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 Nomadenlager Mokadischuh

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BeitragThema: Nomadenlager Mokadischuh   Mo Mai 19, 2014 9:48 pm



Die Sonne hatte bereits die Hälfte ihrer Reise im Himmel zurück gelegt und Kabil, Sohn vom Oberhaupt des Zweitgrößten Stammes Ramus gierte erneut nach Wasser, welche seinem Wärter die Kehle herab rann. Die Ketten fühlten sich inzwischen weniger wie Fesseln, sondern eher wie Brandeisen an. Die Sonne hatte unerbittlich auf sie geschienen und bei jeder Bewegung die er machte und bei der er seine Hände bewegte, keuchte er leise auf. Die Wärter vor ihm gingen an seinem Käfig, welcher aus dünnen Palmen gebaut worden war weiter, ohne ihm großartige Beachtung zu schenken. Das höchste der Gefühle war zumeist ein bestürzter Blick, mehr jedoch nicht. Diesen konnte er ihnen jedoch nicht verübeln. Sie hatten ihm alles bis auf seine Hose genommen, dessen Bein kurz nach dem Knie endete. Die Schnüre hatte er schon lange gelöst, doch erhoffte er sich davon inzwischen keinen Ablass der Hitze mehr. Wie lange er hier schon saß konnte er nicht genau bestimmen, plötzliche Ohnmacht und ein surreales, verzerrtes Bild welches auf den Wassermangel zurück zu führen war machten es schwer, noch irgendetwas klares zu denken.
Schließlich hatte man ihm einen fast leeren Schlauch Wasser gereicht, welchen er jedoch begierig geleert hatte, und als sein Blick kurz darauf in eine kleine Sandkuhle fiel, die er scheinbar selbst ausgehoben hatte und aus dessen Tiefe ein beißender Gestank kam konnte er sich allmählich denken, wie lange er bereits in Fesseln lag.
Er war bereits dabei erneut in einen Dämmerzustand zu sinken, als er mit einem Mal lautes Geschrei vernahm und zahlreiche Leute sah, die an seinem Käfig vorbei liefen. "Feuer." Schreien sie alle unablässig. Einige andere sagten noch einige andere Worte wie Monster, Scheusal oder Vergeltung Gottes, doch war Feuer das vorherrschende Wort. "Macht mich los!" Forderte er die rennenden mehrfach auf, doch schenkte ihm keiner wirklich Gehör und als er seine Hände hob um an den Gitterstäben zu rütteln, spannten sie die Ketten um sein Handgelenk, die an einem Pfosten, tief im Boden verankert waren, sodass er kurz darauf mit schmerzerfülltem Gesicht zurück taumelte.
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Mo Mai 19, 2014 10:02 pm


Al Hakam so nannte es sich seitdem er in diesen Landen unterwegs war. Zuvor hatte er bereits viele Namen getragen und viele Länder durchschritten doch dies war Vergangen und daher nicht von Bedeutung. Al Hakam hatte gelernt, dass es nur auf das jetzt ankam. Nur die Aktion im jetzt zählte, kein vorher und kein Nachher. Kein was wäre wenn, kein "hätte ich doch". Kein "hätte ich nicht". Dies waren Fragen die das Leben nur beschwerten, noch schwerer machten als es ohnehin schon war. Er machte nur langsam einen Schritt vor den anderen, als würde er ein schweres Gewicht mit sich umher schleppen. Die Troddeln der Tücher, welche mehrmals um seinen Körper gewickelt worden waren flatterten in dem seichten Wind umher während bei jedem Schritt Sand aus den Ärmeln von Al Hakam rieselte und sich mit dem am Boden vermischte. Das Tuch tief ins Gesicht gezogen, die schweren Rüstteile glühend vor Hitze und Flammen bahnte er sich seinen Weg durch das Nomadenlager, welches er vor wenigen Stunden erreicht hatte. Als er nun jedoch das Schreien des Jungen hörte wandte er sich von seinem vorherigen Ziel ab und watete langsam aber sicher durch die hohen Dünen, ehe er die Käfige sah die dort in der Sonne standen. Männer und Frauen liefen an ihm vorbei, brandeten an ihm wie Wasser das um einen Felsen floss. Wie lange hatte er schon kein Wasser mehr gesehen. Als er schließlich den Käfig und den Jungen erreichte sah er diesen aus blassen, gelblichen Augen an und zog seinen langen Säbel um das getrocknete Holz entzwei zu schneiden, als ein Ruf von hinten erklang. Al Hakam wirbelte herum, schneller und behänder als zuvor und schnitt seinem Feind den Hals vom Ohr bis zur Schulter auf. Als der zweite Wachman auf ihn zusprang streckte Al Hakam nur die Hand aus, presste diese auf den Mund des anderen, der Schrie und zappelte und sich wand wie ein Fisch an der Angel. Wie lange hatte Al Hakam schon keinen Fisch mehr gesehen? Schließlich sackte der Mann zusammen und Sand füllte seinen Mund und seine Nase, rann nur gemächlich heraus und vermischte sich mit Blut und Spucke zu einem Brei aus Tod und Schmerz. Al Hakam schnitt schließlich den Käfig auf. "Raus hier" sagte er mit einer Stimme die klang, als habe er lange Jahre zu viel rauen Sand geschluckt.
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Mo Mai 19, 2014 10:22 pm

Anaiah war gemeinsam mit Fearchar in den frühen Morgenstunden aufgebrochen, als die Sonne kaum vollständig im Osten aufgegangen war und in eben diese Richtung waren sie geflogen. Auch jetzt noch spürte sie die Flügelschläge ihres Bündnispartners, spürte das wilde Schlagen seines Herzens, welchem ihr eigenes folgte als ein gänzlich neues Gefühl sie durchströmte, das sie bislang noch nie gekannt hatte. Die Ungewissheit vor dem, was vor ihnen lag, hielt sie nicht länger zurück - es trieb sie an, ließ sie jedem zurückgelegten Meter entgegen streben während all das, was sie einst noch belastet hatte, immer weiter von ihr abfiel. Der Sonne und der Wärme entgegen, das war das Ziel, das Fearchar und sie sich gesetzt hatten als sie in der vergangenen Nacht in Ilirea darüber gesprochen hatten, was nun vor ihnen lag und der Bündnispartner sie dazu verdammt hatte, noch eine äußerst unruhige Nacht in der Menschenstadt zu verbringen, doch als auch am nächsten Morgen ihr Wille nicht geschwunden war, hatte er sich geschlagen geben müssen. Sie hatte fort gewollt, fort von dem Orden und all seinen einengenden Regeln und Pflicht, fort von all der Verantwortung und den Tausenden Leben, die sie nicht einmal schützen wollte, fort von Arva und seinen hohlen Phrasen.
Hier und jetzt, während der warme Wind ihre roten Haare durcheinander warf, war sie frei. Frei selbst zu entscheiden, wohin sie wollte und mit wem sie sich abgeben wollte - frei sich zu entscheiden, mit wem sie sprach und was sie sagte. Es würde keine Regeln mehr für sie geben, keine mahnende Stimme in ihrem Hinterkopf - sie würde nicht mehr die gute Reiterin sein müssen, die sich gemäß aller Etikette verhielt und die allen nur Gutes tun wollte. Sie hatte den Orden und ihre Heimat zurück gelassen, um neu zu beginnen - die Vergangenheit würde ihre Vergangenheit bleiben, sie würde nie wieder zurückkehren, würde ihr Glück neu suchen und zum ersten Mal hatte sie das Gefühl, dass sie endlich loslassen konnte. Dass es sie nicht mehr kümmern musste, was alle anderen davon hielten, was sie tat - sollten sie sie doch jagen, sollten sie sie überall in Alagäsia suchen und jeden Stein nach ihr umdrehen. Als sie die Grenzen von Surda überquerten waren all diese Ängste Vergangenheit und Anaiah schloss die Augen, atmete die fremde, trockene Luft ein, die in diesem Land herrschte während sie Fearchars dröhnenden Schrei der Freude auch in ihren eigenen Gedanken hörte. Dieses Leben würde ihr allein gehören und niemand würde ihr mehr etwas vorschreiben. Hier gab es nur noch Fearchar und sie selbst und sie genoss die Sonne, die ihr auf der Haut brannte und deren Wärme sie umhüllte, als wäre sie nichts anderes gewöhnt.
'Sieh mal', hörte sie die Stimme ihres Bündnispartners in ihrem Geist und die Elfe öffnete die Augen, lenkte ihren Blick in jene Richtung, welche Fearchar ihr wies und ein ungestümes Lächeln breitete sich auf ihren Zügen aus, als sie das Nomadenlager am Boden erkannte, die Käfige erkannte, in welchen halb verdurstete Menschen gegen die Käfige rüttelten und verzweifelte Stimmen um Hilfe flehten. 'Lass uns Feuer sein', forderte sie Fearchar auf und der rote Drache stürzte gen Boden während seine Reiterin das Feuer in seinem Rachen spüren konnte und als der Drache abdrehte, sprang sie mit einem einzigen Satz von seinem Rücken, ließ sich in dem Drachenfeuer tränken, welches sie nun nicht mehr kümmerte und das die Männer zu Asche verbrannte, die sich ihr mit gezückten Waffen genähert hatten und deren Säbel nun rot glühend in den heißen Sand fielen, in welchem Anaiah einen Schritt um den anderen nach vorn setzte, die Naginata in den Händen und selbige darum wirbelnd. Die roten Klingen der Schwertlilie glänzten in der hellen Sonne, funkelten wie das Blut, welches sie vergoss als sie einen Angreifer nach dem anderen bekämpfte.
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Mo Mai 19, 2014 10:40 pm

Die Hitze um ihn herum erschlug ihn förmlich. Er kannte die sengende Wärme der Sonne die einen manchmal in die Knie treiben konnte, doch das was um ihn herum brannte, war nichts, was er mit seinen bisherigen Erfahrungen vergleichen konnte. Es schien einem förmlich die Haut von den Knochen ziehen zu wollen und ebenso aggressiv breitete sich das stechende Gefühl auf der Haut aus.
Flimmernde Bilder im Schein der Sonne, ein kurzes Flackern als er durch den Käfig gezogen wurde und vor diesem auf die Füße kam. Er hatte seit einer ganzen Weile nicht mehr aufrecht gestanden, sodass es ihm sichtbare Probleme bereitete sich aufzurichten, doch als er sah, was am Ende des Lagers erneut in den Sinkflug ging, weiteten sich seine Augen so weit, dass man fast glaubte man könnte an dessen Stelle Faustgroße Edelsteine setzen.
Wer der Fremde war der ihn befreit hatte, scherte ihn im diesen Moment wenig, eben so wenig wie die Wache, auf dessen abgetrenntes Ohr er trat, als er zur Flucht hastete. Die Männer hatten recht gehabt, Feuer. Es war kein natürliches Feuer sondern etwas, was nur in den entlegensten Geschichten vorkam. Doch hatten sich solche Wesen nie in den Ländereien des Wüstenvolkes sehen lassen. "Wasser.." Dachte er gehetzt. Er würde kaum einen Tag überleben, würde er jetzt einfach rennen. Und noch befand sich die Große Echse und die rothaarige Frau, die sich durch die Männer schnetzelte weit genug weg. Weit genug um Verpflegung, und vielleicht sogar einige der Reichtümer zu erlangen, die die hohen Herren dieses Stammes gehortet hatten.
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Mo Mai 19, 2014 10:49 pm


Al Hakam fluchte, als der Junge davon lief und er nun auch noch mitansehen musste wie die Rothaarige das gesamte Lager den Erdboden gleich machte. Wenn er es nicht selbst gewesen war, der den Anführer der Mokadischuh erschlagen hatte würde er dafür keinen Lohn einheimsen und das konnte er nicht zulassen. Nicht nach allem was er auf sich genommen hatte um hierher zu kommen und vor allem das Nomadenlager ausfindig zu machen. Das war immer das Schwerste an seinem Beruf. Andere Söldner oder Auftragsmörder wussten meistens ziemlich genau wo sich ihr Ziel aufhielt. Aber bei Nomadenstämmen in der Wüste - einem Ort wo alles gleich aussah war dies nicht so einfach. Al Hakam griff sein Schwert fester und bahnte sich einen Weg durch die Frauen und Männer, Kinder und Soldaten und als Anaiahs Klinge einen erneuten Bogen schlug, einen Mann durchtrennte und im Begriff war auf einen zweiten hernieder zu gehen, traf ihre Klinge auf die Seine. "Dies ist nicht dein Jagdrevier, Drachenreiterin" raunte er und seine Stimme war über das Tosen des Drachen, die Schreie der Frauen und das Knistern des Feuers kaum zu hören
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Mo Mai 19, 2014 11:06 pm

Anaiahs dunkelgrüne Augen trafen auf die schweflig gelben ihres Gegenübers, welche sie über die Klinge hinweg anblitzten, doch die Reiterin machte sich nicht die Mühe auch nur ein einziges Wort auf das ihres Gegenübers zu geben, geschweige denn darauf zu antworten ehe sie die Lippen öffnete und nur wenig später ein "Vindr!" durch die Wüstenlandschaft hallte und den Körper des anderen ergriff, ihn zur Seite fegte als wäre er nicht mehr als ein einfaches Blatt im Wind. Der Kampfeslärm hatte sich gelegt und was zurück geblieben war, ließ Anaiah beinahe schaudern - verängstigte Menschen in ihren Käfigen, auf welche die Elfe nun zutrat und deren Schlösser sie mit einem einzigen Hieb ihrer Waffe zerschmetterte ehe sie eine der Zellen betrat, in welcher ein junger Mann gefangen war, der mehr tot als lebendig am Boden lag und nach Wasser röchelte. Die Elfe schüttelte den Kopf während sich ihre Züge verhärteten und sie sich zu Boden sinken ließ und die Hand ausstreckte, die zahlreichen halb verheilten und teilweise entzündeten Peitschenhiebe am Rücken des anderen wahrnahm und mit ihren Fingern darüber glitt ehe ein leises "Waise heill" ihre Lippen verließ und sanftes Licht den geschundenen Körper des anderen einnahm, die Wunden verheilen ließ, die sich seit viel zu langer Zeit an seinem Körper gebildet hatten. "Es ist alles gut", versuchte sie ihn zu beruhigen und seufzte, als sie Fearchar um Hilfe bat, das Wasser weit unter ihnen aus dem Boden hervor zu bringen, das diesen armen Seelen das Überleben sichern sollte.
Sie war nicht hier, um noch mehr Leid zu bringen, vor allem nicht jenen armen Sklaven, die von dem Feuer ihres Drachen verschont geblieben waren und die sich erst jetzt wieder aus ihren Verstecken hervor wagten, als der rote Drache einige Meter über ihnen am Himmel seine Bahnen zog und keinen weiteren Angriff flog. Fearchars Stimme war noch immer wütend, sie hörte seine grollenden Verwünschungen der Sklavenhalter gegenüber und gerade als die Elfe im Begriff war, ihn erneut zu beruhigen, fiel ihr die stolpernde Gestalt eines Mannes auf, der sich von dem Lager entfernte und Anaiah erhob sich aus ihrer knienden Position, nur um ihm wenig später zu folgen und ihn sacht an der Schulter festzuhalten, die Waffe wieder sicher auf ihrem Rücken verstaut, um ihm keinen Anlass dafür zu geben, sie weiterhin zu fürchten. "Ruhig, ganz ruhig", sprach sie leise auf ihn ein und machte einen halben Schritt zurück, führte ihre Hände zu dem Trinkschlauch, der an ihrem Gürtel hing und löste selbigen langsam davon. "Trink - sonst wirst du niemals dort ankommen, wohin du laufen willst."
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Mo Mai 19, 2014 11:28 pm


Die fast aufgerissenen Taschen trieften nur so vor kleinen Edelsteinen und anderen Schmuckstücken, die er sich aus den großen Schatullen erbeutet hatte und ein weiterer großer Sack hing über seiner Schulter, aus welchem ein lautes Klimpern zu hören war. Gehetzt hielt er inne, als die Frau ihn am Arm packte. Er wollte instinktiv nach einer Waffe an seinem Tuch greifen, welches um seine Taille gebunden war, doch merkte er das sich dort weder Tuch, noch Waffe befand, sodass er schließlich stehen blieb, denn die Waffe auf ihrem Rücken war nur allzu deutlich zu sehen.
Im Gegensatz zu den anderen schien sie vollkommen ruhig zu sein und Sie wirkte nicht wie Jemand, der aus diesem Land stammte. Zudem kam sie aus eben jeder Richtung, aus der auch die Echse gekommen war, weswegen er schließlich schlussfolgerte, dass dies ihr Haustier war, oder die beiden Zumindest zusammen arbeiteten, auch wenn es ihm schleierhaft war wie man mit so einem Wesen zusammen arbeiten konnte.
„D.. Danke?“ Nur allzu gern nahm er den Trinkschlauch an und entlastete kurz seine Schultern, indem er den schweren Sack zu Boden fallen ließ, welcher dort mit einem lauten, metallischen Scheppern aufkam. Er nahm drei große Schlucke aus dem Wasserschlauch, gleich derart viel, das ihm ein kleiner Teil des klaren Wasser an den Mundwinkel herab rann.

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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Mo Mai 19, 2014 11:39 pm

"Ich habe euch Angst eingejagt - du solltest dich nicht bei mir bedanken. Das Wasser war das Mindeste, was ich tun konnte." Skeptisch begutachtete Anaiah den Sack, den der andere sich geschnappt hatte und anhand dessen metallenen Scheppern sie bereits ahnen konnte, was sich darin befand - eben jene Ahnung wurde bestätigt als sie in die Hocke glitt und die Leinen, aus welchen der Sack gefertigt worden war, ein Stück zur Seite schob. Edelsteine, Schmuckstücke, schwere Schatullen und mit Blattgold bemalte Figuren blickten ihr entgegen und ließen die Reiterin erneut seufzen ehe sie abermals den Kopf schüttelte und ihre Finger wieder von dem Sack streifen ließ und sich erhob. "Du hättest dir lieber Essen und Trinken statt der Reichtümer mitnehmen sollen. Gold hält dich in der Wüste nicht am Leben", ließ sie dann verlauten und ließ ihren Blick noch einmal über ihn wandern. Er wirkte ausgedörrt und erschöpft und irgendetwas widerstrebte ihr, ihn jetzt einfach wieder gehen und letztlich doch seinem Schicksal zu überlassen, das sich in Form der sengenden Sonne über ihnen beiden erhob. Er war nicht für einen Marsch durch die Wüste ausgerüstet, hatte kein Wasser bei sich, geschweige denn etwas, das er zu sich nehmen konnte und aus eben jenem Grund deutete Anaiah wieder zurück auf das Lager.
"Komm. Ich habe dort unten etwas Nahrung und Wasser gesehen - wenn du fortlaufen willst, dann solltest du es richtig ausgerüstet tun", setzte sie noch nach und versuchte sich an einem weicheren Lächeln als jenem, welches sonst auf ihren Zügen zu finden war. Er war ein Sklave, einer der armen Menschen, die reiche Männer gefangen genommen hatten um ihren Reichtum nur weiter zu mehren. "Ich bin nicht dein Feind und du brauchst keine Angst vor mir zu haben."
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Mo Mai 19, 2014 11:51 pm


Mit der magischen Attacke hatte Al Hakam nun wirklich nicht gerechnet und wenngleich ihn der Schlag auch unerwartet getroffen hatte, so verabscheute er diesen Angriff mehr ob der Magie die durch diesen geflossen war als ob des Schadens, den er hatte erleiden müssen. Er war beinahe einhundert Meter durch die Luft geflogen, ehe er in einem Zelt gelandet war sämtliche Seile und Streben und Planken mit sich gerissen hatte und in einem Wirrwarr aus Fäden, Sand und Stoff den Boden hatte spüren müssen. Er verachtete Magie schon seit vielen Jahren. Langsam aber sicher trat er auf Anaiah zu, einen kleinen Sack um seinen Gürtel gebunden, der unten noch feucht und rot glänzte. Die Reiterin war nicht seine Feindin nur eine Rivalin und nachdem der Flug den Sie ihm spendiert hatte unfreiwillig dazu geführt hatte, dass er seinen Auftrag erfüllen konnte hegte er nunmehr auch keinen Groll gegen sie, wenngleich er sich auch sicher war das sie nicht so von ihm dachte. "Ihr habt gut gekämpft" erklärte er leise und sah zum Horizont. "Aber ihr solltet aufbrechen. Die Flügel eures Drachens haben die Wüste geweckt. Ein Sandsturm kommt auf uns zu und wenn man nicht weiß wo man sich hier verbergen kann überlebt man den Abend nicht"
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Mo Mai 19, 2014 11:55 pm

„Das ist leichter gesagt als getan, doch ich tue mein möglichstes.“ Antwortete er und hielt die Hand vor die Stirn, ehe er seinen Kopf neigte. Es war in seinem Stamm eine hohe Geste der Anerkennung und selbst wenn sie Sie nicht verstand, so glaubte er doch ihr wenigstens das schuldig zu sein. Doch trotz der tadelnden Worte ließ er den Sack nicht einfach zurück, sondern legte sich eben jenen erneut über die Schultern und stapfte hinter der Reiterin hinterher.
Die Angstrufe waren inzwischen verklungen und zahlreiche Sklaven streiften durch das Lager, die meisten davon eher irritiert als verängstigt und nicht wenige sahen sich nur unentwegt um, als konnten sie noch nicht wirklich glauben das sie in diesem Moment keine Fessel mehr hielten. Viele verschwanden in den Zelten um sich Ausrüstung und vor allem Wasser zu beschaffen, ehe sie selbst die Flucht antreten würden. Er selbst hätte vermutlich dasselbe getan, doch schien es ihm, warum auch immer intelligenter, bei der Frau zu bleiben, die dieses gesamte Lager geplündert hatte. Nein, geplündert war nicht der richtige Ausdruck, erobert.
„Dem Recht her gehören all diese Menschen und ihre Besitztümer ihnen.“ Ein kurzer, flüchtiger Blick auf den Sack den er über seine Schulter gehängt hatte folgte, ehe er urplötzlich das Thema wechselte. „Mein Name ist im Übrigen Kabil, nur um zu wissen wie einer der vielen Namen lautet, denen ihr heute das Leben geschenkt habt.“ Während sie sprachen kamen sie an zahlreihen Zelten vorbei und immer wieder keimte der Wunsch in ihm auf, selbst eines aufzusuchen, doch wollte er ebenso wenig den Zorn der Frau erregen, die dieses Wesen befehligte. „Ihr seid nicht von hier, nicht wahr?“
Als der Fremde mit einen mal vor ihren Füßen auftauchte und durch die Kutte etwas murmelte, was über den allgemeinen Krach kaum zu verstehen war, wandte sich Kabil erneut an die rothaarige Reiterin. „Ist … das ein Freund von euch?“
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 12:12 am

"Nein ... ich glaube nicht, dass das ein Freund von mir ist oder sein sollte ... für gewöhnlich gebe ich mich nicht mit Kopfgeldjägern ab."
Noch einmal glitt ihr Blick über den Fremden und misstrauisch glitt ihr Blick noch einmal über die hochgewachsene Gestalt mit dem Blut befleckten Sack, der an seiner Seite hing. Sie wollte nicht wissen, wen er umgebracht hatte, noch kümmerte sie sich sonderlich um seine Hinweise als sie ihn passierte und lediglich den Kopf schüttelte - sie vertraute ihm nicht und es rief ein unwohles Gefühl in ihr hervor, ihn in ihrer Nähe zu wissen, geschweige denn, dass sie die Sklaven in seiner Nähe wissen wollte, die sie gerade erst befreit hatte. Alagäsia war ein anderes Land gewesen, in welchem hinter jeder Ecke ein dunkler Schatten, ein erzürnter Geist oder ein beleidigter Adliger mit ein paar säbelrasselnden Attentätern zu warten schien - dass eben dieses Gefühl nun auch hier in Surda nicht schwand, machte sie seltsam betroffen. Dort, wo einst ihre Heimat gewesen war, war sie nun eine Verräterin und eine Abtrünnige, jemand, den der Orden jagen würde, der einst ihre Familie gewesen war und den sie aufgegeben hatte, um ihren eigenen Weg zu finden - im Grunde war sie ebenso orientierungslos wie es die Menschen hier waren, durch denen Reihen sie schritt und als Kabils Stimme erneut hinter ihr erklang, lächelte sie sacht.
"Mein Name ist Anaiah und das dort oben ist Fearchar - er ist mein zweiter Teil", stellte sie sich schließlich vor und neigte sacht den Kopf vor dem anderen, um auch ihm eine respektvolle Begrüßung entgegen zu bringen. Er war nicht weniger wert als sie, nur weil er in Ketten gelegen hatte und irgendwie mochte sie den anderen. Er ging mit ihr um, als wäre sie einfach nur irgendjemand und vor allem hatte er keine Angst vor ihr und Fearchar, was wohl mitunter der Grund war, weshalb sie ihn zu mögen begann. "Diese Menschen hier gehören mir nicht, geschweige denn, dass mir diese Besitztümer gehören. Es sind freie Menschen und es ist ihre Entscheidung, wohin sie gehen und was sie tun", setzte sie nach und deutete zu einem der Zelte, die hier standen während in der Ferne der Himmel dunkler wurde. 'Fearchar? Komm bitte runter - der Sandsturm ist auch für dich gefährlich und ich will nicht, dass du dich verletzt', bat sie ihren Bündnispartner leise in Gedanken ehe sie neben ein paar der einstigen Sklaven in die Hocke glitt, um sie wenig später in einige der Zelte zu schicken, damit auch sie vor dem Sandsturm geschützt sein würden, dann erst widmete sie sich wieder Kabil und lächelte.
"Nein - ich komme nicht von hier. Alagäsia war einst meine Heimat, aber das ist lange her."
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 12:37 am

„Ähm… nun, gut?“ Er blickte ein letztes Mal verwirrt zu dem vermummten Mann, dann zu Anaiah und folgte dieser kurz darauf, während die ersten Körner bereits durch den aufkommen Sturm umher geschleudert wurden und Kabil die Augen zusammen kniff, um noch alle genau erkennen zu können, hörte er die entfernten Rufe des Drachen, der scheinbar ebenfalls gegen den Sturm ankämpfte. „Ihr sagtet dieses … Wesen ist ein Teil von euch?“ Er wollte nicht undankbar wirken, war sie es doch die dieses gesamte Lager letztlich in Aufruhr gebracht hatte. Sein Sack indes hielt er noch immer umklammert, seine Taschen hingegen hatten jedoch inzwischen einen Großteil seines Inhalts verloren, was er jedoch erst bemerkte, als sie den Schutz eines Zeltes gefunden hatten. Er hatte sie letztlich fast mit sich gezogen aus der Angst heraus, sie könne als Fremde in diesem Land bei einem Sandsturm rein gar nicht sehen. „Verdammt …“ Fluchte er leise. „Wenn eurer Begleiter in Sicherheit bleiben will, dann sollte er aufhören zu fliegen. So wie ich seine Größe einschätzte bringt er recht schnell ein paar hundert Meter zwischen sich und die stärksten Böen, und da er gewiss genauso schwer ist wie er aussieht, wird ihn das am Boden halten, bis alles vorbei ist."
Sein Blick streifte durch das Lager und erstaunlicherweise fand er das, wonach er Ausschau gehalten hatte. Die Surdaner wussten das Hitze die meisten Lebensmittel nur umso schneller faulen lies, also gruben viele etliche Meter tief, um ihr Essen in den kühleren Lagen der Erde zu schützen, fern von all dem Sand. Diese wurde zumeist mit einer Luke verschlossen, und eine ebenso solche befand sich direkt vor ihm und mit einem schmalen Flaschenzug war es ihm möglich, ein paar Brocken gepökeltes Fleisch, sowie Datteln und sogar einen Tonkrug Wein zu Tage zu fördern.
Beides verstaute er sicher auf dem Boden und ehe er erneut das Wort ergriff, stahl er sich aus einer der offen stehenden Truhen ein schlichtes, beige farbiges Hemd. „Bedient euch bitte Anaiah..“ Der Name klang seltsam hart und fremd, doch gab er sich alle Mühe bei der Aussprache. „ .. schließlich werden wir so schnell nicht aus diesem Zelt kommen.“
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 1:50 pm

'Fearchar! Im Ernst jetzt! Komm runter!', forderte sie ihren Drachen noch einmal in Gedanken auf und stieß ein leises Fluchen hinterher, hoffend, dass wenigstens selbiges nicht seine Wirkung verfehlen würde und in den Kopf ihres sturen Bündnispartners gehen würde, ihn vielleicht davon überzeugen würde, endlich zu Boden zu fliegen und seinen Kopf dort in einem Zelt zu schützen, damit der Sand ihm nicht schlimmeres antun konnte. Ab und an verfluchte sie Fearchar für seinen Stolz nicht auf die Bewohner dieses Landes zu hören, wenngleich er doch genau wusste, dass sie Recht hatten und ihm nichts Böses wollten. Langsam ließ sich die Elfe in den warmen Sand sinken und ließ ihren Blick durch das Zelt streifen, in welchem Kalib und sie Platz genommen hatten während der Wüstensand immer wieder gegen die Zeltplane blies und selbige flattern ließ. Der Sandsturm würde alle ihrer Spuren endgültig vertreiben und damit würde es möglich sein, auch eventuelle Verfolger vollständig abzuhängen, die sie sonst ermordet oder wieder zurück gebracht hätten, damit sie ihre rechtmäßige Strafe annehmen konnte - das Schicksal schien es dieses eine Mal gut mit ihr zu meinen.
"Danke", sagte sie dann leise in Richtung ihres neuen Begleiters und lächelte eben jenem noch einmal zu ehe ihr Blick auf seine geschundenen Gelenke fiel und sie ihre Finger nach selbigen ausstreckte, die weiche Haut seiner Hände umgriff und seine Hände behutsam zu sich zog. "Darf ich?", fragte sie nur kurz und warf einen kurzen, versichernden Blick hinauf in sein Gesicht ehe erneute leise Worte in der alten Sprache der Elfen ihre Lippen verließen und die Schwellungen und Entzündungen zu heilen begannen, die er sich über die Zeit seiner Gefangenschaft zugezogen hatte. "Wie lang bist du schon hier?", hakte sie leise nach, um die Stille zu überbrücken während sie erneut das Wasser aus dem Boden empor steigen ließ,wo es sacht in einer kleinen Kuhle zu sprudeln begann und die Elfe ein kleines Tuch mit dem klaren Wasser benetzte, um damit nur wenig später die getrockneten Blutspuren von seinen Gelenken zu wischen.
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 2:01 pm

Unsicher umklammerte er seine Handgelenke, prüfte noch einmal wo mit einem mal die Wunden waren, die ihm vorher so zugesetzt hatten, doch war keine Spur mehr von diesen. „Nicht nur die Kameradin eines so großen Vogels, auch noch eine der begnadetsten Heilerinnen die ich je gesehen habe.“ Sein Dank äußerte sich in einer erneuten Geste der Dankbarkeit, ehe er ihr den ersten Schluck des Weins anbot.
Dankend nahm die andere diesen an und während Sie trank und die Hülle des Zeltes vom Wind hin und her geschlagen wurde, begutachtete er seine Hände erneute. Es war, als wäre dort nie etwas gewesen. Die dünnen Streifen, die vorher von so heller Haut gewesen waren, da etliche Wochen kein Licht an diese gekommen war, hatten sich wieder seiner ursprünglichen Hautfarbe angepasst.
Er drückte prüfend mit seinem Finger darauf herum, doch spürte er nichts, rein gar nichts. „Ich nehme an wenn ich euch darum Bitte mir zu zeigen, wie ihr das gemacht habt, werdet ihr mit – Berufsgeheimnis – Antworten, nicht wahr?“
Erneut lachte er, diesmal jedoch weitaus entspannter und von einem großen Teil der Schmerzen, die sich in den letzten Wochen gesammelt hatten erlöst. Das Wasser hatte seine Kehle inzwischen wieder so weit befeuchtet, das jedes Wort nicht einem Sandpapier gleichkam, das man über die Innenseite seiner Kehle zog. „Ich war viel zu lange hier … zwanzig Tage, mehr? Ich kann es nicht genau sagen, irgendwann habe ich aufgehört Striche um Sand zu ziehen, nur damit sie eine halbe Stunde später bereits wieder verweht waren.“
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 2:15 pm

"Fearchar ist kein Vogel - das würde ihn beleidigen. Er ist ein Drache und was meine Fähigkeiten angeht ... ich bin darin nur mittelmäßig. Es gibt ein paar Heiler in Alagäsia, die weit besser sind und was die Drachen anbelangt - Fearchar ist im Vergleich zu denen aus meiner Heimat auch noch relativ klein. Ich höre seine Gedanken und fühle mit ihm mit, sehe durch seine Augen - das ist es, was ich zuvor mit mein zweiter Teil meinte", lautete Anaiahs Antwort, welche von einem amüsierten und aufrichtigen Lächeln begleitet wurde, welches nicht zuletzt daher rührte, dass sie das unwillige Brummen ihres Bündnispartners noch in ihrem Kopf wiederhallen hörte. Kalib schien noch immer vollkommen verwirrt davon zu sein, was sie getan hatte und ihr fiel durchaus der prüfende Blick auf, den der Surdaner immer wieder zu seinen Handgelenken wandern ließ, an welchen nicht einmal mehr eine Narbe zu erkennen war. Im Grunde waren es Banalitäten - kleinere Verletzungen, welche Anaiah an sich selbst und an zahlreichen anderen hatte heilen müssen, deren Wege sie während der letzten 160 Jahre gekreuzt hatte, aber für ihn schien es etwas Besonderes zu sein und diese Faszination darüber und die Anerkennung, die ihr hier entgegen schlug, machte ihr dieses Gespräch angenehm und ihren Gesprächspartner sympathischer als sie es noch zu Beginn gedacht hatte.
"Und was deine Frage nach dem - wie ich das gemacht habe, angeht ...", begann sie dann erneut und ließ ihr Lächeln schelmischer werden als sie ihm die Flasche Wein wieder zurückgab und einen Finger zu ihren Lippen führte ehe sie ein leiseres "Berufsgeheimnis" hinzufügte. Zwanzig Tage war er nun schon hier und wirkte dennoch, obwohl es bereits Jahre waren - diese Männer durften so etwas nie wieder tun. Sie durften nicht noch einmal unschuldige Sklaven nehmen, sie für ihre Zwecke missbrauchen und verkaufen - diese Männer und Frauen hier waren genauso frei wie jedes andere Wesen.
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 2:27 pm

„Drachen?“ Er versuchte das Wort einzuordnen, doch sagte es ihm nichts, was er auf Anhieb zuordnen konnte. Er hatte das Wort einst in Geschichten gehört, die man sich als Kind erzählte. Über mächtige Wesen die den Himmel in Brand steckten, zumeist eigentlich Felsen waren, die von den Göttern auserwählt waren um Schrecken über das Land zu bringen.
Zwar glich sich dies sogar mit dem, was er gesehen hatte, doch wenn Anaiah mit ihm in einem Bündnis stand und seine Gedanken hörte. „Die Heiler in den verschiedenen Stämmen sprechen oftmals von einem Gedankenaustauch, vermutlich etwas Ähnliches wie das was ihr mit eurem … Drachen habt. Aber, verzieht wenn ich erneut fragen muss. Er hört alles was Ihr denkt und ihr hörte alles, was er denkt?"
„Ja.“ Kam es nur als tiefe Antwort und prustend kippte Kabil hinten über, konnte die Tonflasche die noch halbvoll mit Wein war jedoch irgendwie davor retten, vollends verschüttet zu werden, sodass nur ein paar Tropfen an seiner Hand hinab rannen. Es war nicht wie ein normales Gespräch wie etwas, dass, was er gerade mit Anaiah führte. Viel eher war es viel ein Gedanke, den Jemand anders in seinen Kopf gepflanzt hatte und selbst ein paar Minuten danach stand ihm noch immer der Schock ins Gesicht geschrieben, doch musste er beinahe schon wieder darüber, derart absurd wirkte all das, was ihm hier gerade widerfuhr.

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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 2:38 pm

'Das musste jetzt sein, oder?', hakte sie belustigt in ihren Gedanken nach als auch sie die dunkle Stimme ihres Drachen in ihren eigenen Gedanken gehört hatte und sich leise lachend ein Stück weit zurück lehnte, während sie Kabils blasses Gesicht ansah, dem der Schock in den Augen stand und sie dazu brachte, leise zu kichern. Nur allzu gut erinnerte sich Anaiah daran, wie es war, als sie zum ersten Mal Fearchars wilde Gedanken in ihren eigenen gespürt hatte - damals, kurz nachdem er geschlüpft war und sie zum ersten Mal seine Haut hatte berühren können, damals als die Gedwey Ignasia auf ihrer Handinnenfläche erschienen war, die auch jetzt noch dort silbrig schimmerte, doch seit diesem Moment waren so viele -Jahre vergangen und inzwischen konnte sie sich das Leben nicht mehr ohne Fearchar und seine Gedanken in ihren eigenen vorstellen. "Entschuldige, Kabil", brachte sie dann leise lachend über die Lippen und beugte sich ein Stück nach vorn, nur um ihn wenig später wieder zurück auf die Füße zu ziehen und ihn noch einmal zu mustern, ehe sie ihm schlichtweg die Flasche wieder aus den Händen nahm, um daraus einen Schluck zu trinken und sie ihm dann wieder rüber zu reichen. "Manchmal macht er das. Fearchar hat seinen eigenen Willen, ich gehorche weder ihm, noch gehorcht er mir", ließ sie dann verlauten und zuckte leichtfertig mit den Schultern.
"Was ist mit dir? Ich erzähle hier die ganze Zeit über mich und weiß dabei gar nicht viel mehr als deinen Namen und deiner Vorliebe für Gold und guten Wein", setzte sie dann nach und lehnte sich wieder zurück, mit einer Hand ein paar der Datteln aus der kleinen Grube fischend, aus der Kabil eben diese hervor gezogen hatte. 'Ich glaube, das hier wird eine gute neue Heimat für uns, Fearchar - eine, in der wir uns wohl fühlen werden.'
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 2:57 pm

„Mhhh, zwei meiner besten Eigenschaften.“ Noch immer fühlte er sich seltsam mit dem Gefühl, das Jemand für einen Augenblick in seinen Gedanken gewesen war. Es war nicht unangenehm, lediglich seltsam, doch schien Anaiah dieser Umstand mehr zu belustigen als zu beunruhigen, was Kabil zumindest ebenfalls ein Stück weit beruhigte.
Doch die Erklärung ließ sich dadurch nicht aufschieben und die mahnenden Blicke von Anaiah taten schließlich ihr übriges, um ihn zum Reden zu bringen. Er musste ein paar Mal anfangen, schließlich gab es Dinge, die er umschreiben oder gänzlich auslassen musste, um kein allzu schlechtes Bild abzugeben und vor allem anderen, um nicht Dinge Preis zu geben, die hier nicht von Belang waren. „Ich habe eine ganze Weile lang im Dienste eines anderen Stammes gekämpft. Ehrbare Menschen, ohne Sklaven und ohne Missstände, wer sie verlassen wollte konnte gehen, wurde jedoch nicht geächtet. Ihr Anführer war einer der ehemaligen Berater des alten Kalifen, ebenso alt wie auch weise, doch wurde er von dem neuen Herrscher verstoßen und statt seiner Sitzen dort nun Schriftgelehrte und andere Leute, denen ich nicht weiter traue auch ich spucken kann. Nun, als sich der Kalif von ihm abwandte, schwanden auch nach und nach seine Gefolgsleute. Schließlich wurde sein Stamm von diesem hier …“ Er breitete die Arme in dem Zelt aus. „Vollständig übernommen. Nicht gerade friedlich, viele Männer starben, der Rest wurde gefangen genommen oder arbeitete in ihren Diensten, Frauen und Kinder wurden in Pferchen wie meinen festgehalten. Mir wurde das gleiche Angebot gemacht wie allen Kriegern, die den ersten Angriff überlebt hatten und … nun ich glaube das Spucken ins Gesicht wird bei euch ebenso gesehen, wie bei uns.“
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 3:09 pm

Ivar kämpfte sich mühsam nach vorne, hielt den Arm vor sein Gesicht um dieses vor dem kräftigen Sturm und den umhergewirbelten Sandkörner zu schützen, doch war dieser Versuch nur von mäßigem Erfolg bestimmt. Er versuchte den Sand der in seinen Mund geweht wurde auszuspucken, doch war er dafür zu schwach und zu entkräftet und so floss nur ein dünnes Rinnsal Spuck sein Kinn hinab. Die schweren Ketten, welche seine Füße noch immer zusammen hielten schmerzten bei jedem Schritt und erleichterten das Vorankommen auch nicht gerade. Der Junge atmete schwert und versuchte nicht den Gestank von verbranntem Fleisch wahrzunehmen, während er beinahe Blind durch die Überreste des Nomadenlagers stolperte. Noch immer tat ihm alles Weh von den Schlägen seines Herren und als es ihm gelungen war in dem Tumult zu fliehen war er von einer Horde flüchtender Sklaven beinahe zu Tode getrampelt worden. Noch immer pochte sein Schädel und die Abdrücke von nackten, blutigen Füßen zierten seinen weißen Lendenschurz während er keuchend stehen blieb. Das bringt nichts. Ich werde ersticken ehe ich auch nur an eine Oase komme, wenn der Tod überhaupt so gnädig war. Vor Ivars Augen malte sich ein Bild von wundem, offenen Fleisch welches von dem Sturm und den prasselnden Sandkörner bis auf die Knochen aufgerieben wurden, ehe auch sie zermahlen wurden. Es schüttelte ihn und so machte er kehrt, stolperte zurück ins Lager und in das erste Zelt das er erreichte. Doch wo der Tosen des Sturms nur ein rauschen und Zerren an der Zeltwand war saßen zwei Leute. "Bitte... tut mir nichts" wollte er rufen und sich auf die Knie werfen, doch mehr als ein heiseres Flüstern entrann nicht seiner Kehle. Er wusste wo sein Platz war. Das hatten Sie ihn gelehrt. Mit Schlägen, mit Peitschen und mit Brandeisen sie hatten ihn geschnitten und bespuckt und ausgehungert bis er gelernt hatte der Sklave zu sein. Bis er seinen Namen beinahe vergessen hatte.
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 3:18 pm

Als die Zeltplane zurück gezogen wurde und nur wenig später der heiße Sand sich auch hier hinein seinen Platz suchte, war Anaiah ruckartig aufgestanden und hatte bereits die Hand zu der Schwertlanze auf ihrem Rücken geführt, nachdem sie sich vor Kabil geschoben hatte, um den anderen zu schützen, doch statt einem Feind, erblickten ihre Augen lediglich einen vollkommen entkräfteten jungen Mann, der vor ihnen beiden auf die Knie gesunken war und den Blick gen Boden richtete. Misstrauisch machte die Elfe ein paar Schritte nach vorn, wies Kabil mit einer kurzen Geste an, er solle einstweilen zurück bleiben währen ihr Blick prüfend und kritisch über den Neuankömmling glitt, von dem sie noch nicht wusste, was sie davon halten sollte - dort draußen herrschte ein verfluchter Sandsturm, in dem noch nicht einmal Fearchar fliegen konnte und hier tauchte einfach ein Halbstarker auf und bettelte darum, ihm nichts zu tun. Die Sklaven hatten sich allesamt ihre Zelte gesucht, in welchen sie Schutz fanden.
Sie konnte ihn aber ebenso wenig einfach dort am Boden hängen lassen und aus eben diesem Grund glitt sie vor dem Neuankömmling in die Hocke und tastete behutsam nach seiner Schulter. "Alles ist gut. Wir tun dir hier nichts", versprach sie dem anderen leise und schob sich mit der freien Hand ein paar der roten Strähnen hinter das Ohr zurück ehe sie hinüber zu der kleinen Quelle deutete, die sie im Sand geschaffen hatte. "Trink etwas, ruh dich aus. Bis der Sturm vorbei ist, kommen wir ohnehin nicht weiter", setzte sie noch nach und ließ ihren Blick wieder fragend hinüber zu Kabil wandern. Vielleicht würde er wissen, was es mit dem Neuankömmling auf sich hatte.
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 3:25 pm

Ivar nickte und stolperte zu der kleinen Quelle, welche dort im Sand vor sich hin sprudelte. Er wundere sich nicht darüber, dass Wasser aus dem Boden kam. Ebenso wenig wie er sich über die spitzen Ohren der Frau vor ihm wunderte. Alles was momentan zählte war Wasser. Wie hatte er nur so dumm sein können zu glauben, er würde es aus dem Lager heraus schaffen? Er hatte Sandstürme bereits mitbekommen, doch stets war er in dem Zelt seines Herren gewesen und niemals draußen. Nie hatte ihm jemande beigebracht wie man sich während solch eines Sturms verhalten sollte. Er schlürfte begierig das Wasser auf, welches kalt und angenehm durch seine Kehle rann. Seine Lippen waren im Gegensatz zu denen der meisten anderen Sklaven nicht aufgesprungen. Seine Hände nicht rauh und schwielig vom Arbeiten. Er nahm noch einen Schluck und danach noch einen, ohne das die Quelle versiegte. Dann legte er sich auf den Boden und schloss die Augen, ehe die Erschöpfung ihn übermannte.
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 3:50 pm

Ohne ein Wort zu sagen hatte Kabil die taumelden Schritte des Mannes verfolgt. Er schien ihn gar nicht wirklich zu bemerken und trotte, nachdem Anaiah ihn herein gebeten hatte lediglich zu der Wasserstelle, ehe er zwei Sekunden später auf den weichen Sand fiel. „Nun, es scheint das nicht nur ich euch dankbar sein muss.“ Er prüfte den Mann mit einem letzten, skeptischen Blick, doch schien von diesem keine Gefahr auszugehen und ebenso wenig glaubte er dass er noch irgendetwas wahrnehmen konnte. Beide tauschen erneut den Weinkrug, ehe er selbst sich ein paar der Datteln nahm und das frische Aroma in jedem Bissen genoss.
„Sind alle so wie ihr in eurem Land?“ Fragte er schließlich mit einem viel zu überfüllten Mund, ehe er das restliche Essen rasch herunter schluckte. „Ich eine in Begleitung von Drachen die ihren eigenen Willen haben und mit denen ihr zusammen lebt. Es würde zumindest erklären warum der Kalif nach seinem Aufbruch, dessen Aufruf sich selbst bis in die Gebirgsketten und die Minen erstreckt hat, so schnell wieder zurückgekehrt war.“ Es war beinahe schändlich, denn seit dem letzten Herrschertreffen hatten sie die Stammesoberhäupter, wie auch der damalige Kalif geschworen, keiner würde je wieder in Handel mit der Außenwelt treten. Recht strickt, das mochte sein, doch war die Wüste ihre Heimat, und diese war bei weitem groß genug, um sie als eigene Welt zu sehen.
Doch als ihm etwas in ihrem Gesicht auffiel, was scheinbar schon dem Fremden aufgefallen war, machte er ein stutziges Gesicht. Ohne weiter nachzufragen strich er der Reiterin eine rote Strähne nach hinten, woraufhin die Spitzen Ohren zu sehen waren.
„Bedeutet das irgendetwas bestimmtes?“
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 4:00 pm

Für einen kurzen Moment hielt Anaiah die Luft an, als er nach der Strähne ihres Haares gegriffen hatte und sie hinter die spitzen Ohren schob und die Elfe verfluchte sich dafür, nicht darauf geachtet zu haben, einen Zauber darüber zu weben und sich selbst damit bedeckt zu halten, während sich ein zarter Rotschimmer über ihren hohen Wangenknochen ausbreitete, welcher davon zeugte, wie unangenehm es ihr war, dass er das entdeckt hatte. Sie hätte einfach als Mensch durchgehen können, doch dafür war es inzwischen zu spät - er hatte es gesehen, ebenso wie der schlafende Neuankömmling auf dem Boden, der kaum mehr als ein paar stammelnde Worte zu Stande gebracht hatte und missmutig verzog sie das Gesicht ehe sie den Kopf schüttelte. "Nein - es sind wenige so wie ich ... dort, wo ich herkomme, gehörte ich einem Orden an, den die Menschen als Drachenreiter bezeichnen und nur wir leben wirklich mit den Drachen wirklich zusammen, der Rest der Menschen lebt in großen Städten und wird von einer Königin regiert, die mehr ein Kind als wirkliche Regentin ist", begann sie dann zu antworten und rang sich ein verhaltenes Lächeln ab während ihr Blick noch einmal den des anderen suchte. Wie sollte sie ihm erklären, welchem Volk sie angehörte, bevor der Orden sie aufgenommen hatte als sie kaum den Kinderschuhen entwachsen war? Wie sollte sie ihm etwas erklären, das er vermutlich noch nie zuvor gehört hatte?
"Ich ... bin kein Mensch, nicht wirklich zumindest. Dort, wo ich herkomme leben drei Völker - die Menschen, so wie du einer bist. Die Zwerge, ein kleines Volk, das wir die Steinernen nennen und die in einem großen Gebirge in riesigen Höhlen leben und die Elfen, die in einem Wald leben und die wir das Volk der Sterne nennen. Sie haben diese spitzen Ohren und bevor ich in den Orden aufgenommen wurde, war ich eine von ihnen ... wir sterben nicht am Alter durch unsere Verbindung mit den Drachen", führte sie dann fort und schlug die Augen nieder, befürchtend, sie würde den anderen abstoßen, wenn sie ihm nun auch noch verriet, wie alt sie eigentlich war. Natürlich kannten die Surdaner die Elfen nicht, kannten die Drachenreiter nicht und wenn sie ehrlich war, dann wäre es ihr lieber geblieben, wenn er sie nur als einfachen Mensch gesehen hätte, denn als viel mehr sah sie sich selbst nicht.
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 4:13 pm

„Fast alles von dem was ihr mir hier gerade erzählt klingt vollkommen verrückt, das ist euch hoffentlich bewusst?“ Anstelle eines skeptischen oder gar abstoßenden Blickes, trat ein Lächeln in sein Gesicht. Ihm war schon als Kind bewusst gewesen das es weitaus mehr gab als die endlose Wüste, die Sie umgab. Doch hatte es ihn nie sonderlich geschert was um ihn herum lag.
„Nun … ich bin mir sicher dass ich noch einige Zeit brauchen werden bis ich euren Orden und eure Völker verstehe, oder erst einmal dessen Namen aussprechen kann, ohne dass ich euch mehrmals fragen muss. Einstweilen seid ihr für mich die Frau, die mich aus den Fängen von ein paar Mordlustigen befreit hat. Und … die einen … Drachen zum Freund hat.“ Er griff erneut nach den Datteln und nickte dann. Das rot in ihrem Gesicht hatte eine hellere Färbung als ihre Haare, und doch wirkten beide im Zusammenspiel fast identisch. Er hatte eine solche Haarfarbe noch nie gesehen, er hatte von Menschen mit goldenem Haar erzählt, selten sah man braunes und Männer wie Frauen mit eben solchen waren begehrter als ein lupenreiner Diamant, doch rote Haare?
„Nun nachdem ihr mir eurer Land in einem kurzen Überblick vorgestellt habt und meinen Kopf damit vermutlich in den nächsten paar Wochen vollends auf den Kopf gestellt habt..“ Seine Hand ging zu einem langen Leinentuch, das zuvor auf einer provisorischen Wäscheleine gehangen hatte. „Das hier nennt man Kufiya. Man bindet es sich um den Kopf. Es schützt vor der Sonne, Sand in Augen und Mund und unerwünschten Blicken auf die Ohren.“
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BeitragThema: Re: Nomadenlager Mokadischuh   Di Mai 20, 2014 4:35 pm

Skeptisch begutachtete Anaiah das Tuch, welches er von der Leine genommen hatte und rümpfte dann die Nase bei der Vorstellung sich eben dieses Stück Stoff um den Kopf zu binden, um sich damit vor der Sonne zu schützen, wenngleich sie sich auch die Benennung eben jenes Stoffes in ihrem Gedächtnis einprägte und schwor sie sich zu behalten. Sie würde all diese Dinge brauchen, die Kabil ihr hier nun vorstellen würde und nichts desto trotz rang sich erneut ein amüsiertes Lächeln ihren feinen Zügen ab während sie den anderen skeptisch musterte. "Du meinst, das Stück Stoff da schützt auch vor den unerwünschten Blicken, die meine Waffen und vor allem Fearchar auf sich ziehen?", hakte sie dann mit hochgezogenen Brauen nach und schrägte den Kopf an ehe sie mit den Schultern zuckte. Sie würde auffallen, ganz egal, wohin sie auch gehen würde - sie kannte diese Kultur nicht, kannte nicht die fremde Sprache der Surdaner, geschweige denn die Art, wie sie sich kleideten und so machte sich die Elfe gar nicht erst die Mühe sich weiterhin bedeckt zu halten. Sie würde Fearchar nicht leugnen - er gehörte nun einmal zu ihr.
"Und was mein Heimatland angeht ... entschuldige, wenn ich dich verwirrt haben sollte", setzte sie noch nach ehe ihr etwas ganz Wesentliches auffiel, über das sie bislang stets hinweg gegangen war und was sie nun dazu brachte, ihr Lächeln weicher und sanfter werden zu lassen. Sie war nicht mehr Ihr - sie war hier in Surda einfach nur noch Anaiah und Kabil war bei Weitem kein Sklave mehr. "Es heißt bei uns du, wenn man unter Freunden ist und wir haben schon guten Wein miteinander geteilt - ich bin nicht besser als du", setzte sie nach ehe sie noch einmal seine Erklärung durchging, bevor der andere Neuankömmling in das Zelt gestolpert war. Er war also ein Kämpfer, der bei einem anderen Stamm gewesen war und noch einmal blieb der Blick der Elfe an der breiten Gestalt des anderen hängen.
"Du kannst also kämpfen? Mit den Krummsäbeln da?"
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