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 Salon

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Der Erzähler
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BeitragThema: Salon    Do Aug 07, 2014 11:27 pm

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BeitragThema: Re: Salon    So Aug 10, 2014 8:57 pm

"Vater?" fragte Tiberius während er zu der Mahlzeit lag und seine Hand über einigen Oliven in der Schwebe ließ, sich nicht recht entscheiden konnte was er denn nun essen wollte. "Ich weiß, dass du nun viel zu tun haben wirst. Es erwarten dich viele wichtige Aufgaben und so. Aber..." er nahm sich eine Olive, steckte sich diese in den Mund und kaute darauf herum, ehe er seinen Satz fortsetzte. "Aaaber... ich habe mir überlegt, jetzt wo ich ja auch Soldat bin und in die Kaserne gehe da könntest du ja heute Abend oder morgen früh mit mir üben. Ich meine, nur wenn dir Zeit dafür bleibt. Ich will dich nicht von irgendwas abhalten, aber ich fände das wirklich toll" er lächelte und steckte sich noch eine Traube in den Mund.
"Der Schinken ist vorzüglich Mutter. Ist das der, den ihr vor einigen Wochen auf dem Markt bestellt habt? Der aus dem alten Gebirge?"
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BeitragThema: Re: Salon    So Aug 10, 2014 9:10 pm

Viola hatte eine Hand auf Aurelius Bein und blickte ihn verliebt an. Sie hätte kein größeres Glück mit ihrem Mann haben können, das hatte sie schon immer gewusst, doch seit der Arena in der sich herauskristallisiert hatte, dass er Kaiser werden würde, war dieser Gedanke und die Liebe zu ihm irgendwie nocheinmal aufgefrischt worden. Er war ein Jahr weg gewesen und des Nachts holten sie die verlorene Zeit wieder nach, während sie sich am Tag liebenden und schmachtenden Blicken hingab, sich mit liebevollen Worten überschütteten, wann immer sie einander sahen. Sie wussten beide, dass ihre gemeinsame Zeit wieder ablaufen würde. Er würde Arbeit haben, hier und im Ausland und dann würde sie wieder viel allein sein. Doch bis dahin genoss sie seine Nähe.
Als die Worte ihres Sohnes an ihre Ohren drangen, zog sie die Hand zurück, als hätte sie etwas unschickliches getan und blickte Tiberius mit einem warmen Lächeln an. "Ähm... ja, ja der Schinken ist aus dem alten Gebirge.", erklärte Viola, die kurzzeitig noch in ihren eigenen Gedanken versunken gewesen war. "Er sollte auch besser vorzüglich schmecken, bei dem Preis den wir dafür bezahlt haben.", führte sie dann nur halb ernst fort. Tiberius wurde viel zu schnell groß, sie hatte das Gefühl er hätte erst gestern noch einfach in ihren Arm gepasst. Mit Castor war es das selbe und auch mit Lucia würde ihr das passieren, doch so war es nun einmal mit Kindern: Sie wurden einfach viel zu schnell groß. Dann sah sie wieder zu Aurelius. "Du findest doch sicher ein wenig Zeit um dein Schwert nochmal zu benutzen, nicht?", fragte Viola ihn mit einem koketten Lächeln und schob sich eine Traube in den Mund.
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Salon    So Aug 10, 2014 9:32 pm

Aurelius hatte Viola die Antwort auf die Frage ihrer beider jüngsten Sohn überlassen und bei der Reaktion seiner Frau, dem Erschrecken, das sie gezeigt hatte, lediglich leise zu lachen begonnen ehe er nach ihrer Hand gegriffen und sacht gedrückt hatte. Das einfache Gespräch, das leichte Essen, das sie hier gemeinsam hatten, war etwas so banales, das es für ihn bereits wieder etwas Besonderes hatte, das er sich einprägen wollte, in Anbetracht all der Dinge, die noch vor ihm lagen und von denen er befürchtete, dass sie ihn nur allzu oft von seiner Familie und dem Bett seiner Frau fernhalten würden. Die neue Position war noch immer etwas, das nicht greifbar für ihn war - etwas, vor dem er noch immer schauderte und wenngleich auch jeder andere ihm gut zusprach, sicher, dass er gut für dieses Land war, war er sich noch immer nicht. Auf die letzten Worte seiner Frau hin lächelte Aurelius lediglich, wandte sich dann aber wieder seinem jüngsten Sohn zu, der bislang nur wenig zu sich genommen hatte bis ihm letztlich die leisen Fragen heraus gerutscht waren, die ihm bereits seit einer Weile auf der Seele gebrannt haben mussten.
"Es gibt genügend Männer, die meine Aufgaben für eine Weile übernehmen können, damit ich mit dir üben kann. Du kannst mich gar nicht von etwas abhalten - es gibt nichts, das ich für wichtiger halte, als unsere Familie", antwortete er schließlich und streckte die freie Hand aus, um Tiberius sacht über das Haar zu streichen. "Schließlich willst du irgendwann ein großer Soldat werden und da kann dir ein wenig Übung gar nicht schaden. Mal sehen, wie gut du inzwischen geworden bist."
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Der Erzähler
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BeitragThema: Re: Salon    So Aug 10, 2014 9:39 pm

"Castor trainier schon garnicht mehr mit mir, wenn andere Anwesend sind" erklärte Tiberius strahlend. "Es wäre eine viel zu große Schande für ihn vor allen anderen von seinem Jüngeren Bruder fertig gemacht zu werden!" erklärte er und sein Lächeln wurde breiter, ehe es seine obere von der unteren Kopfhälfte zu trennen drohte. "Aber danke Vater, du glaubst garnicht wie viel mir das bedeutet. Wenn wir gegessen haben muss ich allerdings noch meine Schulaufgaben fertig machen... ich war zu... beschäftigt... ehe wir in die Arena gegangen sind" erklärte er und wich dem Blick seines Vaters aus. Am liebsten hätte er die dummen Schulaufgaben garnicht gemacht, doch da sein Vater und auch Septim niemals müde geworden waren ihm zu sagen, wie wichtig Bildung war - und er wusste, dass sein Vater nicht mit ihm üben würde, sollten nicht alle seine Pflichten erledigt sein - tat er wie ihm geheißen wurde und würde die furchtbaren Matheaufgaben lösen. Wenngleich er sich auch nicht vorstellen konnte, was diese ihm in seinem weiteren Leben bringen sollten wenn er nicht gerade Händler oder Baumeister werden wollte. "Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." hatte einmal ein Lehrer geklagt, wenngleich auch Tiberius glaubte, dass dies schon immer so gewesen war.
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Salon    So Aug 10, 2014 9:50 pm

"So? Castor traut sich schon nicht mehr mit dir zu üben? Dann muss ich mir ja Sorgen machen, dass du mich auch bald besiegen wirst, wenn ich nicht aufpasse", scherzte Aurelius leise lachend über die ersten Worte seines Sohnes während sich allmählich das Gefühl des Heimgekehrt-Seins in ihm ausbreitete und ihn selbst entspannen ließ nach all den langen Monaten auf den Schlachtfeldern Fyhams, die ihn kaum hatten zur Ruhe kommen lassen, doch hier und jetzt nun das liebevolle Lächeln seiner Frau und das breite Strahlen seines Sohnes zu sehen, vertrieb die grauenvollen Schrecken jenes fremden Landes, in dem sie siegreich gewesen waren. Die Militärausbildung seiner Söhne sah er noch immer Zwiespalten, denn war er auf der eine Seite selbst ein alt gedienter Soldat und in zahlreichen Schlachten gewesen und stolz darüber, dass seine Söhne ihm nun nacheiferten, machte sich der Vater in ihm doch noch immer Sorgen darum, dass ihnen eines Tages etwas zustoßen könnte. Er hatte so viele Söhne sterben sehen, hatte so vielen Müttern selbst von deren Tod berichten müssen, dass er inzwischen wusste, er würde den Tod seiner Kinder nicht verkraften, doch all diese düsteren Gedanken hatten in diesem Augenblick keinen Platz in seinem Leben und so schob er sie grob bei Seite, um sich wieder Tiberius zuzuwenden, dessen Strahlen noch immer den Raum erhellte.
"Was hältst du davon, wenn wir essen und ich dir danach bei deinen Schulaufgaben helfe, damit wir schneller üben können?", fragte er dann schließlich, um seinem Sohn einen angemessenen Kompromiss dafür anzubieten, dass er selbst so pflichtbewusst war und die Schule über das Militär stellte, so sehr er die Hausaufgaben auch verwünschte.
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BeitragThema: Re: Salon    So Aug 10, 2014 9:58 pm

"Au ja!" rief er und nun schien es als wäre sein Kopf tatsächlich bedroht in zwei Hälften auseinander zu fallen, während sich sein Grinsen von einem Ohr zum anderen zog.
"Es ist eigentlich auch garnicht so schwer. Wir werden bestimmt bald fertig sein. Ein wenig habe ich schon gestern machen können während wir auf die neue Kleidung gewartet haben, die Mutter uns bestellt hatte. Eigentlich geht es nur um einfache Rechenaufgaben basierend auf Schlachttaktiken. Ich weiß zwar nicht wie genau die Feldherren ausrechnen konnten, dass ein Gladius in etwa 75 hundertstel mehr Schaden machen als ein einfacher Speer, jedoch haben wir damit historische Schlacht... nachgerechnet und das Ergebnis kam nahe an die Tatsächliche Ausgangslage ran. Natürlich spielt Glück und so auch noch mit. Aber wir können sogar die Verlustrat bei verschiedener Taktiken berechnen. Der Lehrer sagt, dies sei nützlich um sich einen groben Überblick über das Schlachtfeld zu verschaffen. Denn ein geordneter Rückzug bringt keine Schande, wenn ein Sieg unmöglich und die Verluste zu hoch wären"
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BeitragThema: Re: Salon    So Aug 10, 2014 10:14 pm

Viola blickte ihren Sohn stolz an, wie er von seinen Schulaufgaben sprach und Feuer und Flamme für das Handwerk des Krieges war. Er war noch so jung, doch wie sein Bruder, eiferte er seinem Vater nach, wollte in den Krieg und Schlachten schlagen. Aurelius hatte ihre mehr als einmal davon erzählt, wie er einer Mutter oder einer Gemahlin davon berichten mussten wie ihre Lieben im Kampf gefallen waren. Sie musste daran denken, was für Ängste sie um ihn auszustehen hatte, wenn er in den Krieg zog, wie sehr sie um sein Leben gefürchtet hatte, als er in Fyham gewesen war. Er war ein großer Krieger und seine Söhne würden es ihm mit Sicherheit gleich tun, doch es passierten immer Unglücke, man konnte immer etwas falsch machen. Was wenn ein Pfeil sie traf, wenn sie ausrutschten, oder ein Attentäter hinter ihnen her sein würde, wie hinter ihrem Vater.
Viola versuchte krampfhaft das Beben ihrer Lippen zu unterdrücken, bis sie es kaum noch aushielt. Sie griff nach ihrem Kelch, erhob sich und sagte: "Ich werde mal nach Castor sehen.". Mit schnellen Schritten bewegte sie sich Richtung Tür, öffnete sie, trat hinaus und lehnte sich gegen die Wand. Sofort beganen Tränen über ihre Wangen zu rollen und unterdrückte Schluchtzer kämpften sich in ihrem Hals hoch. Sie könnte es nicht aushalten, wenn einer ihrer Söhne starb, wenn ihr Mann sterben würde. Was sollte sie tun wenn einer ihrer Lieben tot war? Das könnte sie nicht aushalten, das könnte sie nicht überleben. Sie nahm einen kräftigen Schluck aus ihrem Weinkelch und schluchtzte nocheinmal, ehe sie die Tränen mit ihrem Handrücken fort wischte. Bisher war nichts passiert und es würde sicher nie soweit kommen. Sie musste jetzt stark sein und durfte ihrer Familie keine Schwäche zeigen.

tbc: Innenhof
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Antonius Callis

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BeitragThema: Re: Salon    Fr Feb 06, 2015 1:02 am

Weder die kleinen Statuen am Eingang, noch die fein bestickten Wandteppiche zeugten davon, dass hier wirklich Gaius lebte. Denn eben dieser hatte seit jeher einen recht spartanischen Lebensstil vorgezogen, schon damals, als sie zusammen noch die alten Schriften längst vergangener Heerführer studiert hatten. Inzwischen wirkte all dies für Antonius so alt wie die Taten, die auf ein paar der Böden dargestellt war und in deren feiner Mosaikanordnung Blut eines der vorrangigen Elemente war. Doch nicht nur das war zu sehen, auch die Vereinigung ihres Landes, den Aufstieg und letztlich sogar, und an eben dieser Stelle glitt das alte ins neue über, den Sieg über Fyham und den damit aufkommenden Wohlstand. Er war bei diesem, wie auch in jedem anderen Krieg seiner Zeit dabei gewesen, hatte selbst erlebt wie sie ihre ehemaligen Peiniger getötet und besiegt hatten. Wie das Land in einen Rausch versunken war, aus dem es seither nicht mehr erwacht war. Doch eine Frage beschäftigte ihn seit jener Erkenntnis. Was würde passieren, wenn dieser Rausch anklingen würde? Wie würde die allgemeine Stimmung des Volkes sein, wenn die kühle Resignation der Welt wieder einsetzen würde?
Er hatte gesehen wie Aurelius, gefolgt von einigen Leibwächtern die Straße entlang gelaufen war. Und allein aus diesem Grund hatte er sich dazu entschlossen selbst nachzufragen, warum das geplante Essen denn scheinbar derart schnell beendet worden war. Denn als er den Kaiser ehrenvoll gegrüßt hatte, war es erst früher Abend gewesen. „Gaius?“ Rief er, nachdem ihn der erste Sklave an der Tür mit einem knappen Lächeln passieren ließ.
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Salon    Fr Feb 06, 2015 1:07 am

"Ja?" hallte Gaius Antwort aus dem Inneren des Salons, während er dem Freund entgegen trat. Noch immer wusste er nicht, was er von der allgemeinen Situation halten sollte. Er hatte vorgehabt einen netten Abend zu verbringen, dann hatte AUrelius ihm geradezu ins Gesicht geklatscht, dass er Kaiser werden würde, sollte Aurelius irgendwann einmal sterben. Daraufhin hatte Gaius - noch immer gänzlich verwirrt um Erlaubnis gebeten Gracia heriaten zu dürfen - was ihm verwehrt geblieben war, ehe Aurelius zugestimmt hatte und fort gerauscht war ohne auch nur einen bissen zu Essen.
Gaius hatte zwar noch immer das Gefühl, das etwas nicht stimmte, konnte sich aber bei bestem Willen nicht vorstellen was es war.
"Komm rein Antonius, bedien dich wir haben noch... reichlich zu essen. Alles würde ich sagen und mir ist jedweder Appetit vergangen"
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Antonius Callis

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BeitragThema: Re: Salon    Fr Feb 06, 2015 1:19 am

„Was auch immer mit dir passiert ist mein Freund, es muss schrecklich gewesen sein. Deine Laune ähnelt den Abend, an dem du eine Solandri ausprobieren wolltest. Naja, man muss dir zu Gute halten dass du bereits einiges getrunken hattest.“ Einer der Diener bot ihm eine Schüssel an, in welcher er sich vor dem Essen die Hände waschen konnte und dankbar nahm Antonius diese schlichte Geste an, ehe er sich, im Hintergrund noch immer von Musikanten begleitet, auf den freien Stuhl setzte. „Es scheint nicht sonderlich gut gelaufen zu sein was? Ich meine das Essen sollte doch eigentlich den ganzen Abend über verlaufen, es gab ja einiges zu bereden wenn ich mich recht erinnere. Und das Essen … es sieht nicht einmal aus als hättet ihr es angefasst.“ Mit einer raschen Bewegung griff er nach einer kleinen Weintraubenrebe, sowie frisch gebackenem Brot, in das man zartes Fleisch eingebacken hatte. Dazu noch einen Krug eines guten Weines aus der Region, der zweifelsohne bereits einige Zeit zum reifen hatte. Den Abschluss bildete eine kleine Süßspeise, die in einer Tonschüssel stand. Und als Antonius als diese Dinge vor sich aufgehäuft hatte, sah er seinen Freund erneut an.
„Verdammt … ich will gar nicht wissen was alles passiert ist, was? Ach verdammt, du tust mir Leid, egal ob es nun deine Schuld war oder ob es einfach nur schlecht gelaufen ist, dass im Voraus. Komm, erzähl was passiert ist. Wir haben es im Reich der drei Sonnen geschafft, wir finden jetzt auch eine Lösung für … naja, was auch immer hier passiert ist.“
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Salon    Fr Feb 06, 2015 1:25 am

"Ich werde Kaiser" antwortete Gaius leise und ein bitteres Lächeln zierte seine Lippen. "Und ich weiß nicht ob dies die größte Ehre oder der größte Fluch ist, der mir je auf die Schultern gelegt wurde. Bevor... bevor wir irgendetwas anderes besprechen konnten, bestand Aurelius darauf mir etwas mitzuteilen. Und nun, scheinbar hat er bereit verfügt, dass nach seinem Tod der Titel an mich weitergeht" er sah Antonius Gesicht, das entgleiste und dem Unglauben platz machte, welcher das Gesicht des Freundes gänzlich einnahm.
"Dazu kommt, dass ich ihn - nachdem ich diese Nachricht verdaut hatte, um Erlaubnis bat Adriana heiraten zu dürfen. Zuerst lehnte er ab, meinte ich hätte keine Ahnung von der Liebe, würde sie nicht lang genug kennen. Ich erwiderte, dass er seine eigene Gattin nicht viel länger gekannt hatte. Das ich sie liebe und dank ihr mehr von Liebe versteh als jemals zuvor und dann. Nun, dann sagte er... wie war das noch gleich? >>Wie mir scheint, habe ich keine Wahl als dem zuzustimmen. Du hättest dies hier nicht veranstalten müssen, wenn du bereits ohnehin deine Entscheidung getroffen hast und meiner Zustimmung in dieser Hinsicht nicht bedarfst<<"
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Antonius Callis

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BeitragThema: Re: Salon    Fr Feb 06, 2015 1:35 am

Ein tiefes Schnaufen, gepaart mit dem Reiben der Augen folgte. Und während seine Ellenbogen gegen die Tischkante gestützt waren, schüttelte er den Kopf, unwissend was er darauf erwidern sollte. Was er indes davon halte sollte, wusste er jedoch. „Du verdammter Trottel.“ Murmelte er nach einer ganzen Weile, woraufhin er sich ein Stück des Brotes nahm, in welchem Fleisch eingebacken war. „Wir … ja, wir sprachen darüber das du ihm einen Antrag machen solltest. Und … und mit der Aussage seinerseits, dass du Kaiser werden solltest … Jetzt schau mich nicht so fragend an, verstehst du denn nicht? Himmel manchmal frage ich warum man dich befördert hat nicht mich. Nein, nein Aurelius vertraut dir. Mehr als jedem anderen, verstehst du das Gaius? Du hattest du Grundlage für all dessen schon, als unser Kaiser durch deine Türschwelle gekommen ist. Nicht umsonst will er dich zum nächsten Kaiser machen. Und denkst du jemandem den er sein Land anvertraut, würde er nicht auch seine Schwester anvertrauen, dass …“ Er breitete die Hände aus, sodass das weiß an den Knöcheln zu sehen war. Zudem gestikulierte er wild, doch alles half nichts, sodass er schließlich beide Hände wieder ruhig auf den Tisch legte.
„Das er nicht erbost oder ähnliches war, war ein verdammter Fortschritt. Er zweifelt nur daran, ob du diesen Wunsch auch dauerhaft hegst. Und ich bin seit langen dein Bekannter und Kamerad, diesen Zweifel kann ich durchaus verstehen. Und du, wenn du ehrlich bist auch. Doch zu sagen das sie dir alles von der Liebe zeigte … das du eine Analogie zu seiner Frau ziehst …“ Er rieb sich erneut die Augen, schnaufte. „Denk doch bitte einmal darüber nach Gaius, du klingt wie ein Liebeskranker Narr der nur zwei Schritte davon entfernt ist, schlechte Lyrik vorzutragen. Hättest du das Ganze auf sich beruhen lassen, ihm gesagt das die Zeit dir recht geben würde … denkst du wirklich das er dann, zu einem späteren Zeitpunkt wenn sich deine Aussage als wahr heraus gestellt hat, nein gesagt hätte?“
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Salon    Fr Feb 06, 2015 10:21 pm

"Verdammich" fluchte Gaius und biss sich auf die Lippen. Daran hatte er in keinster Weise gedacht. Er hatte Aurelius auftritt für höchst seltsam befunden, hatte sich unsicher und entgleist gefühlt, nachdme dieser ihm die Sache mit dem Kaiser vor die Füße geworfen hatte. Gaius hatte versucht die Kontrolle zurück zu gewinnen, er hatte sich gut gefühlt - beflügelt.
Hättest du das Ganze auf sich beruhen lassen, ihm gesagt das die Zeit dir recht geben würde...
Er schüttelte den Kopf, presse die Hände gegen die Schläfen.
"Verdammter..." er knirschte mit den Zähnen. "Ich habe ihm gesagt, dass seine eigene Ehe nur eine Pflichtheirat war. Gott, was habe ich mir dabei gedacht? Er ist unser Kaiser - der mächtigste Mann der Welt und seine Schwester dürfte wohl eine der mächtigsten Frauen der Welt sein auch ohne sein zutun. Und da komme ich Hornochse und..." er sah Antonius an.
"Alter Freund, du musst mir helfen, sonst" er hörte wie die großen Türen seines Hauses aufgingen. "Verdammt.... das ist bestimmt Septim!"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Salon    Fr Feb 06, 2015 11:12 pm

"Für gewöhnlich nimmt Septim nicht die Tür. Vermutlich hätte er dich auch bereits um die Ecke gebracht, wenn er mitbekommen hätte, was du angerichtet hast und mit welcher Laune mein Bruder wieder zurück nach Hause gekommen ist", erklang dann jedoch statt Septims Stimme eine weit hellere Stimme, in welcher eine Spur von Belustigung sich zu einem leisen Vorwurf paarte und mit langsamen Schritten trat Adriana ein Stück näher in den großen Salon, in dem die beiden Soldaten sich noch immer miteinander unterhielten. Sie ließ ihren Blick über die Mengen an Essen wandern, die hier aufgebahrt worden waren und schüttelte im Stillen darüber den Kopf - sie hatte geahnt, dass dieses Gespräch zu keinem großen Erfolgserlebnis führen würde und jetzt, wo sie hier mitten in dem warmen Raum voller Prunk und Protz stand, war diese Ahnung noch einmal bestätigt worden - nicht zuletzt aufgrund des bedrückten Blickes, den Gaius vor zeigte und der Resignation in Antonius' Gesicht, die sie darin erkennen konnte. Seufzend schüttelte sie erneut den Kopf und ließ sich schließlich auf eine der Liegen sinken, einen der Weinbecher von einem der Tische nehmend und den Becher zu den vollen Lippen führend, um wenig später einen Schluck daraus zu trinken.
"Du hast dieses Gespräch vollkommen versaut, Gaius ... und wenn du mich fragst, hast du aus allem, was für dich ein Plus gewesen wäre eindeutig mehr als nur ein einziges Minus gemacht hast", schickte sie noch hinzu und die Belustigung schwand aus ihrer Stimme, ließ nichts mehr zurück als jenen nur allzu deutlichen Vorwurf, der auch in ihrem Blick widerspiegelte, welchen sie inzwischen wieder auf Gaius' Gesicht gerichtet hatte.
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Salon    Fr Feb 06, 2015 11:22 pm

Das Septim für gewöhnlich nicht die Tür nahm und statt eines Auftragmörders seine große Liebe nun vor ihm stand hätte ihn mehr beruhigen sollen, als es tatsächlich tat. Während er in den letzten zwei Stundne sich noch halb auf der Seite des Gewinners gewähnt hatte, schien ihm nun jeder genau aufzählen zu können, was er eigentlich versaut hatte. Das Schlimmste an dieser ganzen Situation war jedoch, dass er es nicht widerlegen - ja, ihnen sogar recht geben musste. Er hasste es zwar, doch schienen ihre Worte nicht nur einen wahren Kern zu enthalten, sondern regelrecht von einer Erkentnis zu strotzen, die ihm - wieso auch immer - verwehrt geblieben war.
"Ich weiß" antwortete er daher mit wenig Enthusiasmus, kratzte sich am Arm, als ob dies irgendetwas helfen würde. "Darin scheine ich gut zu sein. Doch darüber jetzt zu lamentieren hilft mir nicht weiter. Ich brauche eine Lösung. Der Ansatz: Eine Entschuldigung. Nur die Ausführung bereitet mir Kopfzerbrechen" antwortete er wie der Soldat, die er war. Einfach und auf Problemlösung bedacht.
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Antonius Callis

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BeitragThema: Re: Salon    Fr Feb 06, 2015 11:43 pm

Antonius seinerseits hatte sich im Schweigen geübt, hatte Adriana seinerseits gegrüßt, in dem er aufgestanden und den Kopf einen Moment lang gesenkt hatte, ehe er sich wieder seinem Platz zugewandt und dem Essen gewidmet hatte. „Zumindest die Einsicht einer Entschuldigung hast du schon, damit hast du uns bereits einen Schritt abgenommen.“ Meinte er zwischen zwei Bissen, ließ dann jedoch schließlich von dem Teller ab und wandte sich voll und ganz den Beiden zu.
„Nur um die gleich den Boden für Ideen zu nehmen Gaius, jetzt unseren Kaiser weiter zu behelligen oder das worüber ihr gesprochen habt, einfache stupide, ja fast schon aus Trotz zum Ende zu führen, wäre keineswegs zielführend. Der einzige Faktor der dir jetzt noch helfen wird ist die Zeit, denn wenn du bewiesen hast das du fähig bist dich der Monogamie hinzugeben, wird er seine Entscheidung, oder besser gesagt sein Urteil noch einmal überdenken.“ Doch als er bereits im Begriff war nach dem Teller zu greifen, hielt er schließlich kurz inne, sah zuerst Gaius, dann Adriana an.
„Nun.“ Antonius neigte erneut den Kopf, diesmal aber in Richtung seines Freundes. „Ich denke du solltest … auch Adriana einweihen. Es ist sicherlich besser wenn sie es von dir erfährt, als wenn sie es bei einer Schimpftirade von ihrem Bruder erfährt.“
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Salon    Fr Feb 06, 2015 11:48 pm

"Ich soll?" fragte Gaius gequält und sein Gesicht verzog sich. "Gott, das habe ich mir wirklich. Es ist wirklich nicht der rechte Zeitpunkt um zu.... und außerdem.. aber.... nun. Ja." er biss sich auf die Lippe, kaute ein wenig darauf herum, ehe er seufzte und zu Adriana trat. "Antonius hat wie sooft recht meine Liebe. Und, wenngleich ich auch nicht weiß wie ich all dies erklären soll, ohne das es... du solltest es wirklich, wirklich anders erfahren. Glaub mir" er schluckte seinen Kloß im Hals herunter.
"Nun Gracia, der Grund weshalb ich deinen Bruder zu mir bat war einfach. Ich wollte ihn um die Erlaubnis bitten um deine Hand anhalten zu dürfen. Nicht genug, dass er mich zum Kaiser machen wollte. Ich bat ihn um seine eigene Schwester, um deine Hand. Bat darum mich dir für immer und im Schwur der Ehe hingeben zu dürfen. Dies war wohl einer der Gründe wieso er... derart ungehalten zu dir zurück kehrte"
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Adriana Fiorenza
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BeitragThema: Re: Salon    Sa Feb 07, 2015 12:29 am

Konsterniert starrte sie Gaius im ersten Moment einfach nur an und wusste nicht, was sie dazu sagen sollte. Sie hatte sich einen Antrag anders vorgestellt - in Zweisamkeit, romantisch und nicht inmitten von fettigem Essen, viel Wein und einem schmatzenden Soldaten während die Musiker allmählich abzogen und so taten, als haben sie nicht ein einziges Wort von alledem gehört, was gerade gefallen war. Sie hatte sich genau das vorgestellt, was sich jede Frau wünschte - viel Zeit zu zweit und den richtigen Moment für eine solche Frage, ein wenig mehr Zeit für eine solche Entscheidung statt jetzt alles so rasch abzubrechen. Statt dem Umstand, dass ihr Herz schneller schlug, fühlte sie sich im Augenblick einfach nur überfahren und sie verwünschte es gerade, dass Gaius ebenso wenig Gespür dafür zu haben schien, was sie sich gewünscht hatte - dass er hier einfach vor ihr stand und sie darum bat, seine Frau zu werden. Sie war wütend darüber, dass er mit ihrem Bruder darüber hatte sprechen wollen, als wäre sie nichts weiter als einfaches Pferd, das verkauft werden sollte und um das Gaius feilschen wollte. Als wäre sie etwas, das er für Geld kaufen konnte und einmal mehr war sie dankbar dafür, dass ihr Bruder sich gar nicht erst auf diese Art der Diskussion eingelassen hatte.
"Ist das dein Ernst?", fragte sie lediglich und erhob sich von ihrem Platz, Gaius noch einmal anblickend ehe sie den Kopf schüttelte, ausholte und ihm mit aller Kraft, die sie aufzubringen wusste, eine Ohrfeige verpasste. "Du hast meinen Bruder hierher gebeten, damit du um mich feilschen kannst? Um ihn um mich zu bitten?", fragte sie, das Gesicht verziehend und ein paar Schritte zurück machend, weil sie sich nicht wieder von ihm einlullen lassen wollte. "Er hatte Unrecht mit seiner Meinung. Er hat dir vertraut, in dich alle Hoffnungen gesetzt - ich wusste, was er vor hatte, als er dich mitgebracht hatte - ich habe seiner Meinung geglaubt. Ich hab geglaubt, du würdest das alles können - du wärst der Richtige für dieses Reich, anders als alle anderen. Ich weiß nicht, was ich jetzt noch glauben soll."
Und mit eben jenen Worten wandte sie sich um und verließ das Anwesen wieder, die Tränen in ihren eigenen Augen fortblinzelnd, die es ihr schwer machten, noch die dunklen Straßen zu erkennen.
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