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 Nicaea, Hauptstadt des Reiches

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BeitragThema: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Sa Jun 21, 2014 10:57 pm

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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Sa Jun 21, 2014 11:15 pm


"Und das ist es, was sie nun von uns verlangen?", erklang die harte Stimme eines hochgewachsenen Mannes, während die dunklen Augen Aurelius de Gaweias auf das Pergament gerichtet waren, das sie nun geradewegs aus Ryanti erhalten hatten und in welchem sie darüber unterrichtet wurden, wie die Pläne des Imperators des verbündeten Reiches aussahen. De Gaweia hatte seit jeher seiner Stadt und seinem Volk gedient, war seither loyal gewesen und für sein Volk in jede Schlacht gegangen, doch das, was Ryanti hier nun forderte, übertraf seine Erwartungen. Sie verlangten nach Rache für ein paar tote Männer am Rande dieser Welt in einem Land, das weder Fyonara etwas brächte, geschweige denn, dass sich der Seeweg dorthin lohnte. Die Jäger, die er den beiden entflohenen Zauberinnen nachgesandt hatte, hatten von Drachen und spitzohrigen Menschen berichtet, die über Magie und starke militärische Macht verfügten und Aurelius war sich sicher, dass die Drachen das Verderben seiner Männer sein würde, doch Bündnis war nun einmal Bündnis.
"Ruf Marius zu mir", befahl er einem der Sklaven, die neben der Tür aufgereiht standen und von denen er im Augenblick nichts weiter hören wollte, als ein simples "Ja, Herr" ehe dieser Sklave sich entfernte und Aurelius ein schweres Seufzen über die Lippen glitt, während seine Schritte ihn längst zu der Weinkaraffe lenkte, die auf einem der Tische des großen Solars stand, das er bezogen hatte. Jener Mann, den er hatte rufen lassen, war seit er denken konnte, bereits an seiner Seite und hatte ihn auch bei den Wahlen unterstützt, die der Senat abgehalten hatte während er selbst Geld hatte fließen lassen müssen, um sein Ziel zu erreichen. Letztlich hatte er es für sein Heimatland und seine Männer getan, die auf ihn eingeschworen waren und bislang in keiner Schlacht wankten. Es waren gute, tapfere Männer, mit denen er die Straßen sicherte bis es zu einem Krieg kam - Männer, in deren Schicksal Großes stand und von denen er keinen Einzigen verlieren wollte. Und Aurelius wusste, sie würden alle verbrennen, wenn Ryanti sie gegen Alagäsia mobilisierte.
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Sa Jun 21, 2014 11:35 pm


Jedes Mal wenn er durch diese Stadt ging und sich die Schönheit jedes einzelnen Winkels ansah, musste er lächeln, darüber wie diese Stadt noch vor wenigen Jahrzehnten ausgesehen hatte. Seit jeher hatte es sich jeder neu gewählte Senat zur Aufgabe gemacht, die Schönheit der Stadt noch zu erweitern, sodass jeder Name der dazu beigetragen hatte nie in Vergessenheit geraten würde, doch was in den letzten Jahrzehnten passiert war, grenzte fast an ein Wunder. Die Häuser wurden immer höher und höher gebaut, Kolossen, ebenso wie Aquädukte verbessert oder gar vollkommen neu und im nie dagewesenen Glanz errichtet. Marius selbst verstand nicht viel von Statik oder Architektur, bereits sein Vater hatte das Skarabäus, das Schwert dieses Landes gewählt und so war es auch ihm zuteil geworden, diese Ehre zu tragen und inzwischen trug  er den Titel eines Binders, und führte somit 2500 Männer unter sich. „Marius Tiberus?“ Er nickte. Die Frage kam von einem jungen Sklaven, der nur eine schlichte Tunika trug die in schlichten Farben gehalten war, doch dennoch frisch gewaschen wirke. Die Sandalen hingegen wirkten bereits stark durchgelaufen und an einigen Stellen konnte man kleinere Löcher erkennen. „Mein Herr Aurelius de Gaweias rief nach euch, ich sollte euch..“ „Ich kann mir schon denken was er will, danke mein Junge. Du hast deine Aufgabe erfüllt.“ Mit einem kurzen Schlag auf die Schulter entließ er den Sklaven Und bahnte sich den Weg durch die belebten Straßen, zielsicher zu dem Anwesen des alten Freundes, dem er vor langer Zeit ausgeholfen hatte um einen höheren militärischen Rang zu erreichen, als er selbst. Er war seit Kindesbeinen an der klügere gewesen, der verwegener, doch hatte sich ihrer beider Freundschaft nichts desto trotz gehalten, trotz seines höheren Titels, seines größeren Anwesens und seiner bedeutend schöneren Frau.
„Aurelius.“ Marius Miene erhellte sich und als die beiden Männer sich brüderlich umarmten, gab ihrer beider Rüstung, welche feine Gravuren trug, ein leises Scheppern von sich. „Seit Wochen habe ich nichts mehr von dir gehört, dass Vater Dasein scheint in dir endlich die Ruhe geweckt zu haben, die du so bitter nötig hattest, was?“
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Sa Jun 21, 2014 11:45 pm

"Wenn dem nur so wäre", lautete die erste Antwort, welche Aurelius von sich verlauten ließ und der ein einziges kurzes Mienenspiel folgte, die sich auf dem Gesicht des Mannes zeigte, das sonst auf dem Schlachtfeld lediglich Härte und Disziplin eines anderen einforderte - es waren Mimikri, die er sonst lediglich gegenüber seiner Familie aufbrachte und jenem Mann, der nun vor ihm stand und der ihm näher stand als jeder andere. Einst noch hatten sie gemeinsam mit den Stöcken gespielt, heute standen sie Seite an Seite in Schlachtreihen, befehligten Männer und kämpften immer wieder gegen die vereinzelten Rebellengruppen, die versuchten die Zauberer zu beschützen, die das Reich unter Kontrolle bringen wollte. Aurelius war nie ein Freund jener drastischem Maßnahmen gewesen, niemals ein Mann der Grausamkeiten und selbst seine Familie hatte unter jenen uralten Reglementierungen gelitten, die errichtet worden waren, um sie alle zu schützen, aber er hatte lernen müssen, dass es sinnvoller war, den Mund über jene Belange zu halten. Es war Marius' Verdienst gewesen, dass er sich aus dem Schatten einer magisch begabten Schwester hatte erheben können, die Karriereleiter hatte erklimmen können und nun dort stand, wo er war und er hielt es nur für Recht, dem Mann, dem er alles zu verdanken hatte, jenes Schreiben zu zeigen, das ihm erst vor ein paar Stunden zugetragen worden war.
"Uns erwartet der Krieg, Marius", lauteten seine nächsten Worte ehe er zwei Kelche mit dem Wein aus der Karaffe füllte und seinem alten Freund einen davon darbot, wissend, dass er ihn brauchen würde, wenn er erst Ryantis Forderung gelesen hatte. Einmal mehr glitten die dunkelbraunen Augen über die Gestalt des anderen und ein feines Lächeln umspielte seine Züge, zeichnete sie weicher als sie sonst schienen. Wie oft hatten ihm bereits andere gesagt, sie könnten Brüder sein - wie oft schon waren sie für Familie gehalten worden. Aurelius konnte die Male nicht mehr zählen, konnte nicht mehr zählen, wann sie damit begonnen hatten, anderen einen Streich zu spielen, indem sie die Rolle des anderen eingenommen hatten - heute waren sie zu alt für solche Spiele, zu bekannt, um sich kindisch zu verhalten. Heute waren sie beide vom Krieg gezeichnete Männer.
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Sa Jun 21, 2014 11:59 pm

„Krieg?“ Seine Miene verfinsterte sich binnen weniger Augenblicke und die besorgten Augen glitten über das Pergament, das bereits von der langen Reisen die es hinter sich gebracht hatte deutliche Gebrauchsspuren aufwies. In ihrer beider Heimat, Pelucia, hatten Sie beide noch über derartige Situationen gescherzt, nicht nur als Knaben sondern auch später, als erwachsene Männer als sie beide zum ersten Mal Schild und Skarabäen in der Hand hielten. Glücklicherweise waren sie dem gleichen Zug zugeordnet gewesen, Zweifelsohne ein Zeichen der Götter, dass die beiden Männer weiterhin an ihrer brüderlichen Freundschaft festhalten sollten. Doch über all diese schönen Erinnerungen in denen er stets schwelgte, wenn er und seine Männer einen langen Marsch vor sich hatten, legte sich nun eine tiefe Furche der Sorge, ebenso erkennbar an den Falten auf seiner Stirn und seine Hand wanderte bald hinauf zu eben dieser um sie zu stützten. „Sag mir bitte dass dieser Schreiber nur einen schlechten Scherz mit uns macht.“ Er las die Nachricht noch einmal und murmelte einzelne Worte geistesabwesend vor sich hin, der Sinn jedoch bleib der Selbe. Man rief sie dazu auf Truppen zu sammeln, um zu bald kommender Zeit einen Schlag gegen Alagäsia auszuführen, da ein paar ihrer dort stationierten Truppen zurückgedrängt wurden. Ob sie starben oder nur gefangen genommen wurden, oder ob ihnen gar die Freiheit geschenkt wurde ging daraus nicht hervor, doch hatte Ryanti daran nie ein sonderlich großes Interesse gehabt. Das war das gefährliche an diesen Menschen, so gut wie alles galt bei ihnen als Wille des Gottes dem sie dienten und wer diesem zuwider handelte, war verdammt, ohne Raum für Interpretationen.
„Wir haben ein Bündnis mit Ihnen. Unser guter Ruf steht hierbei auf dem Spiel.“ Er wählte eine mahnende Stimme, die, die er bereits so oft verwendet hatte wenn sein alter Freund etwas Riskantes im Sinn hatte, so riskant, dass er sich die Konsequenzen meist gar nicht ausmalen wollte.
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   So Jun 22, 2014 12:08 am

"Bringen wir unsere Truppen dorthin, werden sie dem Feuer zum Opfer fallen und dieses eine Mal wird es nicht das, von dem die Fanatiker in Ryanti ständig sprechen und das ihre Soldaten wieder zurückbringt, wenn sie von ihrem falschen Gott gesegnet sind, Marius. Unsere Männer werden dort hingerichtet, verdammt!", fuhr Aurelius auf, weil er ganz genau wusste, wie der Freund über seinen Vorschlag dachte, den er noch nicht einmal ausgesprochen hatte, und ballte unwirsch eine Hand zur Faust, um sie wenig später mit aller Wucht auf den hölzernen Tisch des Raumes zu schlagen. Der Senat würde dem zustimmen, darüber war er sich bewusst, aber es würde in einem Kriegszustand ein Imperator gebraucht werden und sobald sich ein Kandidat herausstellte, würde er mit ihm sprechen müssen, würde ihn davon überzeugen müssen, dass es nichts gab, das sie in diesem Land erhalten konnten. Ryanti war nicht seine Heimat, ihr roter Gott war nicht seiner und er hatte keinen Grund dazu, sich nun mit seinen Männern nach Alagäsia aufzumachen, um dort einen falschen Glauben zu verbreiten, der selbst seine Männer vernichten würde, wenn ihnen die Wahnsinnigen es befehlen würden und das nur wofür? Für einen guten Ruf, der weder Männer ernährte, noch ihre Frauen und Kinder tröstete. Für nichts als die hohlen Phrasen falscher Prediger.
"Hast du die Berichte gelesen, die die Jäger schicken, die sie verfolgen? Hast du von den Drachen gelesen, die dort kreisen und deren Zahl bislang niemand hat zählen können? Von den Spitzohren und den Kleinwüchsigen? Die Menschen dort mögen desolat sein, aber das Reich ist es noch lange nicht und ich werde meine Männer dort nicht dem Tod überlassen, Marius. Das ist Wahnsinn! Sie sterben für nichts - für keine Ehre und keinen Herrscher, nicht für die Verteidigung ihrer Heimat oder ihrer Familie."
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   So Jun 22, 2014 12:37 am

„Du weißt dass ich es hasse, wenn ich dir in solcherlei Hinsicht auch noch Recht geben muss? Ja, ja so weh es mi auch um der Diplomatie Willen tut, du hast Recht. Die meisten unserer Männer würden sich fragen warum sie dort kämpfen und nicht wenige der Senatoren würden anfangen gegen uns und die anderen Heerführer zu agieren, wenn wir uns für diesen Krieg aussprechen. Doch es ist nicht allein in unserer Hand …“ Er ließ das Pergament schließlich auf den kleinen Abstelltisch sinken, ein kompliziertes Geflecht aus geölter Eiche, dessen Beine ineinander verschlungen waren und die an fast ein Dutzend Stellen gleichzeitig den Boden berührten. Eine Dienerin eilte heran und schenkte den beiden Männern einen halbvollen Becher Wein ein, ehe sich die zierliche Gestalt mit den schönen, braunen Locken im Gesicht kurz verneigte und mit einem leisen Kichern wieder in die Gemächer der Bediensteten zurückging. „Selbst nach all den Jahren lässt du es dir noch immer nicht nehmen, deine Frau zur Weißglut zu bringen, nicht wahr?“ Der Wein hinterließ einen angenehm süßlichen Geschmack auf seiner Zunge, eine Eigenart die nur der Wein hervor brachte, der in dieser Region des Landes gekeltert wurde, doch immer wenn er sich dabei erwischte den Geschmack des Weines zu beurteilen, verzog er kurz den Mund. Als junge Männer in der Armee hatten er und Aurelius alles getrunken was sie bekommen hatten, jedes Fass geköpft das noch ungeöffnet im Heerlager gestanden hatte und der Geschmack war ihnen dabei gänzlich egal gewesen.
„Es wird nichts desto trotz eine Sitzung des Senats darüber geben, was als nächstes geschieht und wie man sich Ryanti gegenüber Verhält. Allerdings kann ich versuchen ein paar meiner alten Freunde der verschiedenen Magistrate davon zu überzeugen, dass ein Krieg für etwas, was nur auf der Grundlage eines gedemütigten jungen Mannes aufbaut, nichts ist weswegen man die Männer in den Krieg rufen sollte.“
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   So Jun 22, 2014 1:42 am

"Eines gedemütigten Kindes und wir würden unsere Truppen niemals einem gedemütigten Kind anvertrauen. Gedemütigte Kinder schickt man zurück in ihr Zimmer, statt sich ihren Wutanfällen zu ergeben und Menschenleben dafür zu opfern", lautete die Antwort, die Aurelius dem Freund zur Antwort gab und welcher im Gegensatz zu seinem Freund nicht einen einzigen Blick zu der jungen Frau geworfen hatte, die ihnen zuvor die Weinbecher gefüllt hatte, von denen er jetzt einen aufnahm, nur um daraus einen tiefen Schluck zu nehmen. Es interessierte ihn nicht, welche Frauen sich in diesem Hause befanden, ob nun Sklavin, Dienerin oder Hochwohlgeborene und wie selbige Frauen aussahen, solange dies nicht seine eigene Frau war und im Augenblick stand ihm nicht einmal nach eben dieser der Sinn. Ryanti und das Bündnis mit dem Feuervolk war seit jeher ein Fehler gewesen, wie er fand - sie hätten sich niemals mit ihnen einlassen dürfen und nun würden sie dafür bluten müssen, würden für die Fehler alter Senatoren und längst vergessener Gebeine büßen müssen. Unwirsch führten Aurelius Schritte ihn noch einmal durch den großen Raum ehe er fluchend den Becher gegen eine der steinernen Wände warf, wo er mit einem lauten Klirren zerschellte. Der rote Wein bahnte sich seinen Weg hinab auf den Boden, versickerte dort zwischen den Rillen und erinnerte ihn einmal mehr an das Blut, das noch fließen würde.
"Ich werde zu ihnen sprechen und mich, sollte es notwendig sein, sogar auf den Weg nach Ryanti oder Alagäsia machen", entschied Aurelius schließlich und fuhr sich mit einer Hand durch das kurze, dunkle Haar ehe er sich wieder zurück zu Marius drehte und den Freund noch einmal musterte, die tiefen Sorgenfalten in seinem Gesicht bemerkte, die noch vor ein paar Minuten nicht dort gewesen waren und die ihn jetzt älter machten, als er eigentlich war. Letztlich war es eben dieser Ausdruck im Gesicht des anderen, der Aurelius davon überzeugte, ein anderes Thema anzuschneiden, selbst, wenn er wusste, dass dieses nicht viel angenehmer werden würde. "Haben die Jäger sie inzwischen gefunden?"
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   So Jun 22, 2014 2:03 am

Aus der Ferne her hörte er das Rufen einer hellen Kinderstimme, gepaart mit einer reifen Frauenstimme, die er unweigerlich als die Stimme von Aurelius Frau ausmachte. Er kannte sie, seit Aurelius sie kannte und seit eben jener Zeit war er in seinen Hallen immer ein gern gesehener Gast gewesen. Natürlich beruhte dies auf Gegenseitigkeit, auch wenn ihrer beider Frauen ein eher unterkühltes Verhältnis miteinander pflegten, woran dies jedoch lag, das vermochten nur die Götter weißzusagen und jeder der beiden hatten dies stets mit der Erklärung, das das weibliche Gemüt recht eigensinnig sei, abgetan. „Wenn wirst du dich nicht allein auf den Weg in ferne Länder machen Aurelius..“ tadelte Marius ihn mit weitaus ruhigerer Stimme, ehe auch er sich erhob. „Zeit unseres Lebens haben wir beide diesem Land gemeinsam gedient, aufeinander geachtet und uns so am Leben gehalten und ich habe nicht vor, diese Tradition jetzt, da wir unseres Lebensabends bereits Nahe sind, schleifen zu lassen.“ Er legte dem Mann vor sich eine Hand auf die Schulter und ermutigte ihn noch einmal mit einem herzhaften Blick, in welchem all das Vertrauen mitschwang das er all die Jahre in ihn gelegt hatte. „Die einzelnen Magistrate überlass mir, es wird eine Weile lang dauern, doch eine gesamte Senatssitzung braucht ohnehin immer ein gewisses Pensum der Vorbereitung. Die Jäger wiederum …“ Er ging zu dem Tisch zurück, auf welchem die Becher und die Karaffe standen füllte einen weiteren Becher halbvoll, nahm seinen eigenen mit und drückte einen der beiden Aurelius daraufhin in die Hände. „Trink, darin warst du immer der bessere von uns beiden.“
Er selbst nahm einen herzhaften Schluck und lies den Geschmack einen Augenblick lang in seinem Mund verweilen, ehe er weiter sprach. „Die Jäger haben keine weitere Meldung von sich gegeben, die letzte war das sie eine der beiden Zauberinnen die sie ausfindig gemacht haben, in eine andere Stadt Namens – Dras Leona – verfolgt haben, dort endet jedoch die Berichterstattung. Und die neues Berichte sind bereits seit Tagen überfällig, von jedem der Jäger.“
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Mo Jun 23, 2014 9:16 pm

"Ich sende mehr Jäger in das Reich, um Valerian und die Zauberinnen zurück zu bringen, sie werden von Spähern und ein paar meiner Soldaten begleitet werden, die Nachricht senden, sobald sie neuere Informationen haben. Sollte sich der Jäger wehren, wird nur noch sein Kopf wieder zurückkehren, auch wenn es mir lieber wäre, ihn hier hinrichten zu lassen, um den anderen Jägern zu beweisen, was mit Verrätern in unseren Reihen geschieht", erhob Aurelius die Stimme zur Antwort und glitt mit dem Weinbecher in seiner Hand hinüber zu dem Schreibtisch, um dort mit nur einigen Bewegungen eine Pergamentseite zu füllen, welche die Anweisungen an die Jägerschaft des Landes beinhaltete und von denen er sich im Grunde gewünscht hatte, er müsse sie nicht geben, doch der Senat würde es fordern und er verlor seine eigene Glaubwürdigkeit, wenn er von seinen Idealen und dem moralischen Kodex seiner eigenen Heimat abwich, und insbesondere würde er damit seine Frau und die beiden Söhne in Gefahr bringen und dies war ihm kein Magier dieses Landes wert. Der Heerführer seufzte, als er die Feder zur Seite legte und die Tinte trocknen ließ, ehe er das Schreiben versiegelte und an einen der Diener weitergab, damit dieser es zu der Kaserne der Jäger brachte ehe er den Weinbecher erneut aufhob und einen tiefen Schluck daraus nahm.
Mit nur einigen wenigen Schritten trat er hinüber zu Marius und streckte die Hand aus, um sie dem alten Freund auf die Schulter zu legen. "Du warst immer bei mir, Marius, und ich habe niemanden, dem ich mein Leben lieber anvertrauen würde, als dir, aber den Weg in fremde Länder werde ich ohne dich antreten müssen. Ich brauche jemanden, der meine Frau und meine Söhne beschützt, solange ich fort bin."
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Mo Jun 23, 2014 10:11 pm

Ebenso brüderlich wie Aurelius klopfte Marius seinem alten Freund auf den ausgestreckten Arm, ehe er seinen kritischen Blick noch einmal musterte. Er kannte diesen Ausdruck nur zu gut, erkannte die strenge die in diesem lag und nichts zuletzt zögerte er einen Augenblick mit seiner Antwort. „Ich gebe dir recht was die Jäger betrifft … aber nichts desto trotz kann ich dich schlecht alleine ziehen lassen Areulius. Du bist der Hauptmann unserer gesamten Armee und wie ein Bruder für mich, lieber würde ich mein Leben geben als zu sehen, wie dir deines genommen wird, und ebenso sieht es unser Land. Jeder Mensch in unserem in Fyonara sieht zu dir auf, denn nicht zuletzt du hast uns nach mehreren Krisen des Senats wieder Sicherheit gebracht. Ob du diesen Titel mit oder ohne meine Hilfe erlangt hast, spielt dabei keine Rolle. Ich habe einem großen Mann in die richtige Position geholfen, nichts weiter.“ Er hob die Hand um ihn an einem Wiederwort zu hindern. Es gab immer wieder kleinere Probleme die der Senat hervor brachte, mit Aurelius hatte man jedoch einen charismatischen Anführer gefunden, mit denen sich nicht nur die meisten der Leute identifizieren konnten, sondern dessen Können und Wissen auch jeder Senator akzeptierte.
„Das war ein Dienst für einen Freund und für mein Land gleichermaßen, deshalb habe ich nur meine Pflicht getan, die mir als ehrenhafter Mann zusteht. Wenn also werde ich reisen und nicht du. Ich weiß das missfällt dir ebenso wir mir dein Angebot, doch du bist von uns beiden der Wichtigere.“
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Di Jun 24, 2014 12:30 am


"Wie konntest du... was soll... Bei den Göttern, du bist so ein Tollpatsch!", fluchte Viola und besah sich den gewaltigen roten Fleck auf ihrer Toge, verursacht durch Wein, welchen der Sklave vergossen hatte. Sie hatte die Toga eben erst angezogen, sie hatte darin zur Feier des Senators gehen wollen, zu der sie und ihr Mann geladen worden waren. Nun durfte sie sich eine neue heraus suchen und diese konnte sie eigentlich gleich entsorgen lassen! Weinflecken wurde man einfach nicht los und damit hatte der Sklave ihre Toga gerade vernichtet. Viola sah den jungen Mann nocheinmal wütend an, ehe sie seufzte und sich entfernte.
Viola war die Tochter eines angesehenen Patriziers gewesen, der lange in der Politik gedient hatte und später sein Glück als Händler gemaht hatte. Ihr Bruder war der Armee beigetreten, hatte sich nach zwei Jahren jedoch noch nicht sonderlich weit arbeiten können. Ihre Ehe mit Aurelius war teilweise auf dem Mist von Marius gewachsen. Dieser hatte sich aus dieser Ehe ein höheres Ansehen für seinen besten Freund erhofft, so dass dieser weiter im Militär aufsteigen konnte. Ein kluger Schachzug, musste sie ihm zu gestehen. Und Viola war froh, dass sie Aurelius hatte heiraten dürfen. Sie hatte seit je her gewusst, dass sie eine Ehe eingehen werden würde, einzig aus politischem Kalkül heraus und darum war sie froh, zumindest an einen Mann wie ihn geraten zu sein.
Viola klopfte nicht an die Tür des Solars, sondern trat ein, schließlich hatte ihr Mann keinen Besuch. "Sie dir an was Gaius mit meiner Toga gemacht hat! Sie ist ruiniert.", schimpfte sie und sah an sich hinunter und seufzte. "Hast du deine Toga schon angelegt? Ich hoffe sie passt dir noch.", fragte Viola und schaute in dem Moment erst auf. Vor Überraschung, ob Marius Anwesenheit, weiteten sich ihre Augen und ein sanfter Rotschimmer legte sich auf ihre Wangen. In einer völlig besudelten Toga, war sie ungefragt in das Solar ihres Mannes getreten, während dieser Besuch hatte. Sie verfluchte sich dafür, dass sie nicht angeklopft hatte. Sie versuchte ihre Überraschung und Scham schnell zu überspielen. "Marius, ich wusste gar nicht dass ihr hier seit. Ich freue mich euch zu sehen."
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Aurelius de Gaweia

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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Di Jun 24, 2014 2:21 pm

Er war noch in Begriff gewesen, Marius eine Antwort auf seine Worte zu geben, dem alten Freund mitzuteilen, dass er all der Ehre nicht bedurfte, die er ihm gerade soeben darbot, doch als schließlich die Tür aufging und die leisen, gleichmäßigen Schritte seiner Frau erklangen, wechselte die Aufmerksamkeit des Heerführers und glitt zu der dunkelhaarigen Frau hinüber, die mit geröteten Wangen in der Tür stand und jetzt erst zu bemerken schien, dass er nicht allein gewesen war. Aurelius lächelte als er hinüber zu ihr trat und sanft nach ihren Händen griff, während seine Augen hinüber zu dem großen Weinfleck glitten, den er auf ihrer Toga entdecken konnte und der vermutlich ob der Tollpatschigkeit eines Sklaven darauf entstanden war. "Guten Morgen, meine Liebe.", begrüßte er sie und nahm ihr damit den Wind aus den Segeln, darauf hoffend, sie erst einmal beruhigen zu können ehe er sich nach vorn beugte, um ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen zu hauchen bevor er wieder einen Schritt zurück machte.
"Es ist nur ein Kleidungsstück, Viola. Nichts, was ich dir nicht wieder ersetzen könnte", setzte er schließlich noch hinzu und schüttelte den Kopf, das warme Lächeln mit welchem er sie bedachte, auch weiterhin auf seinen Zügen haltend. "Auch, wenn ich sagen muss, dass dir die Farbe gut zu Gesicht steht", folgte es noch ehe er sie in das Solar geleitete, in dem Marius noch immer stand und wo sich die beiden Männer zuvor noch über Ryantis Kriegsdrohungen gegen Alagäsia unterhalten hatten.
"Verzeih Marius seinen überraschenden Besuch - ich habe ihn hierher bestellt, weil es noch einige wichtige Dinge für uns zu besprechen gab, bevor wir uns wieder beide den Annehmlichkeiten dieses Landes zuwenden können", führte er zur Erklärung aus und schob den Weinbecher ein Stück weiter von sich, in die Mitte des Tisches, um Viola bei einem Missgeschick nicht erneut zu erzürnen, nachdem sie bereits jetzt so schien, als habe sie einen schlechten Morgen erwischt.
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Di Jun 24, 2014 3:15 pm

„Viola.“ Marius neigte respektvoll den Kopf vor der Frau seines Kameraden und hielt den Blick eine lange Zeit nach unten gerichtet, ehe er wieder aufsah. „Nun wenn ihr mir die Bemerkung gestattet, die Farbe steht euch wirklich gut zu Gesicht.“ Frauen, er selbst hatte ähnliche Probleme mit seiner Frau, doch hatte diese sich mit den Jahren immer und immer mehr in der Ruhe gefunden und das stürmische Temperament, dass sie noch inne hatte als sie beide sich kennen gelernt hatten, abgelegt und gegen das Dasein einer liebevollen und ruhigen Mutter eingetauscht. Das einzige Problem war der stetige Kinderwunsch seiner Frau, denn inzwischen konnte er vier Kinder in seinen Stammbaum verzeichnen und ein fünftes lag zumindest in keiner seiner Zukunftsplanungen. „Nun ich werde euren Gatten nicht weiter in Beschlag nehmen als unbedingt notwendig.“ Mit diesen Worten legte er einen Arm um seinen alten Freund und zog ihn ein Stück weit über den großen Innenhof, außer Hörweite von Viola, an dessen Gesicht er bereits allzu deutlich erkennen konnte, wie es ihm momentan ging. „Du wirfst mir noch immer vor das ich damals meine Hände im Spiel hatte, als es darum ging dir eine angemessene Frau zu suchen, nicht wahr? Nun sie ist noch immer hübsch, keine Frage.“ Seine Stimme war deutlicher leiser, doch war ein klares Lächeln in dieser zu erkennen und als er seinen Arm schließlich von dem anderen losließ, verschränkte er die Arme hinter dem Rücken und besah sich kurz die Villa von Aurelius.
„Wie gesagt …“ Sein Ton wurde ernster. „Deine Aufgabe liegt nicht in anderen Ländern, lass das die jüngeren Männer erledigen, die, die noch Abenteuer erleben wollen und nicht die, die bereits genug für zwei oder mehr Leben erlebt haben. Ich werde indes versuchen den Senat davon zu überzeugen, dass wir unser Büdnis mit Ryanti noch einmal überdenken sollten, oder denkst du, sie würden es aufrechterhalten, selbst wenn wir ihnen unsere Truppen versagen?“
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Mo Aug 04, 2014 2:30 pm

Hufschläge waren das Erste, was in der Hauptstadt der Republik zu hören waren ehe Soldaten in Reih und Glied aufgestellt, stolz in ihren polierten Rüstungen und mit den Waffen an ihrer Seite die Tore passierten und von dem Sieg der Truppen in dem fremden Land, das einstmals der Besetzer Fyonaras gewesen war, berichteten. Ihre Gesichter zeigten den Stolz über den Sieg, den sie errungen hatten - den Stolz auf ihr Heimatland und darauf in dem Militär dienen zu können während sie ihre Pferde im langsamen Schritt durch die Tore trieben, wo sie von dem Volk Nicaeas begrüßt wurden, das an den Seiten der Straßen stand und ihnen zujubelten. An der Front einer der Legionäre, der stolz die Standarte erhoben hielt, damit jeder Mann und jede Frau sie sehen konnte - das Banner, das in dem Wind, der über die Stadt fuhr, stolz wehte und die er mit erhobenem Haupt in die Höhe hielt. Es war das Zeichen für den Mut der Soldaten, die Hoffnung, die er hier nun bei sich trug und die seine eigene Legion verkörperte - die Standarte, die sie geführt hatten, als sie das Schloss Fyhams gestürmt und den König hatten ermorden können - die Standarte, die den Sieg bedeutet hatte und die das Emblem des Stadtwappens Nicaeas zeigte.
Wägen mit angeketteten Sklaven rollten zwischen ihnen und wurden von den Männern flankiert, andere Wägen beherbergten verletzte Soldaten der Schlacht, die nach Hause geschickt wurden, um sich dort bei ihren Familien erholen und wieder zu Kräften kommen zu können. Zweitausend tapfere Männer waren als Begleitschutz der Verletzten und Wache der Sklaven nach Hause geschickt worden und kein einziger weinte dem fremden Land eine einzige Träne nach - stattdessen waren es Goldmünzen, die sie nun in der Menge verteilten und auf die sich die Menschen stürzten während der Jubel weiter anschwoll. Es war die Beute eines Kriegszuges, von dem sie einen Teil mit in die Heimat gebracht hatten, um jene Menschen an dem Sieg teilhaben zu lassen, die nicht an ihrer Seite gestanden hatten und ohne die der Sieg gleichwohl auch niemals möglich gewesen wäre.
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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Do Aug 07, 2014 9:59 pm

Jeder der Offiziere, gleich der Stellung hatte ein Pferd aus den hiesigen Stallungen von Fyham erhalten. Etwas, was ihm noch vor ein paar Monaten utopisch und unvorstellbar vorgekommen war, war nun wahr geworden. Er ritt vor seinen fünfzig Männern voraus, welche mit polierten Kettenhemden hinter ihm standen, die Haare allesamt akkurat auf eine Länge geschnitten. Schon nach kurzer Zeit waren sie, und auch die restlichen Männer die durch das große Tor der Hauptstadt schritten mit Blumen bedeckt. Es hatte sich eine schier endlose Menge aus Schaulustigen und Jubelnden um sie herum gesammelt die sie nun mit Blütenblättern, Blumen oder ganzen Sträußen beschenkten, regelrecht bewarfen. Quintus selbst ritt auf dem hohen Ross, das einen fleckige Haut, gemischt aus weiß und schwarztönen hatte, in einer glänzenden Lamellenrüstung die bei jeder Bewegung leicht schepperte, jedoch nicht gänzlich so stark wie vorher. Der Quartiermeister des Lagers hatte jeder dieser Rüstungen an der Unterseite mit strammen Lederriemen überzogen, was den Geräuschpegel deutlich minimierte. Sein Skarabäus hing an der rechten Seite des Sattels, während er selbst nur das Schild trug, ein symbolisches Zeichen des Schutzes.
Die Menschen jubelten unentwegt, Frauen drängten sich immer wieder nach vorn und die örtliche Stadtwache hatte rege Probleme damit, die Linie aufrecht zu erhalten, und somit die Schaulustigen auf Abstand zu bekommen. Ein winkte der Menge immer wieder und wies seine Soldaten an, das gleiche zu tun. Auch sie schienen von diesem Zauber ebenso eingenommen zu sein wie er, glücklicherweise vergaßen sie über all dessen jedoch nicht, das sie noch immer weiterlaufen mussten. Nach dem Angriff auf die Hauptstadt hatte er in den restlichen Gefechten nur vier weitere Männer verloren, zwei durch einen Hinterhalt von ein paar Hundert Partisanen, die sie und eine andere Zepte jedoch gut zurück gehalten hatten. Zwei weitere an einer, in dem Heerlager umhergehenden Krankheit, die man jedoch durch Frühzeitiges eingreifen, strengere Hygienemaßnahmen und isolierte Behandlung der infizierten recht schnell unter Kontrolle behalten hatte. Als schließlich die Zahlen verglichen wurden hatte sich heraus gestellt, dass er unter den zehn besten Zeptonen war was die Todesrate seiner Männer anging, vor allem wenn man bedachte in welchen Ecken des Landes sie gekämpft hatten. Einige der Frauen verfielen so in die Rage der Freude, dass sie ihre dünnen Kleider hoben und so ihre Brüste der Öffentlichkeit preisgaben. Andere wiederum versuchten vereinzelt Soldaten anzuhalten, ihre Hand zu packen und ihnen für ihren Einsatz zu danken.
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Gaius Titus

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BeitragThema: Re: Nicaea, Hauptstadt des Reiches   Do Aug 07, 2014 10:19 pm

Stolz erhobenen Hauptes schritt Gaius durch die Hauptstadt, spürte unter seinen Beinen jeden Muskel des schwarzen Hengstes, welcher Aurelius Geschenk an ihn gewesen war. In der Nacht vor dem Aufbruch nach Nicaea hatte Aurelius Gaius zu sich rufen lassen und hatte ihn im Zelt des Protectors zusammen mit einigen Priestern erwartet. Gaius war niedergekniet und schließlich zum Legat ernannt worden. Zusammen mit diesem Posten hatte er dreierlei Dinge bekommen. Ein Gladius mit vergoldetem Heft, eine Rüstung mit goldenem Brustpanzer und goldenem Vollhelm sowie das schwarze Pferd, das sich unter ihm nun bewegte als wäre es ein Teil seines Körpers. Neben ihm, links und rechts auf zwei weißen Pferden saßen Juliana und Eleonore. Mit weiß lackierten Fesseln an die Stuten gebunden, die ihre Last trugen. Und dort, direkt vor ihm ein Anblick an Stolz und Edelmut - Aurelius de Gaweia, ihr Heerführer. Ihr Protector. Ihr Erlöser.
Doch seine Aufmerksamkeit lag nunmehr auf einer anderen Person, die ihm näher war als Aurelius. Ein Haufen Elend, zusammengehalten durch Dreck, Schlamm und Blut. Ein Attentäter, der in Fyham Aurelius hatte ermorden wollen und der nun mit einem Seil an das Pferd seines vermeintlichen Opfers gebunden, durch die halbe Stadt geschleift wurde.
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Nicaea, Hauptstadt des Reiches
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