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 Straßen der Stadt

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Der Erzähler
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BeitragThema: Straßen der Stadt    So Jul 20, 2014 7:22 pm

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt    So Jul 27, 2014 4:59 pm

„Die Türme der Stadt werden bis auf weiteres als Quartier für Soldaten dienen, die zur Verteidigung der Stadtmauer beauftragt wurden.“ Quintus hörte wie ein lautes Murren durch die Reihen ging. „Gut, ich kann verstehen dass es wohl bessere Stellungen in einer frisch eroberten Stadt gibt, aber so lautet nun einmal der Befehl. Allein unsere Zepte wurde dafür beauftragt, auf das Tor und die zwei anliegenden Wachtürme zu achten. Ich will dass ihr euch im acht Stunden Takt abwechselt, jeweils fünfzehn Männer am Tor und fünf in jedem der Türme. Was ihr danach tut ist mir gleich, ob Alkohol oder Schlaf, das ist eure Sache. Allerdings erwarte ich von jeden von euch dass ihr, wenn ihr zum Dienst erscheint gefälligst so nüchtern seid das ich euch auf die Zinnen der Stadtmauer stellen kann und ihr nicht nach vorn überkippt. Bei dem ich das dennoch vermute, der wird sich diesem Test unter meiner Aufsicht beziehen. Verstanden?“ Als Antwort hörte er ein erschreckend lautes Rufen aller Soldaten. „Gut, wegtreten und Stellung beziehen.“ Glücklicherweise hatte er sie nur eines der kleineren Tore zugeschrieben bekommen, sodass es dort kaum aufsehen geben dürfte. Er hatte die Männer zuvor bereits in zwei Gruppen geteilt, als sie mit der Erstürmung begonnen hatten, weshalb ihm das aufteilen der Männer diesmal erspart blieb.
Ein letzter prüfender Blick ging über das Tor, dessen Gatter bereits herunter gelassen war, ehe er in die, noch immer von Schwefel stinkende Stadt ging. Er selbst hatte die letzten 24 Stunden nicht geschlafen, doch fühlten sich diese eher wie 48 Stunden an und im Gesicht sah er aus, als hätte er bereits eine Woche keine Ruhe mehr gefunden. Doch in gewisser Weise war dem auch so. Permanent hatte es Besprechungen gegeben um sicher zu gehen, dass die Taktik so aufgefeilt wie nur irgend möglich war. Doch hatte sich dies letztlich bewährt. Sie hatten nur gut einhundert Mann verloren, wovon nur zwei in seiner Einheit gewesen waren. Besser als in einer der Septen, die nach dem Angriff den Spitznamen „Trübe Briese“ erhalten hatte, denn gut die Hälfte davon war dem Tod anheimgefallen, mehr als in jeder anderen Einheit. Doch trotz des Gestankes der auf Chaos schließen ließ, war die Stadt größtenteils intakt, nur einzelne Häuser waren ein paar Flammen zum Opfer gefallen, doch war dies für die Erstürmung einer Stadt eine erstaunliche Leistung. Ebenso wie die Infrastruktur die weiterhin bestand, denn auch wenn die Leute noch immer verängstigt wirkten, gingen viele ihrem täglichen Handwerk nach. Quinuts sah noch einmal an sich herunter und stellte fest das die Rüstung aus dünnen Plattenteilen, die ihm bis zur Hüfte und bis zu den Oberarmen ging, stark verbeult und beschmutzt war, ebenso wie sein Schwert, das Skarabäus, dessen Knauf ein, die Flügel öffnender Adler war. „Ich sollte am besten irgendeinen Schmied aufsuchen, verdammt die gesamte Kleidung riecht, als wäre hätte ich sie durch einen Schweinetrog gezogen und in der Sonne liegen gelassen.“






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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt    So Jul 27, 2014 5:39 pm

"Quintus" die Stimme des etwa zehn Jahre älteren Offiziers hallte über die Straßen der Stadt, während er sicheren Schrittes auf den angesprochenen zuschritt. Gaius zeigte ein knappes Lächeln, während er über den Unrat der Stadt schritt und dabei versuchte die Fassung zu bewahren. Dieses ganze Land schien so unglaublich schmutzig und zurück geblieben, dass es ihn beinahe schauderte. Die einzige Wasserversorgung, die er hatte entdecken können waren Brunnen gewesen, deren Wasser man nur mit schlechtem Gewissen trinken konnte. Zu groß war die Gefahr, dass einer der Bettler sich in seiner Not hinein gestürzt und das Wasser verdorben hatte. Die Straßen waren kaum mehr als fest gestampfte Erde, welche sich bei Regen wohl in einen matschigen Brei verwandeln würde - zuhause kamen ihre Soldaten schnell voran, hier jedoch - es schien als sie der größte Feind, den ihnen das Land entgegen zu setzen hatte die eigene Infrastruktur. Fyham würde noch dankbar sein, dass man sie erobert hatte. "Du siehst furchtbar aus. Was hast du gemacht? Gegen ein Rudel Straßenköter gekämpft?"
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt    So Jul 27, 2014 5:51 pm

„Nun wenn ich dich als meinen letzten Feind heute betrachte, dann würde das wohl sogar stimmen.“ Trotz der rauen, trockenen Kehle kam er dazu zu Lachen, was ihn selbst verwunderte, ehe er Gaius am Arm packte und ihn freudig ansah. „Gaius mein Freund, freut mich dich noch in einem Stück zu sehen. Ich hatte schon befürchtet man hätte dich beim ersten Ansturm einfach irgendwo übersehen.“ Einen Augenblick lang musterten sich die beiden Männer noch. Gaius war ein gutes Stück größer als Quintus, beinahe einen ganzen Kopf, und eine eben solche Überlegenheit zeigte sich auch in der Breiter seiner Schultern. Nichts desto trotz zog Quintus den Mann ohne weiter zu grübeln mit sich, musste aufgrund des regen Verkehrs von Karren und Pferden auf den Straßen jedoch allzu oft halt machen. Der Boden wies zahlreiche Pfützen auf, manche mehrere Ellen breit, doch wusste Quintus das diese nicht einzig und allein dem Regen, sondern ebenso der Pisse und den anderen Auswürfen der Tiere zu verdanken waren.
Die Straßen selbst waren zumeist nicht einmal bebaut, etwas was ihn immer wieder irritierte wenn er den Vergleich zu seinem eigenen Land zog. Dies hatte das kämpfen für sich und seine fünfzig Mann deutlich erschwert und nicht selten hatte einer in dem matschigen Morast keinen Halt mehr gefunden, sodass er der Länge nach in den Dreck gefallen war, mehr war bisher jedoch glücklicherweise nicht passiert. „Was tust du hier? Ich dachte du feierst den Sieg mit den restlichen Männern in einer der Schenken? Davon scheint diese Stadt ja mehr zu haben als Wohnhäuser.“


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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt    So Jul 27, 2014 6:10 pm

"Bei der Pisse, die sie in diesem Land servieren?" fragte er und spuckte aus. "Nein Danke mein Freund. Ein guter roter Angorer - ja natürlich. Ein süffiger Herber? Ja natürlich, aber das was die Leute hier in ihren Fässern haben mag dazu gereichen die Latrinen auszuspülen oder ein Feuer zu entfachen. Aber trinken? Meiner Lebtage nicht!" er schüttelte angewidert den Kopf und zeigte ein schiefes Grinsen. "Und gingst du echt davon aus, dass mir irgendetwas passiert ist?" er schnaubte ungehalten. "Vielen Dank für dein Vertrauen. Wirklich - das bedeutet mir sehr viel" er klopfte dem anderen auf den Rücken und folgte diesem weiterhin durch den Dreck der Straße. Es war kalt. Kälter als in Fyonara und weder Olivenbäume noch Weintrauben hatte er hier gesehen. Das ganze Land war viel zu flach für Weinberge und schien sämtlicher Kultur abhanden gekommen zu sein.
"Ich war mitten im Schloss und habe den König selbst exekutiert"
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BeitragThema: Re: Straßen der Stadt    So Jul 27, 2014 6:23 pm

„Das behauptet vermutlich jeder Mann der einen Fuß in die Halle des Königs gesetzt hat, als dieser noch lebte.“ Erinnerte Quintus ihn und schüttelt dann den Kopf. Gaius war kein Mann der log um seinen eigenen Ruhm zu mehreren, doch klang diese Geschichte dennoch recht unglaubwürdig. „Andererseits und entgegen meiner Vermutung hat das aber bisher noch keiner behauptet und wenn ich den Bericht den anderen Zeptonen glauben darf, und eigentlich gibt es bei keinem von ihnen Grund zum Zweifel, waren nicht einmal viele Männer notwendig um in das Schloss zu kommen.“
Vielleicht hatte sich das Königshaus zu sehr darauf verlassen die die Mauern der Stadt und der strenge Ruf sie schützen werden, doch keines von beiden hatte die Männer Fyonaras davon abgehalten diese Stadt binnen eineinhalb Tage vollständig zu erobern. „Du gehst zu streng mit diesem Land um. Nun gut, nicht mit diesem Land, aber die Frauen hier sind recht ansehnlich. Die Huren haben sich vermutlich noch ehe die Woche zu Ende geht eine goldene …“ Er ließ den Rest des Satzes unbeantwortet und als er Gaius fragenden Blick sah, lachte er erneut. „Ich würde dich ja zum Würfeln einladend wenn ich Zuhause einen Hof hätte, auf den ich setzten könnte.“ Die Straße erstreckte sich noch ein ganzes weiter und nicht selten erhielten sie laute Zurufe von den fremden Huren, die nicht selten nur Unterhalb des Körpers bekleidet waren, jedoch immer in der schützenden Nähe ihres Bordells. „Nun wenn du die Küche hier so verschmähst, was hast du dann vor? Du kannst mir doch nicht weis machen das du nach so einem Sieg nicht auch die Lust zum Feier verspürst.“
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