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 Schlossplatz

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BeitragThema: Schlossplatz   Mo Okt 21, 2013 9:40 pm

Wie der Rest der Stadt, war auch der Schloss Hof gepflastert, doch bildeten sie hier zum Teil Muster. Mal zeigten sie Blumen, Mal Szenen aus alten Sagen. Es gab zwei Ställe die beide an die den Platz umgebende Mauer grenzten; einen etwas älterer und kleinerer und ein großer und sehr viel jüngerer. Er konnte nicht älter als zwei Jahre sein. Eine kurze Treppe mit sechs Stufen führte zum Eingangsportal des Chateau hinauf. Links und rechts des Schlosses ging der Hof in kleinere Weg über, die hinter das Schloss in einen zweiten Hof führten.
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BeitragThema: Re: Schlossplatz   Di Okt 22, 2013 8:26 pm

-> Straßen von Feinster

Ein Schmunzeln konnte ich mir bei den Worten der Fürstin einfach nicht verkneifen. Es war schon absurd, eine Frau mit Macht und aus dem Adel legte wert auf die Gesellschaft einer Reisenden, einer Person, von der sie nicht das geringste wusste. Für mich war es der Himmel auf Erden, ich brauchte mir keine Gedanken mehr machen wie ich an die LaFleurs ran kam, ich wurde mitten in sie hinein katapultiert und nun konnte ich meine Gedanken voll und ganz auf mein weiteres Vorgehen konzentrieren. Zwar würde das auch keine leichte Aufgabe werden, doch nun war ich mit mehr Ehrgeiz bepackt, schließlich bot sich mir die perfekte Gelegenheit. Das einzige Problem das sich mir noch erhalten blieb waren die vagen Ausdrücke in den Anweisungen meines Meisters, zumindest der Teil, den die jetzige Mission betraf:

... nach Feinster. Dort herrscht die Familie LaFleur. Durch sie kannst du an Informationen gelangen, die für dich, mich und für uns alle von Bedeutung sein könnten und sein werden. Nein, ich weiß nicht was du finden sollst, aber du wirst etwas finden. Da bin ich mir sicher. Außerdem bin ich mir sicher, dass diese Informationen dich von alleine anstacheln werden, deswegen werde ich dir dazu keine weiteren Anweisungen geben müssen, zumindest vorerst. Mach dir keine Gedanken, wie ich dich finden soll, denn ich finde dich überall...

Die letzten Worte dieses Absatzes schafften ein behagliches Gefühl in mir. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie mich mein Meister finden wollte... Doch er hatte mich bis jetzt nie belogen und so glaubte ich ihm das. Auf der anderen Seite schürte es Unbehagen. Er würde mich überall finden... Sollte sich aus einem mir unerklärlichen Grund die Tatsache herausstellen, dass ich untertauchen musste... So wäre das ein außerordentliches Problem. Doch ehe ich weiter über die Worte in dem Brief, meinen fadenscheinigen Auftrag oder sonst etwas nachdenken konnte, riss mich Vivianne mit gemurmelten Worten aus den Gedanken. Ja, ihre Worte waren leise gesprochen und höchst wahrscheinlich nur für sie selbst gedacht, doch meine Sinne waren einfach darauf getrimmt alles wahrzunehmen, was im Bereich des Möglichen lag.

So hob sich mein Blick wieder, der für eine gewisse Dauer auf meine Hände gesenkt gewesen war, und kurz blinzelte ich etwas verwirrt. In meinen Gedanken forschte ich nach, ob ich mich auch nicht verhört hatte und legte dann wieder etwas den Kopf schief. Das leichte Ruckeln der Kutsche veränderte die Intensität und aus diesem Grund und weil ich kurz aus dem Fenster geblickt hatte erkannte ich, dass wir eine Kurve fuhren. Der Weilen sprach Vivianne ihren Gedanken nochmal lauter und deutlich aus, dieses Mal auch für mich bestimmt und nun konnte ich mir sicher sein, dass ich mich zuvor doch nicht verhört hatte. Zwar war ich gewillt, etwas dazu zu sagen, doch die Fürstin vertröstete mich und da stoppte die Kutsche schon und die Tür wurde geöffnet. Eine Männerhand fiel in mein Blickfeld, welche kurzzeitig von Vivianne nachdenklich betrachtet wurde, ehe sie ihre eigene zarte Hand in diese legte und ausstieg.

Eine Sekunde verging, in der ich nur dasaß und ins Freie starrte, dann erhob ich mich mit einem leichten Kopfschütteln und stieg dann ohne Hilfe aus der Kutsche, bekam gepflasterten Boden unter meine Füße und bevor ich überhaupt auf die Personen um mich herum achten konnte, betrachtete ich meine Umgebung. Es war ein wahrlich prachtvoller Anblick. Einzelheiten brannten sich in meinen Kopf ein, ein grober Lageplan wurde erstellt und alles schließlich zu einem gesamten Eindruck zusammengefügt, der für immer in meinem Kopf eingebrannt war. Das goldene Licht der untergehenden Sonne tauchte alles in spektakuläre Farben und lies die Schatten sich auf dem Boden strecken. Erst jetzt fiel mein Blick auf Robert LaFleur, der mich mit seinem Blick fast zu durchbohren schien. Langsam wandte ich meinen Blick ab und musterte dann die Wachen, Masaru stand mit angelegten Ohren neben dem Reiter und ich konnte mir fast vorstellen, was in seinem Kopf vor sich ging. Doch im Moment hielt ich es für unangebracht, mit meinem Pferd zuzuwenden und so ging ich ein paar Schritte nach vorne und platzierte mich in angemessenen Abstand leicht hinter der Fürstin, ignorierte ihren Mann vorerst vollkommen und tat einfach so als würde ich weiterhin meine Umgebung betrachten, doch in Wahrheit beobachtete ich nun die Menschen um mich herum.
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BeitragThema: Re: Schlossplatz   Di Okt 22, 2013 9:10 pm

Während Tristán Vivianne schon beinahe aus der Kutsche heraus riss, anstatt ihr bloß zu helfen, drängte sich Robert zwischen die beiden und Akkina. Tristán nahm Vivianne am Arm und führte sie in die eine Richtung, während Robert Akkina mit seinen starken Armen dazu zwang sich bei ihm ein zu hacken und in eine andere Richtung davon ging. Akkina sträubte sich, doch Robert hatte seine in einen Panzerhandschuh gewandte Hand um ihr Handgelenk gelegt. Dieses Vorgehen hatte er und sein Bruder während der Fahrt besprochen und Robert fand durch aus gefallen daran. "Was denkst du dir eigentlich dabei in die Kutsch der Fürstin einzusteigen, du kleine Kröte?", zischte Robert ihr zu und lächelte weiter jeden scheinheilig an, der ihren Weg kreuzte. Wegen dieser Frau hatte Vivianne ihn und seinen Bruder auf offener Straße bloß gestellt! Das konnte er nicht auf sich sitzen lassen!
Robert war ein Mann mit markantem Kiefer und hohen Wangenknochen. Insgesamt war sein Gesicht von beachtlicher Schönheit und das bewies er sich immer wieder, indem er so viele Frauen in sein Bett brachte wie er nur finden konnte. Doch... er hatte nicht die Augen seines Bruders. Dieses leuchtende grün das eine geradezu hypnotisierende Wirkung hatte. Doch Robert beneidete ihn nicht darum. Dafür war nähmlich Tristán restliches Aussehn nicht dem seinen gewachsen. Er hatte weichere Züge und war nicht so kräftig gebaut, und er war eine Handbreit kleiner. Robert musste lächeln, als er daran dachte, wie er seinem Bruder seine ersten drei Frauen hatte ausspannen können, ehe wirklich etwas passiert war. Die Frau mit der Tristán dann tatsächlich etwas hatte, hatte er widerum Robert ausgespannt. Dafür hatte dieser ihm die Nase gebrochen.
"Also Mädchen, was planst du? Warum schleimst du dich bei der Fürstin ein?", fragte Robert mit gedämpfter Stimme und nickte einem Adelspaar zu. Von denen gingen die meisten um diese Zeit eher durch den Garten, als über den Hof.
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BeitragThema: Re: Schlossplatz   Di Okt 22, 2013 9:26 pm

Kurz öffnete sich mein Mund um zu protestieren als Robert LaFleur mich dazu zwang, mich bei ihm einzuhacken und ihm zu folgen. Tristan führte der Weilen Vivianne schnell in eine andere Richtung davon und mir entging sein kurzer und doch sehr wissender Blick zu seinem Bruder nicht. Ich war schlau genug, mich nicht vor all den Leuten hier mich dem Bruder des herrschenden Fürsten zu widersetzen und so ging ich neben dem stattlichen Mann her. Nicht gerade begeistert, das kann ich euch sagen. Mein Rücken war durchgedrückt um meine volle Größe hervor zu holen und ich wahrte so viel Abstand zwischen Robert und mir, wie nur irgendwie möglich war und leider war das viel weniger als ich erhofft hatte. Tief atmete ich bei den gezischten Worten des Mannes ein und lächelte ebenfalls den Leuten zu, die unseren Weg kreuzten. Wie mir gerade zu Mute war... Am liebsten...

Nur aus den Augenwinkeln heraus stachen mir die markanten Gesichtszüge von Robert LaFleur ins Auge. Ich konnte mir mehr als gut vorstellen, dass er das Herz einer Frau binnen von Minuten erobern konnte, wenn er es darauf anlegte. Zumindest das Herz der meisten um es dann zu brechen, wenn er das bekommen hatte, was er wollte. Der Griff um meinen Arm war fest und eisern, unnachgiebig und ich zog demonstrativ dagegen. Nicht um mich zu befreien, dazu war der Kraftaufwand zu wenig - mal ganz davon abgesehen, dass er mir um einiges überlegen war, wenn man die Körperkraft betrachtete - doch es sollte nur ein stummer Protest gegen seine Behandlung sein. Sollte er es lustig finden... Mir egal. "Ist das eure Art? Gäste behandeln als wären sie Mörder?!" Meine Stimme war gedämpft und doch lag Nachdruck dahinter, mein Blick war zu seinem Gesicht gewandert und für einen Moment hatte ich das Lächeln von meinen Lippen fallen lassen, dass ich sofort wieder aufsetzte als ein paar Frauen vorbei gingen. Ihre lüsternden Blicke sprachen Bände...

"Ich plane überhaupt nichts, außer wie ich mich von euch lösen kann..." Gut, dieser Satz lies meine Widerspänstigkeit durchschimmern, doch sofort redete ich weiter. "Und ich schleime micht nicht bei der Fürstin ein, woher soll ich denn wissen was für einen Narren sie an mir gefressen hat? " Vorerst beendete ich meine Worte, doch in meinem Unterton lag etwas, dass mehr sagte als diese ganzen Worte zusammen, doch ich bezweifelte, dass er diesen Ton bemerken würde. Ihm würde wohl eher meine Körperhaltung bewusst werden, denn diese machte auch deutlich, dass ich seine Nähe nicht befürwortete und dennoch nicht eingeschüchtert war.
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BeitragThema: Re: Schlossplatz   Di Okt 22, 2013 9:49 pm

"Wer sagt mir dass ihre keine Attenttäterin seid? Ihr wärt nicht die erste, die sich durch eine Freundschaft an den Hof schmuggelt, nur um zu töten!", erwiderte Robert finster und korrigierte ihren Weg nun leicht nach rechts. Sie gingen langsam neben einander her, als würden sie es beide wollen. Er spürte den sanften Zug Akkinas an seinem Arm und war sich sicher, dass das nicht alles war. Schon wenn sie bloß ihr Gewicht hinein legen würde, wäre der Zug stärker als jetzt. Doch es störte ihn nicht. Es ging ihm ja nicht darum dass sie sich wehrte, er musste die interessen der Familie wahren. Bei dem Satz sie würde nur planen, wie sie von ihm los kam, musste er doch ein wenig lachen. So wenig sie ihn ansprach, Sinn für Humor musste er ihr wohl oder übel zugestehen. Robert musterte Akkina erneut und fragte sich was sein Bruder an dieser Art Frau fand; dünn, falchbrüstig und mit diesen blasen Augen. In seinen Augen sollten Frauen von den ersten beiden Dingen mehr haben und statt heller Augen, dunkle verführerische Augen.
"Ha! Ihr seid bloß die Ablenkung einer gelangweilten Frau! Bildet euch nur nichts darauf ein!", erwiderte Robert auf Akkinas weitere Ausführungen. Auch ihm viel der lüsterne Blick der Frauen auf und er konnte es nicht lassen, er sah ihnen nach und warf ihnen seinen auffordenden Blick zu. Dann konzentrierte er sich wieder ganz auf die Fremde. Robert konnte nicht glauben, dass das junge Mädchen nur durch Zufall ausgerechnet vor ihre Kutsche gekommen war! Und selbst wenn konnte sie Dinge in Vivianne wecken, die lieber im verborgenen bleiben sollten. Sie könnte in der Fürstin einen Aufstand wecken, denn Robert und sein Bruder mühselig zu ersticken versuchten. "Ihr solltet nicht zu lange bleiben.", begann Robert. "Ein Schloss kann ein sehr gefährlicher Ort werden und in Viviannes Nähe kann es nur gefährlicher werden, wenn ihr versteht.", sagte Robert, der durchaus am Intelekt der kleinen zweifelte, oder viel eher am Intelekt einer jeden Frau.
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BeitragThema: Re: Schlossplatz   Di Okt 22, 2013 10:06 pm

"Natürlich, ich habe euren Zug schon den ganzen Tag beobachtete und nur darauf gewartet mich fast über den Haufen rennen zu lassen um mit der Fürstin ins Gespräch zu bekommen und unterbewusst habe ich sie so bearbeitet, dass sie mich hier her mitgenommen hat und mein nächster Plan ist es, euch ungesehen zu töten." Mein Blick hing an seinen Augen, meine Stimme klang mehr als trocken und kein Funken Überzeugung lag darin. Es war nicht zu überhören, dass ich nichts davon ernst meinte, sondern es nur sagte um meinen Unwillen zum Ausdruck zu bringen.
Wie ich mir bereits gedacht hatte, machte ihm der leichte Zug gegen seinen Griff überhaupt nichts aus. Wahrscheinlich könnte ich mich mit meinem ganzen Gewicht dagegen lehnen und es würde ihn immer noch nicht stören. Das Eisen seines Panzerhandschuhs lag kühl um mein Handgelenk und löste ein leichtes Gefühl aus, das vergleichbar war mit dem Tragen von Handschellen. Zumindest waren seine Hände genauso effektiv. Würde ich zumindest behaupten.
"Na bitte, jetzt antwortet ihr schon selbst auf eure Fragen. Ich bin eine Ablenkung, also ist wohl die Sache, warum ich hier bin, geklärt oder nicht?" Mittlerweile entdeckte ich niemanden mehr und so lies ich das aufgesetzte Lächeln in den Tiefen meines Unmutes versinken und blieb dann mit einem Ruck stehen. Ich zweifelte nicht daran, dass er mich weiter ziehen könnte, doch zumindest für den Moment hatte ich ihn überrumpelt. Bei seinen Worten zog ich beide Augenbrauen nach oben und setzte dann zu einer Antwort an und ich war mir sehr bewusst, dass wir alleine waren. "Wollt ihr mir etwa drohen?" Meine Stimme passte nicht zu den Emotionen, die ich eigentlich haben sollte, die eine Frau, die von einem Mann wie Robert LaFleur bedroht wurde, haben sollte... "Vielleicht sollte ich euch auch etwas sagen." Meine Stimme hatte sich gesenkt und ich rekte mich etwas, sodass ich näher an seinem Kopf beziehungsweise Ohr war. "Droht mir nicht. Ich bin kein kleines verschrecktes Bauernmädchen, dass ihr nach belieben beeinflussen könnt." Mir war auch bewusst, dass er meine Worte höchst wahrscheinlich nicht ernst nehmen würde, doch als ich mich langsam wieder ganz auf den Boden stellte und dabei seine Augen fixierte machte ich zumindest deutlich, dass ich mich nicht einschüchtern lies.
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BeitragThema: Re: Schlossplatz   Di Okt 22, 2013 11:44 pm

"Eine Ablenkung aus Sicht der Fürstin. Ich bezweifle dass ihr euch selbst als eine solche betrachtet. Ihr könntet denoch schlechte Absichten verfolgen.", entgegnete Robert auf Akkinas erste Erwiederung und ließ nun ebenfalls das Lächeln fallen, als sie fast von einem Moment auf den anderen allein auf dem Hof waren. Als sie mit einem Mal stehen blieb brachte sie ihn tatsächlich aus dem Konzept und er ließ sich von ihr aufhalten. Wütend schnaubend sah er sie an, während sie seine Anspielung doch tatsächlich zu verstanden haben schien. Das war gut, so musste er es ihr nicht noch einmal erklären. Doch dann ging sie zu weit; IHM zu drohen hatten nur wenige gewagt. Er riss sie wieder mit sich und war versucht sie zu schlagen, doch Männer die Frauen schlugen sahen schwächer aus als sie sich fühlten. Das war es nicht wert. "Mädchen wage es nicht mir noch einmal zu drohen! Du weißt nicht mit wem du dich da einlässt! Du solltest dich lieber zurück halten und dir meine Worte genau merken! Eines Tages wird dich dieses Gespräch einholen!", fauchte er sie an und ließ sie dann an der Treppe hinauf zum Schlossportal allein zurück.

Auch Vivianne wurde von Tristán an der Treppe zurück gelassen. Er wandt sich noch ein Mal um und fixierte sie mit seinen grünen Augen. "Denk an deine Kinder!", warf er ihr entgegen und verschwand im Schloss. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Tristán sie so hart anfassen würde. Schon der Zug aus dem Wagen hatte ihr das Gefühl gegeben, er würde ihr den Arm ausreißen. Er hatte mit leiser Stimme auf sie eingeredet, sie solle doch vernünftig sein und von Akkina ablassen. Dass sie gefährlich sein könnte auch wenn sie es nicht wahr haben wollte und es sich nicht lohnte, alles wegen einer Ablenkung aufs Spiel zu setzten. Doch Vivianne hatte sich standhaft widersetzt und dafür wieder eine Drohung in Richtung ihrer Kinder hin nehmen müssen. Das hatte ihr einen echten Stich versetzt und sie wusste nicht wie lange sie das noch mit machen konnte. Aber was sollte ich dagegen tun? Wie sollte ich mich auflehnen?, fragte sich Vivianne verzweifelt und war sich sicher keine Antwort finden zu können.
Nun wandte sie sich wieder Akkina zu, die offensichtlich eine unschöne Unterhaltung mit Robert hatte ertragen müssen. Sie machte einen Schritt auf die jüngere zu, wobei ihr Kleid ein leises Rascheln von sich gab. "Was ist mit eurem Handgelenk?!", kam es schockiert aus Vivianne hervor geschossen ohne dass sie etwas daran hätte ändern können. Akkinas Handgelenk war blau und man konnte den Abdruck einer Hand erkennen. Es sah schlimm aus, der Panzerhandschuh Roberts hatte ihr nicht gut getan. "Das tut mir so leid! Ich wollte nicht dass so etwas passiert!"
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BeitragThema: Re: Schlossplatz   Mi Okt 23, 2013 9:25 pm

Der Druck um mein Handgelenk hatte sich bei jedem Wort von Robert verstärkt und zum Schluss hin war es gar nicht mehr so einfach einen nichtssagenden Gesichtsausdruck zu behalten, denn der Schmerz war... Unbedeutend. Reiß dich zusammen. Kühl blickte ich in das Gesicht von Robert LaFleur und verfolgte ihn noch kurzzeitig mit meinen Augen, bis er verschwunden war. "Erinnere dich lieber an meine Worte, denn diese werden dich früher einhohlen als die deinen mich." Murmelte ich und verengte für einen Moment meine Augen.
Unbewusst umfasste ich mein Handgelenk mit meiner freien Hand und massierte es leicht, doch als ich die entsetzte Stimme von Vivianne vernahm, drehte ich mich schnell herum. Auch ich blickte nochmal hinunter auf mein Handgelenk und verzog kurz meine Miene als ich bemerkte, dass es sich ziemlich blau verfärbte. Die Augen der Fürstin waren vor Schock geweitet und in ihrer Stimme schwang wirklich Bedauern mit, mein Blick hob sich und ich betrachtete ihre Züge. "Ihr könnt nichts dafür Vivianne. Ich hätte damit rechnen müssen... Außerdem, so schlimm ist das nicht... Das wird wieder." Versuchte ich so ruhig wie möglich zu erwidern, doch so ruhig wie ich mich gab war ich nicht, innerlich brodelte ich. Am liebsten würde ich diesen Robert vor aller Welt bloß stellen, doch dazu würde es erstmal nicht kommen.
"Geht es euch gut?" Entgegnete ich dann noch und betrachtete Vivianne, doch ihr schien nichts zu fehlen, außer dass sie etwas durch den Wind war. "Macht euch Gedanken um das da..." Mit meinem Kopf deutete ich auf das blaue Mal. "Wirklich." Vielleicht würden meine Worte helfen, vielleicht auch nicht. Und außerdem werde ich ihm das noch irgendwie heimzahlen... Dieser Entschluss festigte sich in meinen Gedanken und so war ich mir fast sicher, wenn sich die Gelegenheit bieten würde, dass ich ihn auflaufen lassen würde. Wie wo und was, das stand noch in den Sternen. Nun wanderte mein Blick kurz über das Gelände, dann wieder zu der Fürstin. Abwartend blieb ich erst einmal stumm.
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BeitragThema: Re: Schlossplatz   Mi Okt 23, 2013 10:32 pm

Vivianne strich ihr Kleid glatt und fuhr sich durch die braunen Haare. "Ja, bei mir ist alles in Ordnung. Tristán würde mich nie anrühren.", erklärte sie und brachte ein brüchiges Lächeln zustande. Sie hätte Akkina nicht mit hier her bringen sollen! Sie hätte damit rechnen müssen, dass soetwas geschah, sie kannte Robert und hätte es verhersehen können. Sein Umgang mit seinen Mitmenschen und besonders mit Frauen, war verabscheuungswürdig! Nie hatte sie einen Mann getroffen der so unglaublich verwerflich mit jedem Menschen umsprang, der keinerlei Respekt oder Würde an einem Menschen ließ, wenn er mit diesem sprach. Es sei denn natürlich es war eine Frau nach seinem Geschmack: Viel Brust und kein Hirn. Bei ihnen wurde er zum Charmeur... bis zum nächsten Morgen.
Sie streckte sanft die Hände nach Akkinas Handgelenk aus und nahm sie sanft in ihre Hände. "Ich denke unser Apotheker sollte eine Salbe parat haben, mit der wir das schneller heilen lassen können. Sie wird hoffentlich auch die Schmerzen lindern.", erklärte Vivianne und nahm ihre Hände wieder von ihrem Handgelenk und strich über ihr Bordeau-rotes Kleid. Vivianne verschränkte die Arme vor der Brust und schloss für einen Moment, in dem sie scharf nach dachte, die Augen. Sie wippte mit dem Oberkörper vor und zurück und öffnete die Augen dann wieder mit einem Lächeln. "Claude sollte hinten im Garten sein, das ist unser Apotheker. Falls du die Salbe möchtest, können wir sofort zu ihm.", schlug Vivianne vor. Sie fühlte sich noch immer etwas schuldig und kam nicht umhin zumindest etwas als entschuldigung tun zu wollen. Aber sie wollte Akkina auch zu nichts drängen. Es gab ja auch Menschen die mit allem allein fertig werden wollten und auch mit solchen konnte Vivianne umgehen.
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BeitragThema: Re: Schlossplatz   Fr Okt 25, 2013 8:19 pm

"Nun gut, dann ist ja alles in Ordnung, bis auf die Tatsache, dass Robert wohl nie zu meinen Freunden zählen wird." Stellte ich nüchtern fest und lächelte flüchtig. Zwar war ich nicht wegen dem schmerzenden Handgelenk in meiner Stimmung etwas abgeklungen, aber die Behandlung dieses Adligen hatte mir überhaupt nicht in den Kram gepasst... Und nun musste ich damit leben und das schlug mir einfach aufs Gemüt. Leider.
Als die Fürstin mir mitteilte, dass der Apotheker sicherlich eine Salbe hätte, die meine Schmerzen lindern würde, lächelte ich sie warm an. Es war typisch fürsorgliche Mutter, wenn so etwas heraus kam und ich konnte nicht behaupten, dass sich um mich nicht gekümmert worden war, aber meistens musste ich mich wenn dann selber um so etwas kümmern... Und gerade aus dem Grund heraus, habe ich meistens meinen Körper alleine damit fertig lassen werden. Doch ich wog ab, war es besser das Angebot auszuschlagen und mein Handgelenk von alleine heilen zu lassen oder es anzunehmen, dieser Frau einen Gefallen zu tun und womöglich etwas den Luxus des Reichtums dieser Familie nutzen konnte indem ich mir eine Arznei geben lies, die sich sonst nicht wirklich viele Leute leisten konnte? Während ich überlegte fügte Vivianne noch einen Satz an und schnell sah ich wieder auf und reimte mir zusammen, was sie wohl gerade zu mir gesagt haben musste. "Im Grunde brauche ich es nicht... Aber wenn ihr es mir anbietet? Schaden kann es ja nicht." Erklärte ich und lies nun meine Hände wieder locker hinunter hängen, auch wenn ich dadurch den Drang, mein Handgelenk zu massieren, widerstehen musste.
Die Sonne war dabei, sich nun endgültig für den heutigen Tag zu verabschieden und die wenigen goldenen Strahlen die noch die Umgebung erhellten waren kraftvoll und doch nur ein fahler Abklatsch der Sonnenstärke in Surda. Doch daran würde ich mich jetzt nicht stören, auch wenn ich die durchdringende Wärme schon vermisste. Und würde hier erst der Winter Einzug halten... Dann würde es erst recht ungemütlich werden.

ot: Es tut mir leid, dass ich jetzt erst antworte... Bin aber echt nicht früher dazu gekommen :)Tut mir leid^^



[out: Weil ich jetzt nicht mehr länger hängen will, werde ich die Sache einfach so drehen, dass Akkina nach ein paar Tagen heimlich verschwinden musste, da Robert ihr mehr oder weniger das Leben schwer gemacht hat... Näheres vllt. in den nächsten Posts^^ Sie ist geflüchtet und nun Nähe Teirm! Da kann man bei ihr weiter lesen Very Happy

--> Teirm]
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