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Ileana Xeldaric
Ser Gawain Drei Blumen
Der Erzähler
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BeitragThema: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 4:25 pm

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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 4:37 pm

Die Schaulustigen hatten sich inzwischen auf ihren Plätzen eingefunden und die anfängliche Lautstärke auf dem Platz, maßregelte sich als sich Stephan erhob und die Stimme erhob. Abertausende Augen ruhten in diesem Moment auf ihm und unter diessen Last erhob er die Stimme, welche sich über das gesamte Feld erstreckte.
„Werte Lords, werte Ladys. Es erfreut mich, euch hier begrüßen zu dürfen. An einem Turiner, das uns als Wendepunkt der Geschichte in Erinnerung bleiben wird. Als Wiederauferstehung der königlichen Familie und als neues Zeitalter des Wohlstands für alle Menschen.
Glück und Liebe möge über all die kommen, die Ihren Lehnsherren und der Krone treu dienen und sich, egal welchen Grundes, mit Ehre in ihr Totenbett begeben. Und möge die Hölle über all die herein brechen, die unseren Wandel zu verhindern ersuchen und über allem nur ihre eigenen Interessen sehen. Wir sind hier versammelt, als Volk, als eine Einheit. Und jeder einzelne vermag Stolz zu sein darüber, das er an diesem Zeitalter einen Beitrag geleistet hat. Lord wie Baron, Bauer wie Schmiedt und Soldat wie Ritter.“

Das, vom schneefreigeräumte Feld wurde langsam mit Dienern befüllt, welche ein glückliches Lächeln im Gesicht, in feine Stoffe am Körper trugen. „Und möge dieser Wohlstand unser Reich überdauern, solange die Krone alles und jeden behütet und eine weisende Hand sein wird.“ Die Diener, um dessen Körper Große Körbe geschnallt waren, fingen an in die Mengen der niederen Plätze große Brotlaibe zu werfen, welche sich beim Anfassen sogar noch warm und frisch anfühlten. Die Menge jübelte, während Stephan kurz die Hand in die Höhe hob um noch einen Augenblick um Ruhe zu bitten. „Ein jeder, gleich welchen Standes ist in der Lage seines Volk und deren Herrscher zu dienen. Und mit einer Einheit, die wir somit bilden können, folgt Ordnung und Recht. Aus diesem Grunde werden die fünfzig Sieger in diesem Turnier die Ehre erhalten, die neue Leibwache des Königshauses zu bilden, auf das diese eine lange und friedliche Herrschaftszeit erlebt. Doch Worte können nur schlecht beschreiben, welchen Mut jeder Mann hier auf dem Turinerplatz zeigen wird. Lasst uns beginnen!“
Die Menge gin in einem letzten, tosenden Jubel über, welcher mehrere Minuten anhielt und erst als dieser verklang, wagte es Stephan sich wieder zu setzten. Die Diener gingen noch eine ganze Weile lang über den Platz, bis sich deren Körbe erschöpften und Sie sich langsam durch eines der Seitengatter zurück zogen.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 4:49 pm

Man konnte von der Rede des Truchsess halten was man wollte - Gawain selbst empfand sie unter anbetracht des Massakers, welches dunkle Mächte erst wenige Wochen zuvor veranstaltet hatten als reichlich unschicklich, aber es war nicht an ihm dies zu entscheiden. Er sah über die Tribünen, ehe er auf einer Nebentribüne Ileana ausmachte, die neben einem Jungen mit zersaustem, Rabenschwarzen Haar saß. Auch dies stieß ihm persönlich etwas sauer auf - der Truchsess sprach über das Königshaus, über Ehre und Pflicht und saß doch auf jenem Stuhl, der der Prinzessin zukommen sollte. Aber lange Zeit um über diese Tatsache nachzudenken hatte er nun wahrhaft nicht.
Er ließ sich von einem der Stallburschen in den Sattel helfen - er hatte keine Knappen mehr, seitdem sein letzter vor zwei Wintern den Ritterschlag erhalten hatte. Gawain klopfte Corason noch einmal auf die Flanke ehe er sich in den Sattel hievte. "Mach mir keine Schande Großer" bat er das Pferd. Er hatte das Pferd ordentlich heraus geputzt, die Mähne gestriegelt und Blumen in das Haar flechten lassen. Der Überwurf zeigte Gawains Wappen - drei weiße Lilien auf blauem Grund, die Hufen waren frisch beschlagen und auch Gawain selbst hatte sich heraus geputzt.
Seine Rüstung schimmerte in der kalten Sonne dieses Wintertages, die Schuppen welche den größten Teil seiner Rüstung bildeten klimperten während er sich in den Sattel hievte und noch einmal die Panzerfäustlinge bewegte um ein Gefühl für deren Gewicht zu bekommen. Sein Schwert war seiner linken Seite und mit einem Knoten versehen, um zu beweisen das er das Schwert während des Tjostes nicht benutzen konnte. Sein zugespitzter Helm besaß kein Visier, sondern nur einen Sehschlitz und einige Löcher für die Luftzufuhr und auf dem Kopf waren blaue und weiße Federn angebracht. Nun hörte er wie die Teilnehmer aufgerufen wurden, die am heutigen Tjost teilnehmen würden. Er war einer der ersten - ein Rangniedriger Ritter, dem niemand große Chancen ausmalte. Das wusste er. Er gab Corason die Sporen und ritt über das Turnier Gelände, hielt die drei Meter lange Lanze in die Höhe, ehe er in die Nähe von Ileanas Tribüne kam - niemand anders schien zu wissen wer sie war, also ließ er die Lanze sinken was ihn einiges an Kraft kostete und richtete die Spitze auf Ileana. "Darf ich um eure Gunst für dieses Turnier bitten edle Dame?" rief er ihr zu und umklammerte das Schild fester, welches er mit der linken trug.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 5:03 pm

Die Rede, die der Truchsess über Ehre und Pflichtbewusstsein gesprochen hatte, hatte Katherine Velaryon, welche auf einer der erhöhten Tribünen ihren Platz bei einem Teil ihrer Damen und ihrem Sohn gefunden hatte, lediglich mit einem müden Lächeln auf den Lippen mitangehört. Es war anmaßend, dass der Truchsess auf dem Stuhl saß, der für das Königshaus bestimmt war und dass er von dem Dienst an der Krone sprach, wenngleich er sich selbst doch in diesem Augenblick so darstellte, als wäre er der neu gekürte Herrscher des Reiches. Bislang hatte niemand interveniert und eben das war es, was sie den Kopf schütteln ließ - Hamleigh war eine vollkommene Fehlentscheidung gewesen, wenngleich unter seiner momentanen Herrschaft auch die neue Festung ihres Bruders genehmigt und ihnen weiterhin auch Ceunon, die Hauptstadt der Menschen, zugesprochen worden war. "Der Truchsess scheint sich bereits an seinen neuen Platz gewöhnt zu haben und sieht aus, als möchte er ihn gar nicht mehr missen", äußerte sie sich leise und mit einem schmalen Lächeln auf den Lippen, erhielt als Antwort lediglich ein heiteres Kichern der Damen an ihrer Seite und während Katherine ihren Blick zurück auf den Turnierplatz lenkte, vernahm sie das leise Getuschel in ihren Ohren, als sich ihre Worte verbreiteten und damit den Grundstein einer Abneigung der Adligen gegen den Truchsess bildeten, welche es ihr ermöglichte, sich im Nachhinein aus dieser Geschichte heraus zu ziehen.
Als einer der ersten Ritter, Ser Gawain Drei Blumen, wie sie sich erinnerte, auf den Platz ritt und vor einer der kleineren Tribünen stehen blieb, um die Lanze zu senken und um die Gunst einer Dame zu bitten, runzelte die Adlige zuerst die Stirn ehe sie erkannte, wen er dort um seine Gunst gebeten hatte. Das Mädchen, das sich erhob, war natürlich niemand anderes als die kleine Xeldaric und das Kind reagierte genauso wie sie es von ihr gedacht hatte, sie erhob sich und band mit einem zarten Lächeln auf den Lippen ein dünnes, rotes Band um die Lanze des Ritters. "Der Truchsess belegt also den Platz des Königshauses während die Prinzessin und Thronerbin auf den niederen Tribünen sitzt. Er spricht von dem Dienst an der Krone und erhebt sich dabei lediglich selbst. Es bleibt wohl abzuwarten, ob demnächst ein zweiter Vladimir Bartozs auf dem Thron sitzen wird ..."
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 5:21 pm

Was für eine Farce all das doch war - dieser niedere Fürst wollte also König spielen? Es war geradezu lächerlich, wenn man bedachte was Stephan eigentlich war. Der Fürst von Narde - nein, nicht einmal. Narde hatte er den Herren der Feuerdiebe überstellt und somit ein Teil des Reiches der Menschen an einen Nicht-Menschen abgetreten. Er konnte es kaum glauben, aber scheinbar schienen viele Bauern gefallen an ihrem neuen Herren zu finden, der ihr eigenes Volk verriet. Sein eigener Stallbursche Brenn half ihm nunmehr in den Satell, reichte ihm das Schild auf welchem Adam das Wappen seiner Familie trug - wenngleich die Schwanzspitzen des Löwen auch in Flammen standen, anstatt einen satten Gelbton zu beherbergen. Er wollte seine Lanze erst zum Turnier beginn mitnehmen, wusste er doch wie schwer der riesige Spieß war und so nahm er sein Schwert welches von dem roten Priester gesegnet worden war und zog dieses aus der Scheide als sein Name genannt wurde. Er gab seinem schwarzen Pferd die Sporen, welches sofort los gallopierte - das Schwert brannte Lichterloh dank der chemischen Verbindung die statt gefunden hatte, als das Öl mit welchem das Schwert eingestrichen worden war mit Sauerstoff in Berührung kam. So sah es tatsächlich so aus, als habe Adam ein brennendes Schwert aus der Scheide gezogen. Er ritt vor den Truchsess, richtete das Schwert auf die Tribüne. "Das Haus Velaryon wird dieses Turnier gewinnen" rief er laut, stieß das Schwert in die Luft und Rauch stieg von dort auf, ehe er an den Fahnen vorbei ritt, welche um das Feld herum aufgesteckt worden waren, doch entgegen der vorhersehbaren Vermutung ließ er die Fahnen in Ruhe, ehe er am Ende der Bahn das Schwert in den Boden warf, wo es zitternd und brennend stecken blieb.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 5:42 pm

Sancha saß auf ihrem Platz in den Trübnen, bei ihrer Mutter, ihrem Vater und ihren Brüdern. Das Turnier in Ilirea bot auch große Möglichkeiten für Handel und so hatten sie natürlich ihren feinen Stoff aus Perugia mit gebracht um ihn hier zu verkaufen. Sancha konnte bei allem was sie sah, eigentlich nur an die Kosten denken und daran, was für einen Schuldenberg der Prinzessin bei ihrer Krönung aufgehalst wurde. Die Rede des Truchsess war ihr eigentlich gleichgültig; Sie nahm es ihm übel, dass er nichts dagegen getan hatte, als Vivianne, ihre Cousine, von den Truppen ihres Schwagers ermordet worden war! In ihren Augen, war Robert daran Schuld, er war der Mörder! Doch Stephan schien das nicht zu interessieren und so blieb ihr nichts anderes übrig, als selbst etwas zu tun.
Einer der Ritter ihrer Familie lief ebenfalls über das Feld, er war ein edler Mann, das schon in einigen Turnieren gewonnen hatte, bisher jedoch noch keinen Besitz und vor allem keine Frau hatte. Sancha wandt sich von dem Geschehen ab und sah sich auf den Tribünen um; Die Adligen tuschelten über irgendetwas, doch sie war sich nicht sicher worüber. Es dauert nicht lange, da trat eine Frau an sie heran und mit einem süffisanten Grinsen erklärte sie die Gerüchte über Staphan. Er erweckte offensichtlich bei allen den Anschein, als fühlte er sich als Herrscher der Menschen, als neuen König. Er saß wohl schon auf dem Thron und nun saß er auf dem Platz, der eigentlich der Prinzessin gehörte, doch diese saß auf einer der niederen Tribünen. Kein Monat vergeht und schon schwankt die Position des Truhsess. Sie ließ es sich nicht nehmen Salz in die Wunde zu streuen. "Findet ihr es nicht auch seltsam, dass der Truchsess, kaum dass er ernannt wird, sein Fürstentum den Reitern überschreibt? Ich will ihm ja nichts unterstellen, doch wenn ein Bauer dem Vogt einen Zuschuß gibt, damit er mehr Land bekommt, nennt man das bei uns Bestechung.", erklärte Sancha und sah sofort einen Verheißungsvolles Funkeln in den Augen der. Sie brach sofort auf um den Klatsch zu verbreiten.
Klatsch und Tratsch waren wie eine Seuche: Sie verbreiteten sich rasend schnell, konnten Untergang und Tot bedeuten und waren kaum aufzuhalten. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die recht unbekannt Macht der Reiter nach einer schieren Ewigkeit wieder erschienen ist, waren die Adligen misstrauisch und empfänglich für Tratsch der sich gegen die Günstlinge der Neuankömlinge richtete.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 6:41 pm

Ser Gawain bekam nichts von dem Getuschel und den bösen Verleumdungen mit, welche die hohen Damen auf den Tribünen aussprachen und es interessierte ihn auch nicht sonderlich. Selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, sein Helm riegelte ihn von so ziemlich allem ab, was nicht direkt vor ihm geschah. So ritt er nur mit beflügeltem Herzen zurück zu seinem Zelt, nachdem er die Gunst der Prinzessin höchst selbst erlangt hatte.
Es dauerte noch fast eine Stunde, bis sämtliche adligen vorgestellt und alle Gunst vergeben war. Erst dann kam der Turniermeister, ein alter verhunzelter Mann und teilte Gawain mit wer sein Gegner sein würde und sämtliche Hochstimmung des Ritters schmolz wie Eis in der Hadarac Wüste. Fürst Adam Velaryon, der brennende Löwe wie er sich nunmehr nannte. Gawain hatte Geschichten gehört, wie furchteinflößend der älteste Spross des Hauses Velaryon war. Hatte von dessem neuen Gott gehört und selbst wenn all dies nicht der Wahrheit entsprechen sollte, so war Adam doch dafür bekannt mehr als zwei dutzend Männer aus dem Sattel gestoßen zu haben.
Es würde nicht einfach werden diesem Löwen die Krallen zu stutzen, aber wenn er einmal für den anderen – für den goldenen Löwen kämpfen wollte dann würde er diesen eben aufspießen, mochten auch seine Blumen nicht so gefährlich erscheinen wie die Wildkatze.
Die beiden begegneten sich schließlich auf dem Feld – Gawain im Norden, Adam auf der anderen Seite des Zaunes im Süden. Der Löwe sah beeindruckend aus, dass musste Gawain zugeben. Sein Waffenrock zeigte Wirbel aus Rauch und Feuer, die ineinander übergingen, und sein schwarzer Helm wurde von einem Kamm roter Emailleflammen geziert. Velaryon neigte steif den Kopf vor seinem Gegner, während sein Streitross gebracht wurde, und schenkte ihm danach gar keine Beachtung mehr, stieg auf, setzte den Helm auf und nahm Lanze und Schild. Die Zuschauer wurden still, als die beiden Ritter ihre Plätze einnahmen. Gawain hörte das Klirren, als Fürst Velaryon sein Visier zuklappte. Das Horn ertönte.
Nun kam es darauf an – Gawain verstärkte den Griff um sein Schild, welches aus starkem Eichenholz gemacht worden war und dessen eiserner Rahmen seine Tochter blau bemalt hatte. Eich und Eisen schütz mich gut, sonst land´ ich in der Höllenglut – betete er leise den Schildspruch, den ihn sein Vater gelehrt hatte. Er hob die Lanze, zielte selbst auf das Schild des Feindes – genau auf die Brust des Löwen. Es war ritterlich den Feind durch einen Stoß auf das Schild zu Fall zu bringen um ihn somit nur wenige Verletzungen zuzufügen. Drei Blumen drehte sein Schild leicht seitlich um den größten Teil seines Körpers abzudecken und sandte ein Stoßgebet an Melitele. Er gab Corason die Sporen und das trainierte Schlachtross ging in den Galopp über – Gawian spürte zeitgleich den Druck auf seinem linken und seinen rechten Arm, welcher wie Donner durch ihn ging. Er spürte die Lanze splitter, sah wie Splitter aus seinem eigenen Schild abflogen, doch als er die andere Seite des Platzes erreichte und Corason wendete saß auch Velaryon noch im Sattel. Jubel ertönte ob der Geschicklichkeit der Reiter. Gawain und Adam ließen sich neue Lanzen geben – ritte erneut aufeinander zu. Diesmal verfehlte Velaryon, aber Gawain brach eine Lanze wenngleich das seinen Feind auch nicht vom Sattel stieß. Als die beiden endlich wieder auf ihrer ursprünglichen Seite angekommen waren schmerzte Gawains Arm, doch er ließ sich eine neue Lanze geben – ebenso wie Adam und Eisen funkelte kurz an der Spitze auf. Gawain setzte sich langsam in Bewegung und wurde nur allmählich schneller, wohingegen sein Kontrahent dem schwarzen Streitross beide Sporen in die Flanken rammte und in gestrecktem Galopp heranbrauste. Adams Lanze, die eine grau-eiserne Spitze hatte und mit roten, gelben und orangefarbenen Streifen bemalt war, neigte sich nach unten. Zu tief, zu tief, dachte Gawainin dem Moment, als er es sah. Er wird mich  verfehlen und Corason treffen, er muss die Lanze höher halten. Dann dämmerte ihm mit wachsendem Entsetzen, dass Adam nicht daran dachte. Er kann doch nicht ernsthaft …
Im letztmöglichen Augenblick scheute Gawains Hengst mit vor Angst verdrehten Augen vor der Spitze weg, die auf ihn zugerast kam, aber es war zu spät. Die verstärkte Spitze von Adams Lanze erwischte das Tier unmittelbar über dem Panzer, der sein Brustbein schützte, und schoss in einem Schwall roten Blutes im Nacken wieder hinaus. Das Pferd fiel schreiend zur Seite und zertrümmerte im Sturz die Holzbarriere. Gawain selbst schaffte es noch im letzten Moment abzuspringen, blieb jedoch im Steigbügel hängen und schlug hart auf dem gefrorenen Boden auf. Ein Aufschrei glitt durch das Publikum, als Adam von seinem Pferd sprang, das Schwert zog und auf Gawain zumarschierte, welcher sich gerade wieder aufrappelte, nach Luft rang und erst im letzten Moment das Schild hoch riss, als Velaryon auf dieses einschlug
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Ileana Xeldaric
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 7:05 pm

Mit bangem Herzen hatte Ileana dem Kampf beigewohnt und immer wieder ihre Finger in dem Stoff ihrer Kleider verankert, als die beiden Reiter aufeinander zugeritten waren, nur um Mal für Mal aneinander vorbei zu kommen, ohne dass einer von beiden aus dem Sattel gehoben wurde. Sie war noch nie bei einem Turnier dabei gewesen, hatte noch nie solche Kämpfe gesehen und wenngleich auch Noah versucht hatte, sie zu beruhigen und ihr mitzuteilen, dass dabei nichts passieren würde, so schlug ihr Herz doch noch immer heftig gegen ihre Brust. Von Adam Velaryon selbst wusste sie nicht sehr viel, aber als er mit dem brennenden Schwert auf den Turnierplatz geritten war, hatte sie schlucken müssen - als später ausgelost worden war, dass er gegen ihren Ritter ankämpfen musste, war ihr schlecht geworden und spätestens als Corason nun tot am Boden lag und der gefrorene Boden mit dem Blut des armen Tiers bedeckt war, hatte Ileana erschrocken aufgeschrien und die Hände vor das Gesicht geschlagen.
Sie hörte Gawains Stimme, das heftige Aufeinandertreffen des Velaryon-Schwertes auf das Holz des Schildes, das Gawain trug. Velaryon verletzte die Regeln, die Lanze hätte brechen müssen, hatte sie sich erklären lassen und Wut keimte in ihr auf, ließ sie ihre Hände zu Fäusten ballen und die Fingernägel in ihrem Handballen vergraben. Sie konnte das doch unmöglich einfach so durchgehen lassen - der Ritter hatte ihr gesagt, der Truchsess sei ihre rechte Hand und sie konnte Gesetze und Regeln ändern, wie sie es wollte, weil sie nun einmal die Thronerbin war und eines Tages auf dem Stuhl sitzen würde, den Stephan momentan besetzte. Ryan Velaryon hatte den armen Barden erschlagen, Adam Velaryon hatte das Pferd ermordet und drohte nun auch Gawain zu verletzen. Es konnte nicht so weitergehen - jemand musste sie stoppen.
Noch bevor sie sich versah hatte Ileana sich selbst aufgerichtet und ihre Hände um die Brüstung der Tribüne gelegt, den ernsten und drohenden Blick unmittelbar auf Velaryon gerichtet ehe sie ihre Stimme erhob und jene lauter über den Platz schallte als sie es eigentlich beabsichtigt hatte. "Aufhören!", schrie sie ehe sie sich bewusst wurde, was sie da überhaupt getan hatte und ihr Herz für einige Schläge aussetzte als sich alle Blicke auf sich richteten. Das war es also gewesen ... sie hatte sich gerade selbst vor den Augen von Hunderter Adliger offenbart. "Schluss mit dieser Farce, Velaryon! Im Namen der Ehre und des Königshauses!", fuhr sie auf und straffte die Schultern noch einmal, während sie sich darum bemühte so eindrucksvoll zu wirken, wie sie es bei den Reitern gesehen hatte. Vrael hatte sich ebenso Gehör verschafft - vielleicht würde es auch ihr gelingen.
"Dieses Turnier wird zu Ehren eines neu erstrahlenden, geeinten Königreiches veranstaltet und ich bin Lord Hamleigh, dem Truchsess, sehr dankbar, dass er einstweilen meine Aufgaben übernimmt, solange ich mich selbst noch nicht bereit fühle, mein Volk gerecht und würdig zu vertreten! Aber ich werde nicht zulassen, dass dieses Turnier zu einer Zurschaustellung der Grausamkeiten eines Fanatisten werden und dass mein Volk beobachten muss, mit welcher Willkür hier gegeneinander vorgegangen wird! Gute Soldaten der Stadt! Ich, Ileana Xeldaric, Erbin des Thrones des vereinigten Königreich der Menschen, fordere euch alle auf, diesen Mann zu stoppen und ihn festzusetzen bis wir über seine Vergehen entschieden haben!"
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 7:30 pm

Adam hörte Ileanas Schreie, wandte sich um und schnaubte während er sein flammendes Schwert in der Hand hielt und einen kurzen Blick auf das verkohlte und geschändete Schild seines Kontrahenten warf. Die drei Blumen waren kaum mehr zu erkennen, die blaue Farbe auf dem Schild warf blasen, das Holz war zerschunden, der eiserne Rahmen gesprengt. Gawains Helm, der ebenfalls einige Schläge hatte abfangen müssen war schartig. "Da spricht die Prinzessin wie ich sehe" rief er lachend und klappte sein Visier hoch, achtete garnicht mehr auf Gawain der noch immer nach Luft rang. "Wohl gesprochen Majestät, aber ihr selbst solltet am besten Wissen, dass ein Löwe seine Beute nicht gehen lässt. Dieser niedere Ritter hat nicht einmal wirklich eigenes Land und wagt es hier gegen mich anzutreten? Meine Familie wird dieses Königreich verteidigen - auch vor solchen Emporkömmlingen! Der Löwe wird bald auf dem Thron sitzen, kleines Löwenjunges. Aber zuvor will ich euch zeigen, dass ihr eure Gunst lieber mächtigen Rittern zukommen lassen solltet" er hob das brennende Schwert und schlug noch einmal auf das Schild, welches nunmehr endgültig Brach und Gawain zurück stolpern ließ.

Gawain hörte nur noch dumpf Ileans Worte, seine Ohren klingelten von den Schlägen die er abbekommen hatte und sein Arm schmerzte, doch als nunmehr der letzte Schlag seinen Schild in zwei teilte glaubte er, sein ganzer Arm würde alsbald genauso zerspringen. Er versuchte aufzustehen, wankte rückwärts. Ich muss etwas sehen - ich muss sehen was auf mich zukommt. Sein Sehschlitz war verbeult, er sah nicht viel mehr als den Boden zu seinen Füßen. Corason, sein treues Pferd war tot und auch sein Schild war kein Schutz mehr. Es war gefährlich, das wusste er - aber seine einzige Chance. Er riss sich den Helm vom Kopf, warf diesen in den Staub und riss mit aller Gewalt an seinem Schwert. Der Knoten, den er um eben jenes gebunden hatte löste sich im letzen Moment und seine Parierstange schepperte gegen Adams Schwert. Gawain bekam den Griff richtig zu fassen und schlug mit aller Kraft zu - Adams Schwert, in Mitleidenschaft genommen von den wilden Schlägen seines Herren und vom Feuer und den Chemikalien im Öl porös geworden brach knapp über dem Heft ab.. Die Spitze der Klinge flog davon und blieb auf dem Boden liegen. "Ergebt euch" murmelte Gawain leise, schmeckte Blut in seinem Mund, dass aus seiner aufgeplatzten Lippe lief.
Doch dann geschah etwas, womit Gawain nicht gerechnet hatte - Adam schlug mit der gepanzerten Faust zu, traf Gawain mitten auf die Nase und dieser fiel auf den Boden. Sein Kopf dröhnte, während Adam auf ihn zutrat. Er wusste nicht, woher er die Kraft nahm, aber er fand sie. Er rollte gegen Adams Beine, schlang einen stahlgeschützten Arm um seinen Oberschenkel, zog ihn fluchend in den Schlamm und rollte sich auf ihn. Adam versuchte, die Spitze seines Schilds gegen Gawains Kopf zu schlagen, aber der Ritter der drei Blumen packte den Schild mit beiden Händen und drehte ihn, bis die Gurte rissen. Dann schlug er ihn wieder und immer wieder auf den Helm des Fürsten und zerschmetterte die emaillierten Flammen des Kamms. Der Schild war dicker als der von Gawain, massives, eisenbeschlagenes Eichenholz. Eine Flamme brach ab. Dann noch eine. Dem Fürsten gingen die Flammen aus, lange bevor Gawain die Schläge ausgingen.
Endlich ließ Adam den Griff seines nutzlosen Schwertes los und krallte nach dem Dolch an
seiner Hüfte. Er bekam ihn aus der Scheide, aber als Gawain ihm mit dem Schild auf die Hand schlug,
flog das Messer in den Schlamm. Der Fürst hatte fast jegliche Gegenwehr aufgegeben. Seine Augen waren dunkel, und blankes Entsetzen stand darin.
Manche Männer hätten den Wunsch verspürt, eines zu packen und wie eine Traube zwischen zwei stählernen Fingern zu zerquetschen, aber das wäre nicht ritterlich gewesen. "Ergebt euch!", brüllte er. Er wollte diesen Kampf ehrenvoll beenden. Nicht auf dem Boden kriechend wie ein Wurm. Es war ein Kampf zwischen Rittern - Ehre und Pflicht hatte er stets im Herzen getragen. "Ich ergebe mich", flüsterte der Löwe, dessen blasse Lippen sich kaum bewegten. Gawain kam auf die Füße und zog Fürst Velaryon mit sich hoch. Adam tauchte plötzlich nach seinem Messer. Gawain sah dies und verlor nunmehr völlig den Glauben an die Ritterehre des Mannes und gab ihm einen Tritt in den Rücken, dass er mit dem Gesicht voraus zu Boden fiel, dann packte er ihn an einem Bein und zerrte ihn über die Wiese. Er konnte nicht glauben, dass solch ein hoher Lord so wenig von Ehre und Repsekt und gerechtem Kampf hielt. Während ihres Kampfes war die Sonne heraus gekommen und der Boden, vorher gefroren war aufgewicht, braun und schlammig geworden. Als er die Zuschauertribüne erreichte, wo Lord Hamleig saß, war der Flammende Lord so braun und verdreckt wie ein Abtritt. Gawain riss ihn auf die Füße, schüttelte ihn und spritzte etwas Schlamm auf Lord Hamleigh und einige vornehme Damen. "Sagt es ihm!" Adam Velaryon spie einen Mundvoll Gras und Erde aus. "Ich ergebe mich."
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 7:47 pm

Stephan hatte die Hände immer tiefer in den Sitz gekrallt und das Schauspiel eher mürrisch mit angesehen, bis er selbst lauthals gerufen hatte, das diese Farce ein Ende haben sollte, doch daraufhin war Ileana aufgesprungen. Und spätestens das war der Moment gewesen, in dem auch Stephan das Herz stehen geblieben war. Er fühlte sich für das kleine Mädchen verpflichtet, wollte sie sicher und behütet sprechen, doch die Worte die aus ihrem Mund kamen, als er bereits selbst aufgestanden war, klangen nicht wie die eines jungen Mädchens sondern wie die einer reinen Monarchin. Jemanden, der es gewohnt war anderen Leute Befehle zu geben und allein über Ihren Mut und ihr Auftreten war Stephan mehr als erstaunt. Stephan selbst ging nun vor den Mann, sah diesen noch einmal an und holte tief Luft, wobei durch die kaputte Nase ein leider Pfeifton empor rang. Die Sonne schien ihm ins Gesicht, sodass er die Augen ein Stück weit verengen musste, um den Mann vor sich ansehen zu können. Ein dumpfer Ton durchbrach die Stille und kurz darauf fiel Adam rücklings in den Dreck. "Ihr seid eine Schande für dieses Turnier und eine Schande für eurer gesamtes Haus, Adam Velaryon. Betrug und Mordversuch sind Dinge, für die jeder gestandene Mann mit seinem Leben bezahlt." Einen Augenblick lang wandte er seinen Blick zu Gawain. "Ihr habt ehrenvoll gekämpft Ser." Die dünnen Haare flogen wild herum, während er nach und nach auf Adam zuschritt und die Zurufe der Menge mit einem schneidenden Ruf unterband. "Doch liegt es nicht an mir über diesen Mann zu urteilen. Unsere rechtmäßige Königin steht hier vor uns, und an Ihr liegt es, ein Urteil zu fällen." Die Kälte des Winter und des Windes, die an ihm zerrte, spürte er kaum noch, zu sehr floss das Adrenalin in diesem Moment durch seine alten Venen. "Geht auf die Knie, gebt euch wenigstens dieses Maß an Ehre."
Fuhr er Adam an, als dieser erneut auf die Beine kam und Ileana nur verwundert ansah. Ein wüster Griff in den Nacken des Mannes, und kurze Zeit später kniete dieser vor den Füßen des jungen Mädchens. In der Ferne konnte er einen jungen Mann erkennen, der sich noch immer durch die Menge kämpfte, in der Hoffnung auf den Platz zu gelangen, jedoch konnte er sein Gesicht keinem Namen zuordnen.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 8:01 pm

Mit wild schlagendem Herzen trat Ileana langsam nach vorn, begleitet und flankiert von Anaiah, in deren Händen bereits der Bogen lag, auf dessen Sehne sie einen Pfeil gespannt hatte und Vrael, dessen Hand bereits auf dem Heft seines Reitersschwerts lag, während Noah der kleinen Gruppe ebenfalls folgte, nachdem Ileana ihn einfach dazu gezwungen hatte, sie zu begleiten, weil sie seine Unterstützung brauchte. Sie fühlte sich nicht gut dabei, jemanden zu verurteilen, fühlte sich nicht gut dabei, nach vorn zu treten und damit sich selbst so in den Mittelpunkt zu rücken, aber Stephan hatte ihr die Entscheidung überlassen, wie es mit Velaryon weitergehen sollte und damit blieb ihr nichts anderes übrig als diesen Worten Folge zu leisten. Kopfschüttelnd musterte sie den verdreckten Löwen, der vor ihr im Schlamm kniete und verzog für einen kurzen Moment lang das Gesicht ehe sie sich mit einer Handbewegung ein paar der dunklen Strähnen aus dem Gesicht wischte, die ihr zuvor hinein gefallen waren.
"Ich habe keinesfalls vergessen, was mit meinen Ahnen geschehen ist, Velaryon. Ich habe keinesfalls vergessen, was Ihr in dieses Land gebracht habt, als Ihr zurückgekehrt seid und welchen Unmut Ihr in die Versammlung in Dras-Leona gebracht habt", erhob sie die Stimme, ließ ihre ersten Worte noch leise und ruhig klingen ehe sie die Hände zu Fäusten ballte und noch einmal ihre Haltung straffte. Sie hatte Vrael gesagt, die Velaryon würden ihre Familie erneut brüllen hören und genau das würde sie jetzt tun - sie musste sich Gehör verschaffen, wenn sie eines Tages wirklich auf dem Thron sitzen wollte und sie würde das Rückgrat beweisen müssen, harte Entscheidungen zu fällen, wie Graham es ihr immer gesagt hatte. Dieses Land brauchte jemanden, der stark genug war, es zu führen und nach vorn zu bringen, Frieden zwischen den Adligen zu erschaffen und endlich den schwelenden Krieg zu beenden, der ihre Bürger nach und nach vernichtete. "Adam Velaryon!", sprach sie mit lauter und erstaunlich fester Stimme, auch wenn sie nichts lieber getan hätte als nach Stephans oder Noahs, sogar Vraels Hand zu tasten, um sich über deren Zusicherung bewusst zu werden und zu wissen, dass sie hinter ihr standen.
"Hiermit erkenne ich Euch jegliche Titel und Ansprüche ab! Fortan werdet Ihr weder Oberhaupt der Familie Velaryon sein, noch Anspruch auf deren Ländereien, Besitztümer oder Vasallen haben - diese werden an Fürst Ryan Velaryon von Teirm übergehen!", führte sie fort und atmete noch einmal tief aus, versuchte wieder zu der Ruhe zu finden, die sie so dringend in diesem Moment brauchte. "Ihr habt ehrlos gekämpft und als ein ebenso ehrloser Mann werdet Ihr auch in die Geschichte eingehen!", führte sie noch nach während Anaiahs roter Drache in der Ferne ein lautes Brüllen ausstieß, das durch die Arena drang, in welcher die Gruppierung stand. "Ich hege keinerlei Groll gegen Eure Familie, Velaryon, aber sollte ich Euch noch ein einziges Mal am Hofe oder bei einem Turnier sehen, dann werdet Ihr für das, was Ihr getan habt, auf ewig in einem Kerker sitzen!"
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyFr Apr 18, 2014 8:12 pm

Adam, noch immer Schlammverkrustet starrte Ileana voller Hass und Zorn an. Sein Gesicht war unter dem ganzen Dreck dunkelrot vor Wut. Zuerst hatte Ryan seinen Anspruch auf Ländereien und ähnliches abgewiegelt, hatte ihm gesagt das sowohl seine neue Religion, als auch seine lange Abwesenheit ihm sämtliche Rechte dafür geraubt hatten.
Ryan war zu macht veressen gewesen um ihm, dem älteren Bruder wieder alte Rechte zurück zu geben. Und nun bekam er von der jungen Schlampe, durch deren Adern das Blut der alten Könige floss auch noch Recht zugesprochen. Er knirschte mit den Zähnen und wünschte sich, seine Ahnen oder Ryan hätte bessere Arbeit geleistet. Wie hatte es nur soweit kommen können?
"Sehr wohl, eure Majestät" sagte er leise und spuckte das letzte Wort geradezu aus, ehe er sich erhob und vom Felde trat. Das würde er nicht einfach auf sich sitzen lassen. Sie würde brennen - sie alle würden brennen.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyDi Apr 22, 2014 10:27 pm

Die helle Sonne strahlte auf den verschneiten Platz, welchen bereits einige der Bediensteten des Schlosses von dem Neuschnee befreit hatten, welcher über die Nacht herab gefallen war und das weiße Pulver glitzern ließ. Das laute Wiehern der Pferde, welche den Rittern zu gehören schienen, drang durch die Luft, begleitet von dem Singen der Barden, die von den Heldentaten des letzten Tages, ihren eigenen Wünschen und jenen Übertreibungen berichteten, die die langweiligen Geschichten des Pöbels ausschmückten während auf der anderen Seite die Händler einen Markt errichtet hatten, auf welchem sie ihre Waren feil boten. Teure Pelze hingen dort, kostbare Schmuckstücke, vor denen ein paar Adlige standen und sie mit kritischem Blick musterten während die beleibten Hände der Händler sich aneinander rieben und Gier in ihren Augen aufblitzte - die Hoffnung darauf ein lohnenswertes Geschäft zu machen während andere Handwerker ihre Rüstungen und Waffen feil boten, einstudierte Schaukämpfe ausfochten, um die Käufer von der Güte ihrer Waren zu überzeugen und daneben Bäcker in steinernen Öfen backten und Metzger mit scharfen Beilen frisches Wildfleisch klein schnitten, um es den Gästen anzubieten. Kinder hasteten zwischen den Beinen der Erwachsenen hindurch, spielten Fangen während ihre Eltern mit nachsichtigem Lächeln und Arm in Arm ihnen langsamer folgten.
Zwischen all diesem Getummel hatte eine hochgewachsene Gestalt ihren Platz gefunden und die bernsteinfarbenen Augen hinauf in den klaren Himmel gerichtet, der sich über ihnen erhob und an welchem bereits die Krähen kreisten, die auf Aas hofften, wenn erneut ein Pferd oder sein Reiter verendete. Lange, schlanke Finger wurden hinauf zu einer großen, dunklen Kapuze gehoben, die sich über kastanienbraunem Haar befand, welches der Frau in langen, ebenmäßigen Wellen über die Schultern fielen und mit einer einzigen, geschmeidigen Handbewegung schob sie die Kapuze zurück, fegte den weißen Schnee hinfort ehe ein eigentümliches, kaum zu deutendes Lächeln ihre schmalen Lippen umspielte und das blasse, schmale Gesicht der Frau erhellte ehe sie einen Schritt nach vorn setzte und hoch geschnürte Stiefel ihre Abdrücke in dem Schnee hinterließen, während ein blaues Kleid leise raschelte, dessen Säume sich längst mit dem Tauwasser vollgesogen hatten und dunkle Schatten auf dem blauen Stoff hinterließ. Um ihre Hüften lag ein dünner, lederner Gürtel, an welchem sich ein Beutel befand, in dem einige goldene Münzen klirrten während eine andere, länglichere Tasche unter ihrem Mantel ein paar Phiolen verbarg, die sie bisher noch nicht angerührt hatte.
Adriana Fiorenza schüttelte den Kopf während die bernsteinfarbenen Augen den Schritten der Adligen folgten und die Zauberin wandte sich nur wenig später wieder von jener Sequenz ab, welcher sie hatte folgen können und die ihr trotz all dieser Feinheiten genug über das gesagt hatte, was hier vor sich ging. Ilirea schien also wirklich der Ort zu sein, an welchem sich alles tummelte und an welchem sie sich der Erfüllung all ihrer Wünsche einen Schritt näher zu sein glaubte..
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyDi Apr 22, 2014 10:54 pm

Der zweite Tag brach nunmehr an und nun war er es, der auf dem kleineren der beiden Stühle saß, mit weitaus weniger Verzierungen und gerade hoch genug gebaut, damit er auf Augenhöhe mit Ileana saß. Sie war es nunmehr die die Führung repräsentieren musste, so bitter es auch schmeckte und er sah ihr an, das sie darüber noch immer sichtlich nervös war. Aus gutem Grund, welches Mädchen wäre das nicht? Er legte ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter und nickte ihr zu, ignorierte in diesem Moment den Gedanken an alle Gerüchte, die damit erneut gestreut werden konnten. Es war egal was passierte, dieses Bollwerk war schlimmer als jeder Brand und niemals wirklich zu löschen, denn egal was man auch sagte, es konnte als Brennstoff verwendet werden. Und mehrere Personen hatten ihm bereits aufgezeigt welche er Fehler er begangen hatte und scheinbar gab es in den Augen vieler davon mehr als genug - nun, letztlich musste er zugeben, dass das Reich sich bisher keinesfalls gebessert, sondern in seiner Lage eher verschlechtert hatte. Und sein ach zu leichtes Mundwerk hatte ihn möglicherweise Graham als Verbündeten gekostet, sodass die Anzahl derer, auf die er noch vertrauen konnte, inzwischen auf eine überschaubare Zahl geschrumpft war. "Möge der zweite Tag des Turnieres beginnen." Einen Augenblick lang stand er auf und hob beide Hände und als die lauten Trompeten ertönten, setzte er sich wieder.
Der Schneefall hatte sie die Nacht nicht sonderlich verschont, sodass in einzelnen Ecken des Turnierfeldes noch immer kleines Restsspuren zu sehen waren, die man nicht vollkommen entfernt hatte.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyDi Apr 22, 2014 11:12 pm

Vrael hatte sich auf den Weg zu Ileana machen wollen und hatte es bisher geschafft Caladhiel aus dem Weg zu gehen, die - wann immer er sie gesehehn hatte alles andere als Begeistert oder gar erfreut wirkte und so hatte er sich den halben Morgen in der Küche herum getrieben und den Köchen im Weg gestanden, nachdem Nyaralin sich aufgemacht hatte um mit Gawain zu reden, nachdem Sie mit Vrael zusammen einen Vertrag ausgehandelt hatte.
Doch als er nun über den Boden Schritt und das Knirschen unter seinen Füßen genoss, dass die Reste des frischen Schnees verursachten blieb er auf einmal so abrupt stehen, dass ein Botenjunge beinahe in ihn gerannt wäre und sich eilig und mit dutzenden Entschuldigungen auf den Lippen wieder entfernte.
Vrale blickte nach links, von dort wo er die seltsame Energie gespürt hatte. Er hatte, so wie er es gelernt hatte seinen geist größtenteils verschlossen, doch da er nicht von allen Eindrücken abgeschirmt sein wollte hatte er diesen Schutz weit hinunter gelassen - nun diese Präsenz zu spüren kam beinahe einem Hammerschlag gleich. Sie war menschlich und mit großer Macht erfüllt - das letzte Mal, dass er dies gespürt hatte war es bei Coreen gewesen und für einen winzigen Augneblick glaubte er... aber nein, das war natürlich unsinn. Er ging diesem Gefühl nach und kam schließlich zu der jungen Frau die mitten auf dem Platz stand. "Ilirea hat lange niemanden mehr aus eurer Zunft gesehen, M´lady"
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyDi Apr 22, 2014 11:17 pm

Sancha hatte nicht besonders gut geschlafen, trotz des Mannes mit dem sie das Bett geteilt hatte. Sie hatte ein karges Mahl eingenommen, den der Hunger hatte sich bei ihr nicht einstellen wollen. Dann hatte sie jede einzelne ihrer Zofen angefahren, als diese ihr in das Kleid halfen und ihre Haare frisierten. Eine von ihnen hatte heulend das Zelt verlassen und dass hatte ihre Stimmung zumindest in einem gewissen Maß gehoben. Die Kälte hatte sie jedoch geweckt. Sie freute sich nun auf das Turnier, die gestählten Körper, den Schweiß, die Kampfeslust. Es erregte sie ungemein, doch sie versuchte es zu verstecken. Doch war genau das der Grund, aus dem sie einen Mann in ihr Zelt gelassen hatte. Sie wollte diese Erregung bekämpfen, auch wenn es letzten endes nicht sonderlich viel gebracht hatte. Sie atmete die kalte Luft tief ein und erkannte dass sie inzwischen fröhlicher war, als am Morgen.
Sie stieg die Stufen der Treppe zur oberen Tribüne, für die obere Aristokratie hinauf und steuerte auf den Bereich der Velaryons zu. Katherine, saß herrschaftlich auf ihrem Platz, umgeben von ihren Zofen. Der Stuhl neben ihr, Sancha vermutete der ihres Sohnes war frei. Brandon war beim Bogenschießen, während Ryan gerade auf das Feld ritt, ihm gegenüber ein unbedeutender Ritter. Sancha postierte sich neben ihr und beugte sich leicht zu ihr hinunter. "Fürstin Katherine, ich wollte euch nach euerer Meinung fragen.", begann Sancha mit gedämpfter Stimme. "Sehe nur ich es so, oder spricht es nicht von einer ziemlichen Inkompetenz, dass der Truchsess, am gestrigen Tag, erst nach der jungen Ileana in das bedauerliche Ereignis zwischen Ser Gawain und... Fürst Adam eingriff?", fragte Sancha so dann und nannte Adam, trotz besseren Wissens, Fürst, da sie es für ein sehr delikates Thema für die Fürstin hielt.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyDi Apr 22, 2014 11:30 pm

Magie war seit jeher stets eine eigentümliche Gabe gewesen und wann immer Adriana sich erinnerte, so gab es stets zwei Arten von jenen, die mit dieser Gabe gesegnet worden waren. Jene, welche sie als Fluch ansahen, sich einsperren ließen und sich wünschten, sie wären Gewöhnliche und jene, welche die Magie als Geschenk ansahen, sie nutzten und ihren eigenen Geist all jenen Dingen öffneten, die diese Welten noch für sie bereit hielten. Adriana selbst zählte sie sich zu letzter Sorte an Mensch, bestand all ihr Denken und ihre Weitsicht aus jenen Dingen, welche ihr über lange Jahre strenger Ausbildung beigebracht worden waren und die ihre Macht gemehrt hatten, wie sie auch ihren innigen Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung gemehrt hatten. Jene Wünsche waren es, die sie hatten gehen lassen - jene Wünsche waren es, welche zahlreiche der Wachen das Leben gekostet hatten als die Zauberin es vorgezogen hatte, die Lande zu verlassen, in welchen sie einstmals ihre Heimat gesehen hatte.
Lange bevor der Mann an sie heran getreten war, hatte sie dessen Energie in ihren Adern gespürt, hatte jene Verbindung zu uralten Wesen gespürt - den leisen Hauch einer fremden Vergangenheit und einer alten, hiesigen Magie gespürt, welcher bislang den Menschen fehlte, die sie hier gestreift hatten und in deren Geist es für die Zauberin leicht gewesen war, zu lesen und daraus zu lehren. Es waren zufriedene Bilder der Bauern gewesen, welche dankbar über die nächste Ernte waren, dunkle, hasserfüllte Bilder, wann immer sie die Adligen gestreift hatte und deren Wut und Unmut sich auf jenen Mann projizierte, welcher auf der Königsloge neben einem jungen Mädchen saß, das kaum alt genug war, um einen Rang und Namen zu tragen. "Eure Zeiten sind düster und dieses Land benötigt dringender Hilfe als jedes andere", erhob sie dann die Stimme, ließ ihre Worte entschieden und fest an die Ohren des Mannes dringen, der an ihre Seite treten war und dem sie sich nun zuwandte, um ihn einer eingehenden Musterung zu unterziehen.
Er wirkte wild und ungestüm und wenngleich Adriana auch wusste, dass sein Geist ein Älterer war, so war das Feuer der Jugend noch immer hell in seinen Augen erleuchtet und daran vermochte auch der Bart in seinem Gesicht, welcher ihn erwachsener wirken lassen sollte, nichts zu verändern. Als sie die Energie gespürt hatte, hatte sie sich einem Magier gegenüber geahnt, nicht einem Kind mit dem Aussehen eines Mannes. "Mein Name lautet Adriana Fiorenza", stellte sie sich vor und neigte sacht den Kopf ein Stück vor dem anderen. "Es ist mir eine Freude, Euch kennen zu lernen."
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyDi Apr 22, 2014 11:42 pm

"Vrael Skullblaka" stellte er sich selbst vor, so wie stets wenn ein Nachname erforderlich war und er nicht alle Titel aufzählen wollte, die er im Laufe der Jahre gesammelt hatte. Er hatte keinen Familiennamen - hatte nie einen von Geburt aus gehabt und so hatte er beschlossen, dass die Drachenreiter seine Familie waren - und er so diese Bezeichnung als Familiennamen tragen wollte. Wenngleich die Frau vor ihm nette und schöne Worte wählte, so behagte es ihm doch nicht, dass sich schon wieder jemand in die Belange des Landes einmischen wollte. Im Grunde hätte er um jede Hilfe dankbar sein sollen, das wusste er. Doch wirklich freuen konnte er sich nicht, wusste er doch nicht wie ehrlich dies gemeint war. Doch er schüttelte nur den Kopf, war sich sicher das sämtliche Vorbehalte die er nun hatte wohl ob ihrer unbekannte Herkunft. "Wo kommt ihr her Adriana?" fragte er freundlich. "Mir wäre nicht bekannt, dass es einen... Ort gibt an dem eure Zunft noch hier gelehrt wird"
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyDi Apr 22, 2014 11:57 pm

"Fionavar", lautete die Antwort der Zauberin, auf deren Zügen sich abermals ein Lächeln um ihre Lippen schlang und die bernsteinfarbenen Augen der Frau erhellten, welche all ihre Aufmerksamkeit nun auf den jungen Mann vor sich lenkte, der noch immer dort stand und der ehrliches Interesse an ihr und ihrer Herkunft zu haben schien, wenngleich ihr jedoch auch auffiel, welche Missgunst er ihrem Vorhaben, sein Land zu unterstützen, entgegen brachte. "Meine Heimat ist euch nicht bekannt, da das Land, welchem ich entstamme, weit über dem Meer liegt und es ist mir bereits aufgefallen, dass die Künste meiner Zunft in diesen Landen nicht weit verbreitet zu sein scheinen. Die Menschen hier gehen recht einfach miteinander um und es gibt weit weniger Schutzfunktionen als in dem Land, aus welchem ich komme", führte Adriana weiterhin fort und schien sich keinen Deut darum zu scheren, dass sie mit ihren Worten vielleicht einem der hiesigen Bewohner auf die Füße hätte treten können und die Zauberin zog die Augenbrauen zusammen als ihr Blick erneut dem des jungen Reiters begegnete.
"Seht mich nicht als Feindin an, Vrael Skulblaka. Ich bin hier um zu helfen und sollte diese Hilfe nicht gewünscht sein, werde ich mich anderem zuwenden und Euch, wie auch jene, die Euch wichtig sind, in Frieden lassen. Es ist nicht die Art meiner Zukunft, einem anderen Hilfe aufzuzwingen", bemerkte sie lediglich und ließ ihr Lächeln kühler und reservierter werden, die Freundlichkeit verlieren, welche ihm zuvor noch inne gewohnt hatte. Wenn dieses Land wirklich seit langer Zeit keinen Magier mehr gesehen hatte, würde es nicht anders als in ihrer Heimat werden - entweder würde man sie fürchten oder ihre Unterstützung zu schätzen wissen. Lucrezia und sie würden entweder brennen oder aber eines Tages an jenem Punkt stehen, welchen sie sich seit so langer Zeit für sich und die Jüngere gewünscht hatte, welche gemeinsam mit ihr hierher gekommen war.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyMi Apr 23, 2014 12:09 am

"Truchsess Stephan, Braon von Worcester und Stofford, ich freu mich, euch kennen lernen zu dürfen.", erklärte Ginevra Sforza und ließ sich einen kleinen Stuhl neben den des angesprochenen stellen. Sie setzte sich, mit stolzer Miene auf ihre Platz und richtete den Blick auf das Feld. Sie schwieg eine gewisse Zeit, ehe sie erneut die ruhige Stimme erhob und kaum merklich den Kopf in seine Richtung wandte. "Mein Name ist Ginevra Sforza, Contessa von Genua, sowie Baronessa von Genua und Forli.", stellte sich die Frau vor. Sie klatschte recht kurz, als Fürst Velaryon seinen Kontrahenten hart an der Schulter traf. Eine gewisse Art von Bewunderung drängte sich ihr auf, ob des Können des Fürsten und der Tatsache, dass sein Gegner nicht sofort vom Pferd fiel. Den Ritter konnte man an Stephans Stelle setzen; Auch dieser steckte einige schwere Treffer ein, ohne jedoch vom Pferd zu fallen und seinem Feind das Feld zu lassen.
"Ich muss sagen, man behandelt euch ungerecht.", sagte sie weiter. "Die vielen Anschuldigungen, ohne zu fragen ob ein größerer Sinn dahinter steckte.", Ginevra bezweifelte es, "Die vielen Gerüchte, die man gegen euch streut, ohne euch zu kennen.", die Gräfin fand selbst gefallen an Gerüchten, "Und die zurecht Weisung von jedem einzelenen auf diesem Platz.", beendete sie und meinte es so. Stephan stand über ihnen und dass sich diese Adligen erdreisteten ihn zurecht weisen und anklagen zu dürfen, war falsch.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyMi Apr 23, 2014 12:12 am

Mit einem Mal fühlte sich Vrael schlecht, nun da sie ihn so einfach durchschaut hatte und er schämte sich ob der Gedanken, die er gehegt und des Misstrauens das er gegen sie gehabt hatte. "Verzeiht mir. Ich wollte weder undankbar noch abwertend klingen" erklärte er und neigte das Haupt in Demut. "Dieses Land hat viele Schrecken erlebt und es ist schwer Fremden zu Vertrauen und dennoch sollte ich mit gutem Beispiel voran gehen und nicht von Misstrauen leben denn Zweifel und Mißtrauen sind die Sargträger des Friedens wie mir Meister Oromis stets beigebracht hat" er hob wieder den Blick, lächelte diesmal ehrlicher. "Aber ihr habt Recht - einst gab es in diesem Land mächtige Magier auch unter den Menschen doch scheint mir diese Zeit lange verloren und nichts deutet mehr von der Macht, die einst durch diese und andere Hallen wandelte. Aber Alagaésia könnte wieder Magier gebrauchen, die das helle Licht der Magie in dunklen Zeiten entfachen und das Volk vor schädlichem Einfluss zu schützen wissen" Du hörst dich an wie Oromis, hat dir das schon jemand gesagt? Umaroth! Bitte, ich habe hier ein wichtiges politisches Gespräch Ist ja in Ordnung, veräger diese Frau jedoch nicht! Hochmeisterin Caladhiel und Anwar sind wütend für drei Reiter und wir müssen nachher noch mit ihnen sprechen! Versuch nicht alles noch schlimmer zu machen
Er sah noch einmal zu der Magierin und nickte. "Aber - und ich hoffe ihr verzeiht mir diese Frage: Wieso wollt ihr dem Land helfen? Euch verbindet nichts mit diesen Ländereien oder diesen Menschen. Es erfreut mich, gewiss jedoch... sieht man solche Art von Gemeinnützigkeit heutzutage nur selten"
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyMi Apr 23, 2014 12:21 am

Er lächelte obgleich der netten Geste, die ihm die Frau zuteil kommen lies und als er sie näher betrachtete, neigte er kurz den Kopf. "Mylady Sforza, es freut mich eure Bekanntschaft zu machen." Er küsste, der Etikette gemäß ihre Hand, lies darüber hinaus jedoch kein einziges Wort während des Kampfes verlauten. "Verzeiht, jedoch wollte ich den Ritter den ihnen gebührenden Respekt zollen." Ein schwaches Lächeln legte sich auf seine Züge. Eines, dass wohl jeder Mann und jede Frau am Hofe trug und das man gewohtn war, auf Befehl sofort einsetzen zu können. "Mir widerstrebt es, etwas gegen mein Volk zu sagen Lady Sforza. Es ist ihr gutes Recht über mich zu urteilen, schließlich erfährt ein guter Stellvertreter nur so was sein Volk berührt und wenn es Anschuldigungen gibt, so werden diese sicherlich nicht gänzlich ohne Grund entstanden sein. Doch nichts desto trotz danke ich euch für eure netten Worte." Er neigte abermals den Kopf, während das Gelände für den nächsten Kampf geharkt wurde und die restliche Fläche vom Schnee befreit wurde. Der Adel und das Volk unterhielt sich währenddessen noch immer über das Blutvergießen, dass sich ihnen gerade eben dargeboten hatte.
"Darf ich fragen, was mir die Ehre eures Besuches verschafft Mylady?"
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyMi Apr 23, 2014 12:25 am

"Seht Ihr die Menschen um Euch herum, Vrael Skulblaka? Ich kam in dieses Land, fremd und fern meiner eigenen Heimat und es gab niemanden, welcher mich fortjagte und in der Kälte frieren ließ. Ich entdeckte in jenen Landen, die Eure Heimat sind, Freundlichkeit und Güte wie in keinem anderen und eben dies ist der Grund, aus welchem ich helfen möchte. Ich bin dankbar für das, was mir dieses Land gab", antwortete Adriana lediglich auf die Frage des jungen Reiters, dessen Bauernweisheiten sie im Vorhinein bereits bei Seite geschoben und still belächelt hatte. Es waren nicht seine eigenen Worte und sie passten nicht zu dem, was sie von dem anderen während der letzten paar Augenblicke hatte kennen lernen dürfen und so zog die Zauberin es vor, nicht darauf zu antworten und ihn damit erneut der Lächerlichkeit Preis zu geben, die eine Rückfrage dieser Worte nach sich gezogen hätte. Stattdessen wanderte ihr Blick über die Köpfe jener Menschen, die um sie herum gingen und von denen bereits einige inne gehalten hatte als Vrael von Magiern sprach - Adriana vernahm deren Getuschel, die leise gewisperten Worte, welche man nun mit ihr zu verbinden schien und die es ihr dabei abnahmen, selbst zu späterer Zeit noch einmal vorstellig zu werden. Es war genau das gewesen, was sie beabsichtigt hatte, als man ihr in den Dörfern gesagt hatte, dass jeder, der Rang und Namen hatte, hier in Ilirea sein würde und dass sich dort auch jene legendären Drachenreiter dieser Lande hier aufhalten würden.
"Euer Meister Oromis scheint ein weiser Mann zu sein, wenn er Euch einst solch mächtige Worte lehrte und wenngleich auch meine Zunft aus diesen Ländern geschwunden zu sein scheint, so bleibt doch jene Weisheit der Alten in diesen Worten erhalten. Ihr solltet stolz darauf sein, sie im rechten Moment anwenden und dieses Wissen weitergeben zu können", führte sie fort und schlug die Augen ein Stück weit nieder, in stummer Ehrerbietung vor jenem Mann, welcher Vrael diese Dinge gelehrt hatte und welchen sie auf bedauerliche Art und Weise noch nicht hatte kennen lernen dürfen.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyMi Apr 23, 2014 12:35 am

Ginevra hatte Stephans schweigen, wie wohl auch er, dazu genutzt den überaus interessanten Kampf zu verfolgen. Ryans Treffer war wohl stark genug gewesen, um den Ritter ernsthaft zu schwächen; er hatte die Lanze nur noch schwerlich halten können. Sein Knappe war über den Platz zu Ryan gerannt und hatte ihm etwas zu geflüstert. Die Contessa meinte ein kaum merkliches Nicken seiner Seits gesehen zu haben und dann war es wieder los gegangen. Beide richteten sich in ihren Sätteln auf, hoben die Lanzen und ritten aufeinander zu. Doch, und das war etwas verwunderlich, hoben sie beide die Lanzen wieder, ehe sie sich treffen konnten. Eine noble Geste Seitens Fürst Velaryon, hätte er seinen Kontrahenten doch nun mit Leichtigkeit aus dem Sattel heben können. Natürlich hatte er trotzdem gewonnen, aber es war dennoch eine überaus freundliche Geste.
Sie nahm den angedeuteten Kuss auf die Hand ohne die Miene zu verziehen wahr. Weiterhin ruhte der stolze Ausdruck auf dem Gesicht der Contessa. Sie hörte dem Truchsess zu und machte sich ihre eigenen Gedanken zur kleinen Ansprache des Mannes. Es waren keine guten Gedanken, doch das war in diesem Moment unwichtig. "Es ist nun einmal so, dass ich sehe wie schwer die Bürde als Vertreter der Krone, auf euren Schultern lastet. Ich denke dass ihr womöglich Hilfe gebrauchen könntet... vielleicht ja meine Hilfe?", erklärte Ginevra dem Mann, ohne große umschweife. Lange Reden zu schwingen, lag vermutlich nicht im Interesse des Mannes.
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BeitragThema: Re: Turnier-Platz   Turnier-Platz EmptyMi Apr 23, 2014 12:39 am

"Ich bin stolz auf alles, was mir meine Meister haben beibringen können" erklärte er und neigte ebenfalls den Kopf. Er seufzte schließlich schwer und schob eine Locke hinter sein Ohr, von welchem er jedes Mal glaubte es würde wann immer er es berührte ein wenig spitzer wurde. Es war nicht seine Art so zu reden, er war kein Diplomat wie Oromis sondern bevorzugt viel eher die direkte Art wie seine ehemalige Meisterin, jedoch konnte sie sich das immerhin in jedweder Form leisten und solange Umaroth nicht um einige zulegte würde er sich dies nicht in nächster Zeit leisten können. Er war sowieso nicht gut darin stets irgendwelche Höflichkeiten auszutauschen und darauf zu achten niemanden vor den Kopf zu stoßen. Ihm viel es wesentlich leichter einfach er selbst zu sein und mit der Wahrheit die Leute dazu zu bringen, dass sie hinter einem standen. Jeder, der gegen das Gute und die Wahrheit gefeit war, war nach Vraels Erfahrung sowieso ein ziemlich mieser Dreckskerl, der es nicht wert war das man sich um diesen bemühte - da sie einen sowieso verrieten.
Er warf einen Blick zur Tribüne und lächelte. Was sollte er schon groß Schaden? Nachdem, was er gestern Abend erreicht hatte? "Wenn ihr wirklich etwas tun wollt um diesem Land zu helfen, dann könnte ich euch dem Truchsess vorstellen"
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