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 Straßen von Feinster

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Graham Drake
Fürst
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 10:03 pm

"Wer darauf beharren muss eine Königin zu sein ist keine wahre Königin" erklärte er leise und ruhig. "Ihr seit nichts weiter als eine Frau, die sich reich geheiratet hat. Das Blut der alten Königslinie ist in euch so sehr verdünnt, das es jeder Beschreibung spottet" erklärte er leise und tat einen Schritt auf Sie zu.
"Ich bin Fürst Graham Drake von Gil´ead, erster meines Namens und besitze mehr Reichtum und Ländereien als Feinster, euer Majestät das letzte Wort sprach er mit solch einer Verachtung und Ironie aus wie es einem Mann nur möglich war. "Also wie wollt ihr mich daran hindern mir das zu nehmen was ich will?" fragte er Sie und sein stechender Blick durchdrang sie. "Ein Greif lässt sich von einem Stück Unkraut nichts sagen" erklärte er und spielte somit auf das von ihr selbst gewählte, neue Wappen an. "All eure Ansprüche auf einen Thron sind mit eurer Heirat vollends verwirkt" er stand einfach nur da und sah sie an. "Ihr Vater hat mir bereits zugesichert, dass Ileana mit mir kommen wird von daher hat euer Wort keinerlei Gewicht."
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 10:24 pm

Nun schüttelte Vivanne nun noch doch, ob der Engstirnigkeit des Mannes vor ihr. Er schien weder etwas von Erbrecht noch von tatsächlicher Befehlsgewalt zu verstehen. "Da wir hier in Feinster sind, bedeutet euer Wort trotz eures Reichtums und eurer Besitzungen hier nichts!", erklärte Vivianne nun völlig ruhig und seufzte. "Darüber hinaus ist mein Blut nicht verwässerter als das meiner Cousine. Als Tochter des männlichen Erbens der Xeldaric stehe ich eigentlich noch vor meiner Schwester, da sie von meiner Tante und ich von ihrem Onkel abstamme. Hättet ihr euch tatsächlich auch nur ein einziges Mal mit dem Erbrecht auseinander gesetzt, wäre euch bewusst das mein Anspruch auf den Thron eher besteht als Ileanas, trotz einer Heirat!", erklärte Vivianne, wobei sie die letzte Aussage betonte. Sie, wie alle aus ihrer Familie, wussten über ihre Herkunft nur all zu gut Bescheid und trauerten um ihr verlorenes Erbe, um den Mord an ihren Ahnen. Sie weigerte sich sich von Graham über ihre Herkunft aufklären zu lassen. Warum hätte Tristan LaFleur sie heiraten sollen, wenn sie nicht die Thronerbin war? Darauf beruhte ja sein komplettes Vorhaben! "Ich bitte euch jetzt zum zweiten und letzten Mal: Redet vernünftig mit mir oder verschwindet aus meiner schönen Stadt!"
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Caladhiel
Admiss
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 10:43 pm

"Euer Wort mag in dieser Stadt weit mehr Gewicht haben als das des Fürsten von Gil'ead, Lady LaFleur, aber es hat nicht mehr Gewicht als das des Ordens der Reiter. Noch immer sind wir die Bewahrer dieses Landes und ich ziehe es vor, von diesem Recht und der Pflicht Gebrauch zu machen", vermeldete Caladhiel harsch und setzte einen Schritt nach vorn, während ihre Schwerthand bereits zum Griff der elfischen Klinge an ihrer Seite gewandert war und sich sicher um deren Griff gelegt hatte. Bislang hatte sie sich zurück gehalten und dem Gespräch schweigend beigewohnt, doch spätestens als die Frau vor ihr begonnen hatte lautstark gegen Graham zu wettern und damit gleichzeitig auch alle Aufmerksamkeit auf die kleine Gruppe gelenkt hatte, hatte sie sich einmischen müssen - sie hatte nicht weiterhin ruhig bleiben können, jetzt wo allmählich begannen sich die einzelnen Menschen um die kleine Gruppe versammelt hatten. Es musste eine Einigung geben und sie musste rasch von Statten gehen, wenn sie nicht wollten, dass auch die letzten Spione der Velaryon von Feinster und der hier lebenden Familie des alten Königshauses erfuhren.
"Lasst das Mädchen selbst entscheiden", warf Caladhiel ein und verengte die mandelförmigen Augen ein Stück weiter während ihr Blick von Graham hinüber zu Vivienne wandern ließ. Ileana hingegen tat der Reiterin leid, denn für den Moment wurde über den Kopf des Mädchens ihr eigenes Schicksal bestimmt, ohne sie selbst ein einziges Mal zu fragen. "Die Spione der Velaryon wissen vermutlich bereits, was hier vor sich geht und dass Ihr euch hier aufhaltet. Komme, was wolle - es muss eine Einigung geben und diese muss schnell erfolgen, bevor wir hier von den Truppen der Velaryon vernichtet werden."

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"When I thought that I fought this war alone
You were there by my side on the frontline
When I thought that I fought without a cause
You gave me a reason to try"
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 11:01 pm

"Himmel - ich hätte nicht schlecht Lust jedem von ihnen einmal durch die Luft zu schleudern, damit der restliche Staub der sich zwischen ihren Ohren abgesetzt hat weggefegt wird." Die politische Ränke und Machtspiele hatten ihn schon immer angewidert, ebenso wie die Tatsache, das jeder kleinste Fürst nach Macht geiferte wie ein geschlagener Hund nach einem verfaulten Stück Fleisch. "Was interessiert Sie ein Erbrecht? Wir unterzeichneten Einst einen Vertrag mit der Familie Xeldaric. In diesem in keinerlei genau definiertes Recht dargelegt und wir werden so verfahren, wie wir es schon damals taten. Die verbliebenen Thronerben erhalten unsere Unterstützung und den, den wir als Fähigsten und weisesten erachten, wird König dieses Landes."
So weit von Caladhiel entfernt fühlte er sich unangenehm hilflos. Er konnte zwar im Notfall die gesamte Stadt niederbrennen, doch selbst dann konnte er nicht sicher gehen ob es seiner Reiterin wirklich helfen würde. Sie waren innerhalb der letzten einhundert Jahre fast nie getrennt gewesen und diesen Umstand nun wieder so deutlich zu spüren, machte ihn immer und immer nervöser. Einen kurzen Augenblick lang überlegte er ob er eine Weile lang über die Stadt kreisen sollte um die Leute daranzu erinnern, wer dr Gast war den sie gerade in ihrer Stadt beherbergten - doch wäre es ein so großes Risiko für zivile Opfer, allein durch all die Unruhen die dadurch entstehen würden.
Nun .. zumindest im Moment war es noch ein zu großes Risiko. "Dir ist bewusst das ich jederzeit ihr Dach von ihrem Haus reißen kann um sie wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen?"
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Ileana Xeldaric
Mensch
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 11:15 pm

Das Mädchen, um welches bereits seit einer ganzen Weile das Gespräch drehte, stand noch immer regungslos in der Tür und hatte den Blick hinab zu ihren Füßen gesenkt, welche noch immer in dem dreckigen, sandigen Boden ihre Linien zogen, während sie die Stimme ihrer Cousine und die Graham Drakes abwechselnd lauter und wieder leiser wurde, nur um schließlich grob von der dunkelhaarigen Elfe unterbrochen zu werden, die Drake mitgebracht hatte. Unsicher führte Ileana eine Hand hinauf zu ihrem Gesicht und strich sich eine der braunen Haarsträhnen hinter das Ohr zurück ehe sie sich noch einmal darüber Gedanken machte, worum es hier eigentlich zu gehen schien. Das Erbrecht, das ihre Cousine angesprochen hatte, hatte das Mädchen selbst noch niemals sonderlich gekümmert - sie hatte es niemals für möglich gehalten, eines Tages selbst den Thron besteigen zu können, insbesondere da sie im Grunde nur ein vierzehnjähriges Mädchen war, das nicht sehr viel von der Welt wusste, geschweige denn sich gut in der Politik zu behaupten wusste.
"Ihr solltet alle nicht meinetwegen streiten", vermeldete das Mädchen dann jedoch und löste sich langsam von ihrer Cousine, um einen Schritt nach vorn zu machen und noch einmal einen Blick nach oben zu heben und ihre Cousine, sowie die Elfin und Drake zu mustern. Die Situation war mehr als unangenehm für das Mädchen, aber was immer sie nun auch tun würden - die Drachenreiterin hatte Recht, es musste eine Einigung geben, bevor die Familie der Velaryon hierher kam. "Die Drachenreiterin hat Recht. Es muss eine Einigung geben und das Letzte, was ich möchte, ist dass meinetwegen die unschuldigen Bürger dieser Stadt leiden müssen, noch dass ihr beide euch meinetwegen streitet. Ich gehe gemeinsam mit dem Fürsten fort, Vivienne, wenn es das Beste für Feinster und meine Familie ist. Wir haben lange genug leiden müssen."
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Gast
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Di März 25, 2014 11:42 pm

Vivianne könnte sich für ihr Verhalten Ohrfeigen! Über das ganze Gezanke über das Erbschaftsrecht hatte sie das aus den Augen verloren, was tatsächlich zählte: Ihre Cousine und wie sie sich bei dem ganzen fühlte! Wie konnte sie sich bloß mit irgendwem so in die Haare über völlig unwichtige Dinge gekriegen, wenn es hier um die Zukunft Ileanas ging? Doch als sie die Entscheidung Ileanas vernahm stiegen ihr die Tränen in die Augen. Sie musste sie gehen lassen wen sie es so wünschte, auch wenn sie es nur schweren Herzens tat. Und die Tatsache, dass sie sie mit Fürst Drake los schicken musste, machte das alles nicht besser. Sie konnte sie nicht alleine gehen lassen, doch selbst konnte sie sie auch nicht begleiten, ebensowenig wie sie einen Verwandten ihres Mann mit ihr schicken konnte oder irgendeinen Soldaten. Aber wer blieb sonst noch übrig?
"Ich werde Ileana mit euch ziehen lassen, ich habe auch wohl kaum eine andere Wahl.", erklärte Vivianne und musste ihr Tränen unterdrücken. "Aber ich bitte euch um einen Gefallen. Lasst meine Cousine Sancha euch ebenfalls begleiten, ich vertraue ihr und möchte dass Ileana ein bekanntes Gesicht um sich hat.", erklärte Vivianne, wohl wissend dass es bessere Möglichkeiten gab als Sancha, doch diese Möglichkeiten waren nicht Vertrauenswürdig genug. Sancha konnte sich durchsetzen und würde dafür sorgen, dass es Ileana gut geht, und dass war für Vivianne am wichtigsten.
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Graham Drake
Fürst
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   Mi März 26, 2014 12:03 am

Graham war kurz davor ihre Bitte abzuschlagen, wollte sich nicht irgend jemanden ins Haus holen den er nicht kannte. Doch er wusste genauso, dass jedwede weitere Diskussion all dies in die Länge zog. Und sowieso, das hier würde letztlich sowieso zu seinen Gunsten ausgehen.
"Nun gut, wenn dies euer Wunsch ist werde ich ihn euch nicht abschlagen" simmte Graham zu.
Außerdem war das Schloss groß und hatte verdammt viele Zimmer.
"Lady Caladhiel. Ich bedanke mich recht herzlichst, dass ihr mitgekommen seit. Dürfte ich euch noch um einen letzten Gefallen bitten? Wärt ihr so freundlich Lady Ileana und mich wieder zurück nach Gil´ead zu bringen?" fragte er leise und sah wie Ileana mit einigem Gepäck wiederkam. "Da ich annehme, dass Lady Sancha mit etwas mehr Hausrat anreist wird sie mit der Kutsche nachreisen" meinte Graham und es war mehr als deutlich zu hören, dass dies keine Frage war. "Ileana, wir würden dann aufbrechen"
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Gast
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BeitragThema: Re: Straßen von Feinster   So Aug 24, 2014 2:32 pm

Lucan striff langsam durch die hohen Straßen der Stadt und rümpfte die Nase. Natürlich roch auch Nicaea nicht nach einem Rosenbeet, aber irgendetwas an Feinster ließ ihn schaudern. Vielleicht war es der fehlende Geruch von Olivenöl, der in seiner Heimat beinahe allgegenwärtig war. Vielleicht lag es aber auch an dem fehlenden Parfum, welches sich die Frauen Fyonaras zuweilen in rauen Mengen auftrugen und deren lieblicher Geruch auch hier vollkommen abhanden war.
Feinster war bei weitem nicht so beeindruckend wie es Nicaea gewesen war. wenngleich auch überall Fahnen und Wappen an Häusern angebracht waren.
Lucan hatte während seiner Reise die Sprache dieses Landes gelernt und auch versucht sich in deren Herrschersystem einzufinden, wenngleich ihm dies auch reichlich schwer gefallen war. Während er langsam durch die nur mit Kies bestreuten Straßen stapfte und bereits jetzt den Komfort seiner Heimat vermisste sinnierte er darüber, woher er dieses Wappen kannte. Er nach einiger Zeit wurde ihm klar, dass es das Wappen von Gil´ead war , wenngleich auch nur zu einem Viertel. Die großen, überall angebrachten Schilder zeigten ein seltsames Wappen. Das eine untere Viertel hatte er immerhin schon einmal erkannt. Nach einigem überlegen sah er auch die restlichen dreiviertel, welche das Wappen der Familie LaFleur bildeten. Darüber war eine goldene Krone zu sehen. Er ging zu einem der Händler, welche am Markt standen und fragte ihn in gebrochener Zunge nach der Bedeutung. Es sei das momentane Stadtwappen, so wurde ihm erklärt - der junge Robert LaFleur habe Geld vom Fürsten Gil´eads bekommen und dieser habe der Krone die Pläne für die neue Stadt vorgelegt. Seitdem war hier gebaut worden und der Handel florierte und zu seinen Ehren habe man eben jenes Bild erschaffen. Wenngleich es auch hieß, dass die Bonadeos behaupteten es sei ihre Idee gewesen - allerdings sagte dies wohl anscheinend so gut wie jeder kleine Adlige in der Hoffnung mehr Rum zu erhalten.
Kopfschüttelnd ließ Lucan den Händler hinter sich - er verabscheute die Sprache jetzt schon. Sie war rauh und zittriger, voller Vokale die nicht zueinander zu passen schienen und während er seinen Rucksack schulterte stellte sich ihm die Frage ob der Tod nicht eine bessere Alternative zu dem Dreck und dem Gestank war, der ihn hier empfing.
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