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 Stadtmitte

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Der Erzähler
Spielleitung
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BeitragThema: Stadtmitte    So Mai 25, 2014 8:14 pm

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Arva
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 1:24 pm

Es hatte ihn einige Zeit gekostet mit der neuen Entwicklung der Dinge klar zu kommen. Sich bewusst zu machen, wie es soweit hatte kommen können. Anurin, Caladhiel, Temerairon und auch Anaiah. Es schien als verstricke sich sein gesamtes Leben in einem immer größeren Wulst und wurde mit jeder Sekunde komplizierter. Und warum? Weil er eitel und selbstsüchtig gewesen war - selbstgerecht und der Meinung, er wüsste alles besser und könne allein über die Zukunft entscheiden. Und das aus einer Weisheit heraus, die er sich selbst nur ob des eigenen Alters zugesprochen hatte ohne das diese Weisheit ihm eigen gewesen wäre. Er hatte lange Stunden gemeinsam mit Temerairon verbracht, hatte sich mit dem Bündnisspartner ausgesprochen und diesem versprochen fortan wichtige Entscheidungen gemeinsam zu fällen. Er wollte nun wieder das sein was er konnte - worin er Erfahrung hatte. Arva der Reiter. Nicht Arva der Zweifelnde der in Selbstvorwürfen erstickte und stets nur versuchte die Schuld bei jemand anderem zu sehen. Genau dies hatte ihn gelähmt und ihn in seine jetzige Situation gebracht - dass er mit Caladhiels Schüler zusammen arbeiten musste beschämte ihn, dennoch sah er es als Strafe an die ihm vielleicht half seinen Namen endlich rein zu waschen.
Sie waren der letzten bekannten Energiestruktur gefolgt die Oromis ihnen genannt hatte und als sie nun die wieder aufgebaute Ruine sahen setzten sie zum Sturzflug an. Arva und Vrael sprangen ab, während ihre beiden Drachen sich wieder in die Höhe rissen und auf den Mauern in der Nähe landeten wo sie niemanden gefährden konnten. "Wer führt hier das Kommando?" fragte Arva leise, während alle Augen auf ihn gerichtet waren.
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 1:34 pm

Als man die Rufe von Drachen gehört hatte, hatte Kabil bereits freudig gen Himmel geblickt. Er hatte Anaiah nicht so schnell zurück erwartet und hatte sich deshalb die Zeit in der er das wartende, brütende Gefühl überbrücken musste, mit ein paar Trainingseinheiten verbracht, welche er mit den Männern ihrer kleinen Stadt teilte. Die meisten von ihnen wollten lernen, sich selbst zu verteidigen, höchst wahrscheinlich um nicht erneut in Knechtschaft zu fallen, was Kabil nur allzu gut verstehen konnte. Er selbst hatte dies nur wenige Wochen erlebt, wobei das Wort wenig dabei relativ zu sehen war. Doch einige der Männer hier waren bereits in Gefangenschaft geboren und für sie war es eine andere Welt zu bestimmen, was sie Taten und wann sie es Taten, wohin sie gingen und wem ihre Loyalität galt. Und allein dafür würden sie ihm, doch vor allem Anaiah auf ewig dankbar sein, dessen war er sich sicher.
Doch als er nun andere Gesichter als das seiner Begleiterin erkannte und die andersfarbigen Drachen erblickte, rief er die Soldaten zu sich die bis jetzt Wache gehalten hatten und zog seinerseits sein Schwert. Möglicherweise waren es Bekannte von Anaiah, schließlich ritten sie ebenso Drachen und einer von ihnen besaß ebenso spitzen Ohren wie sie, doch hätte sie nicht etwas gesagt, wenn sie erwartet hätte dass man sie irgendwann sucht?
„Ich.“ Meinte er schließlich mit lauter Stimme und machte einen Schritt nach vorn. „Zu welchem Zweck scheucht ihr mich und meine Leute auf?“
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Arva
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 1:41 pm

"Mein Name lautet Arva Jhunivor, Schwert der Drachenreiter" verkündete er in der Sprache der Menschen während sein Blick über die hochgewachsene Gestalt des Surdaners wandern ließ und diesen genau betrachtete. Er roch Anaiahs Duft an ihm, genauso wie er noch immer Fearchars flammenden Atem in dieser Stadt spürte. "Und dies ist Vrael, Hüter Ilireas und Mitglied im Kronrat ihrer Majestät Ileana Xeldaric, erste ihres Namens. Wir suchen Anaiah Tariel Felyaeth, Reiterin und Kind des Feuers welche uns eine Schwester ist. Wir haben sie bereits lange Zeit nicht gesehen und würden sie gerne wieder treffen" erklärte er leise. Er erinnerte sich an die Stunden die Eragon ihm gegeben hatte - Diplomatie war nie seine starke Hand gewesen doch wusste er sie zu führen. Er erinnerte sich an die dunklen Zeiten als Anurin auf die Einflüsterungen der Arcanea hörte und er versucht hatte einen neuen orden der Reiter zu gründen, damals noch um das Wesen der Reiter zu behalten. Neutralität war ihr oberstes Gebot. Und diese Neutralität würde er nun erneut schützen müssen.
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 1:50 pm

„Mir ist gleich wer ihr seid und vor allem sind mir eure Titel gleich, welche in diesem in etwa so viel Bedeutung haben wie ein Krug voll Sand.“ Er spuckte vor den beiden aus und musterte sie. Beide wirkten wie gestandene Kämpfer und hatten einen grimmigen Blick, wobei der vordere mit den spitzen Ohren weitaus älter aussah als der hintere, trotz des Bartes den er trug.
Doch er hatte mit seiner Vermutung richtig gelegen, so wollten Anaiah sehen. Doch was genau wollten sie von ihr? Rein von ihrem Aussehen her und von den Waffen die sie am Gürtel trugen, ging er davon aus das sie nichts Gutes vorhatten, zumal sie in schwere Eisenkleidung gekleidet waren, die die Sonne reflektierte. „Ich weiß nicht von wem Ihr sprecht, werter Mann. Wir sind ein kleiner Stamm der unabhängig von allen anderen agiert und leben Autokrat.“ Er hielt es für denkbar schlecht den beiden zu sagen, dass sich Anaiah hier befand, war die Sorge um sie doch weitaus stärker bemessen als die Frage, wer die beiden waren. Doch bedeutete er seine Männer die Waffen zu senken, schließlich waren es zwei Drachen einschließlich deren Reiter, und wenn er sich daran erinnerte was allein Anaiah und Fearchar ausrichten konnte, sorgte er sich um die restlichen Einwohner dieser kleinen Stadt. „Wir haben nichts zu geben und nichts, dass an Reichtümer grenzt und daher bitte ich euch, zusammen mit euren Tieren friedlich abzuziehen. Sucht euer Glück weiter südlich, in den Felsenregionen. Dieser Tage kommen allerlei Gerüchte von dort.“
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Arva
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 1:57 pm

"Belügt mich nicht" erklärte Arva nur und schüttelte den Kopf währen Temerairon hoch oben brüllte. Sie war hier und ihr Geruch haftet noch immer an ihm, sowie Fearchars Geruch an den Häusern und Wehrgängen haftet. Weder ist der Geruch alt, noch kommt er davon das die beiden hier nur eine kurze Rast genommen haben meinnte er zu seinem Drachen gewandt, ehe er seine ganze Konzentration wieder auf Kabil lenkte.
"Ich spüre ihre Präsenz, vernehme ihren Duft und das dort oben" er deutete auf ein Stück Mauer, welches nicht von Umaroth oder Temerairon besetzt worden war, "sind Spuren von Drachenklauen. Wir wollen ihr nichts böses, darauf gebe ich euch mein Wort doch wird sie bei uns vermisst und die Hochmeisterin unseres Ordens macht sich sorgen um sie. Ebenso wie ich. Einst war ich ihr Lehrmeister und auch heute noch gelten meine Gedanken und Sorgen ihr. Ich bitte euch noch einmal im guten mir alles zu sagen was ihr wisst"
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 2:05 pm

„Einen feuchten Dreck gebe ich auch euer Wort, ich kenne weder euch noch eure Tiere. Eure Namen sagen mir ebenso wenig etwas wie eure Titel. Alles was ich sehe sind zwei Männer, die in schweren Eisenkleidern meinen Stamm verängstigen und die Hände bereits an ihre Waffen legen.“
„Wenn sie ihr nichts tun wollten, warum kommen sie dann derart schwer gerüstet? Nein, das ist eine Lüge, dass alles ist nur eine Finte, sicherlich ..“ Er hatte Anaiah versprochen das er auf diese Menschen hier Acht geben würde und eben dies hatte er vor, doch würde er Sie ebenso wenig verraten und damit in noch größere Gefahr bringen. „Zieht ab und geht eurer Wege, es ist mir gleich was ihr glaubt hier für Präsenzen zu spüren und diese Scharten gab es bereits, als wir die Ruine besetzten. Wer weiß wie viele Jahrhunderte sie bereits steht.“
Seine eigene Hand ging nun an sein Säbel, auch wenn er sich fragte, was er hier genau tun wollte. Er hoffte das sie sich letztlich beruhigen ließen und friedlich abzogen, doch mit jedem Moment den sie hier verweilten und in dem ihre Drachen über die Stadt kreisten, verflog diese Hoffnung mehr und mehr.
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Arva
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 2:12 pm

Arva hatte keine Geduld für das Spiel das dieser Mann spielte - wohlmöglich war er ein Sklavenhändler und hatte Reiterin und Drache festgesetzt oder verkauft oder anderweitig schreckliches mit ihr angestellt. Er konnte und wollte seine ehemalige Schülerin nicht weiter solch einer Gefahr aussetzen und so ballte er die Hände, dass das Weiß an seinen Knöcheln hervor trat.
Der Geist des jungen Mannes war nicht schwer zu knacken - er hatte keinerlei Schutz um seine Gedanken und so drang Arva ein als stünden ihm Tür und Tor offen und durchsuchte dessen Erinnerung auf der Suche nach Anaiahs Struktur. Als er diese dann jedoch fand biss er die Zähne so fest zusammen, dass er Blut im Mund schmeckte. Er sah ihre gemeinsamen Momente, wie sie sich kennen gelernt hatten. Spürte Kabils Gefühle der Reiterin gegenüber und als er sich wieder aus dessen Geist zurück zog zitterte er. Ob vor Zorn oder Sorge konnte er nicht sagen. "Wo genau ist... diese... goldene Karawane?" presste er schließlich hervor.
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 2:20 pm

Sein Geist fühlte sich benebelt und durchwühlt, er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen und ebenso hatte er Probleme damit, auch nur ein klares Wort aus dem Mund zu bringen. Er konnte sich nicht genau vorstellen was passiert war, einzig und allein das der Reiter nun mehr wusste als vorher war ihm bewusst. „Ihr habt hier nichts verloren.“ Murmelte er nur erneut, kniff die Augen zusammen um Arva genau erkennen zu können, ehe seine Hand zum Griff des Säbel ging und er kurz darauf ausholte, jedoch viel zu weit, sodass der Reiter mühelos seinen Schwertarm mit einer Hand aufhalten konnte.
Er konnte nicht zulassen dass diese Leute Jagd auf Anaiah machten, dass man sie in der goldenen Karawane überraschte, in welcher sie sicherlich nicht auf solche Angriffe vorbereitet war. Er musste sie warnen … doch in erster Line musste er die Männer vor sich irgendwie aufhalten.
In einem Anflug von Übermut holt er auch mit der anderen Faust aus, welche ebenso leicht gestoppt wurde, doch als beide seiner Hände in der Luft hingen, stieß er dem Reiter mit einer schnellen Bewegung sein Knie in die Magengrube.
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Arva
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 10:04 pm

Arva grunzte als der Mann sein Knie gegen die Rüstung scheppern ließ und wenngleich die Rüstung auch diesen Schlag aufhielt, so spürte er doch die Stärke des Tritts. Er atmete tief ein und aus, ehe er den Griff um Kabils Arme verstärkte, diese verdrehte, ihn herum schleuderte und ihn dann auf den Boden drückte. Kabils Wange schrammte über den trockenen, aufgerissenen Wüstenboden während Arva den Arm des Surdaners verdrehte und sein spitzes Knie in dessen Rücken stämmte. Es durfte doch alles nicht wahr sein - er könnte den Mann der ihm Anaiah genommen hatte hier und jetzt richten. Aber dann könnte ich das Schwert auch auf mich richten wurde ihm klar und so griff er statt nach der Klinge nach weiteren Worten.
"Ihr seid nicht der Einzige der sich Sorgen um sie macht. Die Frau war meine Schülerin und ich habe sie geleibt. Wie ich nur Feuer und Blut lieben kann. Ich weiß was euch verbindet und das einzige was ich verlange ist zu wissen wo die Karawane ist um mit ihr zu reden!" fauchte er. "Sprecht jetzt oder ich färbe den Sand unter euch rot und befrage euer Volk hier bis mir jemand antwortet"
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 10:14 pm

Kabil keuchte auf und sank auf den Boden, konnte gar nicht mitverfolgen was überhaupt geschah, so schnell passierte es und als er wieder ganz und gar begriff was gerade vor sich ging, fand er sich auf dem trockenen Boden wieder, die kleinen Steinen gegen sein Gesicht gepresst und ein Knie um Rücken.
Er spürte einen beißenden Schmerz, doch wollte er nicht einfach nachgeben und darum betteln, dass er aufhören solle. Allein sein Stolz sprach gegen dies. Er war noch immer ein Krieger und wenn er starb, dann mit einem aufrechten und keinem gebeugten Kopf. „Schert euch zum Teufel. Geht dorthin wo ihr hergekommen seid!“ Lügen, nichts als lügen. Er tat all dies Worte die auf ihn einprasselten schlichtweg als falsch und hinterlistig ab, wollte nicht einmal einen möglichen Sinn dahinter begreifen. Alles was er noch vor sich war waren Feinde, die etwas von ihm wissen wollten und es mit aller Gewalt aus ihm heraus bekommen würden. „Nun, sie würden es zumindest versuchen.“ Er hatte mehrere Wochen lang in einem kleinen Käfig, in dem er nicht einmal aufrecht sitzen konnte verbracht, mit der sengenden Sonne und der Kälte der Nacht, hatte neben seinen eigenen Exkrementen schlafen müssen und nach alle dem würde er seine Ehre nicht durch solche Dinge beschützen lassen.
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Vrael
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Di Mai 27, 2014 10:20 pm

Vrael, welcher sich bislang zurück gehalten hatte um die Geschehnisse zu verfolgen fasste sich nunmehr ein Herz und Schritt ein, berührte Arva sanft an der Schulter bevor dieser den Kopf des Surdaners einfach mit solcher Wucht auf den Boden knallte, dass dieser brach. Vrael hatte keinen Zweifel daran, dass Arva nunmehr kurz davor war genau das zu tun. "Lass gut sein Arva, er wird uns nichts sagen" erklärte Vrael, welche im Gegensatz zu Arva nicht voller Zorn seinen Geist verschlossen hatte. Keiner der Menschen hier konnte seinen Geist verschließen und als sie mitbekamen wonach der Reiter suchte, schossen vielen von ihnen der Weg durch den Sinn welchen Anaiah genommen hatte. "Wir werden hier nichts finden außer Anfeindungen, Hass und Gewalt. Dies ist kein Ort am die wir Freunde finden oder der uns weiter bringt. Ich bitte die Arva, lass uns gehen. Ich weiß wo wir suchen müssen. Wenn wir uns beeilen kommen wir noch zu ihr bevor sie auf dem Rückweg ist. Dann haben wir Zeit mit ihr zu reden" erklärte er leise und Arva ließ schließlich langsam und widerwillig Kabil los, stand von diesem auf. Vrael warf kaum mehr einen Blick zurück, als sie wieder auf ihre Drachen stiegen und Richtung goldene Kompanie flogen

tbc: Goldene Kompanie
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Mi Mai 28, 2014 12:27 am

Die Reise nach Surda hatte mehr Zeit in Anspruch genommen, als es ihr eigentlich lieb gewesen war und über die zwei Wochen, die sich nun die Reise schon hinzog, hatte sich Caladhiels Stimmung nicht unbedingt zum Besseren gewendet. Immer wieder hatte sie sich in Gedanken hin ausgemalt, was sie mit all jenen Männnern tun würden, die es gewagt hatten, Hand an ihre Reiterin und deren Drachen zu legen und immer wieder war sie bei ein und demselben Schicksal geblieben, das ihr als passend erschienen war und dem Anwar nur mit Freuden zugestimmt hatte. Sie wollte sie brennen lassen, sie wollte jeden ermorden, der die Waffe gegen sie erhob auf ihrem Weg Fearchar und Anaiah wieder zurück zu bringen. Sie hätte die Elfe niemals gehen lassen dürfen, hätte frühzeitig eingreifen müssen und die Schülerin davon abhalten sollen nach Surda aufzubrechen, um hier etwas zu bewerkstelligen, woran bereits andere gescheitert waren und was sie nun selbst in die Gefangenschaft eines grausamen Mannes gebracht hatte, der etwas mit ihr anstellte, worüber Caladhiel noch nicht einmal nachdenken wollte. Immer wieder hatte sie im Stillen darüber geflucht, was geschehen war, hatte über die Sturheit der Reiterin und ihre eigene Dummheit geflucht, nicht registriert zu haben, was im Hintergrund in ihrem Orden geschehen war während sie ihr Augenmerk auf die Probleme im Land gerichtet hatte - sie hätte ihren eigenen Orden nicht aus den Augen verlieren dürfen.
Als nun die Festung der Rebellen in unmittelbare Sichtweite kam, streckte sie noch einmal die Hand aus und strich über die großen Schuppen ihres Bündnispartners, ihren Geist noch einmal ausstreckend, um jenen ihres Drachen zu berühren, selbst wenn sie um seine momentane Stimmung wusste und den Zorn auch in seinem Herzen wiederfinden konnte, von dem sie inzwischen nicht einmal mehr wusste, ob es ihr eigener oder der Anwars war, den sie dort spüren konnte.
'Wir werden sie finden und zurückbringen, Anwar', ließ sie den Bündnispartner noch einmal wissen und seufzte noch einmal ehe sie sich auf dem Rücken des großen schwarzen Drachen aufrichtete als jener in den Sinkflug glitt und die hohen Mauern der Festung näher kamen, in welcher sie Arvas und Vraels Präsenzen bereits spüren konnte. In der Ferne erkannte sie Temerairons und Umaroths kleine Gestalten auf den Zinnen der Festung sitzen und als die Reiterin nun von dem Rücken ihres Drachen absprang und unmittelbar auf den Wehrgängen der Mauern ankam, richtete sie sich langsam wieder auf, ein Stück entfernt setzte Anwar auf dem sandigen Boden auf und seine massige Gestalt überragte die hohen Mauern während der Drache mit einem dunklen Grollen und wütenden Fauchen von ihrer beider Ankunft berichtete.
Caladhiel indess schritt langsam die Treppe hinunter, glitt an den Wachen vorbei, in deren Gesichtern die Angst geschrieben stand und die sie nicht eines einzigen Blickes würdige, während die Hand der Elfe an dem Schwert an ihrer Seite ruhte, dessen Heft sie mit festem Griff umschlossen hatte und ihre Augen immer wieder über das Innere der Feste glitten, die sich ihr hier nun offenbarte. Ihre Miene zeigte nicht eine einzige Regung, bewies nichts von dem Zorn, welcher noch immer tief in ihrem eigenen Herzen stand als sie das Ende der Treppe erreichte und schlichtweg stehen blieb, auf die hektischen Schritte wartete, die sich ihr näherten während der heiße Wüstenwind ihr ins Gesicht blies und die langen, schwarzen Haare durcheinander wirbelte, die ihr offen auf die Schultern fielen und zwischen denen die spitzen Ohren hervor lugten. Als sie ihren Stand verlagerte, klapperten die einzelnen Teile der Rüstung, die sie trug, und reflektierten die Sonne, die auf sie hinab schien.

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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Mi Mai 28, 2014 12:49 am

Er rief sich immer wieder in den Kopf das er nun für all diese Menschen verantwortlich war, er dürfte nicht für sich allein entscheiden sondern gleichzeitig auch für das Wohl jedes einzelnen in dieser Ruine, ausgenommen der zwei fremden Reiter natürlich.
Zwar hatten sie ihr eigenes Lager, ein gutes Stück weit vor der eigentlichen Ruine aufgeschlagen, doch nichts desto trotz waren seine Leute besorgt, besorgt darüber wer sie waren und was sie möglicher noch tun würden. Viele von ihnen hatten sich mittlerweile an Fearchar gewöhnt, doch war keiner der beiden Drachen dort der, den sie kennen gelernt hatten.
Er wollte aufbrechen, sie suchen und wieder zurück in Sicherheit bringen, wo sie ihm vermutlich trotzig antworten würde, dass sie es auch selbst geschafft hätte. Doch diese Leute hier würden nicht mit ihm ziehen können und mit Ihm würde auch die Idee gehen, die sie hier aufgebaut hatten und selbst wenn es nur fünfzig Leben waren, so waren es doch fünfzig Gründe und gleichzeitig Verpflichtungen, die er zu tragen hatte. Als er schließlich eine weitere Person im Hof sah und einen Drachen am Himmel erkannte, der größer waren als alle drei die er vorher gesehen hatte, selbst wenn man diese zusammen nahm, stockte ihm kurz der Atem.
Ihr Blick war eindringlich, fast Leichenstarr, doch konnte er eine unterschwellige Wut erkennen, doch konnte er sich dies aus Furcht ebenso gut einbilden. Er wollte fragen was sie hier wollte, dass sie am besten wieder verschwinden solle um zu ihrer Heimat zurück zu kehren, da es eine solche hier nicht für sie gab, doch all dies misslang ihm und er stand nur mit offenem Mund da, brachte nicht die geringste Silbe zustande.
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Mi Mai 28, 2014 9:01 am

Caladhiels Blick glitt über die hochgewachsene Gestalt des Surdaners, welcher sich ihr nun gegenüber befand und die Elfe zog die Augenbrauen zusammen, während sie ihn einer kritischen Musterung unterzog. Er sah wie ein Krieger aus, welcher bereits seit einer viel zu langen Zeit nicht mehr wirklich in einem Kampf gestanden hatte und wenngleich auch seine dunklen Augen ihren blauen auswichen, so glaubte die Elfe dennoch etwas wie Trotz und Stolz darin aufblitzen zu sehen - Trotz und Stolz, welcher ihn bei Arva bereits beinahe den Kopf gekostet hatte und so blieb ihr nichts anderes übrig als den Kopf zu schütteln. Sie hätten seine Hilfe bei der Befreiung der Schülerin gebraucht, aber wenn er sich wenig kooperativ zeigte, würde es ein viel zu großes Risiko sein, ihn mit nach Aberon zu nehmen, damit er ihnen den Weg weisen konnte. Das war also der junge Menschensohn, für den sich Anaiah entschieden hatte - nun, wenigstens diese Entscheidung würde sie der Elfe lassen, war sie selbst noch ebenfalls in die Verlegenheit gekommen, ihr Herz an ausgerechnet jenen zu verlieren, welchen sie nicht hätte lieben dürfen.
"Du bist also Kabil", begann sie dann mit ruhiger, fester Stimme und machte einen Schritt nach vorn, unmittelbar auf den Menschensohn vor ihr zu, welcher noch immer kein einziges Wort herausbrachte und erneut glitten ihre mandelförmigen Augen über ihr Gegenüber. "Du hast es also meinen Reitern schwer gemacht, nach meiner Reiterin und ihrem Drachen zu suchen, weil sie erst alles haben aus deinem Kopf herauslesen müssen", führte sie seelenruhig fort und blieb vor ihm stehen, die Arme vor der Brust verschränkend und den Kopf gen Himmel wendend, wo sie die großen Schwingenschläge Anwars vernehmen konnte, die hier unten dumpf dröhnten und den Sand der Straßen aufwirbelte. Das Wetter und die Hitze hier machten es ihr nicht unbedingt leichter hier Fuß zu fassen - sie war niemals eine Freundin der großen schwülen Hitze gewesen, doch sie war auch ebenso zu stolz um zuzugeben, dass sie sich am liebsten zurück auf die kühle Insel Vroengard gewünscht hätte. Unweigerlich glitt eine ihrer Hände zu der ziependen, wulstigen Narbe an ihrem Hals, die inzwischen zwar weiß geworden war, die aber noch immer ab und an schmerzte - es war das Abschiedsgeschenk eines Spions der Reiter gewesen, welcher ihr den Dolch in das weiche Fleisch ihres Halses gerammt hatte und sie damit beinahe umgebracht hatte, hätte Oromis nicht so geistesgegenwärtig reagiert.
"Es wird dir einerlei sein, wer ich bin und ich werde mir nicht die Mühe machen, lange mit dir zu sprechen, wenn du es nicht willst", führte sie erneut an und stieß ein unfreundliches Schnauben aus ehe sie die Hand ausstreckte und die Hand auf die Schulter des anderen legte, die Finger um die weiche Haut des anderen schließend und ihn so für eine Weile dazu zwingend, nicht sofort wieder die Flucht zu ergreifen. "Du bist nicht der Einzige, der sich Sorgen um Anaiah macht. Wenn du helfen willst, begleite uns - wenn du uns weiterhin für Feinde hältst, dann bleibe hier und wir bringen sie allein zurück. Ich werde nicht die Geduld meiner Reiter aufbringen und mich langen Gesprächen mit dir zuwenden", beendete sie dann ihre Worte und schritt schlicht an ihm vorbei, ließ ihm die Zeit sich selbst Gedanken über ihre Worte zu machen. Entweder er würde sie aufhalten oder nicht.
'Anwar? Kannst du dich hier umsehen und nachsehen, ob es einen guten Weg nach Aberon gibt, der uns nicht an die Türme mit den Bogenschützen und Geschossen vorbeiführt, die euch verletzen können?'

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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Mi Mai 28, 2014 1:38 pm

Alsbald machte sich Anwar auf um der Bitte seiner Reiterin nachzugehen und der große Schatten der vor der Sonne gestanden hatten, und die gesamte Ruine mit einem langen Schatten belegt hatte, verflüchtige sich wieder.
Was sollte Kabil antworten? Ihre Worte wirkten anders als die der beiden Männer, nicht voller Zorn und klang, eher kühl und distanziert und er musste zugeben, dass selbst er in diesem Moment Verlegenheit spürte über da was er getan hatte über das, was er gesagt hatte.
Warum wusste er nicht doch … doch schien es, als die Elfe vor ihm es aussprach alles furchtbar dumm, doch würde er sich nicht die Blöße geben und diese Vermutung offen aussprechen. „Ich..“ Noch immer war er sich unschlüssig darüber was nun das Beste war. Er hatte diesen Menschen so gut wie möglich darauf vorbereitet sich selbst zu versorgen, hatte er doch immer wieder darüber nachgedacht zu gehen, es gleichzeitig jedoch als seine Pflicht gesehen sie anzuführen.
„Ich werde euch begleiten. Ich werde euch den Weg zeigen und die besten Wege, um in die Stadt zu gelangen. Doch versprecht mir, dass ihr ihr danach kein Leid antun werdet. Schwört es mir Reiterin, bei eurer Ehre und ich gebe euch mein Wort darauf dass ich euch helfen werde so gut ich kann.“
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Caladhiel
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BeitragThema: Re: Stadtmitte    Mi Mai 28, 2014 10:33 pm

Langsam wandte sich Caladhiel noch einmal zu dem jungen Surdaner um, der es inzwischen geschafft hatte, die Zähne auseinander zu bekommen und leise Worte vor sich hin stotterte, die ihr nicht einmal ein schwaches Lächeln entlockten, stattdessen ruhten die blauen Augen der Elfe weiterhin auf dem anderen, unterzogen ihn noch einmal einer knappen und mehr als kritischen Musterung ehe sie ihre Hand von dem Heft ihres Schwertes gleiten ließ und näher zu dem anderen hinüber trat. "Wenn ich Euch hätte ein Leid zufügen wollen, dann hätte ich es bereits getan, Kabil", lautete ihre erste Antwort, welche sie ihm zu hören gab und straffte erneut die Haltung bis sie dem anderen gleichauf war und sich ein schmales, kühles Lächeln um ihre Lippen zu ranken begann, von dem sie selbst nicht wusste, wie sie es wirklich zustande gebracht hatte. Was erwartete denn der Junge von ihr? Dass sie ihn einfach gewähren ließ, zuließ, was hier ihren Reitern geschehen war und dass sie von Surda nichts anderes zu erwarten hatten als Angriffe und Feindseligkeiten?
"Schlagt Euch Anaiah aus dem Kopf. Sie hat einen Eid geschworen und wird zurück mit uns nach Alagäsia kehren, gemeinsam mit ihrem Drachen und dies ist ebenso etwas, worüber ich nicht mit Euch diskutieren werde", stellte sie dann schließlich klar und deutete dem anderen an, sie zu begleiten während sie sich auf den Weg hinaus aus der Rebellenfestung machte, um noch einmal mit Vrael und Arva das durchzugehen, was sie bislang in Erfahrung gebracht hatten und auf Anwar zu warten, welcher die Lage außerhalb Aberons sondierte, um ihnen eine Möglichkeit zu bieten, welche das Hereinkommen erleichtern würde. Sie würde mit dem Kalifen nicht sprechen und sich auf nichts einlassen - entweder er gab Fearchar und Anaiah frei oder sie würde jeden Einzelnen in dieser Stadt vernichten, der es gewagt hatte, die Waffe gegen sie oder ihren Orden zu heben und ihnen ein Leid zuzufügen und die Elfe wusste, dass es von dieser Sorte Menschen mehr als genug gab.

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