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 Nomadenlager Mokadischuh

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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 4:59 pm

„Sicherlich. Ein Krieger eines Stammes musste mit allen Waffen bewandert sein, denn in der Regel nutzen wir die noch intakten Waffen von unseren Gefallenen Brüdern. Allerdings hatte ich in letzter Zeit nur wenig Gelegenheit ein Säbel oder einen Speer in meinen Händen zu halten.“ Erst jetzt, als sie auf die Waffe zu sprechen kam, fiel ihm ihre große Schwertlanze auf dem Rücken auf. Er hatte vergleichbares zwar schon gesehen, doch wirkte diese Waffe aus vollkommen anderen Materialien gefertigt als die Waffen, die er kannte und ebenso war die Schmiedekunst eine vollkommen andere. Es war mit keinem einzigen Edelstein versetzt. Keine Saphire oder Rubine, nicht einmal goldene Ummantelungen. Einzig und allein feine Ornamente waren immer wieder zu erkennen.
„Und ich nehme an du kannst ebenfalls mit dem Stab auf deinem Rücken kämpfen?“ Natürlich konnte es genauso gut sein, dass sie sich einzig und allein auf ihren Drachen verließ, doch die Spur von Leichen die sie hinterlassen hatte, lies auf etwas gänzlich anderes schließen. „Eine kämpfende, rothaarige Frau die nahezu unsterblich ist, dank ihrem Drachen, der selbst Metalle in Sekunden zum Schmelzen bringt.“ Fest stand, dass dies ein wahrhaftig guter Stoff für eine Geschichte war, nur hörte er diese nicht gerade am Feuer, sondern erlebte sie selbst.
„Sucht ihr nach etwas bestimmten in diesem Land?“ Platzte er schließlich heraus, ohne weiter nachzufragen. „Schließlich kennt ihr die Wüste nicht einmal ansatzweise und ich käme mir schäbig vor, wenn ich euch nicht meine Hilfe anbieten würde, schließlich habe ich eine Schuld zu begleichen.“
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 5:22 pm

"Eigentlich ... nein ... wenn du mich so fragst. Ich bin hierher gekommen, weil ich frei sein wollte und jetzt spiele ich mit dem Gedanken, aufzubrechen und dem Sklaventum endgültig ein Ende zu machen. Es ist nicht richtig, was sie hier mit den Menschen tun, aber ich glaube nicht, dass ich allein eine Chance dazu habe also brauche ich Menschen, die mir helfen", begann Anaiah dann schließlich zu erklären, während allmählich das alte Feuer seinen Weg zurück in ihr Gesicht fand und sich in ihren Augen ausbreitete, jene erhellte während die Elfe sich im Stillen den Vorstellungen hingab, wie es wohl sein würde, wenn sie sich erst aufmachen konnte, um die Sklaven zu befreien, die in den anderen Lagern noch immer litten und schlussendlich gegen jenen feindlichen König anzugehen, der dieses Land in eisernem Griff hielt und letztlich auch daran die Schuld trug, dass Kabil so sehr hatte leiden müssen. Eines Tages würde es soweit sein und wenn er sie dann noch immer begleiten wollte, würde sie es ihm überlassen, diesem Joch ein Ende zu machen, in welchem Unschuldige verraten und verkauft wurden, weil es einem reichen Herren mit genug Söldnern gerade so passte.
"Du bist mir im Übrigen gar nichts schuldig, Kabil. Wenn du mir hilfst, dann nur weil du es möchtest und nicht, weil du dich zu irgendetwas verpflichtet fühlst", setzte sie ihm nach und musterte ihn noch einmal besorgt, als könne sie gleichzeitig auch ihn davor bewahren sich in etwas zu stürzen, dessen Konsequenzen er noch nicht einmal erahnen wollte. Wenn er sie begleitete, dann würde es bedeuten, dass er in Gefahr war und dass, wenn die Reiter sie fanden, auch er seinen Tod finden würde als einer ihrer Mitverschwörer.
"Auch, wenn ich mich freuen würde, wenn du bei mir bleiben würdest ..."
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 6:13 pm

„Nun dann ist das beschlossene Sache.“ Der Sturm schien sich endlich zu legen, auch wenn er das Zeitgefühl dafür inzwischen ohnehin verloren hatte. Anaiah war eine durchaus gute Gesellschaft, selbst, oder gerade durch ihre fremde Herkunft. Zu ihrem Plan dass Sie die Menschen hier befreien wollte, nun er unterstützte die Idee durchaus, doch war es nichts, was neu in diesem Land wäre.
Jedes Kind kannte die Namen der verschiedenen Sklavenaufstände, sogar dessen Jahreszahl. Es hatte derart viele gegeben, dass sich die meisten der Kalifen irgendwann damit begnügt hatten, dass sie im regelmäßigen Takt aufkamen und nur ein paar hundert, vielleicht Tausend getötet werden mussten bis sie wieder begriffen, wer ihre eigentlichen Meister waren.
„Ich will euch folgen, dass was ihr tut ist dabei eher nebensächlich. Ihr scheint mir eine interessante Reisegesellschaft zu sein und … nun, viel zu verlieren habe ich nicht.“ Bis auf sein Leben gab es tatsächlich nichts das ihn noch auf dieser Erde hielt, doch empfand er dies fast ein Stück weit befreiend. „Ich nehme doch an ihr könnt reiten, also … abgesehen von eurem Drachen, nicht wahr?“
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 6:21 pm

Das, was Anaiah jedoch wollte, waren nicht einfach ein paar Sklavenaufstände anzetteln und dann diesem Land wieder den Rücken zuzuwenden, dass allmählich begann ihre neue Heimat zu werden, sondern hier wirklich etwas Grundlegendes zu verändern, wie es die Reiter einst in Alagäsia getan hatten. Sie wollte den Kalifen absetzen und Reglementierungen einführen, wollte die Menschen hier zum Umdenken bewegen und all jene vernichten, die sich gegen dieses Umdenken stellten - sie wollte eine neue Welt erschaffen, in welcher nur all jene bestehen würden, die von ihren alten Ansichten abwichen und sich in jenen Neuen zurechtfanden, doch von all diesen Dingen sagte sie Kabil einstweilen nichts als sie einen Schritt hinüber zu dem Eingang des Zeltes machte und den Stoff ein Stück zurück schlug. Der Wind hatte sich wieder beruhigt, selbst wenn sie sicher war, dass sie noch eine Weile lang mit ihm hier in dem Zelt festsitzen würde, bevor sie wieder aufbrechen konnten und dem Vorhaben nachkommen konnten, was ihr im Sinne stand.
"Immer noch dir", schallt sie Kabil dann schließlich leise lächelnd als sie wieder zurückkehrte und den Verschluss ihres Trinkschlauchs öffnete, um selbigen noch einmal mit frischem Wasser zu füllen, das aus der Quelle sprudelte, die sie erschaffen hatte und die ebenso dafür sorgte, dass die Luft in dem Zelt frischer blieb als es dort draußen der Fall war. Aufstehen, fortgehen und ein neues Leben beginnen - an der Seite von all jenen, die sie hier nun neu kennen lernte und die ihr eine Chance gaben, die zu sein, die sie wirklich war. "Und ja - ich kann reiten, auch anderes als meinen Drachen", setzte sie dann noch nach und lehnte sich ein Stück zurück während ihr Blick hinauf zu dem hölzernen Gestell wanderte, mit dem das Zelt im Boden verankert war und von dem sie bereits jetzt wusste, dass sie es mit sich führen mussten, um ein nächtliches Lager aufschlagen zu können.
"Was ist mit den Leuten deines Stammes? Waren sie alle hier?", hakte sie dann schließlich nach und schrägte den Kopf an, als sie ihren Blick zurück zu Kabil wandern ließ und ihr Lächeln erneut weicher wurde. "Wir können sie suchen und auch sie befreien."
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 6:47 pm

„Ich glaube damit hättet ihr keinen Erfolg. Es ist wahrhaft gut gemeint, aber … nun lass es mich so sagen. Die meisten an denen mir etwas lag verendet in meinem Käfig, in einem der direkt neben meinem Stand oder wurden hingerichtet, weil sie als Gefangene eine zu große Gefahr waren.“ Er wollte keines missmutige Laune aufkommen lassen, wobei dies in einem Lager, das mit Toten gepflastert war schon beinahe an Sarkasmus grenzte.
„Fürs erste bin ich froh Jemanden gefunden zu haben, der mich nicht ebenfalls in irgend einen Käfig sperren will und der sogar manns genug ist, zu kämpfen … bitte nicht falsch verstehen.“ Das laute Fauchen und toben des Sturmes war inzwischen gänzlich verklungen und statt der Dunkelheit die das Zelt vorher umgeben hatte, schien nun wieder die sengende Sonne auf dieses und eine letzte Böe schlug Kabil gegen das Gesicht und so unerwartet wie diese kam, musste er mehrere Male ausspucken, bis sein Mund wieder vom Sand befreit war.
„Sieht gut aus, wenn wir jetzt noch eine Richtung haben in die du gehen willst, dann könnten wir beinahe losziehen.“ Er sah sich abermals in dem Zelt um, ehe er ein paar weitere Lagen Stoff fand. Ein paar davon legte er Anaiah in den Schoß, ehe er in die Hocke ging und eine Augenbraue hob. „Ich weiß nicht wie ihr in eurem Land mit der Hitze umgeht, aber ich weiß dass sie dort nicht so stark ist. Und wenn deine Haare kein Zeichen dafür sind, dass du aus dem Feuer und der Sonne selbst stammst, dann solltest du dich zumindest ein wenig davor schützen.“
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 7:12 pm

"Es tut mir leid ...", hatte sie ihm noch leise zugesprochen als sie an ihm vorbei in das Licht der Sonne trat und die Augen schloss. Sie spürte die Wärme auf ihrer Haut, aber sie war nicht unangenehm und ihr Körper reagierte nicht mehr darauf, wie er es sonst stets getan hatte, indem sie schwitzte oder das Gefühl sie überkam, sie wolle sich gleich wieder einen schattigen Ort suchen, stattdessen empfand sie jetzt die Hitze als angenehm, als habe sie diese Wärme schon viel zu lange nicht mehr auf ihrer Haut gespürt und mit einem Mal wurde ihr bewusst, wie es Fearchar bei alledem gehen musste. Die Drachen waren in dem Feuer geboren, es war ein Teil von ihnen und mit dem Ritual, das Anaiah auf sich genommen hatte, schien sie ihnen einen Schritt näher gekommen zu sein - dem näher zu kommen, was sie hatte tun wollen, was sie hatte sein wollen. 'Großer? Wie sieht es aus? Hast du den Sandsturm überstanden?', fragte sie Fearchar ihren Gedanken und machte ein paar Schritte auf den großen, roten Drachen zu, der in dem Sand lag und inzwischen den Kopf schüttelte, um all die Sandkörner loszuwerden.
Freundschaftlich klopfte sie auf die Flanke des großen Drachen, hörte sein Grummeln, welches wie Donner durch das Lager hallte und die Reiterin lächelte darüber ehe sie ihre Stirn an die seine legte und ihn unter dem großen Kinn kraulte. 'Danke, dass du das hier alles mitmachst ...', ließ sie ihn wissen und verharrte eine ganze Weile in eben jener Position ehe sie sich wieder zurück zu Kabil wandte, den Kopf ihres Drachen noch immer halb über ihrer Schulter während sie Kabils Bemühungen im Lager aus einiger Entfernung musterte und den Kopf anschrägte. "Wo ist das nächste, größere Sklavenlager, Kabil? In welche Richtung müssen wir reiten?"
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 7:55 pm

„Dieser verdammte Sand.“ Gab Fearchar zur Antwort und schüttelte nun gänzlich den Sand von seinen Schuppen, woraufhin dieser in zahlreiche Ecke und Enden flog. Der Sandsturm hatte in etwas das, was ein starkes Sommergewitter in ihren Landen hatte, nur das die einzelnen Sandkörner weitaus mehr peitschten als die Hagelkörner, sodass er seinen Kopf letztlich unter einem seiner Flügel verborgen hatte. „Aber … es geht mir gut. Und hör auf dich zu bedanken Anaiah, was wir beide getan haben war notwendig. Wenn wir keinen Platz in den Reihen der Reiter finden, dann suchen wir uns unseren eigenen Ort, an dem wir Leben und Frei sein können. Die Welt ist bei weitem groß genug und wie du gesehen hast…“ Er besah sich die große Landschaft des abgebrannten Zeltlagers. „Haben wir einiges vor uns.“
Für Kabil war der Anblick des Drachen aus der Nähe bei weitem erschreckender als der, den er aus der Ferne erhaschen konnte. Allein das Maul wirkte ungemein groß, sodass er vermutlich ihn und ein gutes Dutzend anderer Männer mit einem mal verschlingen konnte. Auch die Kamele, die er von einem kleinen Unterstand, nahe ihres Zeltes geholt hatte scheuten zurück, Blökten mehrere Male und Kabil hatte Mühe, die Zügel in der Hand zu halten. „Bitte versteh das nicht als Beleidigung, aber die Kamele teilen meine Auffassung von deinem Drachen gerade.“
„Zurecht.“ Schallte Fearchars Stimme kurz darauf den Kopf des jungen Surdaners.
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