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 Solar

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Der Erzähler
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BeitragThema: Solar   Sa Aug 09, 2014 10:53 pm

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BeitragThema: Re: Solar   Sa Aug 30, 2014 12:25 am

Drei Schiffe, an deren Masten das ausschweifende Wappen Valencias hing, hatten sich über das Meer auf Fyonara zu bewegt und so eine große Stecke zurück gelegt. Zwei der prächtigen, jedoch etwas kleineren und schnelleren Schiffe, lagen einige Meilen vor Nicaea vor Anker, während das dritte und größte in den Hafen eingefahren war und die exorbitante Liegegebühr gezahlt hatte. Von Bord war ein Gesandter gegangen, zusammen mit vier Soldaten. Mehr waren nicht nötig, denn er bezweifelte, dass die Fyonarer ihn angreifen würden. Theoretisch wäre ein Angriff Fyonaras ohnehin unausweichlich und so wäre es dumm Valencia vorzuwarnen, indem sie ihren Gesandten gefangen nahmen oder töteten. In dem Fall hätte sein Land genug Zeit um Vorbereitungen zu treffen, die ein Invasion unrentabel machen würden.
Der Kaiser hatte ihm einen seiner Sklaven gesandt, um ihn zu seinem pompösen und prächtigen Palast zu geleiten. Der Palast beeindruckte durch Architektur, Kunstwerke von Malern und Bildhauern, sowie exotischen Pflanzen, die an jeder freien Stelle, in Krügen und Gärten gepflanzt worden waren. Letzten Endes wurde er in das gewaltige Solar des Kaisers geführt und vor dem selben vollführte er eine tiefe Verbeugung. "Kaiserliche Majestät, es ist mir eine große Ehre eine Audienz von euch zu erhalten.", begann der Gesandte. "Ich bin Herzog Javier de Miravalle, Admiral der valencianischen Flotte und Gesandter im Namen meines Königs. Ich bin hier, um euch den Vorschlag für ein Bündniss zu unterbreiten, denn mein Lehnsherr erhofft sich gute Beziehungen zwischen unseren Reichen."
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Solar   So Aug 31, 2014 9:33 pm

Valencia war ein Land, das besonders viel Wert auf seine Verteidigung gelegt hatte und dessen Menschen sich stets für größer und weiser hielten, als jeder andere ihrer Nachbarn. Ein Reich, das von einem viel zu jungen König regiert wurde und dennoch von dessen Schwester insgeheim geleitet wurde, die die Fäden aus dem Hintergrund heraus sponn und vermutlich der Grund dafür war, dass der Herzog nun vor ihm stand und sich so hochtrabend vorstellte. Aurelius war kein Freund von diesem Schlag von Menschen und wenngleich auch der andere der Admiral der Flotten sein mochte und als Gesandter hier war, so erkannte er doch hinter dem hochtrabenden Lächeln auf seinen Lippen, von dem er sich nicht sicher war, wie er es auffassen sollte, die leisen Einflüsterungen der Schwester des Königs und als er sich von seinem Platz erhob, um den anderen zu begrüßten, glitten seine dunklen Augen noch einmal über die hochgewachsene Gestalt des anderen. "Es ist mir eine Freude, einen valencianischen Gesandten in Fyonara zu begrüßen und ich dankte Euch dafür, dass Ihr Licht in den Schatten gebracht habt, fragten wir uns doch, weshalb Valencia, als großes, ruhmreiches Land ausgerechnet an Fyonara heran treten sollte", erhob er schließlich die Stimme und nickte dem anderen lediglich knapp zu ehe er einem der Diener anwies, dem Gesandten Speis und Trank, wie auch einen Platz anzubieten.
"Ihr kommt also hierher, um über Bündnisse zwischen Valencia und Fyonara zu bitten, wo wir doch bereits gemeinsame Freunde in dem vereinten Reich Alagäsia-Aurea fanden. Ich schätze es nicht allzu fern ein, dass auch unsere Interessen an einem gemeinsamen Punkt zusammen laufen, den wir nun nur noch finden müssen", führte er seelenruhig fort, die Augen nicht von dem Gesandten abwendend, den er mit einer kurzen Handbewegung hinüber zu einem der großen Tische am Rande des Solars leitete, nur um dort am Kopfende der Tafel seinen Platz zu finden, Castor und Tiberus rechts und links von ihm. "Aber Ihr hattet eine lange Reise hinter Euch. Erfrischt Euch ruhig - trinkt und esst. Wie Ihr sicherlich wisst, ist Fyonara ein durchaus gastfreundliches Reich."
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BeitragThema: Re: Solar   So Aug 31, 2014 10:27 pm

Javier erhob sich wieder und zeigte ein kleines Lächeln und hörte dem Kaiser aufmerksam zu. Er konnte sich nicht vorstellen, dass dieser Mann als Herrscher Fyonaras tatsächlich so viel von Valencia hielt, er selbst war vom König auch nur erwählt worden, weil ihm die unglaubliche Arroganz der meisten anderen Adligen nicht all zu sehr zu eigen war. Darüber hinaus erhofft man sich, dass ein angesehener Militär sich eher Gehör in einem kriegerischen Land verschaffen könnte. Dankend setzte er sich an das andere Ende des Tisches, nippte am Wein und nahm sich eine der Oliven, deren starker Geschmack sich in seinem Mund ausbreitete, um nicht unhöflich zu sein, während er den weiteren Ausführungen seines Gesprächspartners lauschte und ein wenig zweifelte. Gemeinsame Interessen würden sie wohl nicht finden.
Der Herzog nickte dankbar, richtete sich in seinem Stuhl auf und faltete die Hände auf dem Tisch. "Stellt euer Licht nicht unter den Scheffel; Fyonara ist nicht minder glorreich.", widersprach Javier. "Und eure Gastfreundschaft ist auf der ganzen Welt bekannt, ich muss es wissen, ich habe den Großteil bereits befahren, wobei sich die Karten inzwischen ja geändert haben.", erklärte er und spielte auf die Eroberung Fyhams an, die der Grund für seine Anwesenheit war. "Valencia befürchtet... nein erwartet, dass Fyonaras Eroberungen vermutlich nicht in Fyham enden werden. Valencia wünscht daher ein Bündnis, ehe wir in einen aufreibenden Krieg geraten könnten. Wir möchten euch in euren militärischen Anstrengungen unterstützen. Darüber hinaus würden wir euch anbieten, euch unsere Gefangenen, je nach Vergehen zu überstellen, so dass sie in Fyonara als Sklaven dienen können.", erklärte Javier und neigte leicht das Haupt vor dem Kaiser. Er räusperte sich und legte seine Arme auf die Lehnen des Stuhls.
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BeitragThema: Re: Solar   So Aug 31, 2014 10:35 pm

Tiberius war noch immer angespannt und all seine Muskeln verkrampften während er mit steifen Beinen und eine silberne Platte tragend nach vorne Schritt und dort die Abgesandten der Valenci sah. Sie waren in seltsame Kleider gehüllt, welche sie in all ihren schimmernden Brokatstoffen aussehen ließ wie große Insekten. Einer der Begleiter, welche Tiberius gesehen hatte trug sogar ein seltsames Gestell auf seiner Nase, durch das seine Augen ins lächerliche vergrößert wurden und dem spindel dürren Mann somit das aussehen einer Gottesanbeterin verliehen.
"Kann ich euch ein wenig Wein kredenzen?" fragte er schließlich, ehe sein Blick zu dem Sklaven in der Ecke huschte. Natürlich würde nicht Tiberius selbst in die Küche laufen, da er hier etwas lernen sollte, aber es war schicklich, dass die Söhne des Kaisers und nicht irgendwelche Sklaven den Gästen etwas zu trinken und zu essen anboten. "Oder sonst einen Wunsch?"
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BeitragThema: Re: Solar   So Aug 31, 2014 10:49 pm

Aurelius zeigte lediglich ein schmales Lächeln angesichts der Worte des Gesandten und der damit verbundenen Furcht, die er in seinen Augen aufglimmen sah und welche vermutlich unlängst auch in dem König des fremden Reichs vorherrschte. Valencia befürchtete also bald ebenso angegriffen zu werden, nur weil Fyonara vor einiger Zeit Fyham übernommen und es inzwischen in ihr eigenes Reich integriert hatte. Es war interessant zu wissen, dass ausgerechnet die großen und ruhmreichen Valenci, welche stets geglaubt hatten, über allen anderen zu stehen, vor Fyonara selbst schlottern zu sehen und irgendwo tief in sich zeigte sich Aurelius beinahe zufrieden über eben jene Entwicklung der Gegebenheiten, selbst wenn er nicht zu glauben wagte, dass es ihn oder seine Familie viel sicherer machte. Wenn die Valenci klug waren, würden sie versuchen zuvor Unruhe hier zu stiften, trotz aller Bündnisse, die bislang geschlossen worden waren - Fyonara selbst würde sich vorbereiten müssen. "Wisst Ihr, Herzog, gewiss sind die Bemühungen Fyonaras noch nicht abgeschlossen, denn wie Ihr wisst, sind wir ein großes Reich, dessen Volk es nach Wachstum und Ruhm verlangt und ich bin bereit, diesem Wunsch des Volkes zu folgen", lautete schließlich seine erste Antwort ehe er sich ein Stück weit zurück lehnte und beobachtete, wie einer der Sklaven sowohl Wein, wie auch frisches Brot auf dem Tisch auftrug.
"Ich verstehe durchaus Valencias Absichten, einen langfristigen Frieden zu garantieren, der für die Sicherheit dieses Reiches garantiert, allerdings bin ich ebenso von Euren Angeboten überrascht. Ihr wollt der Republik Fyonara Verbrecher senden, damit wir Sklaven erhalten, sowie uns militärisch unterstützen", setzte er schließlich erneut an während sein Lächeln schiefer, einen Funken spöttischer wurde. "Doch einmal abgesehen von der Sicherheit Eures Reiches, was habt Ihr davon? Es wird sicherlich nicht das Einzige sein, was Ihr Euch von diesem Bündnis erhofft."
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BeitragThema: Re: Solar   Fr Sep 05, 2014 10:42 pm

"Frieden, Freundschaft und Schutz.", waren die ersten Worte die über die Lippen des Herzogs gelangten. Selbst verständlich wollten sie nicht nur Frieden, dafür war ihr Angebot viel zu hoch. Sie wollten viel mehr einen langanhaltenden Frieden, indem sie Fyonara einfach gaben was sie brauchten und einen Feldzug so unrentabel machten. Der Kaiser, oder auch spätere Kaiser und Senatoren, mussten sehen, dass sie mehr verlieren als gewinnen würden, wenn sie Valencia erobern wollten. Also gaben sie ihnen die Sklaven und die Soldaten und sicherten sich so ihre Autonomie. "Wir möchten einen Vertrag, der uns einen zweihundert jährigen Frieden garantiert. Wir möchten monatliche, gegenseitige Besuche, führender Persönlichkeiten unserer Länder und wir wünschen als Gegenleistung für unsere Dienste, den Schutz eures großen Reiches, gegen jeden Feind, der versuchen könnte uns zu erobern.", führte Javier schließlich die Bedingungen seines Königs aus, die geradezu lächerlich waren, im Vergleich zu den Leistungen die sie erbrachten. Javier wäre es lieber gewesen, sie hätten sich im Schlachtfeld bewiesen und die Fyonarer zurück geschlagen, als hier nun vor ihnen zu kriechen.
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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 07, 2014 9:54 pm

Aurelius lächelte lediglich über die Worte, die der Herzog ihm zur Antwort gab und schüttelte langsam, beinahe nachsichtig den Kopf ehe er sich nach einigen wenigen Sekunden dazu herab ließ, seiner Gestik auch die entsprechenden Worte folgen zu lassen. "Nein", waren die ersten Worte, die mit der Intensität einer Ohrfeige um die Ohren des fremden Valencis knallten während der einstige Heerführer sich auf seinem Platz ein Stück weit nach hinten lehnte und seinen Söhnen mit nur einem einzigen kurzen Blick signalisierte, dass sie auf ihrem Platz bleiben sollten. "Ich kann Valencia keinen garantierten Frieden geben, denn mögen Verträge auch Verträge sein, so bin ich in zweihundert Jahren sicherlich nicht mehr am Leben und habe keinen Einfluss auf das Tun meiner Nachfolger, Herzog Javier", folgte es dann schließlich noch begleitet von einem müden, nachsichtig wirkenden Lächeln. Valencia ... dieses Reich fühlte sich so unsagbar sicher, selbst in diesem Land und das obgleich sie doch im Moment als Bettler auf den Knien vor ihm am Boden saßen und darum bettelten, dass Fyonara sie nicht angreifen und endgültig vernichten würde. Jene Menschen, die sich stets für erhabener hielten als jedes andere Reich auf dieser Welt, von dem sie inzwischen wussten.
"Ebenso muss ich Eure Forderung ablehnen monatliche Besuche zu akzeptieren. Es mag Euch sicherlich nicht beschienen sein, doch ich verbringe meine Zeit damit, mich um ein stetig größer werdendes Reich zu kümmern und dafür Sorge zu tragen, dass es dessen Volk gut geht. Ich habe weder die Zeit dafür, monatliche Besucher hier zu bespaßen, noch dass ich die Muse dazu besitze, mich selbst oder andere wichtige Würdenträger in Euer Reich zu entsenden, um meine Freundschaft Kund zu tun. Das werdet Ihr sicherlich verstehen", setzte er noch nach und erhob sich dann von seinem Platz, die Arme auf den Tisch aufgestützt. "Aber ich bin mir sicher, Euch werden bis zu unserem nächsten Gespräch angemessenere Forderungen einfallen."
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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 07, 2014 10:17 pm

Es war eine lange und beschwerliche Reise gewesen. Aiko vertrug im Gegensatz zu seinem Vorgänger Schifffahrten, jedoch war es diese langen und beschwerlichen Reisen in keinster Weise gewohnt. Normalerweise brachte er keine langen Strecken hinter sich und wenn es doch einmal nötig werden sollte viele Meilen zu überbrücken, so hatte ihm stets Magie als Mittel zum Zweck gedient. Doch mit einer magischen Entladung mitten in Fyonarer zu erscheinen schien ihm das ohnehin wacklige Vertrauen der beiden Staaten doch ein stück zu sehr zu erschüttern.
Er hatte Ileana nur ungern alleine gelassen und war erst losgezogen als sie ihm ein gutes dutzend Mal versichert hatte das es ihr gut ging und Coreen selbst ihn aus dem Zimmer verwiesen hatte. Noch immer spukte ab und an das verzerrte Gesicht des Papstes durch sein inneres Auge - Alvias würde sich um die Wahl eines neuen, Königsnahen und treuen Vertreter Gottes kümmern und er hatte die Aufgabe die genaueren Verhandlungen mit Aurelius zu führen, nachdem dieser ihm einen interessanten Brief hatte zukommen lassen.
Als Aiko schließlich das Land erreicht und von der Architektur und Größe schier überwältigt worden war, hatte schließlich kühle Distanz obsiegt die er allein aus Professionalität weiterhin aufrecht erhielt, wenngleich er auch versuchte soviel Wissen wie möglichen in sich einzusaugen um auch Alagaésia weiter zu bringen. Das riesige Solar nun jedoch mochte Eindrucksvoll sein und äußerst Prunkvoll noch obendrein. Ja, ihm stockte auch für einen kurzen Moment der Atem. Allerdings hatte er selbst ähnliche bauten geplant und kannte ihre Wirkungsweise. Und vor Ehrfurcht erstarren würde er nicht - nicht vor Aurelius. So verlor die goldene Schale ihren Glanz noch bevor Aiko vor Aurelius trat und diesem in einem Akt des gegenseitigen Respekts die Hand hinhielt, wie er es von Coreen gelernt hatte. "Ich danke euch, dass ihr mich in eurem Land empfangt Aurelius de Gaweia"
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BeitragThema: Re: Solar   Mi Sep 10, 2014 8:43 pm

Der Mann, der vor ihm stand, war weit kleiner als er es im ersten Moment erwartet hatte und die Jugend stand ihm ebenso ins Gesicht geschrieben, wie sein bislang fehlender Umgang mit fremden Ländern und harscheren Menschen. Aurea war bislang immer abgeschottet gewesen, hatte sich hinter hohen Mauern und Zaubersprüchen verborgen, die sie bislang geschützt hatten und sich in einer Politik der Zurückhaltung geübt, die dafür gesorgt hatte, dass Aurea für keines der anderen Länder jemals in den Fokus gerückt worden war, zumindest nicht solang bis sie das Bündnis mit Alagäsia geschlossen hatten. Jenes Bündnis, dass den jungen Auri ihm gegenüber nun auch nach Fyonara gebracht hatte, mit denen sie inzwischen ein wackeliger Waffenstillstand verband, von dem Aurelius nun erwartete, dass Aiko ihn festigen wollte, um zumindest dafür zu sorgen, dass eine Schwertspitze weniger in seinen Rücken drückte.
So erhob sich der einstige Heerführer und setzte ein paar feste Schritte in Richtung des jungen Mannes ehe auch er die Hand ausstreckte, um die des anderen zu ergreifen. "Es freut mich, Euch in Fyonara begrüßen zu können, Aiko Hisagi", lautete schließlich seine Antwort ehe er dem Jüngeren noch einmal knapp zunickte und dann wieder einen Schritt zurück machte, um ihm einen Platz anzubieten. Der Andere war Magier, das stand vollkommen außer Frage, schien noch nie wirklich hart gearbeitet zu haben und beinahe brachte es Aurelius ein grimmiges Lächeln auf das Gesicht, das er in diesem Augenblick jedoch bewusst zurückhielt. Er hatte Alagäsia-Aurea geschworen, dass der junge Kaiser lebend und unversehrt zurück in seine Heimat kehren würde und Fyonara in dieser Hinsicht Gnade walten lassen würde, selbst wenn er einer der Verdammten war und an eben dieses Versprechen wollte er sich halten, nicht zuletzt auch um seines eigenen Volkes Willen. "Ich hatte nicht gedacht, dass ein solches Gespräch jemals möglich sein würde, insbesondere angesichts der Differenzen, die unser beider Völker in ihrer Kultur stets aufwiesen, nichts desto trotz bin ich zuversichtlich, was unser beider Bemühungen anbelangt."
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BeitragThema: Re: Solar   Mi Sep 10, 2014 9:01 pm

"Ich bin mir sicher, dass dieses Gespräch unsere Länder näher zueinander bringen wird" erklärte Aiko und schenkte dem anderen ein Lächeln. Aurelius de Gaweia war ein gefährlicher Mann, das ganz ohne jeden Zweifel und Aiko würde auch bei diesem Gespräch aufpassen müssen welches Wort wie gesprochen wurde. Es war ein eigener kleiner Tanz welchen sie beide sich nun liefern würden. Aurelius traute ihm nicht, oder vielleicht traute er ihm auch einfach nichts zu, das konnte er nicht genau aus dem gesicht des anderen heraus lesen. Was er jedoch durchaus bemerkte, war die sanfte Schläfrigkeit die sich über seinen Geist legte die die Nacht über die Welt. Aurelius wollte sich wohl wirklich absichern, kein Wunder wenn man bedachte das der andere mit Sicherheit zwar Informationen aus Aurea besaß, sein Volk jedoch dank Ausnutzung der 36 Strategeme ein gefestigtes und Listenreiches Land war. Sie mochten noch keine großen Schlachten dank Manneskraft gewonnen haben, aber das musste der andere ja nicht wissten.
Mit einem letzten Blick zu den Feuerschalen, aus denen ein leicht seltsamer Geruch drang quittierte er den Gedanken ob Magiehemmern und wandte sich ganz und gar an Aurelius. "Aber die Welt entwickelt sich immer weiter fort und wir müssen mit ihr Schritt halten, wenn wir nicht von den Mühlen der Geschichte zermalmt werden wollen" erklärte er und setzte sich, nachdem Aurelius ihm dies angeboten hatte. "Ich bin hier um einen Friedensvertrag auszuhandeln. Mehr als die Waffenruhe, die euer Sohn uns zu unserer Hochzeit schenkte"
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BeitragThema: Re: Solar   Mi Sep 10, 2014 9:13 pm

"Ihr haltet Euch nicht allzu lang mit Belanglosigkeiten auf", antwortete Aurelius im ersten Moment und zeigte sich über die Worte des Jüngeren beinahe belustigt ehe er sacht den Kopf ein Stück weit neigte, um ihm darüber seinen Respekt zu bekunden. Die Augen des Auri, der ihm gegenüber saß, waren noch immer fest auf ihn gerichtet, hielten ihn im Blick und Aurelius war keineswegs der wache Blick entgangen, der hinüber zu den Feuerschalen gewandert war und ihn wissen ließ, dass Aiko sehr wohl um deren Bedeutung wusste - er hatte vorsichtig sein wollen, hatte auf Septims Anraten diese Vorsichtsmaßnahmen getroffen, denn wenngleich sie sich hier auch lediglich unterhalten wollten, so war sich der Freund nicht sicher gewesen, dass es auch bei dem Reden geblieben wäre und Aurelius hatte dem irgendwann nachgegeben.
"Ich muss zugeben, ich bin überrascht, wurde mir bislang doch berichtet, dass Ihr Euch mit dem Wort besser schlagt als mit anderen Dingen, aber wie es scheint hat auch Euch die Zeit in Alagäsia geprägt. So sehr ich auch Euren Verlust bedauere", führte er fort und richtete seine Haltung wieder auf, nur um die dunklen Augen noch einmal über Aiko wandern zu lassen. Es war wichtig, dass er wusste, was in seinem eigenen Reich vor sich ging - dass er niemandem wahrlich vertrauen durfte, wenn er an der Macht bleiben wollte und dass er sich unumstößlichen Respekt verschaffen musste.
"Aber ich hatte bereits damit gerechnet, dass Ihr deswegen hier seid. Wie ich bereits erwähnte - ich sehe weder Alagäsia, noch Aurea als direkte Gefahr an und es läge mir weit mehr daran, einen Frieden mit Euren beiden Reichen auszuhandeln, statt es anderen gleich zu tun und die Säbel rasseln zu lassen, wie es in Euren Landen heißt. Wir haben als Verbündete weit mehr aneinander, als als Feinde."
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BeitragThema: Re: Solar   Mi Sep 10, 2014 9:23 pm

Aiko hob die Brauen und zeigte ein bitteres Lächeln, welches sich um seinen Mund abspielte und für einen kurzen Moment leuchtete soetwas wie Schmerz in seinen Augen auf. Der andere spielte ein unfaires Spiel, ein verletzendes Spiel und wäre Aurelius jemand anderes gewesen, so hätte er ihn auspeitschen lassen. "Ich danke euch für euer Mitgefühl" antwortete er leise und machte sich in Gedanken eine Notiz seinen eigenen Hofstaat noch einmal ganz genau zu durchleuchten und auch Noahs Briefverkehr überwachen zu lassen. Der Knappe war ungefähr im Alter von Aurelius Sohn Castor und er traute dem Anderen seit neustem durchaus zu ein wenig zuviel verraten zu haben - vor allem, da er einer der wenigen war die davon wussten. Wenngleich natürlich auch andere Leute in Frage kamen.
Langsam legte Aiko eine Hand auf den Tisch und lehnte sich zurück.
"Und ja Alagaésia hat mich geprägt - ich habe lernen müssen, dass bei einigen Menschen die Hand mehr ausrichtet als das Wort" erklärte er leise. "Aber ich Stimme mit euch überein, dass wir zusammen mehr erreichen können als getrennt. Aber sagt, wie wollt ihr dies eurem Senat erklären? Ich bin mir sicher das mehr als einer von ihnen den Kopf des Magier-Königs auf einem Spieß sehen wollen. Allein meine Anwesenheit muss euch zahlreiche Morddrohungen ins Haus flattern lassen"
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BeitragThema: Re: Solar   Mi Sep 10, 2014 9:35 pm

"Sicherlich hat es dafür gesorgt, dass zahlreiche Drohungen mich erreicht haben, aber das ist bereits öfter der Fall gewesen und so fühle ich mich nicht schlechter und unsicherer als an jedem anderen Tag zuvor", lautete Aurelius lapidare Antwort, die er dem anderen gab und zuckte schlichtweg mit den Schultern, schob damit die Drohungen, die es gegeben hatte, wieder zur Seite als haben sie niemals einen wichtigen Bestandteil dieses Gesprächs gefüllt, das sie beide hier führten und lehnte sich ein Stück zurück, die angespannte Haltung verlassend. Aiko wusste nun, dass es jemanden gab, der für ihn in diesem Reich Auge und Ohr war und er schätzte den jungen Mann ihm gegenüber durchaus so ein, dass er demnächst verschärfte Kontrollen in seinem eigenen Umfeld machen würde, um den Spion zu enttarnen. Nach allem, was er inzwischen hatte in Erfahrungen bringen können, würde der junge Knappe die sicherste Lösung sein, um einen Brief von Castor zu erhalten, indem er diesem für seine Informationen dankte und versprach, ihm ein sicheres neues Heim und eine hübsche Frau zu beschaffen.
"Aber mag auch ein Teil des Volkes protestieren. Es ist wichtig, diese Entscheidung zu treffen, denn letztlich wollen auch wir weiterhin bestehen und wir haben in Ryanti einen gemeinsamen Feind, ebenso wie Valencia sich darum bemüht, uns beide zu verraten. Ein Umstand, den ich nicht schätze und von dem ich glaube, dass auch Ihr ihn verachtet", führte Aurelius fort und lächelte knapp. "Der Abgesandte Valencias ist noch hier, nur für den Fall, dass Ihr Euch selbst noch einmal von den Forderungen und Angeboten Valencias überzeugen möchtet. Ich bin nicht Euer Feind, Aiko, und ich wünsche auch nicht als ein eben solcher gesehen zu werden."
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BeitragThema: Re: Solar   Mi Sep 10, 2014 9:43 pm

"Ich sehe euch nicht als Feind" antwortete Aiko gelassen, ehe er ein weiteres Lächeln zeigte. "Ich schaue nur gerne dem Pferd ins Maul bevor ich es kaufe" erklärte er, wenngleich er auch bei dem Thema Valencia hellhörig geworden war. Natürlich wusst er, dass er nicht alle Aussagen Fyonaras für bahre Münze nehmen konnte. Andererseits konnte er es sich auch nicht leisten dieser Aussage gar keine Beachtung zu widmen.
"Erzählt mir mehr davon" bat er schließlich und winkte den Jungen heran, welcher ihm ein Glas Wein reichen wollte. "Nur Wasser bitte vielen Dank. Man sollte keine Substanzen mischen" erklärte er dem Jungen, und warf Aurelius ein knappes Lächeln zu welches seine Augen nicht erreichen wollte. "Ich wüsste gerne alles was ihr mir erzählen könnt" erklärte er und nahm sich eine Olive aus einer der Schüsseln.
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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 21, 2014 8:05 pm

Marius Krug, der mit einheimischen Wein gefüllt war, stand, bereits zur Hälfte geleert vor seine Nase, direkt daneben eine ausgebreitete Karte aller bisher bekannten Länder. Es hatte inne enorme Summe gekostet und Zeit in Anspruch genommen, ebenso wie die besten Kartographen ihres Landes, doch brauchte sie eine ungefähre Vorstellung davon wie die restliche Welt angeordnet war, denn allein ihr eigenes Land und das der Fyhamer zu regieren würde für den Ruhm des Landes nicht ausreichen, das war ihm bereits seit dem Tag bewusst gewesen, an dem sein alter Freund schließlich zum Protektor des Landes ausgerufen worden war. Er würde sich nicht mit einer einzigen Eroberung zufrieden geben, er war seit jeher Ehrgeizig und dies zeigten die Erfolge der letzten Monate nur umso deutlicher. Verschiedene Bittsteller hatten, allesamt mit einer beeindruckenden Ehrfurcht darum gebettelt, dass Fyonara mit ihnen Bündnisse einging, wobei die Krönung dabei Valencia war, welche sich schlussendlich wie eine läufige Hündin feilgeboten hatte, allein für das Versprechen um Gegenzug Schutz zu bekommen.
Aurelius indes hatte es verstanden selbst aus solchen, bereits großen Angeboten noch mehr heraus zuschlagen und sie niemals mit weniger als dem besten zufrieden zu geben, eine Tatsache die ihm vermutlich die inzwischen tiefen Augenringe, doch auch die liebe des Volkes eingebracht hatte.
"Ich bleibe bei meiner Meinung das wir das folgende Jahr nur warten sollten. Fangen wir an die ersten Soldaten in Fyham auszubilden, dass allein wird bereits enorme Kosten verursachen. Und letztlich zielen wir darauf ab das Ryanti den ersten Schritt gegen Alagäsia - Aurea macht, oder umgekehrt. Und sobald dieser Konflikt beginnt werden sie uns um Unterstützung bitten. Natürlich werden wir ihnen keine fünfzigtausend Mann zukommen lassen, doch zumindest so viel, dass es uns an anderer Stelle fehlen könnte."
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 21, 2014 8:21 pm

"Wir bilden bereits Soldaten in Fyham aus, ebenso wie in Surda, Marius. Sie verteidigen bereits seit einer geraumen Zeit die Staaten und verhindern, dass andere Mächte dort einfallen, aber es ist nicht unser Ziel Ryanti gegen Alagäsia-Aurea zu unterstützen und das weißt du." Wie oft schon hatten sie dieses Gespräch geführt? Wie oft schon hatten sie sich während der letzten Wochen darüber unterhalten, was noch vor ihnen lag und welche Möglichkeiten ihnen durch die Eroberung Fyhams gegeben worden waren. Sie alle waren angekommen - Valencia hatte vor ihnen gebuckelt, Surda sich einfach übernehmen lassen und selbst Alagäsia-Aurea war nach Fyonara gekommen, um über ein mögliches Bündnis zu sprechen, das momentan noch sehr zerbrechlich war, doch all das hatte das Problem nicht beseitigt, das noch immer vor ihnen lag und das aus dem Tun Ryantis bestand, denn wenngleich auch der Herrscher des Vulkanlandes, jenes Kind mit dem Ameisenhaufen, sich momentan friedlich verhielt, so hatte Aurelius dennoch keinesfalls vergessen, zu was er im Stande war und welche Gefahr von ihm ausging.
Leise seufzend führten ihn seine Schritte an der großen Karte vorbei, die auf dem Tisch ausgebreitet lag und auf welcher mit farbigen Nadeln die momentanen Brandherde eingezeichnet worden waren. Ryanti und eine einzige kleine Insel unweit des alagäsischen Festlandes, wo ein Mann sein Heim hatte, der momentan sein ganz persönlicher Feind geworden war und den er am Liebsten tot sehen würde. "Alagäsia ist noch immer nicht gefestigt, die Herrschaft nicht klar definiert und die Fürsten wenden sich an jeden anderen, nicht aber an den momentanen König, der hier war. Dieses Land ist keine direkte Bedrohung und unsere Spione dort melden davon, dass sich Alagäsia inzwischen an Valencia gewandt hat, um dort ein direktes Bündnis einzugehen, das ihnen einen längerfristigen Frieden garantiert. Einen Frieden, den sie dringend gebrauchen können - insbesondere während der Atempause, die Ryanti ihnen lässt", führte er fort und zog die Augenbrauen noch einmal zusammen während sein Blick über die große Karte wanderte, an Luminoth und Solandra hängen blieb ehe er sich hinauf zu Fyham wandte.
"Unsere Truppen machen in Fyham Fortschritte - es wird noch ein Jahr dauern bis das Land vollständig stabil ist. Surda ist es bereits und wir brauchen unsere militärische Stärke hier vor Ort, nicht an der Seite Ryantis in einem blutigen Kreuzzug gegen Alagäsia."
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Septim

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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 21, 2014 8:32 pm

"Die einzelnen Länder vertrauen einander nicht" meinte Septim leise, welcher die ganze Zeit über im Schatten gestanden und dabei zugehört hatte wie sich die beiden Freunde unterhielten. Er war nur ein Diener und es war nicht seine AUfgabe die hohen Herren in ihren Entscheidungen zu beeinflussen. Dennoch war er ein Quell an Informationen. Informationen, welche er zu teilen gedachte. Die letzten Woche waren tatsächlich ein wahres Stelldichein der einzelnen Länder und Herrscher geworden, dessen Spitze nicht Alagaésia-Aurea - deren Ankommen sie erwartet hatten - sondern Valencia gewesen war.
"Wenn es mir erlaubt ist offen zu sprechen Herr, so muss ich euch sagen, dass wir wohl gut daran täten diesen Zustand weitesgehend aufrecht zu erhalten. Wenn sie einander nicht vertrauen wendet sich jeder an uns - sollten sie jedoch glauben, dass wir eine große Gefahr darstellen. Selbst dieses großartige Reich kann sich nicht gegen viele Länder auf einmal verteidigen. Und dann wäre da noch Chamberlain - wie weit können wir ihm vertrauen? Wir haben Nachricht von ihm bekommen, dass er sich nach Velancia begibt und wir vorerst auf keine Informationen bezüglich Alagaésia hoffen dürfen, weil er besseres zu tun hätte - ich habe euch die Abschrift zukommen lassen""
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 21, 2014 8:39 pm

Für einen kurzen Moment lang verfinsterten sich Aurelius Züge ein weiteres Stück angesichts des Namens, welchen Septim soeben ausgesprochen hatte und die Schritte des einstigen Heerführers wurden energischer, welcher noch immer die große Karte umrundete und sich nicht sicher war, ob er es wirklich so beibehalten wollte oder nicht. Sie selbst waren für keines der Länder inzwischen zu einer Gefahr geworden und dennoch lauerten dort draußen für sie selbst jede Menge davon - eine in Form eines gewissen Elijah Chamberlain, der bislang nichts Besseres zu tun gehabt hatte, als seine Nase in Angelegenheiten zu stecken, die ihn nichts angingen und den er am Liebsten am Galgen baumeln sehen wollte. "Sie ist momentan in Valencia und hat uns Nachricht darüber gesandt. Was Chamberlain selbst anbelangt - ich vertraue ihm gar nicht, weder ihm, noch seinen Methoden oder Plänen, geschweige denn den Versprechungen uns Valencia gänzlich auszuliefern", lautete dann schließlich seine erste Antwort, die von einem knappen Kopfschütteln begleitet wurde, mit welchem er seinen Unmut Luft machen wollte, der in ihm aufgestiegen war. Chamberlain würde noch seine gerechte Strafe für all das erhalten, was er bislang verbrochen hatte - Absolution hin oder her, aber einstweilen ...
"Einstweilen brauchen wir ihn noch, so dreist er auch sein mag. Ist er in Valencia kümmert er sich erst um die Belange der Askari-Monarchie und wir haben dort momentan weit verlässlichere Quellen als ihn, allerdings ist er mir als Feind eines anderen Landes weit lieber als als Feind Fyonaras. Er mischt sich zuweilen bereits zu viel ein."
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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 21, 2014 8:47 pm

"Wenn du der Meinung bist das er sich zu viel einmischt Aurelius, so lass ihn verschwinden. Ich stimme dir zu, wir können uns seiner Loyalität nicht sicher sein, dies ist vielleicht unsere beste Chance, jetzt, das er sich so in Sicherheit wähnt. Aber letztlich ist und bleibt er ein in die Ecke getriebener Hund und diese haben die Angewohnheit, in ihrer Panik wild um sich zu beißen und somit ihre Herren zu verletzen." Marius war durchaus bewusst das vor allem die Spionage anderer Länder Fyonara zu dem Punkt gebracht hatte, an dem sie heute standen, doch deswegen so viel aufs Spiel zu setzen? Beide, sowohl Chamberlain wie auch seine Hure wussten viel zu viel über ihre Machenschaften, allein schon weil sie in einige davon involviert waren. "Würden sie die Dinge die wir ihnen auftragen an die Öffentlichkeit geben, wäre das ein Zündstoff für alle anderen Länder und ich bezweifle das einfache Bündnisse uns dann noch helfen. Früher oder später wird jedem dieser Narren klar werden das es zwei Möglichkeiten gibt, für oder gegen uns und nur die Wenigsten sind bereit ihr Knie zu beugen und dieses auch unten zu halten. Packt dieser verdammte Artista also aus, so haben wir in weniger als einem Jahr einen Angriff mehrer Völker zu befürchten. Und da wir noch immer Invasoren in Fyham sind und es noch Jahre dauern wird, bis wir sie kulturell sensibilisiert haben, wir es dort am verheerensten werden. Und wozu das alles? Informationen bekommen wir auch anders." Doch nach einem kurzen, kritischen Blick von Aurelius, ließ er ein kurzen Nicken folgen. "Den Tod Chamerlains und die Einkerkerung der entflohenen Magierin, ich halte dies für die beste Möglichkeit."
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 21, 2014 8:58 pm

Mit einem Klirren zerbarst der gläserne Weinkelch in tausende von kleinen glitzernden Glasscherben, in welchem zuvor Aurelius Wein gewesen war und den er mit einer einzigen Geste von dem Tisch gefegt hatte während seine Schritte ihn hinüber zu Marius lenkten. Seine Hände legten sich unsanft um den Kragen des Freundes, zogen ihn aus seinem Sitz hinauf, nur um ihn wenig später gegen eine der Wände zu stoßen, die das große Solar säumten. Erschöpfung und Übermüdung hatten Aurelius' Nerven dünner werden lassen, hatten seine Geduld erschöpft und ihn letztlich zu eben jener Handlung hinreißen lassen, von der er selbst sich sicher war, dass er sie am nächsten Tag wieder bereuen würde. Marius und er hatten sich oft geprügelt und oft gestritten - es würde ihrer beider Freundschaft keinerlei Abbruch tun, das wusste eine leise Stimme in seinem Inneren, welche er für diesen einen Augenblick jedoch sehr gut zu ignorieren wusste.
"Was willst du mir sagen, Marius? Dass ich Attentäter losschicke, die Chamberlain umbringen und sie zurück bringen?! Du weißt, was sie hier zu erwarten hat und es ist mir gleich, was du forderst - ich werde sie nicht erneut in den Turm sperren, noch zulassen, dass sie hier stirbt!", herrschte seine Stimme, dieses Mal lauter und wesentlich herrischer als sie es sonst war, wenn er mit dem alten Freund sprach und finster lagen seine dunklen Augen noch immer auf jenen des Freundes, den er noch immer am Kragen festhielt. "Du warst dabei. Du kennst meine Ansicht, Marius, und ich werde darüber nicht mit mir reden lassen. Selbst du wirst mich nicht davon überzeugen, meine Meinung zu ändern - sie bleibt in Sicherheit und solange Chamberlain ihr etwas bedeutet, wird auch er es."
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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 21, 2014 9:17 pm

Es war bei weitem nicht das erste Mal das Aurelius ihn derart packte, doch nichts desto trotz atmete Marius im ersten Moment erschreckt auf, allein schon durch den Urinstinkt, denn sein Kamerad war gut einen Kopf größer als er selbst und besaß, wie er wusste über eine körperliche Kraft, die man einem Politiker nicht wirklich zutrauen mochte. "Aurelius.." Versuchte er den anderen zu beruhigen und griff seinerseits mit beiden Hände an die des Freundes. "Wir können nicht unser, dein gesamtes Reich riskieren, nur damit sie das hat was sie liebt. Ich verstehe das du sie schützen willst und sie muss nicht im Turm bleiben, wenn Chamberlain verschwindet wird sie sicherlich zurück nach Alagäsia - Aurea kehren, ein Ort der für sie eine Heimat ist, in der sie anerkannt, ja sogar kulturell geschätzt wird. Aber du kannst nicht erwarten das wir einem Verbrecher und möglichen Schädling für unser Land nur Absolution gewähren, weil Sie Gefühle für ihn hegt. Aurelius ich bitte dich, überdenke das." er versuchte nicht ihn von sich zu stoßen, denn wenn er in Rage geriet und ihn schlagen wollte, dessen war er sich sicher, so würde er dies so oder so tun, egal ob sie nun ein paar Meter auseinander standen oder nicht.
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Septim

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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 21, 2014 9:26 pm

"Wenn man einen wilden Hund hat - wie domistiziert man ihn wieder?" fragte Septim, welcher sich nunmehr über die Karten gebeugt hatte und mit beiden Fäusten auf dem Tisch abstützte. "Man gibt ihm Fleisch - nährt ihn an und bringt ihm mithilfe einer Peitsche und Belohnungen bei wie er sich zu verhalten hat" erklärte der alte Auftragsmörder. "Adriana ist hier das Fleisch - der Grund wieso der Hund zutraulich wird und zu uns kommt. Chamberlain ist begabt - in der Kunst der Verkleidung und der Schaustellerei. Er hat einen wachen Geist und könnte uns nützlich sein - wenn er zu uns gehört. Lasst ihn in Valencia seinen Dienst vollstrecken. Wenn es ihm gelingt was er versprach, so lohnt es sich mehr in ihn zu investieren. Versagt er, kümmern sich die Valenci um seinen sterblichen Überreste" er seufzte. "Sollte er jedoch tatsächlich zurück kehren, beordert ihn hierher. Bringt ihm unsere Kultur näher und die positiven Aspekte. Valencia hat gekniet, Alagaésia-Aurea war sprachlos. Ein einfacher Mann wird ebenfalls erkennen mit was er sich hier einlässt. Zieht dem Hund eine Toga an, speist ihn und zeigt ihm die Gladiatorenkämpfe. Sollte er sich weiterhin weigern und uns Probleme bereiten, kann er den Kampf gegen den Löwen hautnah erleben"
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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 21, 2014 9:35 pm

"Und du glaubst er wird sich von uns einlullen lassen, sich von unserer Kultur berauschen lassen?" Glücklicherwiese hatte Aurelius inzwischen wieder von ihm abgelassen, sodass er sich frei bewegen und ein paar Schritte auf den hoch dekorierten Attentäter und Bekannten zumachen konnte. "Dir ist bewusst warum all diese Länder uns fürchten? Weil sie früher oder später nicht vor uns fliehen können Septim, weil sie wissen das sie ihre Entscheidung treffen müssen und jetzt, da wir noch nicht unsere volle Stärke erreicht haben, erhoffen sie sich einen guten Preis für ein Bündnis. Natürlich können sie uns vernichten wenn sie alle zusammenarbeiten, aber so viele unterschiedliche Kulturen, zusammen in einem Krieg? Selbst der jüngste Politiker wüsste, dass dies nicht mehr als eine Utopie ist, eher wird der Mensch das fliegen lernen als das so etwas eintritt. Ein Mann jedoch, ein einzelner Mann mit seiner Geliebten kann sich vor jeglicher Staatsgewalt verstecken, egal wie groß diese auch sein mag, schließlich kann mit nicht mit einer Armee gegen einen einzigen Mann zu Felde ziehen, das solltest du am besten wissen Septim. Und genau das ist der Grund warum er sich auf derartige Dinge nicht einlassen wird. Adriana ist in unserem Land zu viel schlechtes passiert, sodass sie, berechtigterweise, allein bei dem Name Fyonara erschaudert. Und du denkst wirklich das ihr Geliebter sich dann voll und ganz unserer Sache verschreiben wird?"
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Septim

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BeitragThema: Re: Solar   So Sep 21, 2014 9:47 pm

Lange sah Septim dem anderen in die Augen. Es war ein tiefer und ruhig, beinahe durchdringender Blick. Dann vollkommen ohne Vorwarnung schlug Septim ihm auf den Mund. Nicht mit der Faust wie man es bei einem Kampf getan hätte, sondern mit der flachen Hand wie eine Mutter einem Kind auf den Mund schlug. Es war eine einzige, fließende Bewegung gewesen - so beiläufig wie atmen.
"Du redest wie ein Hund bellt" sagte er dem anderen und schüttelte den Kopf. "Ohne Sinn und Verstand - du bellst einen Schatten an der Wand an, den du für ein Monster hälst und kannst dich nicht mehr einkriegen" seine Stimme war ruhig und gefasst während er langsam seine Kapuze zurück schlug. "Ich vertraue diesem Mann ebenso wenig wie ihr, aber einem fremden mit besonderen Fähigkeiten nur ob seiner Fremdartigkeit töten zu wollen. Dann könnt ihr auch mich ermorden lassen Marius. Jeder weiß von eurer Angst ob der ANdersartigkeit - sie wird euch mit der Angst vor der Magie in die Wiege gelegt. Aber wie ihr bereits sagtet - er ist nur ein Mann. Ein Mann kann diesem Reich nicht gefährlich werden. Und worauf werden die hohen Herren, die das knie beugten eher hören? Auf einen verrückten, wahnsinnigen Fremden? Oder auf Fyonara?" er schüttelte den Kopf. "Und außerdem - wenn ich unrecht behalte... man kann keine Armee gegen einen Mann schicken. Mich aber durchaus. Lasst ihn mein Problem werden!"
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