie eine kleine Ewigkeit. Er schloss langsam die Augen und streckte den Arm aus, bedeutete seiner liebsten näher zu ihm zu kommen und ihren Kopf auf seiner Brust zu betten.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 10:46 pm

Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen schob sie sich näher zu Elijah hin und lehnte sich gegen ihn, die Decke halb um ihn ziehend, als könne sie ihn allein dadurch länger bei sich behalten als es sonst der Fall war. "Du bist schon wieder in Gedanken. Deine Bücher können wohl kaum interessanter sein als ich ... und sie zollen dir nicht dieselbe Aufmerksamkeit", neckte sie ihn leise, wenngleich auch ein stummer Vorwurf in ihren leisen Worten mitschwang, als sie seinen abwesenden Blick bemerkte und ein Bein über das seine schob, um reagieren zu können, falls er doch wieder aufsprang und sich dazu entschied, sich anderen Dingen zu widmen und mit einem stillen, beinahe resigniert wirkenden Lächeln auf den Zügen schüttelte sie den Kopf ehe sie eine Hand ausstreckte, um erneut zu dem Tablett zu greifen, das an der Bettkante stand und daraus eine der Früchte zu nehmen, nur um sie ihm wenig später hin zu halten. "Wie hast du geschlafen?", folgte nur wenig später die vollkommen banale Frage, die hier so wichtig war wie jede andere, die sie hätte stellen können - hier, in diesem Raum waren sie nicht mehr als zwei vollkommen gewöhnliche Menschen, ohne Flüche, Pläne und Vorhaben, nicht mehr als zwei einfache Liebende, die die Nähe des anderen genossen. Sobald sie das Zimmer verließen, würde sie Elijah früh genug wieder an seine Pläne und Ideen abgeben müssen, die sie ab und an faszinierten und ab und an ebenso sehr beunruhigten.
Sanft glitten ihre Finger über seinen nackten Oberkörper, an den sie inzwischen ihren Kopf gelehnt hatte und noch einmal schloss sie die Augen, lauschte dem leisen Herzschlag des anderen und seufzte leise und zufrieden. Es war genauso, wie es sein sollte und für nichts in der Welt wollte sie jenen Platz gerade verlassen, den sie hier eingenommen hatte.
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BeitragThema: Re: Das alte Herrenhaus   Mo Aug 25, 2014 10:52 pm

"Du warst hier und hast mir Wärme und Zuneigung gespendet" erklärte er, während er sich die Lippen leckte und den sanften Erdbeergeschmack noch auf der Zunge spürte, ehe er dazu ansetzte weiter zu sprechen. "Und ich habe zum ersten Mal seit vielen Tagen durchgeschlafen. Deine Nähe tut mir gut" gab er zu spürte wie ihre langen, lockigen Haare sich wie ein Fächer auf seinem Oberkörper ausbreiteten und ihn ein wenig kitzelten. Er hob die Hand vor den Mund und unterdrückte ein Gähnen, ehe er nunmehr schuldbewusst drein sah - natürlich hatte sie gewusst, dass er länger auf war als nur für jene Zeitspanne, die er benötigte das Frühstück zu holen und tatsächlich war er in Gedanken, wenngleich diese auch in jenem Moment in die vergangenheit statt in die Zukunft gerichtet waren. "Und keine Sorge, keines meiner Bücher ist so interessant wie du. Weder haben sie solch einen schönen Einband, noch so ein geheimnissvolles Innenleben" gab er zu und sah dem Kaminfeuer dabei zu wie auch die letzten Stücke der Glut verglommen. Vor dem Fenster hatte sich eine dichte, neblige Suppe ausgebreitet aus welcher sie keine drei Meter weit sehen konnten. Vielleicht war das der Grund, weshalb niemand die Insel je wirklich gefunden hatte. EIn geradezu widernatürlicher Nebel lag beinahe täglich schwer wie ein Leichentuch über dem Eiland und nur ganz selten klarte es gänzlich auf.
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