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 Tor der Stadt

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Der Erzähler
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BeitragThema: Tor der Stadt   So Jul 20, 2014 7:25 pm

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BeitragThema: Re: Tor der Stadt   So Jul 20, 2014 10:19 pm

"Halt! Nicht schießen!" Redwalds Stimme wurde über den Kampflärm zu den wachhabenden Soldaten des kleinen Ausfalltors getragen, welche sich allesamt zu ihm umwandten. In der Dunkelheit sahen sie die Hünenhafte Gestalt des Riesen, welcher neben sich ein Mädchen fest im Arm hielt, welche einen langen blauen Umhang trug, welcher recht herrschaftlich anzusehen war. "Ich... ich hab die Königstochter! Alles was ich will ist, dass ihr mich am Leben lasst. Ich war ein Ritter des Königs aber selbst ich weiß wann wir verloren haben! Verschont nur mein Leben!" er trat einige Schritte näher als sich die Soldaten nicht bewegten. Dann noch ein Schritt und noch einer. Eleonore wimmerte leise und als er schließlich nah genug an den Soldaten war und einer von ihnen das Mädchen mit der Fackel in Augenschein nehmen wollte stieß Redwald den Körper nach oben. Der Umhang und der Korpus fingen Flammen und einer der Soldaten schrie erschreckt auf, ehe ihn die Flammen hart ins Gesicht trafen und auch er Feuer fing. Redwald zog sein Schwert mit der einen Hand, warf mit der anderen den brennenden Körper fort und begrub zwei weitere Soldaten darunter. Dann ging alles schnell. Er sah noch aus dem Augenwinkel, wie Ethelred durch eine Gasse huschte und sich an der Torwinde zu schaffen machte. Redwald selbst kämpfte wie ein Berserker und die Schwerter seiner Kontrahenten prallten an seiner metallenen Rüstung ab, während das Leder der anderen riss und kaum die harten Schwerthiebe aufzuhalten vermochte. Nur dem allgemeinen Kampfeslärm der Stadt war es zuzuschreiben, dass niemand auf all dies aufmerksam wurde. Als nun schließlich auch noch der letzte seiner Klinge zum Opfer fiel keuchte Redwald, hielt sich den blutenden Arm und folgte Ethelred und dem Mädchen, das er bei sich hatte hinaus.

Einige Minuten zuvor hatte Redwald sich eng an eine Häuserwand gepresst und um die Ecke gespäht. "Ein halbes dutzend Mann stehen an dem Tor" flüsterte er leise in Richtung seiner beiden Schützlinge. "Das Fallgatter ist unten, so einfach werden die uns nicht raus lassen" flüsterte er leise und schloss für einen kurzen Moment die Augen. Er trat einige Schritte in die dunkle Seitengasse zurück und stolperte beinahe über die Strohpuppe, welche dort lag und die offensichtlich einige Stunden zuvor in dem Garten nebenan gesteckt hatte. "Gib mir deinen Umhang" befahl er Eleonore mit einem mal. "Nein, nicht das lumpige Ding! Deinen eigenen, den edlen Umhang!"
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Tor der Stadt   So Jul 20, 2014 10:51 pm

Die dunklen Augen des Mannes auf den Wehrgängen der hohen Stadtmauern waren auf die zwei flüchtenden Gestalten gerichtet, die versuchten sich durch eines der Ausfalltore aus der Stadt zu stehlen und ein schmales Lächeln huschte über das Gesicht des gerüsteten Soldaten. Bogenschützen neben ihm begannen die Bögen zu heben bis er die Hand hob und den Kopf schüttelte, ohne den Blick von den beiden Flüchtenden abzuwenden, die mitten in der Nacht und halb blind von all dem Feuer, in das sie zuvor geblickt hatten, versuchten einen Weg über die lange Ebene zu finden, die sich vor der Stadt erstreckte und die die Stadt wohl zuvor vor Feinden hatte warnen sollen. Wenn die Bogenschützen jetzt schossen, würden sie die beiden Menschen dort vorn ermorden und sie würden nur noch ihre Leichen auflesen können und eben genau dies war nicht sein Plan, insbesondere nicht, nachdem ihm klar geworden war, wen der Berserker dort unten schützte, wegen dem ihn seine Männer gerufen hatten.
"Nehmt ein paar Pferde und bringt sie wieder zurück. Ihr kehrt nicht wieder zurück, solange ihr sie nicht bei euch habt", hallte seine Stimme lediglich ruhig und befehlsgewohnt durch die Nacht ehe er sich wieder herum wandte und einen kleinen Trupp aus fünfzehn Männern das Zeichen dafür gab, die Verfolgung der kleinen Gruppe aufzunehmen. Der König mochte gestürzt sein, ebenso wie seine Frau den Waffen seiner Männer zum Opfer gefallen war, aber solange seine Kinder noch lebten und flüchtig waren, würde dieses Land nicht aufhören sich zu wehren. Es galt die Moral zu brechen, wenn sie einen Krieg ohne weitere Opfer gewinnen wollten und nicht nur um ein blindes Niedermetzeln aller aufbegehrender Bewohner dieses Reiches.
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BeitragThema: Re: Tor der Stadt   So Jul 20, 2014 11:18 pm

Das fahle Licht des Mondes fiel auf die weite Ebene vor der Stadt, über die drei Gestalten hetzten während das Donnern von Pferdehufen erklang, begleitet von den lauten Schreien der Verfolger, die einander immer wieder Befehle zubrüllten und dabei eine Sprache angeschlagen hatten, die nicht ein anderer verstand. Das Licht des Mondes fiel auf die silbrigen Klingen, die fest in ihren Händen lagen und vor dem Maul ihrer Pferde hatte sich längst der weißliche Schaum gebildet, der von der Anstrengung der Tiere herrührte, die sie auf sich nahmen um schneller zu laufen, aus Angst vor der Peitsche, die ab und an zwischen dem Schreien durch die Nacht gehallt war. Das Gras bog sich in dem kalten Wind, der über die Ebene hinweg zog und fachte mit einem Mal ungleichmäßiger auf als sich eine große, dunkle Gestalt von dem schwarz scheinenden Wald weit vor ihnen abhob und mächtige Schwingen durch die Nacht schlugen, die Luft aufwirbelten und das tiefe Brüllen eines großen Drachen erklang, das die Reiter inne halten ließ.
Feuer fraß sich seinen Weg über das einstmals grüne Gras als der rote Drache in der Luft seine Kreise zog und nur wenig später zur Landung ansetzte. Die großen Klauen gruben sich tief in die weiche Erde hinein als seine massige Gestalt auf dem Boden aufsetzte und der lange, schuppige Hals des Drachen herum fuhr, die gelben Augen die Reiter fixierten ehe sich die Lefzen des Drachen hoben und eine Reihe weißer, spitzer und mannshoher Zähne entblößte. Der Geruch von Schwefel drang aus dem großen Maul und dunkle Rauchschwaden zogen sich aus den Nüstern empor ehe mit einem einzigen Satz die gerüstete Gestalt einer Frau von seinem Rücken sprang und ebenfalls auf dem Boden aufkam, in ihren Händen eine lange Schwertlanze, deren Doppelklingen rötlich in dem Schein des brennenden Feuers glänzten. Eine goldene Rüstung schützte ihren Leib vor Verletzungen ihrer Feinde, als sie nach vorn trat und ihren Blick über die Reiter wandern ließ, während sie hinter sich das leise Schluchzen der Flüchtenden vernahm, die eingekesselt vom Feuer stehen geblieben waren.
"Sprecht rasch. Wer seid Ihr?", wandte sie sich an die Flüchtenden, als sie zu ihnen hinüber getreten war und ihren Blick über sie wandern ließ, sich jedoch nicht die Mühe machte den Helm auszuziehen, der ihr Gesicht gänzlich verbarg.
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BeitragThema: Re: Tor der Stadt   So Jul 20, 2014 11:31 pm

Als Redwald das tosende stürmen der gewaltigen Schwingen gehört und zum Himmel aufgeblickt hatte, glaubte er sich in einem Wahn. Doch nun, da das Feuer wie gewaltige Finger der Hölle aus dem Boden schossen und nach ihm leckten ergriff ihn die kalte, nackte Angst. Er hatte Geschichten gehört - Aufzeichnungen des Kampfes gegen Alagaésia welchen seine Ahnen nur verloren hatten, da Drachenreiter aufgetaucht waren. Menschen, die auf gewaltigen, fliegenden Echsen ritten und die mit Feuer und Blut alles verdarben. Er hatte es nie gänzlich an all dies glauben können, hatte halb gedacht Drachenreiter wären nur eine Versinnbildlichung gewesen - ein Gleichnis der Übermacht der Anderen. Doch nun einen wahren Reiter vor sich zu sehen - so verlor er doch allen Mut. Er schob die Kinder hinter sich und versuchte seine Atmung unter Kontrolle zu bringen. "Wir sind.. nur Flüchtige Herrin. Die Stadt sie... brennt und ich habe nur versucht.. meine Kinder... zu beschützen" flüsterte er leise und blickte gen Boden. Die Stimme war eindeutig weiblich, was ihn umso mehr verwunderte.
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BeitragThema: Re: Tor der Stadt   Mo Jul 21, 2014 12:29 am

„Verdammtes Frauenzimmer.“ Seine Stimme war gedämpft und gedrückt, was zum Teil der stickigen, beißenden Luft geschuldet war die durch den feurigen Kreis um sie herum erzeugt wurde. Die Frau, dessen Haar rot wie das Feuer war, hatte ein Lächeln an sich, welches ihm trotz der Hitze einen Schauer über den Rücken jagte. Die Lüge die Redwald von sich gab war armselig, anders konnte man es nicht beschreiben. Dem einfältigen Weibsbild war durchaus bewusst wer sie waren, andernfalls hätte sie sie kaum gestoppt, doch was ihm in just jenem Moment noch mehr Schwierigkeiten bereitete als die Hitze um ihn herum, war das gigantische Wesen hinter der Feuersäule das sie mit dunklen, durchdringenden Augen anstarrte, die wilden Reißzähne zu einer schrecklichen Grimasse verzogen, die direkt aus einem Alptraum stammen konnte.
Er brauchte einen Augenblick bis er begriff das dieses Wesen eine große Ähnlichkeit zu den Monstern in den Geschichten hatte, die man offen und laut nie erzählen dürfte. Seine Zofen hatten sie ihm stets erzählt wenn er als Kind nach spannenden und aufregenden Geschichten verlangt hatte, keine in der es nur um langweilige Burgfräulein und edle Recken ging, denn er hatte recht schnell begriffen das die Welt so nicht funktionierte.
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BeitragThema: Re: Tor der Stadt   Mo Jul 21, 2014 12:41 am

Es war nicht schwer, ihren eigenen Geist auszusenden und jenen der drei Flüchtigen zu berühren, ihre Gedanken zu lesen als wären sie nicht viel mehr als ein offenes Buch, das vor ihr ausgebreitet worden war und indem die Buchstaben und Worte sie nun förmlich anzuspringen schienen. Jedes Einzelne von Noreags Worten hallte in ihrem Geist wieder und brachte sie schließlich zum Lächeln während sie ein paar Schritte nach vorn setzte, an dem Hünen vorüber trat, der sie glauben lassen wollte, es wären seine Kinder bis sie schließlich vor dem jungen Mann zum Stehen kam. "Es freut mich Euch kennen zu lernen, Prinz Ethelred", begrüßte sie den anderen lediglich und schüttelte sacht den Kopf ehe sie eine Hand ausstreckte und mit einem einzigen Ruck den zerlumpten Mantel des anderen von seinen Schultern zog. Die einstige Prunkgewandung war inzwischen dreckig von dem Blut und dem Staub der Flucht aus der Stadt aber er war sicherlich kein einfacher Bauer oder Händler, wie der Hüne sie hatte glauben lassen wollen und als ihr Blick zu dem Mädchen hinüber glitt, das vollkommen neben sich zu stehen schien und unter deren zerlumpten Mantel ebenfalls teurer Brokat zum Vorschein kam, begann Anaiah leise zu lachen.
"Es ist ein schlechter Versuch mich belügen zu wollen, Redwald. Ihr stellt Euch damit gegen den roten Gott", erhob sie schließlich erneut die Stimme und hob den Kopf ein Stück, beobachtend, wie ihre Magie die Arme und Beine der drei zusammenzerrte und sie hinauf auf den Rücken ihres Bündnispartners hievte, dessen Freude sie noch immer tief in sich selbst spürte und die selbst für Anaiahs Entspannung sorgte. 'Wir bringen sie zurück zu Noreag. Wenn Fyonara sie haben will, werden sie ihm auch etwas bringen', ließ sie Fearchar an ihren Gedanken teil haben ehe sie mit einem kurzen Satz ebenfalls wieder ihren Platz auf dem Rücken ihres Drachen fand und der sich vom Boden abstieß.

tbc: Averheim
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