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 Meer

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BeitragThema: Meer    Mi Jun 18, 2014 1:39 pm

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BeitragThema: Re: Meer    Mi Jun 18, 2014 2:05 pm

Mit einem flauen Gefühl im Magen hockte Eärwen in dem kleinen Ruderboot, welches von den Wellen des offenen Meers hin und her geschaukelt wurde während Noah sich nach Kräften bemühte, sie beide weiter auf das Meer hinaus zu bringen. Immer wieder glitt der Blick der Elfe über den Rand des kleines Bootes hinüber zu dem tiefen Wasser, von dem sie ganz genau wusste, wie verdammt tief es war und vor allem wie kalt es sein würde. Schon jetzt fröstelte sie und die weiße Gischt der See hatte längst ihre Haare durchnässt, das Salz des Meerwassers brannte in ihren Augen, über die sie immer wieder rieb und der eisige Wind zerrte an den Kleidern der beiden während hoch über ihnen die Möwen kreischten. Der Hafen Nardas entfernte sich immer weiter und in der Ferne konnte Eärwen die große Insel Vroengards sehen, deren hohe Klippen sich unheilverkündend aus dem Meer empor hoben während über einer großen weißen Festung die Leiber großer Drachen wie Vögel ihre Bahnen zogen.
"Das da ist unsere eigentliche Heimat, Noah!", schrie Eärwen über den Wind hinweg und streckte eine Hand aus, um hinter den anderen zu deuten. "Vroengard mit der weißen Festung Doru Areaba. Die ganze Insel ist ein riesiger Vulkan und unter der Festung sind die Drachenhorte, wo unsere Bündnispartner ihre Ruheplätze haben. Die Insel ist wunderschön, aber es gelingt kaum jemanden, der den Weg nicht kennt, dort anzulegen, weil es eben so viele Klippen und Strömungen oder Sandbänke gibt. In Narda gibt es viele Legenden davon, wie Feinde versucht haben, die Insel einzunehmen und ein Schiff nach dem anderen gekentert ist und deren Schätze jetzt auf dem Grund des Meeres liegen - bisher hat niemand die Insel jemals angreifen können."
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BeitragThema: Re: Meer    Mi Jun 18, 2014 2:32 pm

„Niemand?“ Fragte Noah über das Rauschen des Meeres verwundert. Er konnte sich nicht vorstellen das irgendetwas über all die Zeit, in der die Menschen bereits auf dieser Welt verweilten unangetastet von Feinden geblieben war, doch als er kurz aufhörte zu rudern und sich selbst die Inseln in weiter Ferne ansah, konnte er verstehen warum. Die Wellen schlugen mehrere Meter gegen die felsige Küste, die Gischt kam sogar noch höher, fast bis zu dem eigentlichen Felsplateuas, auf welchen die ersten Gebäude zu sehen waren.
„Schwer vorzustellen, andererseits … kann ich mir gut vorstellen dass man alles daran gesetzt hat um sie gegen jeden Angriff zu wappnen. Und die meisten der Schiffe würden vermutlich bereits durch Pfeile der Bogenschützen, Katapulte und vor allem die Drachen im Meer versenkt werden.“
Das hin und her Schwanken des Bootes bereitete ihm allmählich Sorgen, denn immer wieder kam eine Welle, die über den nicht gerade hohen Rand des Ruderbootes schlug und alsbald waren ihre beide Füße bedeckt von dem kalten Wasser des Meeres. Ein salziger Geschmack lag auf seiner Zunge und er musste immer wieder die Augen zusammenkneifen um noch etwas erkennen zu können, doch die Freiheit die dieses Meer ihm bot, die endlose Weite des Wasser faszinierte ihn, ebenso wie sie ihn einschüchterte. „Warst du schon mal so weit draußen?“
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BeitragThema: Re: Meer    Mi Jun 18, 2014 2:44 pm

"Die Drachenreiter haben auch Ilirea geschaffen und mit Hilfe der Zwerge errichtet, nachdem sich der einstige Hochmeister Anurin mit der Elfenkönigin zerstritten hat, weil sie keine menschlichen Drachenreiter akzeptieren wollte. Er hat sich durchgesetzt und die Drachenreiter haben den Wald der Elfen verlassen und deswegen Ilirea errichtet - danach haben sie es den Menschen geschenkt und sind nach Vroengard gezogen. Wir waren 120 Jahre weg und solange haben die Menschen der Insel die Festung und alles verwaltet und inzwischen gehört es wieder uns. Narda kam dazu als der falsche Truchsess Hamleigh es uns geschenkt hat", führte Eärwen stolz ihre Erklärungen fort, womit sie im Grunde genommen eines der wenigen Dinge beschrieb, von denen die junge Elfe wirklich Ahnung hatte und wofür sie sich auch interessierte. Sie liebte die Geschichte ihres eigenen Ordens, die Heldentaten, die die Drachenreiter getan hatten - ihr eigener Meister, der in Dras-Leona den finsteren Rebellen Ramirez Rukhar in die Schranken gewiesen hatte, Vrael, der erneute Bündnisse mit den Elfen geschlagen hatte und Arva, der einst gegen den Tyrannen Erol Xeldaric aufgeschwungen hatte, um das wahre Königshaus zu unterstützen, die Schlacht gegen Fyham, in der Caladhiel den feindlichen Hauptmann Brugge niedergeschlagen hatte. Anurin, welcher einst ganz allein eine Horde Raz'ac vernichtet hatte und der ohne Furcht gewesen war.
"Nein ... ich war noch nie soweit draußen ... also nicht auf dem Meer. Irgendwie ... war ich generell noch nie auf dem Meer. Ich bin nach Narda gekommen, weil Meister Oromis mich auf Glaedr mitgenommen hat", räumte Eärwen dann schließlich auf Noahs Frage hin leise ein und zog den Kopf halb zwischen den Schultern ein ehe sie ein unsicheres Lächeln hinterher setzte, von dem sie hoffte, es würde dafür sorgen, dass der andere sie nicht gerade zusammen faltete.
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BeitragThema: Re: Meer    Mi Jun 18, 2014 3:02 pm

„Ilirea? Du meinst das Ilirea, in dem momentan unsere Königin sitzt?“ Es war falsch ausgedrückt, es war nicht die Königin von Eärwen, sie unterstand einzig und allein den Reitern, doch dachte er über die Kälte und die Aufregung hinweg nicht an derlei Feinheiten. „Ich hatte schon ein paar Drachen gesehen, allerdings selbst auf einem fliegen? Ich weiß nicht, mir macht dieses verdammte Boot schon zu schaffen und jetzt haben wir wenigstens noch etwas unter uns … selbst wenn man Wasser nicht unbedingt als festen Boden bezeichnen kann. Doch im Himmel? Ich meine man fliegt durch die Luft und muss sich einzig und allein darauf verlassen, dass der Drache keine Probleme beim Fliegen bekommt. Ich weiß es klingt banal aber … ich kann mir nicht vorstellen auf dem Rücken von so einem wirklich Ruhe zu finden, geschweige denn überhaupt mein Frühstück im Magen zu behalten.“
Das er dies später selbst austesten dürfte, war ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, jedoch ergab sich durch seine eben gewählten Worte eine gewisse Ironie. „Gehst dir gut? Du zitterst ziemlich … komm, lenk dich ab. Was kannst du noch über die Reiter erzählen? Gibt es irgendeine dunkle Epoche? Irgendetwas außer dem typischen Heldendasein?“
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BeitragThema: Re: Meer    Mi Jun 18, 2014 3:27 pm

Schaudernd und vor Kälte zitternd rieb sich Eärwen über die Arme ehe sie selbige vor der Brust verschränkte, weil sie darauf hoffte, dass ihre eigene Körperwärme sie nicht so rasch verließ, aber es brachte ihr selbst kaum mehr etwas. Sie fror erbärmlich und inzwischen wollte die junge Elfe nichts anderes mehr als wieder zurück nach Narda und sich in ihrem eigenen Bett zu verkriechen, wo es warm und weich war, doch die Stadt der Reiter war inzwischen in so eine große Ferne gerückt, dass Eärwen nicht einmal mehr wusste, wie sie überhaupt noch zurückkommen sollten, aber sie war auch zu feige noch einmal um Rettung ihres Meisters zu bitten, nachdem sie hier und jetzt wusste, dass sie gegen seine Auflagen verstoßen hatte. So bemühte sich Eärwen darum sich wieder voll und ganz auf Noahs Fragen zu konzentrieren und in Gedanken noch einmal die Geschichte des Ordens vor Augen zu halten, als könne diese sie vor der Kälte, dem eisigen Wind und den Wellen, die das kleine Boot immer wieder schaukeln ließen, ablenken.
"Mh ... es gab mal einen bösen Drachenreiter, Julian Frook, der mit einem Elfen die Welt tyrannisiert hat und an ein magisches Verließ wollte, um die Welt ins Chaos zu stürzen. Frook hat die Herzen der Drachen mitgenommen und diese seinem Meister geliefert, damit er mächtiger werden konnte und das alles hat er nur gemacht, weil er eine menschliche Geliebte hatte", begann Eärwen dann auszuführen. "Uns ist es verboten, Beziehungen zu haben - sowohl zwischen den Sterblichen und uns, als auch untereinander. Es gibt sogar eine Regel, die verbietet, dass ein Schüler etwas mit seinem Meister hat, auch wenn ich nicht weiß, weshalb es die gibt", setzte sie fort und schauderte, ob der gruseligen Vorstellung ehe sie sich wieder zurück auf das Thema konzentrierte.
"Dann hat uns ein dunkler Magier unseren einstigen Hochmeister Anurin genommen. Er hat irgendeinen bösen Zauber gewirkt und danach ist er mitsamt seinem Drachen verschwunden und niemand hat mehr etwas von ihm gehört. Der Orden war danach ein Chaos, wie die anderen Reiter immer sagen, bis der Rat den Orden neu organisiert hat und bei der Schlacht gegen Fyham haben wir über 70 Drachenreiter verloren. Es waren nur noch 10 Reiter, die überlebt haben und die haben sich aus Alagäsia zurück gezogen, damit sie am Leben bleiben konnten und der Orden auch weiterhin bestehen konnte. Deswegen waren wir weg."
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BeitragThema: Re: Meer    Mi Jun 18, 2014 5:37 pm

„Zehn Reiter?“ Die Zahl klang so absurd. Er hatte wie jedes andere Kind natürlich auch von dem großen Krieg gegen Fyham gehört, noch heute sangen Barden ganze Balladen über die verschiedenen Schlachten, die drei wichtigsten Kämpfe in dem Land die letztlich für das Kriegsgeschehen ausschlaggebend gewesen waren. „Das mit dem Krieg kaufe ich dir ja ab, ebenso dass ihr euch schließlich zurück ziehen musstest nachdem die Reiter derart dezimiert wurden aber dunkel Magier die Hochmeister töten? Ich mag in Geschichte nicht sonderlich viel Ahnung haben aber das klingt eher nach einer gute Nacht Geschichte in denen man die Kinder vor Fremden und bösen Zauberern warnt, als nach einer wahren Begebenheit.“
Das kleine Ruderboot fing nach und nach immer mehr an zu schaukeln und inzwischen reichte ihm das Wasser im Boot bereits bis zu den Knöcheln. Durch das zusätzliche Gewicht des Wassers, sank das Boot selbst natürlich immer und immer tiefer ins Wasser, sodass die Wellen nur umso leichter hinein schwappen konnten. „Okay … ich glaube wir können hier heute wohl keines von den Tieren sehen von denen die Seemänner gesprochen haben. Was hältst du davon wenn wir langsam wieder zurück rudern?“ Noch während er das Angebot aussprach, versuchte er bereits zu wenden, doch gestaltete sich dies als reichlich Schwierig. Beinahe unmöglich jedoch war es, durch den schweren Wellengang und die Störung auch nur ein paar Meter in Richtung der weit entfernten Küste Nardas zu machen.
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BeitragThema: Re: Meer    Mi Jun 18, 2014 6:00 pm

"Noah, wir müssen da lang!", wies Eärwen den anderen hin und deutete hinter sich, selbst wenn sie inzwischen die Küste Nardas gar nicht mehr erkennen konnte und als sie ihre Beine bewegte und das Wasser realisierte, dass sich inzwischen in dem kleinen Boot befand, setzte ihr Herz für ein paar Schläge aus. Es sollte hier nicht so viel Wasser in einem Boot sein, sie waren doch gar nicht so weit hinaus gerudert, dass sie die Küste des Landes nicht mehr sehen konnten - sie waren nur ein paar Minuten hier draußen gewesen. Vor Kälte zitternd spürte sie, wie allmählich die Angst wieder Einzug hielt und verkrampft umklammerte sie mit den Händen die Kanten des kleinen Bootes, in dem Noah und sie saßen, selbst, wenn ihr Gesicht binnen der letzten paar Sekunden alle Farbe verloren hatte. Sie konnte mit dem Bein nicht schwimmen und Noah sah auch nicht so aus, als würde er schwimmen können - als wäre er überhaupt jemals im Wasser gewesen und auch ihr Geist fand in all der Angst niemanden, den sie verständigen konnte, damit sie abgeholt werden konnten. Die Wellen des offenen Meeres warfen immer wieder das Boot umher, trieben es immer weiter von der Insel ab und das Wasser in dem Boot stieg mit jeder Sekunde.
"Noah ...", begann Eärwen erneut mit bebender Stimme, doch als die nächste Welle seitlich gegen das kleine Boot schlug, spürte sie, dass sie das Gleichgewicht verlor und die Welt verschwand für einen kurzen Moment lang in absoluter Schwärze und eisiger Kälte, die wie kleine Nadelstiche bei jeder einzelnen Bewegung schmerzten. Sie spürte Wasser um sich herum, ruderte mit den Armen und versuchte sich nach oben durchzukämpfen, versuchte zu schreien und nach Luft zu schnappen, aber immer wieder drang ihr das salzige Meerwasser in Mund und Nase und wann immer sie es für ein paar Sekunden schaffte, an die Oberfläche zu stoßen, hustete sie gequält. "Noah!", schrie sie über die Wellen hinweg während ihr Blick hektisch von einer Seite zur anderen glitt. "Noah!" Ihre Stimme überschlug sich, klang inzwischen nur noch schrill und ängstlich bis die nächste Welle sie wieder unter Wasser riss und sie weiter forttrug. Sie konnte nicht mehr atmen, fand keinen Weg mehr dazu nach oben zu kommen und um sie herum war einfach nur noch Wasser während die Panik längst ihren Geist, wie auch ihren Körper unter Kontrolle hielt. Ihre Arme schmerzten, die Kleider, die sie am Leib trug, waren vollkommen von dem eisigen Wasser durchdrungen und rissen sie weiter nach unten und nach und nach wurden ihre Bewegungen müder, ihre Augen schwerer.
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BeitragThema: Re: Meer    Mi Jun 18, 2014 6:19 pm

Anwar hatte sich immer und immer mehr der Ruhe hingegeben, hatte nur noch ab und zu die Augen geöffnet um kurz das Meer zu betrachten, welches an diesem Tag ungewöhnlich starken Wellengang hatte. Es war kaum ein Schiff zu sehen und als er, nach einer kurzen Phase in der er nur gedöst hatte das Auge erneut geöffnet hatte, waren ihm zwei Gesichter in einem Ruderboot förmlich ins Auge gesprungen. Einige Kilometer entfernt von der Küste konnte er den jungen, mit zottigen Haar geplagten Menschensohn sehen, zusammen mit einer jungen Elfen, welche sichtbar Mühe hatten sich im Boot zu halten.
Noch ehe er sich vollständig erhoben hatte und Caladhiel, welche neben ihm ruhte die Frage stellen konnte, was denn mit einem mal war, waren die beiden gekentert und nur noch für Bruchteilen von Sekunden waren die beiden Gesichter zu sehen. „Steig auf! Nein keine Fragen, halt dich fest!“ Es ging binnen Sekunden, sie beiden hatten diese Übung schon so oft absolviert, das es in Fleisch und Blut übergegangen war und in weniger als einer Minute war der Drache bereits über dem Meer, streckte die langen Klauen nach den beiden Schülern aus und konzentrierte seinen Geist darauf, abzuschätzen in welcher Tiefe sich die beiden befangen. Das eintauchen der Klauen brauchte nur wenige Sekunden und als er das Gefühl von kaltem Fleisch spürte, atmete er erleichtert auf. Als Anwar sich wieder vollständig in die Luft erhob, hinterließ er einen beachtliche Welle hinter sich und flog zielsicher auf den Strand zu.
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