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 Strand

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Der Erzähler
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BeitragThema: Strand   Mi Jun 18, 2014 6:24 pm

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BeitragThema: Re: Strand   Mi Jun 18, 2014 6:33 pm

Oromis hatte kaum Zeit gehabt um sich noch einmal fertig zu machen und die Ereignisse, welche sich im Ratssaal abgespielt hatten gänzlich zu verdauen da kam bereits eine Nachricht von Caladhiel welche ihm durch Mark und Bein ging. Der eisige Wind des Meeres schlug ihm wie Nadelstiche ins Gesicht. Dennoch trieb er den großen goldenen Drachen immer weiter zur Eile an und als er schließlich Anwar und Caladhiel am Stand entdeckte, bat er Glaedr zu landen. Der goldene Drache ging in einen Sturzflug über, bremste kurz vor dem Boden ab und kam mit einem gewaltigen Knalle auf dem Boden auf. Oromis wartete garnicht erst ab bis Glaedr gänzlich gleandet war und rannte auf seine Schülerin zu welche gerade von Caladhiel eine Mund zu Mund beatmung bekam. "Kümmer dich um den Jungen" bat er seine alte Freundin leise und drückte nun selbst fest auf Eärwens Brustkorb, ehe sie zu Husten begann. Er drehte sie zur Seite und sie erbrach Meerwasser. Zwei, drei Schübe der klaren Flüssigkeit, ehe sie sich erschöpft in seine Arme drehte. Er strich ihr sanft das Haar aus dem Gesicht. "Was hast du da draußen gemacht?"
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Caladhiel
Admiss
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BeitragThema: Re: Strand   Mi Jun 18, 2014 6:43 pm

Bereits seit Anwar die beiden Schüler aus dem Wasser gefischt hatte, hatte die Elfe versucht, die beiden wieder zurück ins Leben zu bringen, hatte immer wieder um deren Leben gekämpft und Energie in ihren Körper hineinfließen lassen, um wenigstens den Körper der beiden Jugendlichen vor dem endgültigen Auskühlen zu bewahren, doch die Furcht, die beiden verloren zu haben, stand ihr noch immer ins Gesicht geschrieben. Glaedrs Ankommen bemerkte sie dabei ebenso wenig wie Oromis hektische Schritte, die durch den nassen Sand glitten und wortlos übergab sie Eärwen an den alten Freund, nur um sich wieder um Noah zu kümmern, welcher bislang noch immer kein einziges Lebenszeichen von sich gegeben hatte. Sie hatte den Jungen inzwischen bereits in ihren eigenen Umhang eingewickelt und Anwar ein Feuer in direkter Nähe anzünden lassen, neben dem die beiden Kinder nun lagen und erst als nach schier endlos langen Minuten der Junge endlich wieder nach Luft schnappte und das salzige Wasser erbrach, atmete Caladhiel erleichtert auf und strich sich ein paar der schwarzen Strähnen aus dem Gesicht.
'An? Kannst du uns ein wenig vor dem Wind abschirmen? Sonst hat das Kind morgen auch noch eine Lungenentzündung - er zittert ohnehin schon', ließ sie ihren Bündnispartner leise wissen und schob den dicken Stoff des Umhangs ein wenig höher, während die Finger ihrer anderen Hand behutsam ein paar der nassen Strähnen aus dem blassen Gesicht des Jungen strich, der dort im Sand lag und noch immer verzweifelt hustete. "Alles ist gut. Du bist in Sicherheit", ließ sie ihn wissen und legte ihre Hand an sein Gesicht, zwang ihn sanft dazu sie anzusehen, um ihm einen Fixpunkt zu geben, an dem er sich orientieren konnte. "Ruhig atmen, Noah. Ganz langsam - dir kann nichts mehr passieren", redete sie sacht weiter und erst als sich sein Blick langsam zu klären begann, wagte Caladhiel einen Blick hinüber zu Oromis zu wenden, an den sich inzwischen Eärwen geklammert hatte und deren Atem noch immer rasselnd über die bleichen Lippen ging.
"Willkommen zurück bei den Lebenden."

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"When I thought that I fought this war alone
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BeitragThema: Re: Strand   Mi Jun 18, 2014 6:55 pm

Krampfhaft hatte sich Noah an den Umhang gekrallt und immer wieder spürte er Wasser, dass aus seinem Körper kam, bis er schließlich vollkommen erschöpft nach hinten sank und außer dem bewölkten Himmel kaum noch etwas wahrnahm. Die Worte klangen nur dumpf an sein Ohr und im ersten Moment begriff er noch nicht, was gerade eigentlich passiert war und der er dem Tod nur um Haaresbreite entkommen war.
„Es …. Es tut mir Leid.“ Stammelte er und verkrampfte seine Hände, versuchte gleichmäßig und ruhig zu atmen wie die Elfe es ihm aufgetragen hatte, doch schmerzte jeder einzelne Atemzug, weswegen ihm bereits nach kurzer Zeit die Schmerzenstränen kamen.
Was hatte er eigentlich damit erreicht? Er versuchte seine Gedanken zusammen zu fassen und die Frage zulassen zu können, was genau ihn dazu bewogen hatte. Da war Eärwen gewesen, die ihn immer Wuschelkopf nannte und von der er gehofft hatte dass sie einen Rückzieher machen würde, damit er seinerseits nun – Feigling – rufen konnte. „Eärwen.“ Krächzte er leise, er wusste das die Elfe mit ihm hinaus gefahren war, doch nach dem Kentern des Bootes hatte er nichts mehr gespürt, außer Kälte und Panik.
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Caladhiel
Admiss
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BeitragThema: Re: Strand   Mi Jun 18, 2014 7:05 pm

Behutsam hatte sie den Jungen hoch in eine sitzende Position gezogen, hatte ihn gegen sich lehnen lassen und ihm immer wieder die Haare aus der Stirn gestrichen, seinen Kopf gehalten, wenn er Meerwasser ausgespuckt hatte und immer wieder hatte sie ihm wärmend über die Arme gerieben. Der Junge zitterte erbärmlich in ihren Armen, schauderte immer wieder aufs Neue und brachte Caladhiel dazu leise zu seufzen, doch für den Moment wagte sie es noch nicht ihn mitzunehmen, um ihn zurück in die Stadt zu bringen, damit er dort versorgt werden konnte - noch war er dafür nicht stabil genug und so verharrte sie eine Weile lang schweigend in dem Sand des kalten Strandes und verzog nicht eine einzige Miene darüber, dass der Wind auch an ihrem eigenen Körper zerrte. Erst als er leise krächzend seine Stimme erhob, lenkte die Elfe den Blick hinab auf die glasigen dunklen Augen des Jüngeren und brachte ein schmales Lächeln zustande. "Ist schon gut. Eärwen ist in Ordnung - sie hat das alles auch überstanden", versuchte sie ihm klar zu machen, selbst, wenn sie nicht glaubte, dass er ihre Worte gänzlich verstand und sie zu seinem Geist durchdrangen.
"Du musst dich jetzt erst einmal ausruhen und wieder zu Kräften kommen", sagte sie noch einmal leise, strich erneut durch die nassen Haare und tauschte dann einen kurzen Blick mit Oromis, um sich zu vergewissern, dass es Eärwen soweit gut ging. Wenn Anwar nicht gewesen wäre, wären die beiden Schüler ertrunken - es hätte sie niemand mehr finden können und als ihr Bündnispartner die beiden aus dem Wasser gefischt hatte, war es bereits fast zu spät gewesen. Was hatten sie sich nur dabei gedacht, mit einem so kleinen Boot hinaus aufs offene Meer zu rudern und keinem Bescheid zu geben, wo sie sich befunden hatten?
"Ruh dich aus, Noah." Die Worte der Alten Sprache, in welche sie gänzlich automatisch wieder gefallen war, verfehlten ihre Wirkung nicht und Caladhiel lächelte sanft, wenngleich auch die Besorgnis noch immer aus ihren Zügen sprach als die Augen des Jungen allmählich schwerer wurden und sich schließlich schlossen. Sein Atmen war ruhiger geworden, sein Zittern weniger, aber sie wollte ihn trotzdem nicht länger als unbedingt notwendig am Strand halten und so schob sie langsam ihre Arme unter der Jüngeren und hob ihn vom Boden auf. "Oromis, wir müssen die beiden in die Festung bringen. Sie brauchen Wärme und Ruhe - danach können wir fragen, was sie vorgehabt haben, als sie aufs Meer raus sind."

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