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 Marktplatz am Kai

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BeitragThema: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 12:30 am

Der Marktplatz von Kuasta liegt direkt am Kai der Stadt. Einige Boote liegen hier vertäut, denn nur selten verirrt sich ein Händler hierher. Trotzdem ist der Marktplatz das Herz von Kuasta. Hier trifft sich das Volk und man erfährt die neuesten Gerüchte, die das myteriöse Völkchen der Kuastaner umtreiben.

Der Platz ist gepflastert und wird zu einer Seite vom Hafen, zu den anderen Seiten von Geschäften und Handwerkerläden begrenzt.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 12:52 am

Außer Atem kam Lyonel auf dem Marktplatz an. Von hier war es nur noch ein Katzensprung bis nach Hause. Er konnte den Duft des Frühstücks, das Willem und Tomblin mit Sicherheit scon bereitet hatten, fast schon riechen.
Nur noch wenige Meter.
Lyonels Beine bissen schon vor Schmerzen, denn heute war er wirklich lange am Strand entlang gelaufen. Heute kamen viele Kinder zu ihm und er würde wahrscheinlich den Vormittag damit verbringen, die Horden zu bändigen, ohne dass er ihnen auch nur einen einzigen Buchstaben beibringen konnte.

Er freute sich schon auf zu Hause.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 12:56 am

"Lyonel", rief Josephine laut aus, als sie den Schreiberling auf seinem regelmäßigen Lauf den Marktplatz entlanglaufen sah.
"Lyonel Bollívar, komm her!"
Sie hatte ihn schon länger beobachtet und jetzt war der Zeitpunkt, um zur Sache zu kommen.
Sie betrachtete den schweren hölzernen Hobel, die in ihren Händen ruhte. Jetzt würde es sich zeigen.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 1:28 am

Das Frühstück wartete schon...
Da drang plötzlich eine Stimme an sein Ohr, die ihm irgendwie bekannt vorkam.
Lyonel verlangsamte seine Schritte und hob den Blick.
Und tatsächlich:
Die seltsame Schreinerin, die er schon des Öfteren auf dem Marktplatz gesehen hatte, rief seinen Namen.
Er wusste nicht, wie sie hieß, aber er kannte ihr Gesicht.
Frühstück oder Frau?

Seufzend entschied Lyonel sich für Letzteres und trat neugierig näher.

"Was ist denn?", platzte es aus ihm heraus. "Und vor allem: Woher kennt ihr meinen Namen?"
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 1:33 am

Josephine lächelte - fast schien es, als blitzte Schalk in ihren Augen auf.
"Wer kennt Euren Namen denn nicht, Lyonel Bolívar?", fragte sie und setzte umgehend den Hobel an den rauen Baumstamm.
"Ihr unterrichtet doch die Kinder der Stadt im Lesen, Schreiben und Rechnen.", fuhr sie fort, während sie das Werkzeug kraftvoll über das Holz zog.
"Das ist gut, denn Bildung ist wichtig. Bildung ist der Schritt in ein neues Zeitalter."
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 1:57 am

Verwundert zog Lyonel die Augenbrauen hoch.
Er hatte zwar schon gehört, dass die junge Schreinerin etwas seltsam war, aber das verwunderte sogar ihn, der ansonsten nicht so leicht zu verwundern war.
"Bildung ist der Schritt in ein neues Zeitalter", war der Titel eines bekannten Werkes über das Wesen aller Gesellschaften, doch woher konnte eine einfache Schreinerin so etwas wissen?

Vorsichtig trat Lyonel näher an die Handwerkerin heran.

"Du magst Recht haben.", sagte er, "aber warum hast du mich gerufen?"
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 2:13 am

"Ich brauche Deine Hilfe.", sagte Josephine und strich sich eine Strähne zurück hinter die Ohren zurück.
Es würde sich schon früh genug zeigen.
"Halte diesen Holzbalken hier fest, während ich ihn schleife. Ich bitte dich darum."


Sie hiel Lyonel einen rohen, ungeschliffenen Holzblock hin.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 2:17 am

Lyonel kam sich irgendwie vor, als befände er sich im Prolog einer zweitklassigen Geschichte.
"Gut, ich helfe gerne.", sagte er und fasste den rauen Holzbalken und die harte Rinde drohte seine Haut aufzureißen.
Trotzdem hielt er fest, während Josephine mit einer Feile zu Werke ging.
"Aber sag mir, warum gerade ich? Jeder andere hätte Dir auch helfen können"
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 2:20 am

Josephine kicherte, als sie das hörte.
"Jeder andere hätte das genauso gut gekonnt, das ist richtig. Aber du kannst es genauso gut, wie jeder andere. Wieso hätte ich dann jemand anders fragen sollen, wenn du es auch kannst.
Was für einen Unterschied würde das machen?"

Sie arbeitete schweigend weiter und ihre rhetorische Frage hing unausgesprochen in der Luft, da Lyonel offenbar auch noch nach einer geeigneten Antwort suchte.
Doch sie kam ihm zuvor.
"Ich sag es Dir: Keinen. Ich hätte jeden fragen können, aber ich habe Dich gefragt."

Ihr war klar, dass der Schreiber und Lehrmeister jetzt genauso viel wusste wie vorher.
"Jeder hätte es gekonnt, aber du hast es gemacht."
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 11:29 am

"Es hätte auch jeder andere geholfen, wenn du gefragt hättest, da bin ich mir sicher.", entgegnete Lyonel und sah sich nach den anderen Leuten, die früh am Morgen über den Marktplatz streiften. Aber wahrscheinlich musste jeder einzelne bereit sein, etwas zu tun. Vielleicht war es ja das, was die Schreinerin durch ihre nebulösen Andeutungen vom Neuen Zeitalter hatte sagen wollen.
Aber war das nicht alles nur Geschwätz der Waschweiber? Er unterhielt sich mit einer Schreinerin, nicht mit einer Philosophin.
"Wie auch immer. Ich helfe Dir gerne und Dir wird geholfen. Darauf kommt es ja an."
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 1:10 pm

"Sehr richtig.", antwortete Josephine verrückt und legte die Feile beiseite.
Es war gut, dass Lyonel, der noch 'fremd' in Kuasta war, so schnell verstanden hatte.
Schneller als die meißten anderen.
Sie strich erneut ihre Haare zurück, damit sie nicht beim Arbeiten störten. Das tat sie häufig in letzter Zeit.
"Du solltest jetzt nach Hause gehen. Die dir Anvertrauten warten sicherlich schon auf Dich."
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 8:33 pm

"Gut, ich hoffe, ich konnte Dir helfen.", sagte Lyonel immer noch leicht verwirrt und ließ den Holzklotz, an welchem Josephine herumgefeilt hatte los, sodass dieser wieder locker auf der Arbeitsoberfläche stand.
Aber der Gedanke an Willem und Tomblin hielt ihn davon ab, sich weitere Gedanken zu der seltsamen Schreinerin zu machen.
Das würde er heute abend tun, wenn er seine Arbeit hinter sich gebracht hatte. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Vielleicht würde er die Schreinerin ja auch heute abend noch einmal besuchen gehen und versuchen mehr über sie herauszufinden.
"Ich wünsche Dir dann noch einen schönen Tag, aber erlaube mir noch eines zu sagen:
Du kennst meinen Namen, also wäre es auch nur rechtens, würdest du mir auch den deinen verraten."
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 10:37 pm

"Namen...", Josephine lachte. "Namen sind Schall und Rauch, Lyonel. Viel wichtiger ist, wer ich bin. Viel wichtiger ist, wer du bist. Viel wichtiger ist, was wir daraus machen."
Josephine zwinkerte Lyonel ein letztes Mal geheimnisvoll zu, dann wirbelte sie herum und verschwand durch eine Holztür in ihrer Werkstatt. Dem neugierig ihr nachblickenden Lyonel schlug sie jedoch die Tür vor der Nase zu.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 10:42 pm

Immer noch nicht klüger als vorher sah Lyonel Josephine hinterher. Irgendwie war das Augenzwinkern fast verschwörerisch gewesen, oder hatte er sich das nur eingebildet?
Woher sollte er das auch wissen, denn eigentlich hatte er nicht so das Händchen für Beziehungen, obwohl ihm die Schreinerin sehr sympathisch und nett vorgekommen war. Irgendwie hatte ein Hauch von Weisheit und Geheimnis sie umweht, was Lyonel sehr angenehm fand. Josephine hätte glatt aus den ehrwürdigen alten Epen von den herausragenden Dichtern der Zeiten stammen können. Als Charakter in einer fantastischen Geschichte hätte sich die geheimnisvolle Handwerkerin, die wahrscheinlich mehr war, als sie vorgab zu sein, mit Sicherheit gut gemacht.
Schulterzuckend und über das Erlebnis nachdenkend, machte Lyonel sich langsam trottend auf den Weg nach Hause.

tbc: Lyonels Haus
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 11:09 pm

Eine durchaus gewöhnungsbedürftige Gestalt schlenderte auf den Marktplatz. Die junge Frau hielt ihr Pferd am Halfter, streichelte ihm über die Nüstern und redete leise auf es ein. Es war kein besonderes Pferd. Nicht besonders schön, nicht besonders schnell, nicht besonders stark und nicht einmal besonders klug. Sein einziger Zweck schien es, seine Besitzerin abzulenken, sodass man sie in Ruhe anstarren konnte. Die Frau trug einen Sandfarbenen Tellermantel mit einer Kapuze deren Zweck zu sein schien, den ganzen Kopf darin verstecken zu können. Genau genommen diente sie auch genau dazu. Diese Leute wussten ja gar nicht was so ein ordentlicher Sandsturm mit einem zarten Frauengesicht anstellen konnte. Zu diesem Mantel war ein ausgeblichen-grünes Hemd zu erkennen, das aussah, als würde es ohne dem Gürtel der die schmale Taille umschloss auch einem Urgal passen. Es steckte notdürftig in einer Hose, die weit und bis unter das Knie hochgeschoben war. Das war sie, weil man sich sonst die Mühe hätte machen müssen, sie in die Stiefel zu stecken. An dem zuvor erwähnten Gürtel hing ein Dolch und am Rücken der Frau war ein Langschwert befestigt, was zur Folge hatte, dass auch über dem Mantel mehrere Lederschnüre spannten. Unpassend dazu war der lange Zopf aus dunkler Mähne, der über dem Schwert lag. Das Haar glänzte zu sehr für den Dreck, den die Frau sonst so mit sich zu tragen schien. Auch die Ware, die sie auf ihr Pferd geladen hatte war nicht gerade billig, wenn man es hier kaufte.
Nahra blickte auf, sah einmal über den Marktplatz und ging dann selbstbewussten Schrittes als erstes zu einem Stoffstand. Der nahm so viel Platz weg. Das Pferd musste sie sowieso als letztes verkaufen, wenn sie nicht alles tragen wollte anschließend. Es überraschte etwas als die Frau in samtiger Stimme anfing dem Stoffhändler, der wohl selbst ein guter Kunde bei sich selbst war, ihre Preise und Waren aufzuzählen. Entweder er nahm es, oder sie ging weiter.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 11:17 pm

Aus Ihrer Wohnung über der Schreinerei sah Josephine der fremdartigen Frau zu, die offenbar als Händlerin hierhergekommen war.
Ihr Gesicht war ihr unbekannt und das störte sie, denn ansonsten kannte sie jeden einzelnen, der in Kuasta verweilte. Sie hoffte, dass der Stoffhändler seine Aufgabe richtig machen würde.

Aber sie zweifelte nicht daran. Er war einer der Besten.
Sie beobachtete Nahra weiterhin und griff gedankenverloren zur Armbrust, die stets neben dem Fenster lehnte.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 11:27 pm

"Das wollt ihr mir wirklich verkaufen? Ich zahle Euch 29 Kronen dafür, keine 35. Das ist reiner Wucher.", sagte der Stoffhändler und stemmte die Hände in die Hüften als Nahra im die Waren anbot.
Es würde funktionieren, hoffte er. Er wusste es einfach.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 11:36 pm

„Nein danke“ sie lächelte ihn freundlich an, nahm wieder ihr Pferd, wandte sich zum gehen, drehte sich aber in der Bewegung wieder zu ihm.
„Ich gebe es dir für 31, wenn du mir sagst, wo ich das Gasthaus hier finde und wie Tabak, Gewürze und Tee hier sind. Wenn du mich anlügst, werde ich es merken. Ich komme bestimmt wieder hierher und dann hast du ein kleines Problem“ teilte sie ihm in höflicher Tonlage mit. Sie konnte es sich ja eigentlich leisten. Sie hatte noch genug anderes Zeug auf dem Pferd, dass sie zu Essen bekam und ein gutes Bett zu schlafen, ohne Ungeziefer.
„Und sehen sie mich nicht so an, ich habe die Stoffe nicht gestohlen, ich sehe so aus, weil das was ich hier auf dem Pferd habe am Körper keine drei Tage hält, wenn man damit durch Wüste und Wald rennt“ erzählte sie ihm. Sie hatte kein Problem damit, dass man sie immer nach ihrem Äußeren beurteilte. Ein Krieger schätzte sie nach ihren Gepflegten Waffen, ein viel Reisender nach ihren Schuhen ein. Andere Leute mussten sie nicht richtig einschätzen, die mussten ihr nur ihre Sachen abkaufen und finden, dass sie aussah, als könnte sie sich einigermaßen wehren und würde sich in der Welt auskennen. Anschließend durften sie dann froh sein, dass sie sich nicht geirrt hatten und heiler als gedacht am Ziel ankamen. Außer sie nervten, dann blieben sie in der nächsten Stadt.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Mo Apr 05, 2010 11:55 pm

"Einundreißig Kronen, einverstanden.", stimmte der Händler offensichtlich zähneknirschend zu und zählte vorsichtig die Münzen aus seinem Geldbeutel ab. Er hatte sein Ziel erreicht.
"Das nächste Gasthaus ist "zum roten Pony", gleich die Straße hinunter. Dort findet ihr saubere Betten und gutes Bier, das könnt ihr mir glauben."
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Di Apr 06, 2010 12:07 am

Nahra steckte das Geld in eine Tasche an ihrem Gürtel hinten unter dem Mantel. Sie hatte ihm beim abzählen zugesehen, es stimmte so.
„Vielen Dank... Was ich mit Tabak und Tee“ fragte sie. Der Mann jetzt genug Zeit gehabt es ihr zu erzählen. Seufzend schob sie ihm die Stoffe über den Tisch. Meine Güte, alles musste man dem aus der Nase ziehen. Er kannte sich da ja wohl noch aus, er stand hier oft genug und konnte beobachten.
Ohne zu warten dass der Mann endlich antwortete, drehte sie sich wieder zu ihrem Pferd. Nahra flüsterte ihm zu sich zu beruhigen, und dass es gleich vom Lärm weg war und dass sie es hier lassen würde damit es sie wieder anständig ausruhen konnte. Das war nur fair.
Anschließend sah sie sich auf dem Platz um, die Ohren noch beim Händler. Sie entdeckte die Frau, die sie dort beobachtete nicht. Nahra war auch nur ein Mensch und eigentlich nicht darauf eingestellt, sich unsicher fühlen zu müssen.
Nachdem der Mann geantwortet hatte, würde sie ihn fragen, ob die Stadt nachts geschlossen wurde und wenn ja bis wann. Wenn das zu lange dauerte, dann schlief sie draußen.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Di Apr 06, 2010 12:13 am

"Tabak und Tee soll es dort auch geben, sorgt Euch nicht. Aber denkt daran, dreimal an den Türpfosten zu klopfen, bevor Ihr das Gasthaus betretet, ansonsten wird man Euch keine Speisen bringen. Wir in Kuasta mögen es nicht, wenn man uns die bösen Geister ins Haus holt.", während der Stoffhändler dies Nahra erklärte gestikulierte er weit ausholend und deute immer wieder in Richtung des Gasthauses.
Diese Fremde erschien ihm wirklich sehr sonderbar.
Aber man würde wissen, was mit ihr zu tun war.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Di Apr 06, 2010 12:26 am

„Ist das so?“ Nahra machte ich nicht die Mühe ihm mitzuteilen, dass das Zeug eigentlich nicht zum Eigenbedarf gedacht war, sich aber sehr gut an alle möglichen Begegnungen verkaufen ließ. Und sie machte sich auch nicht mehr die Mühe ihn nach den Zeiten der Stadttore zu fragen.
„Aber mach dir keine Sorgen guter Mann, ich kann mich selbst versorgen“ erklärte sie ihm noch mit einem unverbindlichen Lächeln und trat dabei einen kleinen Schritt zurück, wie man ihn machte, wenn man seinem Gesprächspartner zeigen wollte, dass es nun Zeit war das Gespräch zu beenden.
„Gehabt euch wohl“ murmelte sie noch. Nahra war bereits wieder unaufmerksam. Wo bekam sie hier ihren Elfenschmuck los? Am besten nicht unter Preis und mit dem Kopf auf den Schultern. Nein. Sie würde ihn andernorts verkaufen. Sie hob den Sack also auf ihre Schultern und ging weiter um ihr Pferd an den Viehhändler gegenüber zu verkaufen. Sie nahm den ersten Preis den er ihr bot, weil ihr gerade nicht nach verhandeln war. Auf dem Weg nahm sie noch ein Paket Tabakblätter mit und dann ab zum Gasthaus. Wenn der Händler noch etwas zu sagen hatte, konnte er ihr ja nachrufen.
Tbc: Gasthaus
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Di Apr 06, 2010 10:09 pm

Schwer atmend kam Nahra auf dem Markt an. Mittlerweile war es leer hier. Zu leer. Keiner mehr zum verfolgen da. Zumindest vorerst. Wenigstens hatte sie Zeit ihre Kleidung zurecht zu rücken. Alles anzulegen.
Erst als sie das fertig hatte begann sie den großen Platz abzuschreiten. Verlor aber dann schlichtweg die Geduld. Okay, sie würde den jetzt rufen und wenn sie Glück hatte..
„Heee.. ich weiß, dass du hier bist! Komm raus! Rede wie ein Krieger mit mir! Sieh mir in die Augen und sag was dir auf dem Herzen liegt, aber geh nicht in mein Zimmer während ich schlafe und bewirf mich mit Karten“ ein wenig überraschte sie sich selbst mit dem aggressiven Unterton in ihrer Stimme. Nahra hatte laut geredet, aber nicht wirklich geschrien. Sie hatte nicht vor jemanden zu wecken. Nicht wirklich.
Sie musste keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wenn jetzt keiner kam würde sie jetzt sofort gehen. Naja vielleicht noch den Schlüssel zurückbringen, aber dann!
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Di Apr 06, 2010 10:09 pm

Nahra folgte dem huschenden Schatten bis in die Mitte des Marktplatzes von Kuasta. Es war früh am morgen, Nebelschwaden, die wabernd aus der Bucht in die Stadt gezogen waren, bhinderten die Sicht und es waren kaum Leute unterwegs.

Wenn man sich genau umschaute, bemerkte man sogar, dass sich keine Menschenseele auf dem Marktplatz befand. Man hätte eine Stecknadel fallen hören, so still war es. Es war, als wären nicht nur alle Menschen, sondern sogar alles Leben wie ausgelöscht.
Es war unheimlich still, so still, dass der Einbrecher unmöglich unbemerkt entkommen konnte.

Aber Nahra stand alleine auf dem Marktplatz, von dem Schatten war nichts mehr zu sehen.
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BeitragThema: Re: Marktplatz am Kai   Di Apr 06, 2010 10:27 pm

„JA! Kein Problem. Halten wir doch ein bisschen Nahra zum Narren“ knurrte sie. Gut. Sie würde jetzt gehen. Immer noch grummelnd und knurrend kaute sie auf einem Stück Trockenfleisch herum. Es war zäh und gut um die Aggression einfach weg zu kauen. Dabei stapfte sie über den Platz. Dummerweise war der Nebel wirklich dich. Vor allem wenn man wütend war und nicht auf den Boden achtete.
Nahra stolperte über einen herumliegenden Holzpfosten. Automatisch fing sie sich mit den Händen ab. Das war das, was man antrainierte Reflexe nannte. Erschrocken starrte sie auf den Boden der keinen Fuß von ihrem Gesicht entfernt war.
„Phu“ machte sie und atmete ein paar mal aus und ein, bevor sie sich wieder auf ihre Füße stellte. Das hatte sie eingebremst. Adrenalin machte sie etwas zittrig. Glück gehabt. Unsicher griff sie nach ihren zu Boden gefallenen Sachen. „Das wird nicht mein Tag werden“ murmelte sie zu sich selbst und fuhr sich durch das völlig zerrupfte Haar.
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