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 Senatsgebäude

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Der Erzähler
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BeitragThema: Senatsgebäude    Do Aug 07, 2014 11:08 pm

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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Senatsgebäude    Do Aug 07, 2014 11:12 pm

Im Gegensatz zu der Euphorie seiner Männer war Aurelius Miene vergleichsweise neutral und sein Herz schlug ruhig und gleichmäßig in seiner breiten Brust während er sein Pferd Schritt um Schritt weiter nach vorn trieb. Hinter ihm stolperte der Attentäter, welchen der Senat ausgesandt hatte, um ihn zu ermorden hinter seinem Pferd her und wurde immer wieder von den Legaten angetrieben, die mit ihren Männern hinter ihm ritten und Aurelius hatte ihm seit ihrer Rückkehr aus Fyham nicht einem einzigen weiteren Blick gewürdigt - die Wunde auf seinem Rücken schmerzte noch immer, dort, wo der Dolch getroffen und beinahe sein Leben beendet hätte, doch der Heerführer war zu stolz in jenem Moment des Triumphes über Fyham, den einstigen Besetzer, diese Schwäche offen zur Schau zu stellen. Die Rufe des Volkes waren über den Soldatenzug hinweg immer lauter geworden, die Blumen zahlreicher, je näher sie dem hohen Senatsgebäude kamen, vor dessen Toren er die weiß gekleideten Männer entdecken konnte, die ihm lächelnd entgegen blickten. Sie wussten es, als sie den Gefangenen sahen - wussten, dass sie nun handeln mussten, aber ebenso würde nun auch Aurelius selbst handeln als er seinen schwarzen Friesen ein Stück weiter nach vorn trieb und dann schließlich die Hand hob, um seinen Männern den Befehl zum Stillstand zu geben.
Das Tier tänzelte ein paar Schritte ehe es sich gehorsam wenden ließ als Aurelius sich zu der Menge der Menschen umwandte, die hier versammelt waren und die inzwischen einen Kreis um die Soldaten gebildet hatten, die auf dem großen Platz stehen geblieben waren und in den goldenen, polierten Rüstungen ein beeindruckendes Bild abgeben mochten. "Bürger Fyonaras!", hallte schließlich seine Stimme laut und kräftig durch die Menge und wenngleich es auch brauchte bis die lauten Rufe abgeebbt waren, so huschte ein knappes Lächeln über das Gesicht des Heerführers. "Der Sieg, den wir in Fyham errungen haben, gebührt allen! Den tapferen Männern, die gemeinsam, Seite an Seite gestanden haben und ihr Blut für dieses Land und für unseren gemeinsamen Traum vergossen haben! Jedem einzelnen Mann und Frau dieser Stadt, ohne die diese Republik niemals Bestand haben könnte und die die Stärke unseres Armes und der unerschütterliche Wille jedes einzelnen Soldaten sind! Einst waren wir Sklaven, aber diese Ketten sind nun endgültig gesprengt! Wir haben bewiesen, wie stark das Volk Fyonaras wirklich ist! Dass wir frei sind! An keinen Herren mehr gebunden!", führte seine Stimme fort und für einen kurzen Moment verharrte er, um die eigenen Gedanken noch einmal zu ordnen und weiter zu sprechen.
"Wenngleich dieser Traum auch beinahe von korrupten Männern zerstört worden wäre. Dieser Mann hier - ein bezahlter Mörder - kehrte in unser Lager ein, um Zwietracht und Zerstörung zu säen. Er wurde bezahlt, um zu töten!", fuhr er fort und zerrte den Attentäter nach vorn, während in seinen dunklen Augen die Wut über den Zwischenfall zu erkennen war. "Sprich! Erzähle ihnen, wer dich gesandt hat!"
"... der ... Senat ... sie wollten die .. die Macht behalten ... haben viel dafür bezahlt ..."

"Jeder einzelne Soldat der Legionen ist mein Zeuge - sie alle hörten seine Worte als er aufgegriffen wurde. Jeder Einzelne der tapferen Männer, die ihr Blut vergossen haben, um in Freiheit leben zu können und aus eben diesem Grund lege ich hier - vor jedem von euch als meinem Zeugen das Amt des Protectors nieder. Der Krieg ist vorüber und Fyonara ist wieder die Republik, durch den Willen des Volkes geleitet!"
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BeitragThema: Re: Senatsgebäude    Do Aug 07, 2014 11:26 pm


Einige der Senatsmitglieder warfen sich einige misstrauische Blicke zu, tuschelten kurz miteinander und schienen zu versuchen die ganze Geschichte noch zu ihren Gunsten zu wenden. Schließlich trat einer von ihnen vor. "Oh großer Aurelius" fing er an und spürte auf einmal hinter sich wie sich der Senat spaltete und sich Marius durch die Reihen der Senatoren schob. Zuerst hatte er vorgehabt es zu leugnen, hatte vorgehabt Beweise zu fordern die über das Geständnis eines Mörders hinaus gingen. Doch er ahnte bereits, das dies den Zorn des Volkes nicht mindern würde. "Er war es!" rief er schließlich und deutete auf Marius, der in diesem Moment ob seiner Hektik tatsächlich so wirkte als würde er versuchen sich aus dem Staub zu machen. "Oh verzeiht unsere Torheit oh großer Aurelius, aber dieser Mann - Marius aus dem Hause der Tiberia - er hat uns Gift in die Ohren geflößt, er behauptete ihr würdet unser Reich stürzen wollen. Er war der Federführer. Eifersucht war sein Antrieb sowar mir die Götter helfen!"
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BeitragThema: Re: Senatsgebäude    Do Aug 07, 2014 11:42 pm

Marius, der bereits auf halber Länge zu Aurelius gelaufen war um den alten Freund endlich begrüßen zu können, ihn in die Arme nehmen und für seine Taten beglückwünschen zu können, hatte sich irritiert und erstaunt gleichermaßen umgedreht und den Senator mit einem scharfen Blick bedacht. Er hatte all diese Schlangen jeden Tag ein Stück mehr gehasst, den hinter vorgehaltener Hand hatten sie ein Komplott nach dem anderen geschmiedet und nicht wenige hatte er erst in letzter Minute vereiteln können, doch trotz des stets wachsamen Blickes hatte er Dinge wie den Attentäter nicht verhindern können. Eben diesen jetzt jedoch seinem Befehl zuzuteilen war die Krönung des gesamten letzten Jahres und der, anfangs noch unentschlossene Pöbel wandte sich langsam mit wütenden Beschimpfungen gegen ihn. „Ruhe!“ Befahl er mit gewohnt strengen Ton, den er während des letzten Jahres als er zusammen mit all diesen Schlangen hatte arbeiten müssen, noch optimiert hatte. „Wie könnt ihr glauben dass ich, Marius Tiberus meinen langjährigen Freund Aurelius de Gaweia hintergehen würde? Ist euch diese, allzu einfache Intrige dieser Männer nicht bewusst? Wie dieser Mann bereits sagte, der Senat bangt um seine Stellung, ist mein Freund doch ein Mann den ihr alle liebt und folgt. Doch ich bin weder Teil des Senats, noch strebe ich an ein Teil davon zu werden. Meine Treue gebührt einzig und allein meinem Bruder im Geiste. Das schwöre ich vor allen mir bekannten Göttern.“
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BeitragThema: Re: Senatsgebäude    Do Aug 07, 2014 11:51 pm

"Eure Treue gebührt allein euch selbst, giert ihr doch nach seinem Rang und seinem Ruf" antwortete der Senator, welcher sich ebenfalls über die Stimmen des Volkes erhob. "War nicht er es, der die Pflichten und Rechte seines sogenannten "Freundes" übernahm, während sich dieser in Fyham aufhielt?" er grinste breit und Fischartig. "So hat er doch auch gefallen an diesem Posten gefunden und befürchtete, wenn Aurelius nun zurück kehrte würde er all seine Stellungen wieder verlieren. Seine Worte sind nur Tarnung! Ja, ja ich muss zu der Schande dieses Senats gestehen, dass einige von uns in diese Angelegenheit verwickelt ist. Doch er hat das Dokument mit welchem dieser Mann angeheuert wurde mit seinem eigenen Siegel gezeichnet!" das war wahr. Nachdem marius immer wieder gegen den Senat intrigiert hatte, war es ihnen gelungen durch einen bestochenen Diener an ein Duplikat von Marius Siegelring gekommen und hatten eben jenes Schreiben mit Marius Siegel verschlossen.
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Senatsgebäude    Fr Aug 08, 2014 12:06 am

Schweigend hatte Aurelius sich die Anschuldigungen, die von dem Senat gegenüber Marius ausgesprochen wurde und was auch immer der Senat in jenem Moment vorbrachte, es fand keinerlei Gehör in den Ohren des Heerführers. Er kannte Marius seit er denken konnte, sein ganzes Leben hatte er gemeinsam mit ihm verbracht - sie hatten Seite an Seite in Schlachten gestanden, waren gemeinsam heim gekehrt und es gab kaum eine Erinnerung, die nicht von Marius begleitet wurde - er war sein Bruder im Geiste und einer der wenigen Männer, an denen er niemals auch nur einen einzigen Zweifel gehegt hatte. Nun zu hören, wie der Senat auf den Freund losging, war etwas, das erneut den Zorn in ihm aufflammen ließ und Aurelius' Kiefer mahlten als er seinen Blick über die Senatsmitglieder wandern ließ, die noch immer auf den Treppen des Gebäudes standen und deren Blick siegessicher war. "Schluss damit!", donnerte die befehlsgewohnte Stimme des Heerführers schließlich über den Platz und sorgte abermals für die entsprechende Ruhe, die es ihm ermöglichte, weiter zu sprechen.
"Sind wir nun bereits so tief gefallen, dass wir einander gegenseitig beschuldigen müssen? Muss unsere Republik nun bereits den Zerfall von innen heraus mitansehen, weil die Stimme des Volkes nicht den Mut besitzt, die Wahrheit auszusprechen? Dieser Mann - Marius Tiberius - schwört vor den Göttern, die auf uns hinab blicken, dass er niemals einen solchen Frevel begangen hat, während dort die hohen Herrschaften stehen und nicht bereit sind, selbst zu schwören und sich auf das Urteil der Götter zu verlassen!", fuhr er fort und ließ seinen Blick erneut zu der Menge wandern, in deren Augen er den Zorn ebenso erkennen konnte. "Dieser Senat ist die Stimme des Volkes dieser Republik! Dieser Senat soll für jeden von euch sprechen - deswegen habt ihr ihn gewählt! Das Volk Fyonaras ist jedoch nicht feige! Das Volk Fyonaras ist stark! Wir sind keine Hasen, die vor Gefahr davon laufen! Wir stellen uns ihr und wir besiegen sie! Dieser feige Senat - der verräterische Senat, der nur seine eigene Macht mehren will - ist es wirklich das, was das Volk Fyonaras will? Jeder von euch hat eine Stimme! Nutzt sie!"
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BeitragThema: Re: Senatsgebäude    Fr Aug 08, 2014 12:18 am

Der Senator öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch in dem Moment flog bereits ein großer Haufen Kuhdung in seine Richtung, klatschte auf die Wange und in den Mund und unterband somit jeglichen Redeschwall. Das Volk stürmte nach vorne, wollte sich auf die Senatoren stürzen und sie zerreißen, doch in diesem Moment brüllte Gaius einige Befehle und seine Soldaten stellten sich mit den Schilden voran in Reih und Glied auf, hielten die Meute davon ab den Senat ohne Gerichtsverhandlung zu zerreißen.
"Ihr solltet dem ein Ende bereiten Herr" flüsterte Gaius zu Aurelius. "Lasst den Senat fort schaffen, beschützt und betüdelt wie die alten Männer die sie sind. Ruft ein Volkstribunal ein und ihr werdet eure Rache erhalten, ohne das euch auch nur ein Mann dieses Reiches vorwerfen kann die Gesetze unseres Landes zu missachten" er lächelte schief. "Aber gut gespielt Herr
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