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 Private Gemächer der Anführer

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BeitragThema: Private Gemächer der Anführer   So Mai 25, 2014 8:18 pm

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BeitragThema: Re: Private Gemächer der Anführer   Mo Mai 26, 2014 3:28 pm

"Kabil, ich weiß, dass es riskant ist, aber ich brauche dich hier, verstehst du das denn nicht?"
Bereits seit einer geraumen Zeit hinweg hatte Anaiah immer wieder auf den anderen eingeredet, hatte immer versucht, ihm klar zu machen, dass sie nicht beide gehen konnten und dass, wenn die goldene Karawane etwas Falsches unternehmen würde, sie nicht automatisch beide Anführer der Befreiten in den Fingern haben würden, doch der junge Surdaner hatte wieder und wieder nicht auf sie hören wollen, hatte sich immer wieder störrisch gezeigt bis Anaiah irgendwann händeringend um Argumente gekämpft hatte. Sie wollte nicht im Streit von ihm fortgehen, wollte ihn nicht wütend auf sich selbst sehen, doch was immer sie tat - sie lief damit gegen eine Wand, so dass ihr letztlich nichts anderes mehr übrig geblieben war als sich resigniert und frustriert auf die Kante des großen Bettes sinken zu lassen und die Hände in den roten Haaren zu vergraben. Die Reiterin wollte ebenso wenig fort und wann immer sie daran dachte, diesem Widerling erneut gegenüber zu stehen, wurde ihr schlecht, aber sie brauchten die Bündnisse, brauchten den Handel zwischen ihnen, um die Menschen hier besser versorgen zu können.
Als er abermals an ihr vorbei lief, streckte sie die Hand nach ihm aus und bekam die seine zu greifen, zog ihn langsam wieder zu sich und hielt ihn sanft fest, ihre Augen auf die seinen richtend während ein resigniertes Lächeln ihre Züge umspielte. "Bitte ... ich will nicht im Streit gehen", sagte sie leise, darauf hoffend, dass er sich wenigstens davon würde beruhigen lassen. "Ich habe Fearchar bei mir und sie haben viel zu viel Angst vor ihm, als dass sie mir etwas antun würden. Ich komme zurück, ich verspreche es dir."
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BeitragThema: Re: Private Gemächer der Anführer   Mo Mai 26, 2014 3:45 pm

Zahlreiche Teller die auf dem Boden lagen, ein Wasserkelch der Tropfen auf dem Boden lag und dessen Inhalt sich in Kabils Gesicht befand, jedoch langsam trocknete und offene Schränke, aus denen Anaiah ihre Rüstung und ihre Waffen genommen hatte kündeten von der durchaus lauten Diskussion, die die beiden bis eben hatten und von der sein Blut noch immer in Wallung war.
Doch als die, nun ruhigere Stimme von Ihr erneut an seine Ohren drang und sie sacht nach seiner Hand griff, wehrte er sich kaum noch, lies sich schließlich auf die Knie vor ihr sinken und küsste ihre Hand. „Ich will dich bei mir wissen, nicht in der Gesellschaft irgendeines Händlers der schwerer ist als eine massive Goldstatue.“ Langsam löste er die Lippen von ihrer dünnen Hand und drückte diese kurz darauf mit beiden seiner Hände. Sie war inzwischen ein beständiger seines Lebens geworden, auch wenn er dies nicht einmal wirklich vorhergesehen oder beeinflusst hatte, es war nach und nach einfach so gekommen. Es war nicht mal eine Frage gewesen, ob sie beide ein und dasselbe Quartier hatte, es war einfach so gekommen, im beiderseitigen Einverständnis und die Männer und Frauen, selbst die Kinder akzeptierten sie hier als einer von ihnen.
„Und wir haben schon einmal erlebt was alles passieren kann, gerade wenn wir nicht damit rechnen.“ Er wollte sie auffordernd zu schwören dass sie wiederkam, doch wirkte all dies falsch und seltsam. Sie konnte es ihm nicht schwören, wusste sie es doch selbst nicht und jedes Mal wenn er an die Vorstellung der goldenen Karawane dachte, mit ihren golden gerüsteten Männern und ihren Sklaven, die vermutlich ebenso krumme Rücken hatten wie sein Säbel, so stärkte sich nur der Wunsch sie nicht gehen zu lassen. „Ich liebe dich.“ Flüsterte er schließlich leise wie ein Geständnis, blickte noch einen Augenblick lang in ihre smaragdgrünen Augen und küsste dann erneut ihre Hand.
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BeitragThema: Re: Private Gemächer der Anführer   Mo Mai 26, 2014 4:04 pm

Mit einem bitteren, beinahe traurigen Lächeln beugte sie sich nach vorn, streckte ihre freie Hand aus und schob sie behutsam an seinem Gesicht vorbei, streichelte seine Wange ehe sie sich nach vorn streckte, um ihn wenig später sanft zu küssen und ein leises "Ich liebe dich" flüsterte, als sie sich wieder von ihm löste. Während der letzten Wochen war er ein beständiger Teil von ihr geworden, sie hatte sein Gesicht morgens neben sich gesehen, war neben ihm eingeschlafen und es erschien ihr vollkommen falsch, jetzt ohne ihn zu sein, an einen Ort zu gehen, wo er nicht bei ihr war, sie sich seiner Nähe nicht bewusst war und sie nicht immer wieder in seine Arme flüchten konnte, wenn sie Abstand von der Welt brauchte. "Wenn ich nicht zurückkommen sollte, dann will ich wenigstens, dass du all das hier weiter fortführst - es darf nicht so enden", setzte sie noch nach und bereute ihre Worte bereits in der nächsten Sekunde, als sie den Ausdruck in seinen Augen sah.
Es war für sie vollkommen selbstverständlich über einen nahenden Tod zu sprechen, es war nicht weiter von Bedeutung, doch hier und jetzt hatte sich auch das geändert. Hier und jetzt musste sie auch an Kabil denken, der hier vor ihr am Boden kniete und den sie am Liebsten nie wieder gehen gelassen hätte - es war unfair, dass ihnen das hier bevorstand, aber wenn sie die Menschen hier ernähren wollten, dann blieb ihnen keine andere Wahl als zu der goldenen Karawane zu gehen und sich dort auf Verhandlungen einzulassen. "Sie werden mir nichts tun, Kabil", versprach sie ihm leise, in der Hoffnung ihre vorherigen Worte damit zu entkräften und beugte sich erneut zu ihm nach vorn, um ihn noch einmal sanft zu küssen ehe ein halbherziges Lächeln über ihre Züge huschte. "Immerhin nennen sie mich die Drachenkönigin."
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BeitragThema: Re: Private Gemächer der Anführer   Mo Mai 26, 2014 4:18 pm

Die Worte brachten ihn zum Lächeln, so sehr das er für einen kurzen Augenblick den Gedanken an die Sorgen verlor, doch allzu schnell kehrten diese wieder. „Ja, im besten Fall tragen sie dich irgendwann auf Händen und nennen dich die Königin der Befreiten.“ Es war im Grunde eine Vorstellung, die weder abwegig noch falsch war. Zwar hatte es immer wieder Sklavenaufstände gegeben, doch wirkte dies hier anders. Nicht nur strukturierter, sondern auch mit einem Ziel, das über den Tod der Meister hinausging.
„Wenn dir irgendetwas geschieht, werde ich jeden Mann dort töten. Jeden der fähig ist eine Waffe zu halten und der es gewagt hat, sie gegen dich zu erheben.“ Seine Stirn ruhte auf ihrer und er nahm langsam ihr schmales Gesicht in seine Hände, sah sie ein letztes Mal eindringlich an, ehe er sie küsste. „Ich weiß dass du nicht nachgeben wirst.“ Flüsterte er, nun wieder mit dem altbekannten Lachen und als er sich schließlich erhob, zog er sie mit sich auf die Beine.
„Denk dran, nichts von Fremden annehmen.“ Sein Lächeln wurde breiter und ehrlicher, ehe er nach dem Anaiahs Gürtel griff und ihn ihr schlichtweg umband, dicht gefolgt von der Waffe, die er ihr in die Hände legte. Er fand die Bauart noch immer seltsam, denn derart viele Schwingungen waren selbst in den Waffen der Surdaner nur selten oder gar nicht vertreten, doch war sie damit verheerenden, als jeder Sandsturm. „Und hör auf deinen Drachen.“
„Und hör auf deinen Drachen.“
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